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Teilhabe für geflüchtete Menschen mit Behinderung aus der Ukraine

Bildbeschreibung: Jemand in einem Rollstuhl.
Foto: © kk / EU-Schwerbehinderung

Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen sind bisher geflüchtet, darunter auch viele Menschen mit Behinderung. Bei ihrer Aufnahme und Integration stehen sie in Deutschland jedoch hohen Barrieren gegenüber. Besonders bedarfsgerechter Wohnraum ist schwer zu finden. Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International e.V. (HI) und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben haben deshalb das Portal www.hilfsabfrage.de ins Leben gerufen.

Die Internetseite bündelt bestehende Wohn- und Transferangebote für geflüchtete Menschen mit Behinderung aus der Ukraine und führt diese übersichtlich auf. Deutschlandweit werden Organisationen der Behindertenhilfe gebeten, in den Rubriken „Transfer“ und „Wohnen“ ihre Hilfsangebote zu hinterlegen. Organisationen in der Ukraine, in den Grenzregionen sowie in Deutschland können dann ein sogenanntes „Matching“ zwischen geflüchteten Menschen mit Behinderung, die Wohnraum benötigen, und Hilfsangeboten in Deutschland herstellen.

Ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen stellt die Seriosität der Angebote sicher und unterstützt Hilfesuchende bei der Suche nach Wohnraum und Beförderung. „Dank der Datenbank haben inzwischen eine Reihe erfolgreicher Matchings stattgefunden. Menschen mit Behinderung auf der Flucht haben auf diese Weise bedarfsgerechten Wohnraum gefunden“, berichtet Karsten Dietze von Handicap International.

Geflüchtete Menschen mit Behinderung seien als vulnerable Personengruppe in besonderem Maße den Belastungen der Flucht ausgesetzt, so Dietze weiter. „Deshalb ist es absolut notwendig, so bald wie möglich nach Ankunft, die individuellen Bedürfnisse zu identifizieren und diese bei Versorgung, Wohnform und Wohnortwahl zu berücksichtigen“, sagt Dietze weiter. Das Ziel sei, dass alle geflüchteten Menschen mit Behinderung, gleich welcher Herkunft, vollen Zugang zu Teilhabe erhalten.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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