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Starker Einfluss der Corona-Pandemie auf die Leiharbeit

Bildbeschreibung: Ein Mann auf einem Fahrrad mit einem riesen Lieferrucksack.
Foto: © MART PRODUCTION

Die Zeitarbeitsbranche hat besonders stark unter der ersten Phase der Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 gelitten. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/32648) auf eine Kleine Anfrage (19/32148) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

In der Drucksache heißt 19/32648 es:

Die Entwicklungen in der Leiharbeit stehen nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller gerade auch in Zeiten von Corona im öffentlichen Interesse. Dabei geht es insbesondere um die Entlohnung der Leiharbeitskräfte im Vergleich zum Stammpersonal und die Frage, inwiefern Leiharbeitskräfte stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Von Interesse sind in diesem Zusammenhang weiterhin die Auswirkungen der Reform der Arbeitnehmerüberlassung, die im April 2017 in Kraft trat. Denn die Zielsetzung der Reform war ambitioniert: „Arbeitnehmerüberlassung soll gute Arbeit sein“, wozu „berufliche Sicherheit ebenso wie ein fairer Lohn“ gehören.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Interesse der Fragestellerin den beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer gilt und weniger dem Wirtschaftszweig der Arbeitnehmerüberlassung, auch wenn abwechselnd nach Leiharbeitnehmern und nach Leiharbeitsunternehmen gefragt wurde. Im Rahmen der Beantwortung der vorliegenden Anfrage wird daher aus Gründen der Konsistenz und Vergleichbarkeit stets auf das Merkmal Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer aus der Meldung zur Sozialversicherung abgestellt und nicht auf den Wirtschaftszweig Arbeitnehmerüberlassung. Auswertungen zum Wirtschaftszweig Arbeitnehmerüberlassung würden sowohl die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer als auch das Personal der Verleihbetriebe umfassen, welches nicht als Leiharbeitnehmerin oder Leiharbeitnehmer beschäftigt wird.

Weiter teilen die Parlamentsnachrichten mit:

Demnach seien die Geschäftserwartungen deutlich pessimistischer als in anderen Branchen gewesen, wodurch die „personalpolitischen Reaktionen“, etwa der Einsatz von Kurzarbeit oder das Nichtnachbesetzen offener Stellen, wesentlich stärker ausfielen als in den meisten Branchen. In einigen „systemrelevanten“ Bereichen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie eine erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften hatten, habe es zwar eine zusätzliche Vermittlungen von Leiharbeitskräften gegeben, die aber die Ausfälle an anderer Stelle nicht kompensieren konnten, heißt es in der Antwort weiter.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag






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