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Rentenversicherungsbericht: Das wird uns die Rente kosten

Bildbeschreibung: Person aus der Vergangenheit, daneben Geldscheine reinretuschiert
Foto/Montage: | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Der heute veröffentlichte Koalitionsvertrag gibt Aufschluss darüber was die Ampel-Parteien vereinbart haben. Bisher fehlt aber noch die Zustimmung aus den eigenen Parteien. Ein Ziel ist dabei "die bis 2025 geltenden Haltelinien für den Beitragssatz von höchsten 20 Prozent und für das Rentenniveau von mindestens 48 Prozent" zu halten, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

Hierbei handelte es sich um eines der Ergebnisse aus dem Rentenversicherungsbericht 2021, der jährlich erstellt wird und immer Auskunft darüber gibt, "wie sich die Rentenfinanzen in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich entwickeln werden. Nach den Modellrechnungen der Bundesregierung wird Ende dieses Jahres die Nachhaltigkeitsrücklage der Deutschen Rentenversicherung voraussichtlich bei 37,2 Milliarden Euro liegen. Derzeit liegt das Rentenniveau, also der Standardrente, gemessen am Durchschnittsentgelt, bei 49,4 Prozent. Es wird in den Folgejahren zunächst ansteigen. Längerfristig wird es über 49,2 Prozent im Jahr 2025 auf 45,8 Prozent bis zum Ende des Berechnungszeitraums im Jahr 2035 sinken. Der Beitragssatz wird bis 2023 stabil bei 18,6 Prozent bleiben. Im Jahr 2030 wird er 21,2 Prozent und zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2035 22,4 Prozent betragen.", so die Bundesregierung.

Weiter hieß es seitens der Bundesregierung: "Es sind nach heutigem Stand keine zusätzlichen Bundesmittel erforderlich. Auch das bis zum Jahr 2030 geltende Beitragssatzziel von maximal 22 Prozent und das Sicherungsniveauziel von mindestens 43 Prozent werden eingehalten"

Im Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung heißt es dazu: "Wir halten das Rentenniveau stabil, erweitern die gesetzliche Rentenversicherung um eine teilweise Kapitaldeckung und werden das System der privaten Altersvorsorge grundlegend reformieren." Konkrete Informationen, wie diese Reformierung aussehen wird, gab es nur auf spekulativer Ebene und daher wird auch hier abzuwarten sein, wie die neue Bundesregierung die Formulierung konkret mit Inhalten füllen wird.

Hermann Gröhe (CDU/CSU) betonte heute: "Die Pandemie hat weltweit und auch in Deutschland zu Einbrüchen der Wirtschaftsleistung geführt. Die gesetzliche Rentenversicherung aber hat die Pandemie bislang sehr gut überstanden. Erfreulich ist, dass wir bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 3,7 % verzeichnen können. Bis zum Jahr 2025 wird das Rentenniveau die Halteline von 48 % netto vor Steuern nicht unterschreiten, und zugleich wird der Beitragssatz bis zum Jahr 2025 nicht über 20 % steigen. Die doppelte Haltelinie, die wir als unionsgeführte Regierungskoalition mit der Rentengarantie bis 2025 gesetzlich verankert haben, musste daher nicht zur Anwendung kommen. Das ist eine gute Nachricht. Allerdings zeigt der Bericht auch auf, dass nach den Vorausberechnungen schon 2030 sowohl beim Beitragssatz als auch beim Rentenniveau die Haltelinien jeweils überschritten werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin das System der Altersversorgung langfristig in den Blick nehmen und dabei alle Stellschrauben überprüfen. In drei Bereichen sehen wir dringenden Handlungsbedarf: der Altersabsicherung der Selbständigen, der Attraktivität der zusätzlichen privaten Altersvorsorge und der weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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