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Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen: „Toiletten für alle“

Bildbeschreibung: Eine Toilette am Zoo Osnabrück.
Foto: © Zoo Osnabrück

Am 05. Mai 2021 jährt sich der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zum 29. Mal seit der Gründung im Jahr 1992. Mit „Toiletten für alle“ ist die Inklusion im sanitären Bereich garantiert! 1992 etabliert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) den Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Grund zur Initiative hat sich bis heute nicht verändert: Die Gleichstellung aller Menschen.

Dieses Ziel verfolgt auch die Stiftung Leben pur mit dem Projekt „Toiletten für alle“. Seit 2012 setzt sie sich mit „Toiletten für alle“ bundesweit für den (Um-)Bau von Sanitärräumen nach DIN 18040 in speziell ausgestattete WCs ein, um damit die Teilhabe von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung am öffentlichen Leben zu ermöglichen.

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„Toiletten für alle“ sind zusätzlich mit einem Personenlifter (Decken- oder Standlifter), einer höhenverstellbaren Pflegeliege mit abklappbarem Seitengitter sowie einem luftdicht verschließbaren Abfallbehälter ausgestattet und bieten bei einem ca. 12 m² großen Raum genügend Platz für den Wechsel von Inkontinenzeinlagen. Die Gleichstellung aller Menschen ist mit „Toiletten für alle“ somit eindeutig sichergestellt.

Öffentlich zugängliche Toiletten und Babywickeltische sind in unserer heutigen mobilen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit und auch barrierefreie WCs gibt es mittlerweile an vielen Orten in Deutschland. Doch für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sowie alters- oder unfallbedingter Inkontinenz ist ein Behinderten-WC oft unzureichend. Daher müssen von den Betroffenen und deren Assistenz oftmals unhygienische sowie entwürdigende Zustände in Kauf genommen werden, zum Beispiel wenn das Wechseln von Inkontinenzeinlagen auf den Böden öffentlicher (Sanitär-)Räume stattfinden muss. „Toiletten für alle“ sind die Lösung für diese menschenunwürdige und unhygienische Situation!

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Die Anzahl der Nutzer einer „Toilette für alle“ steigen im Hinblick auf den demografischen Wandel stetig an. Vor allem Menschen mit hoher Querschnittslähmung, Schädel-Hirn-Trauma, angeborener oder erworbener schwerer körperlicher und geistiger Behinderung, Multipler Sklerose, altersbedingter Pflegebedürftigkeit, Inkontinenzschwächen sowie Demenz sind auf die Bereitstellung einer „Toilette für alle“ angewiesen. Weitere Informationen zu „Toiletten für alle“ sowie eine Landkarte mit allen über 100 „Toiletten für alle“-Standorte in Deutschland finden Sie unter www.toiletten-fuer-alle.de.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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