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610 der 701 Bahnhöfe in NRW nicht barrierefrei

Bildbeschreibung: Ein ICE Zug im Bahnhof.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) werden an 610 der insgesamt 701 Verkehrsstationen in Nordrhein-Westfalen „noch nicht alle Merkmale einer uneingeschränkten Barrierefreiheit erfüllt“. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort Drucksache: 19/25583 auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Drucksache: 19/24626 mit.

In der Drucksache 19/25583 heißt es:

Der Zustand der Bahnhöfe und Empfangsgebäude an Bahnstrecken ist für die Attraktivität des Schienenverkehrs von besonderer Bedeutung. Durch einen ansprechenden baulichen Zustand und eine entsprechende Sauberkeit können sie aus Sicht der Fragesteller in erheblichem Maße zur Steigerung der Passagierzahlen auf der Schiene beitragen. Leider sieht die Wirklichkeit an vielen Bahnhöfen oft anders aus. Teilweise verschmutzte Bahnhöfe, geringe WLANVerfügbarkeit und eingeschränkte Barrierefreiheit werden dem eigenen Anspruch der Deutschen Bahn AG (DB AG) als serviceorientiertem Mobilitätsdienstleister nicht gerecht.

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Wenn der Schienenverkehr in Zukunft einen Beitrag zur Luftreinhaltung und zur Entlastung des Straßenverkehrs leisten soll, sind hier nach Ansicht der Fragesteller erhebliche Anstrengungen erforderlich. Dazu gehören aus Sicht der Fragesteller unter anderem die zügige Beseitigung baulicher Mängel und Verschmutzungen, eine angemessene Bereitstellung von Toiletten, der barrierefreie Zugang zur Infrastruktur, die einfache Erreichbarkeit, die Verfügbarkeit von WLAN, die Bereitstellung von Gewerbeflächen sowie die Gewährleistung der Sicherheit aller Reisenden durch Sicherheitskräfte oder Polizei.

Weiter teilt dazu die Bundesregierung mit:

Nach Auskunft der DB AG hätten an allen Verkehrsstationen innerhalb der letzten 20 Jahre kleinere Modernisierungen und Sanierungen stattgefunden, heißt es in der Antwort. An 372 Verkehrsstationen der DB Station&Service AG seien wesentliche Komponenten modernisiert und erneuert oder vollständig neu errichtet worden. Dies umfasse auch den Neubau von Stationen.

Weiter heißt es in der Antwort 19/2558: Nach Auskunft der DB AG gibt es an 33 % der Stationen in NordrheinWestfalen keine Fahrradstellplätze. An 67 % der Stationen existieren keine Fahrradparkhäuser oder überdachte Unterstellmöglichkeit. Ggf. existieren noch Stellplätze im Umfeld der Bahnhöfe, die die Gemeinden zur Verfügung stellen, welche weder der DB AG noch der Bundesregierung bekannt sind. Nach Auskunft der DB AG besteht von den insgesamt 701 Bahnhöfen oder Haltepunkten in Nordrhein-Westfalen ein freier WLAN-Zugang bisher an den folgenden 24 Bahnhöfen: Aachen Hbf, Bielefeld Hbf, Bochum Hbf, Bonn Hbf, Dortmund Hbf, Duisburg Hbf, Düsseldorf Hbf, Düsseldorf-Flughafen, Essen Hbf, Gelsenkirchen Hbf, Hagen Hbf, Hamm Hbf, Horrem, Köln Bonn Flughafen, Köln Hansaring, Köln Hbf, Köln Messe/Deutz, Krefeld Hbf, Mönchengladbach Hbf, Mülheim (Ruhr) Hbf, Münster (Westf.) Hbf, Neuss Hbf, Paderborn Hbf, und Siegburg/Bonn.

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Nach Auskunft der DB AG verfügen 76 Stationen in Nordrhein-Westfalen über öffentlich zugängliche Toiletten. An weiteren Bahnhöfen kann es zusätzliche WC-Anlagen außerhalb der DB-eigenen Flächen geben, über welche weder die Bundesregierung noch die DB AG Kenntnis besitzen. Nach Auskunft der DB AG besteht an ca. 15 % der Stationen kein Anschluss an weiteren Öffentlichen Personennahverkehr, hierfür ist der örtliche Aufgabenträger zuständig. Nach Auskunft der DB AG ist an nahezu allen Bahnhöfen wettergeschütztes Warten möglich. An etwa 97 % der Bahnhöfe gibt es keine beheizten Warteräume. An ca. 86 % der Bahnhöfe existiert keine Servicestelle mit Ansprechpartner für Ticketverkäufe und Auskünfte. Ticketverkäufe und Auskünfte werden im Regionalverkehr durch die Aufgabenträger bestellt.

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Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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