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Coronavirus (SARS-CoV-2): Berlin kurz vor dem Shutdown - Folgt Deutschland?

Bildbeschreibung: Brandebnurger Tor in Berlin und davor der Schriftzug "Coronavirus"
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Als in China das Coronavirus (SARS-CoV-2) ausgebrochen ist, schien es so, als ob Europa sich "sicher" gefühlt hat. Dann kam das Virus nach Europa und allgemein wurde das Gefühl vermittelt, wir sind für so eine Pandemie gut gerüstet. Selbst als das Virus Deutschland erreichte, wurde immer wieder dieses Gefühl vermittelt. Seit der letzten Woche steigt die Zahl der infizierten drastisch. Freitag dann die bundesweiten Schulschließungen (Mecklenburg-Vorpommern folgte gestern als letztes Bundesland).

Gestern Abend dann der Schock für die Hauptstadt. Berlin hat alle Bars, Clubs, Spielbanken, Bordelle, Sportclubs, Badeanstalten und Kinos ab sofort geschlossen. Das öffentliche Leben quasi auf ein Minimum reduziert. Nur die Fahrt zur Arbeit und die regulären Einkaufen sind möglich, Veranstaltungen bis nur noch maximal 50 Personen erlaubt. Im O-TON: "Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Ansammlungen mit mehr als 50 Teilnehmenden dürfen vorbehaltlich des Selbstorganisationsrechts des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlungen nicht stattfinden." Diese Verordnung hat viele Berlinerinnen und Berliner sicherlich überraschend getroffen. Zudem kam noch ein stark eingeschränktes Besuchsrecht in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Dilek Kalayci, die Gesundheitssenatorin von Berlin, deutete in der Abendschau vom RBB sogar an, dass weitere Maßnahmen, je nach Entwicklung nicht ausgeschlossen werden können.

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Berlin ist zwar nicht Deutschland, aber es ist nicht auszuschließen, dass andere Städte oder gar Bundesländer sich den Maßnahmen anschließen könnten, wenn nicht sogar anschließen müssen. Berlin hat mit seiner hohen Bevölkerungsdichte eine Situation, die mit kaum einer anderen Stadt in Deutschland vergleichbar ist. Die Bevölkerungsdichte ist eines der Faktoren, wie schnell sich ein Virus verbreiten kann. Die weitere Entwicklung in Deutschland, bleibt also abzuwarten. Bei Veranstaltungen kleine 50 Personen, wird empfohlen, Listen der Besucherin zu führen, diese vier Wochen lang aufzubewahren um im Infektionsfall mögliche infizierte besser lokalisieren zu können.

In der Stimmung der Bevölkerung, ist die Akzeptanz dieser Maßnahmen sehr unterschiedlich. Dabei haben die Maßnahmen nur ein Ziel, die Ausbreitung des Virus zu reduzieren um Menschen zu schützen, die zur Risikogruppe gehören. Das sind Menschen mit Erkrankungen der Atemwege, aber auch ältere Menschen. Würden diese Menschen nicht geschützt werden, sondern in größerer Zahl erkranken, kann das unser Gesundheitssystem zu seiner Belastungsgrenze führen, was das gesamte Gesundheitssystem empfindlich stören könnte und die gesamte Gesundheitsversorgung in einen kritischen Zustand bringen würde.

Kritisch wird es zum teil schon heute für viele Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung auf Desinfektionsmittel angewiesen sind, da die Hamsterkäufe deren Verfügbarkeit bereits stark einschränken. Dabei besteht für Hamstereinkäufe kein Grund, denn die Lieferketten sind sichergestellt.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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