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Gürtelrose: das unterschätzte Gesundheitsrisiko

Bildbeschreibung: Eine Ärztin die an einem Laptop sitzt.
Foto: © Pavel Danilyuk

Gürtelrose - eine Bezeichnung die kaum verrät, welche Schwere die Erkrankung mit sich bringen kann. Tatsächlich ist Herpes zoster, wie Gürtelrose in der Fachsprache heißt, eine ernstzunehmende Viruserkrankung und kann mit vielfältigen und zum Teil schweren Symptomen einhergehen.

Was viele nicht wissen: Jeder Mensch, der einmal Windpocken hatte, gehört zur Risikogruppe für Gürtelrose. Denn nach dem Abklingen der Windpocken-Erkrankung, meist in der Kindheit, verbleibt der Erreger, das Varizella-Zoster-Virus lebenslang im Körper. Auch viele Jahre und Jahrzehnte später kann es reaktiviert werden und als Gürtelrose auftreten. Das passiert etwa dann, wenn das Immunsystem alters-, krankheits- oder stressbedingt geschwächt ist und das Virus nicht mehr eindämmen kann. Über 95 Prozent der über 60-Jährigen tragen das Virus lange Zeit meist unbemerkt in sich, doch die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist relativ hoch: Jeder Dritte erkrankt im Laufe seines Lebens an Gürtelrose.

1 Im Fall einer Erkrankung leiden die allermeisten Betroffenen unter starken, oft als stechend und brennend beschriebenen, Nervenschmerzen. Auch nach dem Abklingen der Erkrankung können nicht alle aufatmen, jeder dritte Erkrankte erleidet Komplikationen und hat mit Langzeitfolgen zu kämpfen.2 Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen ab 60 Jahren eine Impfung gegen Gürtelrose als Standardimpfung, für Menschen mit Grunderkrankung rät sie sogar schon ab 50 Jahren dazu.

Komplikationen und Langzeitfolgen können aktiven Alltag unmöglich machen

Meist ist eine Gürtelrose-Erkrankung nach wenigen Wochen überstanden, aber in 30% der Fälle erleiden Patientinnen und Patienten Komplikationen, die die Lebensqualität über lange Zeit erheblich einschränken können. Zu den häufigsten Komplikationen gehört die Post-Zoster-Neuralgie, die Betroffene mit heftigen Nervenschmerzen quält. Diese halten im ungünstigen Fall über Monate und in schweren Fällen lebenslang an und können einen aktiven Alltag weitest- gehend unmöglich machen. Auch das zentrale Nervensystem, Haut, Ohren oder Augen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Hirn- oder Rückenmarksentzündungen sowie ein, in den Monaten nach der Erkrankung, erhöhtes Herzinfarkts- und Schlaganfallrisiko sind als weitere Komplikationen bekannt. Bei Gürtelrose im Kopfbereich können auch Sehstörungen bis hin zum Sehverlust oder Gesichtslähmungen auftreten.

Besonders für Menschen in der zweiten Lebenshälfte ist Gürtelrose ein ernsthaftes aber vermeidbares Gesundheitsrisiko. Eine Gürtelrose-Impfung kann vor Erkrankung und Komplikationen schützen. Laut aktueller Empfehlung der STIKO müssen keine Impfabstände zwischen einer Covid-19 Impfung und anderen Totimpfstoffen erfolgen. Insgesamt zeigt sich, dass die Pandemie unser Bewusstsein für die eigene Gesundheit nachhaltig verändert hat. Eine von GSK beauftragte globale Studie ergab, dass 63% der Befragten in Deutschland künftig darauf achten wollen, ihren Impfstatus up-to-date zu halten. Um auch im Alter einen aktiven Alltag leben zu können, lohnt es sich, seine Hausärztin oder seinen Hausarzt beim nächsten Praxisbesuch auf empfohlene Standardimpfungen anzusprechen.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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