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Praxisschock in der Pflegeausbildung - "Gute Einarbeitung ist entscheidend"

Bildbeschreibung: Ein junge Frau die Bücher liest.
© cc0

Junge-Pflege-Kongress in Erding: Rechte, Pflichten und Aufgaben der Auszubildenden im Fokus. Jung im Beruf, engagiert und voller Ideale und schon kommt der Praxisschock: Angehende Pflegefachpersonen ersetzen aufgrund des Personalmangels in Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen oftmals Fachkräfte, obwohl sie weder richtig eingearbeitet sind noch über Berufserfahrung verfügen. Auszubildende sind dann in vielen Fällen überfordert, überdurchschnittlich oft brechen sie ihre Ausbildung ab. „Darf ich das überhaupt schon und welche Rechte habe ich als Auszubildende/r?“ – Darüber können sich angehende Pflegefachpersonen beim Junge-Pflege-Kongress am Dienstag, 3. Dezember in der Stadthalle Erding informieren. Rund 800 Auszubildende aus ganz Bayern kommen an diesem Tag zusammen. 

Der DBfK stärkt mit dem Kongress in Erding die Schüler/innen für ihren beruflichen Einsatz und klärt sie unter anderem über ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten im praktischen Einsatz auf. „Auszubildende brauchen mehr Zeit zum Lernen, sollten informiert sein, welche Aufgaben sie bereits übernehmen dürfen und welche nicht und brauchen vor allem eine gute Praxisanleitung, die sie schrittweise an die Arbeit heranführt“, so Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe. Nicht zuletzt können die Auszubildenden für Pflegefehler sogar haftbar gemacht werden. 

Die Auszubildenden sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt – Pflegefachpersonen sind Mangelware und werden händeringend gesucht. Nach wie vor beginnen viel zu wenig junge Menschen eine Pflegeausbildung. Ein wichtiger Meilenstein ist die Reform der Pflegeausbildung – am 1. Januar 2020 startet die neue, generalistisch ausgerichtete Berufsausbildung. Diese sieht eine gemeinsame Grundausbildung in der Pflege vor, anschließend können sich angehende Pflegefachfrauen und -männer spezialisieren. Auch das Pflege-Studium bekommt einen anderen Stellenwert. „Damit machen wir den Beruf zukunftsfähig und bieten auch Abiturienten/innen einen Einstieg in die Pflege“, so Dr. Biederbeck.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, Interessensvertreter beruflich Pflegender, gibt den Auszubildenden und Berufseinsteigern eine Starthilfe in den Berufsalltag und bietet mit dem Kongress eine Plattform zum Austauschen und Netzwerken. Neben fachlichem Input und vielen inhaltlichen Highlights können Auszubildende mit jungen Pflegexperten/innen diskutieren, an Workshops teilnehmen und sich bei Ausstellern informieren

Quelle: DBfK Nordwest

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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