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Coronavirus: Ausgangsbeschränkungen werden noch lange dauern

Bildbeschreibung: Das Bild zeigt das Brandenburger Tor in Berlin ohne Tourismus
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Zurzeit steigen die Zahlen der mit Coronavirus infizierten Personen weiterhin rasant an. Das nicht nur in Deutschland. Letzten Sonntag verkündete die Bundeskanzlerin Angela Merkel, weitreichende Folgen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus. Diese sollen vorerst für 2 Wochen gelten. Danach soll eine Neubewertung der Lage erfolgen. Das Brandenburger-Tor in Berlin, war auf dem davorliegendem Pariser Platz immer voll mit Toristen, Diese fehlen jetzt. Berliner*IN kommen dort auch kaum noch hin. In anderen Städten, sind die Einkaufsstraßen leerer, wie auf einem Sonntag. Ganze Städte werden zu Geisterstädten.

Die Inkubationszeit, die Zeit zwischen einer Infektion mit dem Coronavirus und dem Ausbruch der Erkrankung, beträgt 2 Wochen. Ist jemand infiziert, ist die Nachweisbarkeit ebenfalls erst nach 2 Wochen verlässlich möglich. Jetzt muss man sich fragen, wie man in zwei Wochen der Ausgangsbeschränkungen erste Ergebnisse sehen will? Vermutlich wird die Zahl infizierter Personen in diesen zwei Wochen noch rasant steigen.

„Nach Ostern“ ist die Zeit wo wieder alles hochgefahren wird? Geschäfte geöffnet werden? Die Ausgangsbeschränkungen zumindest teilweise aufgehoben werden? Oder wird man eher feststellen müssen, dass sich nach Ostern die Situation eben nicht verbessert hat und die derzeitigen Maßnahmen fortgeführt werden müssen, oder sogar zu verschärfen sind? Michael Müller, der Bürgermeister von Berlin, hört sich eher danach an, dass die jetzigen Maßnahmen nach Ostern noch verlängert werden müssen. Auch Olaf Scholz (SPD), der Bundesfinanzminister, ließ durchklingen, dass es noch nicht absehbar ist, wann der „Shutdown“ (das Herunterfahren des öffentlichen Lebens) beendet ist.

Was der Staat jetzt nicht machen darf, sind die derzeitigen verordneten Maßnahmen zu schnell wieder zu lockern, selbst wenn die Zahl der Neuinfizierten eine rücklaufende Tendenz zeigen würde, könnte eine zu früh durchgeführte Lockerung der verordneten Maßnahmen einen „Ping-Pong“ Effekt auslösen. Das heißt, bei einer zu frühen Lockerung, kann die Neuinfektion wieder rasant steigen. Fatal dabei, so eine mögliche Steigerung der Infektionszahlen, würde sich auch erst zwei Wochen später nach der Lockerung der Maßnahmen zeigen. Ein Dauer „Ping-Pong“ könnte entstehen.

Das Gesundheitssystem, die Versorgung mit Schutzkleidung, zeigt auch nicht gerade vertrauenswürdige Nachrichten. Immer mehr Ärzte verdeutlichen, dass ihnen Schutzkleidungen fehlt und mögliche Praxisschließungen nicht auszuschließen sind.

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Seitens der Regierung kommen immer wieder die Aufrufe, keine Hamstereinkäufe zu tätigen. Wozu die Hamstereinkäufe führen, sehen wir noch heute in den Geschäften. Einfache Dinge wie Toilettenpapier sind nicht erhältlich. „Die Lager sind voll“, wird seitens der Politik immer wieder verdeutlich. „Die Versorgung ist sichergestellt“ – Nur wie sollen die Menschen das Glauben, wenn das Regal im Supermarkt dann doch leer ist? Wieso müssen Menschen trotz Ausgangsbeschränkungen stundenlang von Geschäft zu Geschäft laufen, um ein dringend benötigtes Produkt zu erhalten? Oder sind die Regale nur leer, weil andere Mitmenschen mit Hamstereinkäufen erst für leere Regale gesorgt haben? Zumindest hat das Thema einen psychologischen Effekt: Die Menschen werden wieder hamstern, wenn in den Regalen wieder die gesuchten Produkte zu finden sind.

Eine längere Schließung von Geschäften kann nicht nur die Inhaber in die Insolvenz treiben, sondern für Verbraucher problematisch werden, denn der Grundbedarf lässt sich nicht nur auf Lebensmittel reduzieren. Einfache Dinge wie Schuhbänder, Nähzeug oder andere Waren, die sich im Haushalt befinden, lassen sich nicht im nächsten Supermarkt erwerben, aber sind genauso essenziell wichtig für das tägliche Leben.

Für die Unternehmen, Kleinunternehmer*In und Solo-Selbstständigen, aber auch für Menschen die in Kurzarbeit müssen, oder durch die Corona-Krise auf Hartz IV angewiesen sein könnten, gibt es seitens der Bundesregierung ein großes Hilfspaket, welches gestern (25.030.2020) im Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedet wurde und jetzt nur noch morgen (27.03.2020) vom Bundesrat verabschiedet werden muss. Damit ist auch die „schwarze Null“ vom Tisch. Nur wer ist da Gewinner? Mieten dürfen zwar wegen des Coronavirus, wenn diese infolgedessen der Krise ihre Miete nicht zahlen können, nicht gekündigt werden, aber was ist nach der Krise? Dann muss die gestundete Mietschuld irgendwann doch wieder zurückgezahlt werden.

Irgendwann ist die Krise beendet, doch wer glaubt, dass dann alles wie vorher ist, wird wohl enttäuscht sein, denn am Ende zahlt der Steuerzahler. Schließlich müssen auch die jetzt gemachten Staatsschulden, wieder zurückgezahlt werden. Vielleicht werden auch Dinge wie Grundrente, dem Virus zum Opfer fallen müssen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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