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Keine Beatmung für Ersthelfer bei Wiederbelebung in der Corona-Pandemie?

Bildbeschreibung: Jemand der an einer Puppe eine Herzdruck Massage ausführt.
Foto: © Andrzej Rembowski

Ersthelfer kennen es aus ihrer regelmäßigen Ausbildung. Den Vorgang einer Wiederbelebung, bei einem möglichen Kreislaufstilstand. Dabei sind die Prüfung der Atmung und des Pulses, eines der Dinge, die immer gelehrt und bei den Auffrischkursen auch immer wieder geübt worden.

Mit der Corona-Pandemie scheint man sich auch hier einen neuen Lösungsweg hat einfallen lassen. So wird es zumindest im Netz immer wieder kommuniziert. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) uns mitteilte, gelten für die Reanimation (Wiederbelebung) diese drei Grundsätze:

  1. PRÜFEN: ist die Personen bewusstlos und atmet sie nicht oder nur unzureichend?
  2. RUFEN: Rufen Sie den europaweit gültigen Notruf unter der Nummer 112
  3. DRÜCKEN: beginnen Sie danach unverzüglich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit der ununterbrochenen Herzdruckmassage. Sind mehrere Personen anwesend, die helfen können, wechseln Sie sich alle 3 Minuten ab.

Das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung (NAWIB) einigte sich auf die einfache Botschaft Prüfen - Rufen - Drücken, um den Bürgerinnen und Bürgern einen niederschwelligen Zugang zu den Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen, teilte uns das BZgA mit. Weiter heißt es vom BZgA: Häufig bestehen Vorbehalte (v.a. in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie, siehe auch die anliegende Handlungsempfehlung (165 kb)) bei einem Patienten eine Mund zu Mund-/Nase-Beatmung durchzuführen und es wird gänzlich auf Hilfsmaßnahmen verzichtet. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand eines Erwachsenen ist fast immer eine kardiale Störung ursächlich. Aus diesem Grund ist noch genügend Sauerstoff im Blut gelöst, welches bei einer Herzdruckmassage ausreicht, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Hirnzellen mit Sauerstoff zu versorgen. Selbstverständlich kann und soll eine Beatmung zusätzlich durchgeführt werden, wenn der Helfende sich dazu in der Lage fühlt und dies auch will.

In den Sozialen Medien heißt es jetzt, dass wegen der Corona-Pandemie selbst die Mund-zu-Mund Beatmung nicht mehr angewendet werden soll. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) teilte uns dazu mit, dass die Fokussierung der Botschaft auf die Herzdruckmassage unabhängig von einem Infektionsrisiko mit COVID-19 bereits im Jahr 2016 erfolgt ist.

Folgendes Video soll die Wiederbelebung für einen Ersthelfer*In verdeutlichen:

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Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



... Quelle: Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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