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FDP fordert eine nationale Strategie gegen Allergien

Bildbeschreibung: Eine Frau die ein Taschentuch schnäuzt..
Foto: © cenczi

In Deutschland haben Millionen Menschen eine Allergie oder bekommen eine im Laufe ihres Lebens, die FDP FDP-Fraktion fordert aus diesem Grunde eine wirksame Vorbeugung gegen Allergien und Unverträglichkeiten.

Im Laufe des Lebens erkrankten laut einer Studie rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland an einer Allergie, heißt es in einem Antrag Drucksache: 19/24373 der Fraktion.

In der Drucksache heißt es:

Im Laufe ihres Lebens erkranken laut DEGS-1-Studie rund 30% der Menschen in Deutschland an einer Allergie, was deutlich über dem EU-Durchschnitt von 17% liegt. Allergien und Unverträglichkeiten können je nach Ausprägung erheblichen Einfluss auf das alltägliche Leben haben. Besonders verbreitet sind Inhalationsallergien, die oft durch Pollen aber auch durch Schimmelsporen und weitere inhalierbare Allergene auftreten können. Die Folgen können vielfältig sein, so treten etwa Atembeschwerden, Heuschnupfen, Kopfschmerzen oder Hautausschlag auf.

Verbreitet sind auch Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten wie etwa Nussallergien, Allergien gegen einzelne Lebensmittel, wie etwa Äpfel, oder auch Unverträglichkeiten gegen Laktose, Fruktose, Gluten oder weitere Stoffe. Betroffene leiden oft unter Beschwerden im Verdauungstrakt, aber auch Hautausschlag oder Reaktionen der Schleimhaut sind mögliche Symptome. Weitere Allergien sind Kontaktallergien, die etwa bei Berührung von bestimmten Pflanzen oder Stoffen, wie etwa Latex, auftreten können und Injektionsallergien, die durch Insektenstiche oder die Verabreichung von Medikamenten etwa durch Spritzen auftreten können.

Die FDP fordert die Bundesregierung in dem Antrag auf, spätestens sechs Monate nach Verabschie­dung des Antrags ein „Ge­samtkonzept zur Vermeidung und Behandlung von Allergien“ vorzulegen. Trotz der hohen Verbreitung von Allergien und Unverträglichkeiten in der Bevölkerung bestehe bislang kein Gesamtkonzept für die Verbesserung der Situation der betroffenen Menschen, heißt es.

Dazu gehört laut der FDP eine verstärkte Forschung im Bereich der Allergien, um deren Ursachen und Auswirkungen noch besser zu verstehen und die Behandlung zu verbessern. Ein Konzept sollte die Verbraucher besser über allergene Stoffe aufklären und die Prävention stärken, ohne jedoch nicht betroffene Menschen durch Verbote oder Einschränkungen in ihrem Lebenswandel einzuschränken.

Dabei will die FDP eine frühzeitige Allergiediagnostik bei Kin­dern, etwa durch eine bessere Integration in die U-Untersuchungen. Auch fordert die Partei die Aufsetzung und Verbesserung von fachkundig begleiteten Ernährungsprogrammen während und nach der Schwangerschaft. Zudem sollte es ärzt­lich begleitete Rauchentwöhnungsprogramme für (werdende) Eltern und eine Erstattung durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) geben.

Zudem fordert sie die Kostenübernahme von ärztlich begleiteten Ernährungstherapien bei Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine Kostenübernahme für die leitlinienkonforme Neurodermitis-Basistherapie.

Dabei müsse auch überprüft werden die Vergütung für Aller­gietests und eine Verbesserung der Abklärung von Allergien, die für eine gute medizinische Versorgung notwendig seien, wie etwa Kontrastmittel- oder Penicillinallergien.

Auch fordert die FDP eine eine Verbesserung der Notfallversorgung von Asthma-Patienten mit Weiterbildungen von Personal insbesondere in öffentlichen Einrichtungen und Schulen, Kindergärten oder Pflegeheimen zur Notfallversorgung.

Dabei will die FDP eine bessere Kennzeichnung von Allergenen auf Lebensmittelverpackungen und eine Vermeidung von Stoffen in medizinischen Produkten, die Allergien auslösen oder für Menschen mit Unverträglichkeiten nicht konsumierbar sind wie etwa Lactose.

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Zudem müsste auch verbessert werden die Kennzeichnung für Allergene in Bau- und Renovierungsprodukte. Dieses gelte auch für die Kennzeichnung von Allergenen in Spielzeug sowie Alltagsprodukten, die oft berührt werden.

Wieland Schinnenburg, (FDP) Mitglied des Deutschen Bundestages erklärte das „Rund 30 Prozent der Erwachsenen entwickeln im Laufe ihres Lebens Allergien. Es ist er­staunlich, dass die Bundesregierung es bisher versäumt hat, hier Maßnahmen zu ergrei­fen.“

Zudem soll es Am 25. No­vember zu dem Antrag eine öffentliche Anhörung im Bundestag geben.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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