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Corona-Pandemie: Berufstätige länger krank

Bildbeschreibung: Eine Mann der mit seiner Hand an seinen Kopf fässt.
Foto: © Andrea Piacquadio

Erschöpft und ausgebrannt: In der Corona-Pandemie hat die psychische Belastung vieler Berufstätiger in Deutschland zugenommen. Laut Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse waren Arbeitnehmer im vergangenen Jahr im Schnitt 43,7 Tage wegen Depressionen, chronischer Erschöpfung und Co. krankgeschrieben. Das sind 4,2 Tage mehr als 2019 vor der Pandemie.

Den stärksten Anstieg mit 7,1 Tagen verzeichnete die KKH in Thüringen, den geringsten in Brandenburg und Hessen mit je 2,1 Tagen. Am häufigsten diagnostizierten Ärzte depressive Störungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen sowie chronische Erschöpfung und Angststörungen.

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„Ob die gestiegenen Fehlzeiten unmittelbar mit der Corona-Krise zusammenhängen, können wir an den Zahlen nicht erkennen“, sagt KKH-Wirtschaftspsychologin Antje Judick. Isolations- und Quarantänemaßnahmen sowie damit einhergehende Veränderungen im beruflichen und privaten Alltag hinterließen aber in jedem Fall ihre Spuren.

Denn viele Berufstätige stehen nach wie vor wegen fehlender Kinderbetreuung, der Versorgung hilfebedürftiger Angehöriger, zunehmender Vereinsamung sowie aufgrund von Existenzängsten durch Kurzarbeit, Insolvenz und Arbeitsplatzverlust unter Dauerstress. Aber auch der Umgang mit der bislang unbekannten Situation und die dabei oftmals erlebte Hilflosigkeit erzeugen große Unsicherheit.

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Gerade für psychisch vorbelastete Menschen könnten sich solche einschneidenden Veränderungen zusätzlich negativ auswirken, erläutert Antje Judick. „Und dass Arbeitnehmer im Schnitt deutlich länger krankgeschrieben sind, zeigt, dass es offenbar mehr langwierige Fälle gibt als vor der Pandemie.

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Um das Risiko für psychische Erkrankungen im Job zu senken, entwickelt die KKH mit kooperierenden Unternehmen im Zuge der betrieblichen Gesundheitsförderung Konzepte zum Erhalt der psychischen Gesundheit von Mitarbeitern: kkh.de/firmenkunden/betriebliche-gesundheitsfoerderung KKH-Versicherte können außerdem auch privat etwas für ihre seelische Gesundheit tun, etwa mit der Teilnahme am Online-Stress- und Schlafcoach: kkh.de/stress/

Autor: KKH / © EU-Schwerbehinderung



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