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Welt-AIDS-Tag: Weniger HIV-Neuinfektionen in Hamburg

Bildbeschreibung: Eine Ärztin.
Foto: © National Cancer Institute

Am 1. Dezember findet der Welt-AIDS-Tag unter dem Motto „Leben mit HIV. Anders als du denkst“ statt. Auch in Hamburg gibt es anlässlich dieses Tages verschiedene Aktivitäten, um Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck zu bringen. Neuesten Schätzungen zufolge lebten Ende des vergangenen Jahres in Hamburg etwa 7.600 Menschen mit HIV und AIDS.

Nach einer qualifizierten Schätzung des Robert Koch-Institutes verzeichnet Hamburg weiterhin einen Rückgang bei den HIV-Infektionen. So lebten Ende 2020 etwa 7.600 Hamburgerinnen und Hamburger mit HIV und AIDS, rund 9 Prozent davon ohne eine entsprechende Diagnose. Damit wird das von den Vereinten Nationen formulierte Ziel, wonach 90 Prozent der HIV-positiven Menschen von ihrer Infektion wissen sollten, übertroffen. Die Anzahl der geschätzten Neuinfektionen ist mit 130 Fällen deutlich geringer als im Vorjahr (180 Fälle). Geringer ist ebenfalls die geschätzte Anzahl der Erstdiagnosen, die von 230 auf 160 gesunken ist.

Noch ein weiteres Ziel der Vereinten Nationen wird erreicht: In Hamburg erhalten geschätzt 97 Prozent derer, die von ihrer HIV-Infektion wissen, eine medikamentöse Therapie. Unter einer erfolgreichen antiretroviraler Therapie wird das Virus nicht weitergegeben. Daher sollte bei einer HIV-Infektion umgehend mit einer Behandlung begonnen werden.

Der positive Trend in den Zahlen lässt sich auf ein zielgruppenspezifisches Testangebot und einen frühzeitigen Behandlungsbeginn zurückführen. Auch leistet die 2019 als Kassenleistung zugelassene Präexpostionsprophylaxe (PrEP), mittels derer Menschen mit einem substantiellen HIV-Risiko sich vor einer Infektion schützen, einen Beitrag zur Verhinderung weiterer Infektionen. Ein Zusammenhang könnte aber auch mit den pandemiebedingten Einschränkungen von Sexualkontakten und einem evtl. Rückgang an Testungen bestehen.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Neben Safer Sex sind Aufklärung und Testmöglichkeiten wichtige Bausteine, um die Ansteckung mit dem HIV-Virus weiter einzudämmen. Menschen mit Infektionsrisiken, aber auch HIV-positive Menschen finden in Hamburg Hilfe und Unterstützung. Auch unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie sorgen engagierte Haupt- und Ehrenamtliche in den Hamburger Einrichtungen dafür, dass betroffene Menschen gute Anlaufstellen haben.“

Zu den Beratungsstellen zählt das von der Stadt Hamburg betriebene Centrum für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten in Altona (CASAblanca). Im Rahmen eines Modellprojekts bietet das CASAblanca seit Januar 2020 eine kostenlose HIV-Therapie für Menschen ohne Krankenversicherung an. Begleitend erfolgt eine ärztliche und sozialpädagogische Betreuung, um eine bestmögliche Mitarbeit der Betroffenen zur Erreichung der Therapieziele zu gewährleisten. Hierzu gehören die Verlängerung der Lebenserwartung bei besserer Lebensqualität, ein verbesserter Infektionsschutz und eine Eingliederung in das reguläre Versicherungssystem. Seit Beginn des Projektes wurden bis Ende September 45 Personen behandelt, 19 davon konnten in das Regelsystem überführt werden.

In Hamburg finden aus Anlass des Welt-AIDS-Tages unterschiedliche Aktionen statt, wie zum Beispiel der traditionelle Gottesdienst am 30. November um 18 Uhr in der Hl.-Dreieinigkeits-Kirche und der daran anschließende Candle-Light-Walk, der zum Hansaplatz führt.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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