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Pflegeverband fordert Ungerechtigkeiten in der Pflege beseitigen

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Brian Wangenheim

Häusliche Gewalt, die Hauptlast der familiären Sorgearbeit, Angst vor Arbeitslosigkeit und Altersarmut – viele Probleme, von denen hauptsächlich Frauen betroffen sind, haben sich im Zuge der Covid-19 Pandemie verschärft. Darauf weisen Beratungsstellen, Frauenhäuser und Sozialwissenschaftler/innen hin. Das könnte auch daran liegen, dass Frauen zu wenig gehört werden.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass in der Pandemiebekämpfung andere Akzente gesetzt worden wären, hätte es mehr Frauen in den Krisen- und Beratungsgremien gegeben,“ sagt Swantje Seismann-Petersen, stellvertretende Vorsitzende des DBfK Nordwest. „Das gilt nicht nur, aber in besonderem Maße für die Expertise beruflich Pflegender mit ihrem gut 80prozentigen Frauenanteil.

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Die Gremien, in denen wir vertreten waren, lassen sich vermutlich an einer Hand abzählen. Das steht in einem deutlichen Missverhältnis zu der Tatsache, dass wir die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen sind.“ Noch unverhältnismäßiger wird es laut DBfK, wenn in Betracht gezogen wird, in welchem Maße weibliche Pflegefachpersonen in der Versorgung Covid-19 Erkrankter involviert sind und welchen Anteil sie daran haben.

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„Das ist der Grund, warum wir heute unsere Stimme erheben“, betont Swantje Seismann-Petersen. „Wir fordern mehr Beteiligung und gleichberechtigte Berücksichtigung unserer Berufsgruppe in allen gesellschaftlichen Belangen. Davon profitieren nicht nur Frauen, die sich für die Ausübung des Pflegeberufs entschieden haben, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Um den Nachholbedarf in der Pflege zu verstehen, reicht ein Blick auf die Führungsebene pflegerischer Einrichtungen. Weibliche Führungskräfte sind vor allem in den alten Bundesländern stark unterrepräsentiert. Im Nordrhein-Westfalen etwa liegt ihr Anteil in Krankenhäusern bei 57% - für einen von Frauen dominierten Beruf eine offensichtliche Schieflage.“

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Intern setzt der DBfK Nordwest in einer Arbeitsgemeinschaft auf die Themen ‚Frauen in Pflegeberufen und Feminismus‘, um den Fokus verstärkt auf frauen- und genderpolitische Fragestellungen in Verbindung mit der professioneller Pflege zu lenken. Extern fordert der Verband von allen Verantwortlichen in der Politik und auch in pflegerischen Einrichtungen, sich für die Beseitigung von geschlechterbedingten Ungerechtigkeiten einzusetzen, Frauen bewusst zu fördern und sie systematisch in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Autor: DBfK / © EU-Schwerbehinderung



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