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Kritik an Bundesregierung zur Aktionswoche: Benötigen Impf-Marathon statt Aktionswoche

Bildbeschreibung: Jemand der eine Spritze bekommt.
Foto: © SHVETS production

Die Bundesregierung startet in dieser Woche ihre Aktionswoche die zur Impfung gegen das Coronavirus aufrufen soll. "Unter dem Motto #HierWirdGeimpft rufen Bund und Länder zu der heute beginnenden gemeinsamen Aktionswoche auf. Vom 13. bis 19. September 2021 sollen an möglichst vielen Orten in Deutschland einfach wahrzunehmende Impfangebote gemacht werden. Im Sportverein, im Supermarkt oder in Beratungsstellen: Alle können mitmachen und sich an der Aktion beteiligen.", teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit.

Das BMAS verdeutlich in seiner Mitteilung, das Ziel der Aktionswoche: "#HierWirdGeimpft schafft Aufmerksamkeit für die verschiedenen Impfangebote und verbindet alle Akteure, die Impfungen vor Ort unkompliziert und spontan anbieten können. Auf der Website www.hierwirdgeimpft.de können Impfangebote auf einer Deutschlandkarte eingesehen und hilfreiche Tipps zur Organisation einer Impfaktion vor Ort abgerufen werden. Unter dem Hashtag #HierWirdGeimpft in Verbindung mit dem Hashtag des Ortes (#Musterstadt) können geplante Impfaktionen in den Sozialen Medien sichtbar gemacht und geteilt werden. Die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt Betriebe und Einrichtungen darüber hinaus mit Informationsmaterial rund um die Corona-Schutzimpfung.

Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt die Impfung das wichtigste Mittel. Sie bietet wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen. Das zeigt auch das aktuelle Geschehen in den Krankenhäusern und in den Intensivstationen. Die vollständige Impfung unterstützt das Immunsystem dabei, den Erreger zu bekämpfen und ist der sicherste Weg, um einen Schutz vor dem Virus aufzubauen. Die Impfung ist neben den AHA-Regeln (Abstand halten, die Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen) der wichtigste Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie."

Allerdings gibt es zu der Aktion auch wieder Kritik. Zum Start der Impfaktionswoche erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Christine Aschenberg-Dugnus: "Die Impfaktionswoche der Bundesregierung ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn eine einzelne Woche ist viel zu wenig. Wir benötigen stattdessen einen echten Impf-Marathon. Dazu brauchen wir mehr Kreativität, müssen noch intensiver werben und dauerhaft niedrigschwellige Angebote anbieten. Schauspieler, Sportler und Künstler könnten etwa mit langfristigen Aktionen gezielt die jüngeren Altersgruppen ansprechen. Zudem sollten Impfangebote in der Fußgängerzone oder in Supermärkten durch mobile Impfteams langfristig angeboten werden. Wichtig ist außerdem, auf Anreize zu setzen statt auf Zwang. Dies haben Länder wie Dänemark oder Großbritannien gezeigt. Daher lehnen wir eine Impfpflicht ab und setzen uns weiterhin für Konzepte wie 3G ein."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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