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Spahn zu Löhne in der Pflege: „4.000 Euro, da kann ich mitgehen“

Bildbeschreibung: Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Foto: © Jan Pauls / Deutscher Pflegetag

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), unterstützt die Forderung der Pflegekräfte für mehr Lohn in der Pflege. Zum dies Jährigen Auftakt des Deutschen Pflegetags in Berlin sagte Spahn: "4.000 Euro, da kann ich mitgehen,“ wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. So könne er sich vorstellen, dass der Pflege-Mindestlohn in Richtung 3.000 Euro erhöht werde, der zurzeit bei 2.700 Euro für Fachkräfte liege. Der Minister hatte sich dabei auf eine Forderung des Deutschen Pflegrates nach Pflegelöhnen von 4.000 Euro im Monat bezogen.

Jedoch machte Spahn auch deutlich, dass die Löhne und Gehälter von den Tarifpartnern ausgehandelt werden müssten. Dies könne die Politik nicht tun. Zudem rief der Bundesgesundheitsminister die Pflegekräfte dazu auf, sich zusammenzutun, um ihrer Forderungen durchzusetzen.

In der Besetzung der offenen Stellen sieht Spahn die größte Aufgabe. Hierfür bräuchte man einen langen Atem und dieses sei auch nicht per Gesetz aufzulösen, sagte der Minister. "Jedes Krankenhaus, jeder ambulante oder stationäre Pflegedienst in Deutschland sucht gerade Personal und hat das Geld für die Stellen, kann sie nur nicht besetzen". Dies sei die große Aufgabe für die 20er Jahre.

Nach Ansicht des Ministers habe die große Koalition bei der Pflege in den letzten Jahren „ziemlich viel angepackt". Dabei hatte er auf die neu entstandenen Stellen verwiesen, sowie besser Bezahlung etwa durch Mindestlöhne in der Altenpflege und Reformen in der Ausbildung wie die Abschaffung des Schulgelds. Auch seien die Auszubildendenzahlen in der Pflege so hoch wie nie zuvor.

"Ein Thema kann Ihnen, wer immer Minister oder Ministerin wird in den nächsten 20 Jahren, keiner abnehmen", sagte er die Teilnehmer des Kongresses. Dies sei die Frage, "wie sehr Sie sich selbst zusammentun, um ihre Interessen durchzusetzen". Jedes Krankenhaus und jeder Pflegedienst suche Personal. "Sie sitzen am längeren Hebel."

Die Zahl der Pflegebedürftigen werde bis 2030 um eine weitere Million auf 5,1 Millionen Menschen wachsen. Wenn nichts gegen den Fachkräftemangel unternommen werde, dann fehlen 500.000 Pflegekräfte in der Altenpflege und in den Kliniken, bereits heute seien es 200.000.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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