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Breiter impfen gegen Meningokokken: Jetzt Beratung in der Kinderarztpraxis einholen

Bildbeschreibung: Eine Spritze in einer Schüssel mit mehreren Impfdosen.
Foto: © Ahmad Ardity

Insgesamt sind jährlich in Deutschland etwa 300 Menschen von einer invasiven Meningokokken-Erkrankung betroffen. Meningokokken sind Bakterien, die eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung auslösen können. Die Erkrankung kann zu potenziell schwerwiegende Folgen für die Betroffenen führen. Dazu gehören Taubheit, Krampfanfälle, Hirnschäden, Narben, Amputationen von Gliedmaßen oder sogar auch psychische Störungen. Am häufigsten erkranken Kleinkinder unter dem fünften Lebensjahr und Jugendliche sowie junge Erwachsene. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen und können sich somit, beispielsweise in Kindertagesstätten, leicht ausbreiten. Durch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), Kleinkinder im Alter von 12 Monaten gegen Meningokokken der Serogruppe C zu impfen, ist klar, dass ein Schutz vor Meningokokken für Kleinkinder wichtig und sinnvoll ist. Aber was können Eltern tun, um ihr Kind über die Meningokokken-C-Impfung hinaus zu schützen?

Warum eine Impfung gegen die Meningokokken-Serogruppen A, C, W und Y?

Aufgrund verschiedener Oberflächenstrukturen der Meningokokken-Bakterien werden diese in zwölf unterschiedliche Untergruppen, sogenannte Serogruppen, unterteilt. Insgesamt fünf der Meningokokken-Serogruppen (A, B, C, W und Y) sind für 95 % aller Meningokokken-Erkrankungen weltweit verantwortlich. In Deutschland sind die Serogruppen B, C, W und Y am häufigsten verbreitet. Seit einigen Jahren steigen europaweit Meningokokken-Erkrankungen, die durch die Serogruppe W verursacht werden. Die Fallzahlen der Meningokokken-Erkrankungen, verursacht durch die Serogruppe Y, zeigen aktuell ebenfalls einen steigenden Trend. Deshalb kann, insbesondere für Kleinkinder, eine Meningokokken-Impfung wichtig sein, die über die STIKO-Empfehlung hinaus geht. Die Meningokokken-Kombinationsimpfung gegen die Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY-Impfung) kann einen solchen erweiterten Impfschutz bieten. Dieser breite Impfschutz spielt im Hinblick auf die in Deutschland und Europa beobachtete Ausbreitung der unterschiedlichen Serogruppen eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung von Kleinkindern.

Aber wie viel wissen Eltern zu den verschiedenen Serogruppen und den Impfmöglichkeiten? Wie bekannt sind die potenziell ernsthaften Folgen der invasiven Meningokokken-Erkrankung? Woher beziehen Eltern ihre Informationen dazu? Diese und weitere Fragen wurden in einer breiten Elternumfrage, die von Sanofi Pasteur im Mai 2021 mit über 200 Eltern von 203 Kindern durchgeführt wurde, beantwortet.

Jetzt beim Kinderarzt oder der Kinderärztin informieren

Trotz des hohen Bekanntheitsgrades von Meningokokken-Impfungen fühlen sich nur wenige Eltern (6 %) gut vertraut mit der Erkrankung selbst. Nur 21 % der befragten Eltern haben von dem Begriff "Serogruppen" gehört. Allerdings befürchten 60 % der befragten Eltern, dass eine Meningokokken-Erkrankung schwer verläuft und zu ernsthaften Folgen für ihr Kind führen kann. Ein wesentliches Ergebnis der Befragung war aber auch, dass Kinderärzte und Kinderärztinnen ein hohes Vertrauen genießen. 81 % der befragten Eltern nennen den Kinderarzt oder die Kinderärztin als Haupt-Informationsquelle. Sind die Eltern über die Möglichkeit einer breiteren Impfung mit MenACWY aufgeklärt, würden 79 % der Befragten, deren Kinder noch nicht mit MenACWY geimpft wurden, ihr Kind bei einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse sicher oder wahrscheinlich damit impfen lassen. Offene Fragen zur breiten Meningokokken-Impfung können ganz unkompliziert beim nächsten Besuch bei der Kinderärztin oder beim Kinderarzt beantwortet werden. Oftmals lohnt es sich für Eltern auch, bei der Krankenkasse nach den Erstattungsmöglichkeiten dieser Impfung nachzufragen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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