EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Ab sofort sind Grippeschutzimpfungen in schleswig-holsteinischen Apotheken möglich

Bildbeschreibung: Jemand der eine Spritze in eine Impfdose reinhält.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Ab sofort wird die wichtige Grippeschutzimpfung auch in schleswig-holsteinischen Apotheken durchgeführt. Drei Jahre lang werden die AOK NORDWEST und der pharmazeutische Großhändler GEHE - in seiner Eigenschaft als Vertreter einer Gruppe von Apotheken - in einem Modellvorhaben testen, ob sich durch Impfungen in Apotheken die Impfquote erhöhen lässt. "Damit bieten wir als erste gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein unseren Versicherten eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen zu lassen", sagte AOK-Landesdirektorin Iris Kröner. Die teilnehmenden Apotheken sie hier.

Mit dem heutigen offiziellen Start können sich ab sofort Versicherte der AOK NORDWEST in vielen Apotheken vor Ort in Schleswig-Holstein gegen die Grippe impfen lassen. Dazu haben die AOK NORDWEST und der pharmazeutische Großhändler GEHE, der sich seit 2020 in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Alliance Healthcare Deutschland (AHD) befindet, ein entsprechendes Modellprojekt vereinbart. Damit nutzen AOK und GEHE/AHD den Gestaltungsspielraum, den der Gesetzgeber durch das im letzten Jahr in Kraft getretene Masernschutzgesetz gegeben hat. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Impfquote deutlich zu erhöhen", sagt Andreas Thiede, Vorsitzender der Geschäftsführung bei GEHE. "Die Apotheken sind startklar und freuen sich auf diese neue Aufgabe. Durch umfassende Schulungen der AKADEMIE von GEHE & Alliance Healthcare Deutschland und unsere Kompetenz in Impfstofffragen sind wir bestens auf die bevorstehenden Grippeschutzimpfungen vorbereitet", so Thiede. Die Impfquote liegt in Deutschland bei den über 60-jährigen bei etwa 35 Prozent, laut Weltgesundheitsorganisation sollten es 75 Prozent sein.

Positive Erfahrungen in anderen europäischen Ländern

AOK-Landesdirektorin Iris Kröner betonte, dass die Grippeschutzimpfungen in Apotheken ein zusätzliches Angebot neben der bewährten Grippeimpfung durch die Hausärzte darstelle und gleichzeitig die medizinische Versorgung der AOK-Versicherten verbessere. Erfahrungen in anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich, Schweiz oder Großbritannien hätten gezeigt, dass sich mit solchen Angeboten in Apotheken die Impfquote deutlich steigern lasse. Angesprochen wurden vor allem Menschen, die sich sonst nicht haben impfen lassen. "Wir wollen in den Apotheken vor Ort einen niederschwelligen Zugang vor allem auch für Menschen anbieten, die keinen Hausarzt haben oder diesen nur selten aufsuchen. Das sollte doch im Interesse aller sein", so Kröner. Und genau das sei in der laufenden Impfsaison wichtiger denn je. Grund: Durch den zunehmenden Wegfall der Corona-Beschränkungen sind die Menschen wieder anfälliger für Grippeviren geworden. "Deshalb sollte dieses Angebot jetzt unbedingt genutzt werden", so Gönna Schneil, Leiterin der AKADEMIE von GEHE & Alliance Healthcare Deutschland.

Hintergrundinformationen:

Zur Modellregion gehören die Städte Lübeck, Kiel, Flensburg, Schleswig, Rendsburg, Eckernförde und die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön und Ostholstein. Die Teilnahme der Apotheken ist freiwillig. Geimpft werden können Versicherte der AOK NORDWEST im Alter ab 18 Jahren. Eine Impfung in der Apotheke ist (wie auch beim Arzt) nicht möglich bei einer akuten Infektion, Fieber, Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Impfstoffs, bei geplanten operativen Eingriffen in den kommenden drei Tagen, einer Behandlung von Störungen der Blutgerinnung und in der Schwangerschaft. Grippeschutzimpfungen in Apotheken macht das zum 1. März 2020 in Kraft getretene Masernschutzgesetz möglich.

Autor: AOK Bundesverband / © EU-Schwerbehinderung



Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank