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Fit halten in der stationären Pflege

Bildinhalt: Vater mit seinen Behinderten Sohn

Im hohen Alter ist Fitness gerade wichtig, denn es fördert die Gesundheit und erhält die Selbständigkeit bei älteren Menschen. Bei Pflegebedürftigen Menschen wird so die Mobilität, Bewegungsfähigkeit und die Geistige Fähigkeit erhalten und gefördert. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat eine umfassende Übersicht zu verschiedenen Bewegungskonzepten veröffentlicht, die für die Anwendung mit Pflegebedürftigen in stationärer Pflege besonders geeignet sind.

Oft ist es für Pflegende und Betreuer nicht einfach einzuschätzen, welche Bewegungen für die Pflegebedürftigen noch möglich sind. Meistens mangelt es an Konzepten der Bewegungsförderung in der Pflege.

Deshalb hat die Universität Bielefeld im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) dazu eine umfassende Studie durchgeführt. Das Ergebnis wurde in einem Umfassenden Bericht zusammengestellt mit einer Übersicht „Bewegungsförderung in der stationären Pflege“. Dabei kamen 20 bewegungsfördernde Maßnahmen raus, die sich zur Anwendung in der stationären Langzeitpflege sehr gut eigenen.

Die einzelnen Übungen und mehr erfahren sie in der Übersicht „Bewegungsförderung in der stationären Pflege“.

  • Bewegt im hohen Alter -Programm zur psychomotorischen Aktivierung in Altenpflegeeinrichtungen,
  • fit für 100 HIFE, High Intensity Functional Exercise Program LZPiB,
  • Langzeitpflege in Bewegung,
  • PATRAS Paderborner Trainingsprogramm für Senioren,
  • SimA-P: Selbstständigkeit im Alter,
  • Pflegeheimbewohner Nintendo-Wii®-Bowling,
  • MAKS aktiv!Motorisches, alltagspraktisches, kognitives Aktivierungstraining,
  • Aktiv in jedem Alter -Ulmer Modell,
  • Bewegte Alten- und Pflegeheime STEP,
  • Simplified Tai Chi Exercise Program, Water Memories,
  • WEBB - Weight Bearing Exercise for Better Balance, Gruppentraining zur Förderung physischer Funktionen,
  • Kombiniertes Krafttraining und Training funktionaler Fähigkeiten,
  • Sprunggelenkskräftigung und Gehtraining,
  • Hochintensives bewegungsförderndes Gruppentraining für ältere Menschen mit Demenz,
  • Kraft- und Funktionstraining bei älteren Menschen mit Demenz, Physisches Balancetraining für Menschen mit Demenz,
  • Armtraining für gehbehinderte, gebrechliche Personen

Die Übungen werden sehr gut Beschrieben, für welchen Bewohner Sie geeignet sind. Die Übungen sind untergliedert in: Die noch selbständig sitzen und aufstehen können oder nicht mehr selbstständig dies tun können. Auch werden die kognitiven Einschränkungen mitberücksichtigt, einige Einheiten sind somit auch für Menschen mit Demenz geeignet. Das Sturzrisiko wird gemindert durch die Bewegungsförderung Der Vorstandsvorsitzende Dr. Ralf Suhr des ZQP, erklärt die Wichtigkeit der Bewegungsförderung Pflegebedürftiger: „Bewegungsförderung ist ein wichtiger Aspekt gesundheitlicher Prävention bei pflegebedürftigen Menschen.

Sie kann dazu beitragen, den Abbau körperlicher und geistiger Fähigkeiten zu verringern und Alltagskompetenzen zu erhalten. Außerdem kann das Sturzrisiko gesenkt und weiteren Gesundheitsproblemen vorgebeugt werden“. Dabei sollte aber jeden pflegebedürftigen Menschen, das Recht bleiben nicht an den Übungen teilnehmen zu müssen. Suhr ergänzte: „Motivieren ist wichtig und richtig – aber niemand darf gedrängt oder gar gezwungen werden“.

Quelle: rechtsdepesche.de

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Der AOK-Pflegenavigator hilft bei der Suche nach einem Pflegedienst oder Heim

Bildinhalt: Eine Frau hält ein Handy in der Hand.

Viele Angehörige sind zu meist überfordert und wissen nicht, welcher Pflegedienst oder welches Pflegeheim geeignet ist. Die AOK bietet für alle die einen Pflegedienst oder ein Pflegeheim suchen ein Pflegenavigator an. Bei einem Pflegedienst oder einem Pflegeheim spielen nicht nur der Preis und die Leistungen eine wichtige Rolle, sondern vor allem auch die Qualität. Der AOK-Sprecher Jens Kuschel sagte: „Mit unseren AOK-Pflegenavigatoren für die Suche nach einem Pflegeheim oder einem Pflegedienst unterstützen wir Pflegebedürftige und Angehörige dabei, gezielt geeignete Einrichtungen oder Dienste in ihrer Nähe zu finden“.

Der Pflegenavigator ist ein kostenloses Angebot der AOK unter www.pflege-navigator.de. In der Datenbank befinden sich bundesweit zurzeit mehr als 15 700 Pflegeheime und mehr als 14 600 ambulante Pflegedienste. Kuschel sagte: „Mithilfe der Navigatoren können sich Pflegebedürftige und Pflegende über das Leistungsspektrum, die pflegefachlichen Schwerpunkte, Preise und Qualität der Einrichtungen informieren“.

Beim Pflegenavigator kann jeder direkt in der Nähe des eigenen Wohnortes suchen. Nach PLZ oder Ort und dabei kann der Umkreis in Kilometer angeben werden für die Suche. Bei den Ergebnissen für die Pflegeheime und Pflegedienste wird die Benotung angezeigt umso eine Optimale Qualitätsprüfung zu haben und es gibt ein Transparenzbericht der unter der Gesamtnote angewählt werden kann. Für jedes Pflegeheim und jedem Pflegedienst gibt es individuelle Angaben.

Beispielsweise geben Pflegeheime an: Auskünfte über Speisen und Getränke, Welche Angebote es zur Tagesgestaltung gibt, Wie viel Betten zu Verfügung stehen, ob es Gästezimmer gibt für Besucher, Ob die Bewohner ihrer eigenen Möbel mitbringen können, ob Haustiere erlaubt sind, Welche Religiösen Angebote es gibt (Gottesdienst, Andachten), Welche Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sind, Welche Kooperationen es gibt ( Bspw. Pflegeeinrichtung-AOK), Welche Verkehrsanbindungen es gibt).

Außerdem bietet der Navigator eine Übersicht bei den Pflegeheimen: der Eigenanteile des Heimbewohners pro Monat, Pflegegrad, Pflegebedingter Preis pro Monat (in Euro) Zzgl. Unterkunfts- und Verpflegungskosten pro Monat (in Euro) Zzgl. Investitionskosten pro Monat (in Euro) Eigenanteil des Heimbewohners pro Monat (in Euro) Weitere Infos unter www.pflege-navigator.de

Quelle:lokalkompass.de

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Die Korruption in der Ambulante Intensivpflege

Bildinhalt: ältere Mann sitzt alleine auf einer Bank

In der Ambulanten Intensivpflege macht sich schlechte Pflege bezahlbar. Umso schlechter es den Patienten geht, umso mehr verdienen die Betreiber ambulanter Intensivpflege WGs. Denn die Kassen bezahlen nur für Patienten, die künstlich beatmet werden.

Dabei geht es um fünfstellige Summen, die der Betreiber pro Monat für einen Patienten bekommt. Der Pflegebetrug in Deutschland hat mehrere Gesichter. Die schwerkranken Patienten werden von ungelernten Pflegekräften gepflegt, die oft nicht die Deutsche Sprache beherrschen.

Die Kassen bezahlen nur für Patienten die über eine Trachealkanüle künstlich beatmet werden bis zu 30 000 Euro im Monat an die Ambulanten Betreiber der WGs. Ist die Trachealkanüle abtrainiert und wird nicht mehr benötigt, muss der Patient die WG verlassen. Dadurch fehlen die Anreize den Zustand der Patienten durch Therapien zu verbessern. Zudem sind die Nachfragen nach WG-Plätzen sehr hoch und wachsen ständig an.

Nach einer Einschätzung des Berliner Bundesverbands privater sozialer Anbieter (BPA) sind operieren derzeit rund 600 Intensivpflegedienste und die meisten bieten Beatmungspflege an. So werden die Einrichtungen von privaten Pflegedienstleistern meistens angemietet und betreut. In vielen Bundesländern sind sie umstritten, da Sie nicht von der staatlichen Heimaufsicht kontrolliert werden. Hinzu kommt das häufig die Ausbildung der Pflegekräfte nicht den gängigen Standards entspricht. 

Die Unterbringung der Langzeitbeatmeten in Wohngemeinschaften ist für Krankenkassen weitaus kostengünstiger als die Versorgung durch Intensivpflegedienste im eigenen Zuhause. Laut einem Bericht von „welt.de“ zahlen die Kassen für die Versorgung eines Beatmungspatienten monatlich mindestens 7 000 Euro, doch in vielen Fällen wird weit aus mehr als 10 000 Euro gezahlt. Demnach wird deutschlandweit über eine halbe Million Menschen außerhalb von Krankenhäusern mit Beatmungsmaschinen am Leben gehalten. Quelle: focus.de

Der ehemalige Landrat Armin Nentwig von Amberg-Sulzbach und Vorsitzender des Bundesverbandes Schädel-Hirn-Patienten in Not, nennt die rein gewinnorientierten Intensivpflege WGs „Gelddruckmaschinen". "Das sind ja Hedgefonds, die bereits solche Einrichtungen betreiben, wo es nur um die Rendite geht. Ich schätze mal, dass wir zwischenzeitlich bei zehn Milliarden sind, das räubert unsere Krankenkassen aus", sagt Nentwig. Viele Unternehmen haben erkannt das die ambulante Intensivpflege ein gewinnbringendes Geschäftsmodell ist.

In den vergangenen Jahren sind solche Wohngemeinschaften wie Pilze aus dem Boden geschossen laut Nentwig. Zurzeit gibt es 150 in Bayern. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft nur einmal im Jahr, die Betreiber der Pflege-Einrichtungen. Dieser kann nur sehr eingeschränkt kontrollieren. Die Patienten in den Intensivpflege-WGs sind offiziell Mieter eines Zimmers. Unabhängig wird der ambulante Pflegedienst davon beauftragt.

Dadurch können Wohngemeinschaften weniger kontrolliert werden als ein gewöhnliches Pflegeheim. Dazu kommt das die Heimaufsicht nur eingeschränkt zuständig ist. Oft sind die Angehörigen mit der Aufsicht und Kontrolle überfordert. Wird die Verantwortung vom Gesetzgeber auf die Pflegebedürftige und Angehörige abgewälzt? Die Frage wurde schriftlich beantwortet vom bayerischen Gesundheitsministerium: „Intensivpflege WGs stehen im Spannungsfeld zwischen der Selbstbestimmung sowie der Verantwortung des Staates für den Schutz der Mieterinnen und Mieter. Das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat diese Entwicklung im Blick und wird im Rahmen der Novellierung des Pflegewohnheim-Gesetzes bei Bedarf entsprechende Änderungen vornehmen."

Quelle: br.de

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Berlin: Pflegende Angehörige haben immer noch großen Beratungsbedarf auch nach der Reform

Bildinhalt: Ein älteres Päärchen das draußen gemeinsam im Park läuft

Viele Angehörige die pflegen erleben die Antragstellung und die Phase bis der Pflegegrad festgestellt wird als sehr belastend. Dies ist ein Ergebnis aus der Studie die das Umfrageinstitut forsa. Laut der Studie nehmen wenige die vorhandenen Beratungsangebote wahr und fühlen sich zudem wenig informiert.

Das Internet wird von vielen der Befragten als Informationsquelle genutzt laut der Analyse. Dennoch sind die bereitgestellten Informationen für viele eher verwirrend und unüberschaubar. Der Wunsch ist von den Angehörigen von den Pflegekassen und Krankenhäusern besser beraten und informiert zu werden. Es ergab sich aus der Umfrage das die bereits bestehenden Beratungsangebote häufig die Zielgruppe nicht erreichen.

Die große Mehrheit der Pflegenden Angehörigen kannten entweder keine Pflegestützpunkte und Pflegeberatungsstellen oder nutzen sie nicht. Auch die Beratungsgutscheine von den Pflegekassen für Beratung kannten die meisten nicht. Eine große Unsicherheit herrscht auch rund um die Begutachtung, durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK).

Laut der Umfrage wussten viele Angehörige nicht wie Sie sich und ihrer Pflegebedürftigen vorbereiten sollen auf den Termin. Dennoch betrachten viele den Begutachtungstermin und das Gespräch mit den Gutachtern als angenehm. Auch wird das neue Begutachtungs-verfahren als positiv bewertet. Der große Antragsansturm auf die Pflegekassen, aufgrund der Pflegereform ist nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) vorüber.

Nach Berechnungen der Krankenkasse im ersten Quartal rund 23 Prozent weniger Versicherte haben einen Erstantrag auf Leistungen der Pflegeversicherung eingereicht, als gegenüber im ersten Quartal des Vorjahres. Die Zahl der Erstanträge sind laut TK bundesweite um 69 Prozent gestiegen im Vergleich zwischen den ersten Quartalen 2016 und 2017. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast von der TK sagte: „Dass der reformbedingte Andrang sich nun wieder normalisiert, heißt nicht, dass die Zahl der Pflegebedürftigen abnimmt“.

Es wird zu einem weiteren Anstieg führen nach der demografischen Entwicklung. Ballast sagte: “Deshalb müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Pflegeversicherung zukunftssicher aufgestellt ist", so Ballast. Der Präsident des Deutschen Pflegegrats Franz Wagner sagte: “Die Bundesregierung muss umgehend die Initiative für bessere Rahmenbedingungen für die professionell Pflegenden ergreifen“.

Die Versorgungssicherheit in der Pflege ist bald flächendeckend nicht mehr gewährleistet, wenn die Ausbildungsreform nicht schnellsten und gut auf den Weg gebracht wird. Wagner sagte zudem: “Die Pflege duldet keine zeitlichen Verzögerungen und keine langen Diskussionen mehr“. Die Antwort auf die offenen Stellen von rund 35 000 in der Pflege stammt von der Bundesagentur für Arbeit. Doch diese zeigen nur den kleinsten Teil des Problems, das viele Einrichtungen keine freien Stellen mehr melden. Wagner sagte: „Tatsächlich benötigt werden 100.000 Stellen mehr. Denn bereits jetzt findet die Pflege mit einer viel zu niedrigen Personalbesetzung statt“. Markus Mai der Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bewertet die aktuelle Diskussion als positiv: „Es ist gut zu sehen, dass die katastrophale Personalsituation in der Pflege zunehmend an öffentlicher Aufmerksamkeit gewinnt“.

Dennoch sei die Versorgungsqualität massiv gefährdet, das müsse dringend in Berlin verstanden werden. Markus Mai sagte: „Wie unzureichend die 8.000 zusätzlichen Stellen des geplanten Sofort­programms der Bundesregierung sind, wird schnell deutlich, wenn man dieser Zahl einmal die über 13.000 Pflegeeinrichtungen in Deutschland gegenüberstellt: 8.000 zusätzliche Stellen wären allenfalls für Rheinland-Pfalz allein ein guter Ansatz.“ Quelle: https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=94784&s=pflege

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Pflege: Pflichten der Kinder gegenüber der Eltern

Bildinhalt: 4 Hände die Gemeinsam ein Kreis bilden.

Viele machen sich keine Gedanken das die eigenen Eltern zum Pflegefall werden können. Wenn die Eltern ihren Heimplatz nicht selber finanzieren können, werden die Kinder vom Staat zur Kasse gebeten. Es muss entschieden werden ob die Eltern zu Hause gepflegt werden oder in einem Pflegeheim. Die Kinder sind meisten selbst noch berufstätig und Sie haben zudem oft eigene Kinder die einen einspannen. Somit stehen Sie vor einer großen Herausforderung.

Wer Geschwister hat kann die Pflegerischen Aufgaben teilen für die Pflege der eigenen Eltern. Viele wünschen für ihre Eltern das Sie es gut haben sollen. Doch wenn die Eltern zum Pflegefall werden was sind die pflichten rechtlich und moralisch? Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hat sich in der Fernsehsendung Maischberger geäußert und sagte das er sich nicht vorstellen könnte seine eigenen Eltern zu pflegen und das er beruhigt sei.

Denn seine Eltern würden es auch nicht erwarten. Dabei hat er vergessen auf die Pflegemodelle zu Hause aufmerksam zu machen. Denn es gibt auch für Pflegende Angehörige die zu Hause pflegen Unterstützung. Beispielsweise kann ein Pflegedienst beauftragt werden um den Angehörigen in der pflege zu unterstützen in der Grundpflege, Essen zu breiten oder durch die Entlastungsbeiträge können auch für den Haushalt eine Putzhilfe engagiert werden. 75 Prozent der Pflegebedürftigen leben zu Hause. Das ist für den Staat viel günstiger als die kostspieligen Heimaufhalte. Die Kassen müssen einen viel höheren Pflegesatz zahlen für die Heimbewohner.

Dennoch können die Kinder für die Eltern finanziell aufkommen, wenn Sie im Heim leben. Wenn die Rente, Pflegeversicherung und das eigenen Vermögen nicht ausreicht um das Heim zu finanzieren, dann müssen Kinder die gut verdienen mit bezahlen. Auch sind Kinder dazu verpflichtet für ihre eigenen Eltern zu zahlen, wenn das Verhältnis zerrüttet ist. Dieses hat der Bundesgerichtshof 2014 festgestellt. In Nordrhein-Westfalen sind die Heimkosten in Bundesvergleich sehr hoch und können schnell sich auf 4 000 Euro monatlich belaufen.

Denn Kindern steht nach der heutigen Rechtslage ein Selbstbehalt von 1 800 Euro als Single und 3 240 Euro als Ehepaar, bevor Sie sich an den Heimkosten für ihre Eltern mit beteiligen müssen. Dennoch ist die Berechnung ab wann und in welcher höhe die Kinder bezahlen müssen kompliziert. So können eine Reihe von Posten geltend gemacht werden die die Kostenbeteiligung minimieren. Laut dem Koalitionsverstrag sollen in Zukunft erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100 000 Euro die Kinder an den Heimkosten der Eltern sich mitbeteiligten müssen.

Die Rechtsanwältin Monika Hurst-Jacob die für Familien fragen tätig ist sieht das Gesetz des Koalitionsvertrags zwiespältig: „Die Einkommensgrenze so heraufzusetzen, könnte als Signal verstanden werden, dass man sich nicht mehr darum bemühen muss, seine Eltern zu Hause zu pflegen". Es gibt drei Motivationen heutzutage die Eltern zu Hause zu pflegen sagt Monika Hurst-Jacob. Die Liebe zu den eigenen Eltern sei der beste Grund und den Wunsch etwas zurückzugeben, wenn man als Kind liebevoll und gut versorgt gewesen ist.

Auch ist für viele ein wichtiger Punkt das Vermögen der Eltern zu erhalten und nicht das Vermögen aufbrauchen zu müssen und ihr Haus zu verkaufen, wenn das Einkommen für das Heim nicht ausreicht, so ist für viele die Motivation groß die eigenen Eltern zu Hause zu pflegen. Zudem wollen viele nicht für den Heimaufenthalt zahlen und pflegen ihre Eltern zu Hause oder sie organisieren sich Hilfe für zu Hause. Den Staat entsteht durch die höhere Einkommensgrenze kein großer Schaden meint Hurst-Jacob.

Jährlich wendet der Staat rund vier Milliarden Euro zusätzlich auf um die Heimaufhalte von Pflegebedürftigen zu bezuschussen, die selber die Kosten nicht tragen können. Die Sozialämter können sich einen Bruchteil davon zurückholen nach einer Aufstellung des Bundesarbeitsministeriums. Im Jahr 2016 waren es rund 72 Millionen Euro. Hier sind jedoch nicht die Zahlungen von Kindern für den Heimaufenthalt der Eltern eingerechnet, die direkt den Träger überwiesen wurden. Die meisten wollen nicht im Pflegeheim sterben, doch in einer Gesellschaft in der die Zahl der Alten gegenüber den jüngeren immer mehr wächst ist dieses immer schwerer umzusetzen.

Quelle: rp-online.de

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Bundesgesundheitsminister will vor Sommerpause 13 000 neue Pflegestellen schaffen

Bildinhalt: Der Reichstag in Berlin

Im Sofortprogramm des Koalitionsvertrages sind 8 000 neue Stellen für die Pflege vereinbart, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will mehr als die vereinbarten neuen Stellen. Er sagte dem Spiegel: „Mein Ziel ist, dass in jeder der 13.000 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zusätzliches Personal ankommt“. „Dazu will ich im Mai einen Entwurf vorlegen, den das Kabinett noch vor der Sommerpause beschließen könnte.“ Im letzten Jahr 2017 fehlten nach Angaben der Bundesregierung in der Altenpflege fehlten 14 785 Pflegefachkräfte und 8 443 Helfer.

Der Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach von der SPD sagte dazu: „Ankündigung über 8000 Stellen hinaus Stellen zu schaffen, wird allein nicht reichen.“ Es brauche auch eine bessere Bezahlung, und die Arbeitsbelastung in der Pflege müsse reduziert werden. Die pflegepolitische Sprecherin Kordula Schulz-Asche erklärte das die neuen Stellen in der Pflege „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind.“

Außerdem sagte Sie: „Wir fordern ein Pflege-Sofortprogramm mit insgesamt 50.000 zusätzlichen Stellen in der Alten- und Krankenpflege.“ Im letzten Jahr 2017 fehlten in der Krankenpflege und Altenpflege an Personal. 10 814 Fachkräfte und 1 413 Hilfskräfte.

Von den Grünen wird ein Bleibereicht für Geflüchtete gefordert die in der Pflege arbeiten. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sagte: „brauchen eine reguläre Aufenthaltsgenehmigung für Pflege- und die Helferberufe als Einstieg in ein Einwanderungsgesetz“.

Zusätzlich plant der Bundesgesundheitsminister ebenfalls Sofortmaßnahmen: „Jede neue Pflegestelle, die Krankenhäuser einrichten und besetzen, werden die Krankenkassen künftig komplett bezahlen“. Zudem erklärte Spahn das bisher die Personalkosten für neue Stellen zu 90 Prozent gefördert würde.

So solle den Kliniken die Sorge genommen werden, dass mehr Pflege sie zu viel kostet.: “Wenn es am Ende mehr als 10.000 neue Pflegekräfte würden, wäre mir das auch recht.“ Es ist bereits im Koalitionsvertrag eine Reform der umstrittenen Fallpauschalen für Kliniken vorgesehen.

Für die Übergangsphase soll Spahns neuer Vorstoß gelten.

Quelle: RND/dpa 

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Jens Spahn der Gesundheitsminister will die Elektronische Gesundheitskarte nicht einstellen

Bildinhalt:  Eine junge Frau hält ein Handy in der Hand.

Ein zeitgemäßer mobiler Zugang für Patienten sind die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in Sachen Telematik Infrastruktur, für eine zügige Anbindung der Pflege, nutzenbringende Anwendungen wie die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept. Es geht den Minister um eine Ergänzung der bisherigen Pläne zur Absicherung der Datenautobahn fürs Gesundheitswesen.

Eine flächendeckende Installation der Konnektoren im ambulanten Bereich, wie auch die Planungen zum Anschluss des stationären Bereichs und der Apotheken sowie der erforderlichen E-Health-Kartenterminals für die Leistungserbringer.

Nach der parlamentarischen Sommerpause will das Ministerium Vorschläge, für den weiteren Umgang mit der Elektronische Gesundheitskarte und der Datenautobahn vorlegen. Der Minister stellte klar, dass das Geld in die Telematik-Infrastruktur in besonders gesicherten Netz gesteckt werde „weiterhin richtig investiert“ ist. So drängt er auch das Versicherte, die lieber per Handy und Smartphone-App auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen wollen, denn sollte es auch ermöglicht werden. Zudem würden es vielen attraktiver erscheinen.

Jedoch sei der Preis für die Nutzung möglicherweise ein niedrigerer Sicherheitsstandard. Bei der KBV heißt es das „die gesellschaftliche Frage, ob wir die Datenschutzstandards im Gesundheitswesen senken“. Bei den Datenübertragungen mit dem Handy könnten die bisher vorgesehenen Sicherheitsschwellen durch Einwilligungen Individuell gesenkt werden. Bei der Gesundheitskarte wäre diese nicht möglich, denn hier gilt für alle ausnahmslos das höchstmögliche Schutzniveau. Auch sind die Bedenken nicht unbegründet, denn die sensiblen Krankheitsdaten haben für Kriminelle einen hohen Wert.

Zudem gibt es schon Beispiele, um an den Besitz der Daten zu kommen. Bei einem Cyber-Angriff in den USA auf eine Personalbehörde ,wurden mehrere Millionen Datensätze gestohlen. In Großbritannien wurde 2017, ein Großteil des Gesundheitssystems lahm gelegt, durch eine Erpressungssoft. Diesen Jahres 2018 wurden in Norwegen, mehrere Kliniken durch Hacker Angriffen attackiert.

Am Montag den 14 Mai 2018 forderte die Deutsche Stiftung Patientenschutz, die Einrichtung eines Bundesamtes für Digitalisierung im Gesundheitswesen, angedockt beim Gesundheitsministerium. Eugen Brysch der Vorstand sagte dem „Tagesspiegel“: „So kann Jens Spahn beweisen, dass höchste Datensicherheit möglich ist und keine Patientengruppe ausgeschlossen wird.

Auch habe der Minister „die Kostenkontrolle dann in seinen Händen“. Und dem „jetzt drohenden Wildwuchs unterschiedlicher Anbieter“ werde ebenso ein Riegel vorgeschoben. Auch wäre ein Komplettausstieg nicht nur das Eingeständnis, seit 14 Jahren auf das falsche Pferd gesetzt zu haben und eine Unmenge an Beitragsgeldern verschleudert zu haben. Bisher wurden für die Gesundheitskarten 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Quelle: Tagesspiegel.de

Es sollen in den kommenden Monaten die organisatorischen und strukturellen Zusammenhänge rund um die Thematik, der Datenautobahn überprüft werden. Zudem gelte es bei allen Vorhaben, die digitalen Gesundheitsangebote stärker, als bisher von den Bedürfnissen der Versicherten her zu denken.

Quelle: aerztezeitung.de

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Politiker plädieren an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bildinhalt:  Auf einem Tisch steht ein Laptop

Der Fraktionsvorsitzende Professor Karl Lauterbach von der SPD hat dem Plan des Bundesgesundheitsministeriums widersprochen. Dem Referentenentwurf für ein Versichertenentlastungs-Gesetz. Die Kassen sollen gezwungen werden zur Beitragssenkungen, wenn deren Rücklagen einen Monatsbeitrag übersteigt.

Dieses hält Lauterbach vor dem Hintergrund kostenträchtiger Reformprojekte der Koalition nicht zweckmäßig und für rechtlich fragwürdig. Die Rücklagen sind aufgrund der genehmigten Haushalte rechtmäßig. Aus diesem Grunde sind Aufstockungen der Betriebsmittel aus Rücklagen legal. Der Fraktionsvorsitzende argumentiert das der Risikostrukturausgleich ursächlich sei für die tatsächliche existierende Verwerfung und das zu einem späteren Zeitpunkt die Unterschiede in der Finanzausstattung der Krankenkassen ausgeglichen werden.

Auch sei es unsinnig jede einzelne Krankenkasse zu Beitragssatzsenkungen zu zwingen, vor dem Hintergrund erheblicher Kostenwirkungen geplanter Reformen. Denn diese müssen schon nach kurze Zeit wieder revidiert werden. Lauterbach sagt: „Die Aufstockung der Vergütung derzeit stark defizitär arbeitender Hochschulambulanzen. 

Die "massive" Besserstellung der Pflege: Allein das Sofortprogramm für die Pflege mit 8000 Stellen für die medizinische Behandlungspflege bei Pflegebedürftigen werde die Krankenkassen rund 400 Millionen Euro kosten. Ferner müssten rund 30.000 Stellen, die in der Krankenhauspflege als Folge des DRG-System abgebaut worden seien, wieder neu geschaffen werden. Die neue Finanzierungssystematik der Pflegepersonalkosten könne unmittelbar zu Mehrausgaben der Krankenkassen führen: So werden die in den DRGs enthaltenen kalkulierten Pflegekosten bereinigt – das sind in der Summe aller Krankenhäuser rund 15 Milliarden Euro – und die tatsächlichen Pflegepersonalkosten gegen Nachweis den Krankenhäusern nach dem Selbstkostendeckungsprinzip erstattet.

Krankenhäuser, die nicht in der Pflege gespart hätten, könnten mit Mehrerlösen rechnen. Eine Lösung im DRG-System hält Lauterbach für ausgeschlossen: "Das trauen wir der Selbstverwaltung nicht mehr zu." Auf rund 600 Millionen Euro sei die Erhöhung des Festzuschusses für Zahnersatz kalkuliert.

Weitere Ausgaben werden die Aufwertung der sprechenden Medizin in der hausärztlichen Versorgung, Vergütungszuschläge in Regionen mit Unterversorgung, die Reform der Notfallversorgung und die Aufstockung der Vergütung für rund 500 Krankenhäuser mit psychiatrischen Abteilungen verursachen. "Kein Spielraum für Senkungen" In der Summe erwartet Lauterbach Zusatzausgaben der Krankenkassen, die jährlich bei rund fünf Milliarden Euro liegen werden. "Es gibt daher keinen Spielraum für Beitragssatzsenkungen."

Der Fraktionsvorsitzende Lauterbach sieht eine gute Chance ein korrigierter Entwurf hinsichtlich des Planes der Beitragssenkungen des Bundeskabinettes vorlegen zu können. Durch die Verhandlungen der Fachpolitiker im Bundestag. Die Gesundheitspolitische Sprecherin Karin Maag von der Union stimmt Lauterbach zu und Sie verweist auf die Zukünftigen Ausgabenbelastungen und somit die Notwendigkeit eines Risikostrukturausgleich.

Quelle: aerztezeitung.de

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Pflege: Die Sozialverbände kritisieren die Regierungspläne gegen den Pflegenotstand

Bildinhalt: Ältere Frau zu Hause

Die bisherigen Regierungspläne gegen den Pflegenotstand wurden, als unzureichend kritisiert von den Sozialverbänden. Ulrike Mascher die Präsidentin des VdK sagte am 11 Mai 2018 in Berlin:“ Die von der Koalition geplanten Sofortmaßnahmen greifen viel zu kurz, um allen stationär und ambulant betreuten Menschen eine gute Pflege zukommen zu lassen". „konkrete Maßnahmen“ forderte der Paritätische Gesamtverband.

Vor dem internationalen Tag der Pflege 2018 plädierte Mascher für eine deutliche Aufstockung der in Aussicht gestellten 8 000 zusätzlichen Pflegekräfte des Sofortprogramms. „Es müssen mindestens 60.000 Stellen geschaffen werden, um dem Notstand in der Altenpflege entgegenzuwirken." Auch dürften die Kostensteigerung in der Pflege die damit verbunden sind nicht weiter den Pflegebedürftigen und ihre Familie finanziell belasten. Die VdK-Präsidentin sagte „Pflege darf niemanden arm machen". "Gegen weiter steigende Eigenanteile in der Pflege wird der VdK entschlossen vorgehen."

Es müssen weitere zukünftige Kosten, eine weitere Privatisierung des Pflegerisikos auf den Einzelnen gestoppt werden. Zudem kritisierte der Paritätische Gesamtverband, die Pflege sei „leider immer noch eine Großbaustelle". Gegen den Pflegenotstand sei ein Gesamtkonzept nicht in Sicht. Es müssen mittelfristig die Weichen gestellt werden, damit 100 000 zusätzliche Pflegekräfte gewonnen werden können.

Zeitgleich müssen die Belastungen sinken der Pflegebedürftigen. Als Kurzmaßnahme solle die Pflegeversicherung grundsätzlich 85 Prozent der Kosten für pflegebedingte Aufwände ambulant und stationär übernehmen, so dass die Eigenanteilsquote in allen Pflegegraden 15 Prozent betrage.

Rolf Rosenbock der Verbandsvorsitzende sagte: „Gute Pflege ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein". Die Forderungen nach mehr Personal und besserer Bezahlung in Altenpflege und Krankenhäusern bekräftigt die Gewerkschaft Verdi. Silvia Bühler Verdi Vorstandsmitglied sagte, das die Beschäftigten in der Pflege seien „nicht länger bereit, auf Kosten ihrer Gesundheit auszugleichen, was an Personal gespart wird". "Unter der zu dünnen Personaldecke leidet auch die Versorgungsqualität."

Die vereinbarten Maßnahmen im Koalitionsvertrag von Union und SPD für die Altenpflege und Krankenhäuser müssen schnellstmöglich umgesetzt, aber auch nachgebessert werden. Die Gewerkschafterin sagte: “8000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege sind bei 13.000 stationären Einrichtungen und ebenso vielen ambulanten Diensten ein Tropfen auf den heißen Stein".

Zum Erhalt der Gesundheit von Pflegenden sprach Bernd Meurer der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter soziale Dienste (bpa): „Besonders an dem Tag der Pflegenden sollten wir an diejenigen denken, die stets kompetent, fürsorglich und verlässlich für die Pflegebedürftigen in unserem Land im Einsatz sind." Pflegende sollten Zugang zu Maßnahmenpaketen haben, mit denen die eigene Gesundheit geschützt wird.

Quelle: welt.de

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Tag der Pflege hunderte Menschen demonstrieren beim „Walk of Care“ in Berlin für bessere Pflege

Bildinhalt: Demonstration mit hunderten von Menschen

Beim Walk of Care haben hunderte Menschen in Berlin demonstriert für eine menschenwürdige Pflege und bessere Bedingungen. Bis in die Abendstunden sollte die Demonstration dauern und vom Bundesgesundheitsministerium bis zu Berliner Senatsverwaltung für Pflege, Gesundheit und Gleichstellung führen.

Nach Angaben der Veranstalter haben sich bis zum Nachmittag etwa 800 Menschen beteiligt. Unter anderem forderten Sie einen gesetzlich festgeschriebenen Personalschlüssel, Fort- und Weiterbildungen als Pflicht und mehr Zeit für eine gute Ausbildung.

Beim Berliner Pflegestammtisch haben sich die Schwestern, Pfleger, Auszubildende und die Unterstützer zusammengeschlossen. Am Tag der Pflege startet die Brandenburger Linke eine Kampagne für mehr Personal und bessere Bezahlung in den Pflegeberufen. Stefan Wollenberg der Landesgeschäftsführer sagte am Samstag zum Auftakt in Potsdam: „Wir fordern einen Pflegemindestlohn von 14,50 Euro und einen flächendeckenden Tarifvertrag“.

Die Brandenburger beteiligten sich damit, an einer bundesweiten Aktion der Linken. Die Landespolitik sieht die Gewerkschaft Verdi in der Verantwortung: In Berlin und Brandenburg sparten die Krankenhäuser beim Pflegepersonal, weil diese vom Land zu wenig Unterstützung für die nötigen Investitionskosten bekommen. Meike Jäger die Landesfachbereichsleiterin für Gesundheit und Soziales kritisierte das es in den Einrichtungen der Altenpflege keine mehrheitliche Tarifbindung besteht.

Wollenberg sagte: „Das sogenannte Sofortprogramm der neuen Bundesregierung für zusätzlich 8.000 Pflegekräfte ist angesichts des tatsächlichen Bedarfs nicht mehr als ein schlechter Witz". "Allein in Brandenburg werden nach einer Berechnung des Arbeits- und Sozialministeriums bis 2040 etwa 23.000 zusätzliche Fachkräfte nur in der Altenpflege benötigt." Die Linke fordert zu besseren Betreuung der Kranken und Senioren einen verbindlichen Personalschlüssel, des das Verhältnis von Zahl der Patienten und Pflegekraft vorschreibt. Quelle: dpa

Quelle: focus.de

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Streit bei der Verhandlung zu Personaluntergrenzen

Bildinhalt: Ein Ältere Mann mit Gehhilfe zu Hause (Das Bild ist in schwarz/weiß und wirk sehr bedrückend)

Ein Streit bei den Verhandlungen zu Personaluntergrenzen in Krankenhäusern. Bisher laufen die Verhandlungen zu Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern unauffällig und weitestgehend außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung.

Am Dienstag den 8 Mai 2018 ist es in einer Sitzung zu einer Auseinandersetzung gekommen. Der Bundestag und die Bundesregierung haben sich mit den Personaluntergrenzen das nicht so vorgestellt, wie in den Verhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG), kritisierte der Deutsche Pflegerat.

Es wird nur über pflegesensitive Bereiche verhandelt, jedoch nicht über Untergrenzen für alle bettenführenden Stationen, so wie es der Koalitionsvertrag von SPD und Union vorsehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagten gemeinsam: „Ziel verfehlt!". Die Arbeitssituation der Pflegekräfte wird das abzeichnende Ergebnis nicht spürbar verbessern. Auch handelt es sich um Untergrenzen, die darauf abzielen akute Patientengefährdung zu reduzieren. 

Details aus den Gesprächen zwischen DKG sowie dem Verband der privaten Krankenversicherung und dem Spitzenverband sind Hintergrund der Empörung. Dieses geht aus einer Reaktion der DKG vom 09 Mai 2018 verbreiteten Kritik von Pflegerat und Gewerkschaft hervor. So sollen aus den Personalbesetzungen der als pflegesensitive identifizierten Stationen zum Beispiel geriatrischen Abteilungen und Intensivstationen, ein 30 Tage Durchschnitt gebildet werden.

An Tagen bei denen die Untergrenzen nicht erreicht wurden, sollen monatlich erfasst werden. Georg Baum der DKG Hauptgeschäftsführer sagt: „Diese Vorgehensweise geht über die gesetzliche Vorgabe hinaus, die Transparenz nach Ablauf des jeweiligen Budgetjahres fordert". Ann Marini die Spitzenverbandssprecherin sagte der „Ärzte Zeitung“, „Das ist kein finales Ergebnis. Es liefen die Gespräche noch bis Ende Juni 2018.

So konnte bisher nur über pflegesensitive Bereiche gesprochen werden, weil nur dafür ein gesetzlicher Auftrag vorliegt. Zudem sei die vorgesehene Ausweitung im Koalitionsvertrag keine gesetzliche Basis. Das Berliner IGES-Institut hat in einer aktuellen Umfrage unter Pflegedirektoren, Pflegepersonal und Pflegewissenschaftlern versucht zu ermitteln, was pflegesensitive Bereiche in den Kliniken sein könnten. Zudem sind 63 Prozent der Pflegedienstleitungen mit der Personalsituation grundsätzlich unzufrieden oder sehr unzufrieden.

Laut der Umfrage beginnt der pflegesensitive Bereich bei der am häufigsten genannten Intensivmedizin. In absteigender Reinfolge sind dann die Geriatrie, die Neurologie, die Innere Medizin, die Unfallchirurgie, die Herzchirurgie, die Kardiologie und die allgemeine Chirurgie.

Quelle: aerztezeitung.de

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Pflege: Die Zahl der ausländischen Pflegekräfte hat sich beinahe verdoppelt

Bildinhalt: Junge Pflegerin

Der Pflegenotstand führt zu immer mehr Fachkräftemangel und die Nachfrage nach Pflegekräften ist so hoch wie nie. Mehr als 1,6 Millionen Beschäftigtet, doch die einheimischen Fachkräfte werden knapp. Deshalb werden immer mehr Stellen mit Bewerbern aus dem Ausland besetzt. Viele Altenheime haben Probleme die offenen Stellen zu besetzen.

Im April dieses Jahres wurden in Niedersachsen fast 2 000 offene Stellen gemeldet. Dagegen waren nur 3 00 Altenpflegekräfte ohne einen Job.

Durch die seit Jahren hohe Nachfrage ist die Zahl ausländischer Beschäftigter deutlich gestiegen in der Pflege. Die Zahl der Ausländischen Pfleger wuchs in den vergangenen Jahren von circa 100 000 auf mehr als 170 000. Es stiegt ihr Anteil der Gesamtbeschäftigung im Pflegesektor von siebe auf elf Prozent, dies teilte die Bundesagentur für Arbeit am 09 Mai 2018 in Nürnberg mit. Demnach stammen viele Beschäftigte aus den EU-Ländern Kroatien, Polen und Rumänien.

Ein Grund ist auch die Alterung der deutschen Gesellschaft. Raimund Becker der BA-Vorstand sagte: „In Deutschland wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften". So versucht die Bundesanstalt auch junge Leute für eine Ausbildung im Pflegebereich zu werben oder Arbeitslose zu qualifizieren.

Jedoch wird dieses in der Pflegebranche kaum reichen. Becker sagte: „Wir brauchen ausländische Kräfte und wollen diesen Menschen auch dauerhaft eine gute Perspektive bieten". Die BA will ausländische Pflegekräfte zu einer Arbeit in Deutschland gewinnen. Zudem qualifiziert die BA mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Programms „Triple Win“ Pflegefachkräfte aus Tunesien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und den Philippinen für den deutschen Arbeitsmarkt.

Der BA erklärte, das in diesen Ländern es einen „Überschuss an ausgebildeten Pflegekräften, die keine adäquate Beschäftigung im Herkunftsland finden". So konnten mit dem Programm schon über 1 300 Pflegekräfte vermittelt werden. Wir haben am 3 Mai 2018 von der Charité in Berlin berichtet die Pflegekräfte aus Albanien und Mexiko holen, da der Bedarf an Pflegekräfte immer größer wird. Sie können gerne den Artikel hier lesen.

Quelle: spiegel.de

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Pflege: Ausbildungsreform nicht alle Parteien zufrieden

Bildinhalt: In der Bibliothek ließt ein Mädchen ein Buch.

Eine Anhörung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat gezeigt, dass nicht alle Parteien mit dem Weg der Pflegeausbildung zufrieden sind. Die Anhörung zum Entwurf der Ausbildungs- und Prüfverordnung wurde vom Arbeitgeberverband Pflege, in der generalistischen Pflegeausbildung scharf kritisiert.

Es wurden „alle Befürchtungen bestätigt“, hieß es aus dem Arbeitgeberverband Pflege. Es hieß wie „auf Biegen und Brechen das Vorhaben zur generalistischen Pflegeausbildung einmal mehr durchgepeitscht werden soll“, sei „ein Lehrbeispiel dafür, wie fahrlässig Politik die Zukunft der Altenpflege aufs Spiel setzt“ so der Verband. Nicht nur aus der Altenpflege kamen Einwände gegen den Entwurf für die Prüfverordnung und Ausbildungsverordnung.

Friedhelm Fiedler der Vizepräsident beim Arbeitgeberverband Pflege sagte: „Die Träger sind zum Beispiel für die Bereitstellung aller Praxiseinsätze verantwortlich. Es müssen entsprechende Kooperationsverträge abgeschlossen werden. Wie aber soll das funktionieren, wenn schon heute absehbar ist, dass für den Pflichteinsatz Kinderkrankenpflege bundesweit auch nicht ansatzweise genügend Praxisplätze zur Verfügung stehen?“. 

Zudem wurde kritisiert das die Bundesländer es ablehnten, Auszubildenden nach der Zwischenprüfung einen Assistenz- oder Helferabschluss zu gewähren. Sagte er: „Viele der Auszubildenden, die das neue, in Teilen überzogen anspruchsvolle Ausbildungsniveau nicht schaffen, stehen dann womöglich mit leeren Händen da“. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) äußerte Kritik. Burkhard Rodeck DGKJ Generalsekretär sagte: „Dem Willen des Gesetzgebers, die Möglichkeit der eigenständigen Kinderkrankenpflege zu erhalten, muss auch in der Verordnung Rechnung getragen werden“.

So könnte es zum Vergleich mit den wenigen Ausbildungsplätze 6 640 in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege nicht sein, das durch die verpflichtenden Anteile der Ausbildung aller 120 000 verstopft würden. Im Juni 2017 wurde vom Deutschen Bundestag eine Reform der Pflegeausbildung verabschiedet. Für das Pflegeberufsgesetz stimmten die Koalitionsfraktionen. Die Linken und Grünen stimmten dagegen.

In Zukunft sollen in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen allgemeinen Pflegeausbildung beginnen. Die Auszubildenden können die Ausbildung fortsetzen oder im letzten Ausbildungsjahr sich als Kinderkrankenpfleger oder Altenpflege fortbilden lassen. Auch soll nach sechs Jahren überprüft werden, wie viele Auszubildenden sich fortgebildet haben und wie viele ihren Berufswunsch während der Ausbildungszeit geändert haben. „Die Weiterentwicklung der Ausbildung folgt dem Ziel, ein möglichst breit gefächertes pflegerisches Kompetenzspektrum zu vermitteln und die Einsatzmöglichkeiten unabhängig von Altersstufen und Pflege­settings zu flexibilisieren“, der GKV-Spitzenverband in einer Stellungnahme zu dem Referentenentwurf.

So heißt es weiter in der Stellungnahme: Die „gewollte Flexibilität und Durchlässigkeit über alle Pflegebereiche hinweg ist zu begrüßen, weil damit in noch höherem Maße die Möglichkeit eröffnet wird, auf wandelnde Pflegebedarfe zu reagieren“. Die Krankenkassen sehen auch die Befürchtungen verschiedener Akteure im Gesundheitswesen. „Vor dem Hintergrund der tiefgreifenden

Änderungen der Ausbildungsstruktur hatte sich bereits im Gesetzgebungsverfahren zum Pflegeberufegesetz gezeigt, dass die prognostizierten Auswirkungen der angestoßenen Reform unterschiedlich und kontrovers beurteilt werden“, so heißt es in der Stellungnahme. Der politische Kompromiss sei ein „pragmatischer Lösungsansatz“.

Allerdings macht dies aus der Sicht des GKV-Spitzenverbandes „zwingend auch eine wissenschaftliche Begleitforschung ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Ausbildung und deren Berücksichtigung bei weiteren Gesetzesanpassungen erforderlich“. Quelle: aerzteblatt.de

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Andreas Gassen der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztliche Bundesvereinigung ist nicht für Beitragssenkungen, sondern für die Versorgung

Bildinhalt: Ein rosa Sparschwein und jemand wirft eine Münze rein.

Von knapp drei Milliarden Euro im vergangenen Jahr wirft Andreas Gassen, den Krankenkassen vor: „Die Rücklagen der Kassen wachsen von Monat zu Monat, der Ge­sund­heits­mi­nis­ter plant deshalb ein Gesetz, das die Kassen zwingt, die Beiträge zu senken. Besser wäre aber, das Geld dafür zu verwenden, wofür es die Versicherten gezahlt haben – für die Versorgung“.

So fordert er den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die „Zechprellerei“ zu beenden. Laut Gassen sind derzeit die Rücklagen der Krankenkassen bei rund 31 Milliarden Euro. Der KBV-Chef sagte am 07 Mai 2018 auf der Vertreter Versammlung (VV) der KBV: „Die Krankenkassen bilden diese Rücklagen, weil sie seit vielen Jahren ihre Rechnung an uns schlichtweg nicht vollständig bezahlen beziehungsweise diese Teile der Zeche prellen. Trotzdem versorgen wir unsere Patienten hervorragend“.

2017 haben in einer Versichertenbefragung 91 Prozent angeben, das Sie zu ihren Ärzten vertrauen haben und 92 Prozent gaben an das Sie eine gute bis sehr gute Arbeit machen. Andreas Gassen erzählte von einem: „klammheimlich vollzogenen Paradigmenwechsel“ der Politik. Bisher ist es gesetzlich festgeschrieben, dass medizinische Leistungen wirtschaftlich und nur in medizinisch angemessenem Umfang erbracht werden sollen.

Anfang 1990 wurde deshalb die Budgetierung und Quotierung ärztlicher Leistungen eingeführt. Doch laut dem Koalitionsvertrag wollen die Parteien den Patienten mehr versprechen. Gassen sagte: „Jetzt lesen wir im Koalitionsvertrag, dass diese Beschränkung nicht mehr gewünscht ist. Im Gegenteil: Leistungsausweitung sei angesagt. Wir kommen weg vom Budgetsystem – einem eher planwirtschaftlichen Ansatz – hin zu einem eher nachfrageorientierten Konsumsystem“.

Gassen warnte die Politik, Versprechungen zu machen, die kaum zu halten sind nur „wenn wir Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten auf die Streckbank kommen“. „Sollte jemand glauben, so mit uns umspringen zu können, könnte das schneller als erwartet ein Rendezvous mit der Realität werden“, sagte er. „Wenn die Politik die Ärzte um mehr Versorgung bittet, dann kostet das Geld.

Unter den geltenden Budgetbedingungen wird auch nicht nur eine Stunde umsonst mehr angeboten. Wer mehr bestellt, muss auch mehr bezahlen“. Ansonsten mache „die Politik die Rechnung ohne den Lieferanten“. Die Politik favorisiert für die Notfallversorgung ein Konsummodell, doch dieses wird nicht so deutlich, wie etwa bei der 25-Stunden-Präsenzzeit. Gassen sagte: „Aber das Prinzip ist dasselbe: Unbegrenzte Inanspruchnahme von Leistungen im Bereitschaftsdienst, egal zu welcher Uhrzeit und aus welchem Anlass – auch das auf unsere Kosten, denn der ärztliche Bereitschafts- oder Notdienst wird aus der gedeckelten Gesamtvergütung bezahlt“.

Der KBV-Chef Andreas Gassen fordert eine „monetären Patientenbeteiligung“. „Dieser Gedanke liegt auf der Hand und ist folgerichtig. Es traut sich nur niemand, das umzusetzen“. „Die ärztliche Selbstverwaltung muss sich also selber helfen“, so seine Folgerung. So sei es Richtig Bereitschaftsdienstpraxen an Krankenhäusern, Hospitälern zu konzentrieren. Gassen sagte: „Wir müssen sie vernünftig ausstatten, sie im 24/7-Betrieb mit einem einheitlichen Ersteinschätzungsverfahren laufen lassen, sie mit einem Tresen gemeinsam mit den Klinikkollegen betreiben und mit der 116117 koppeln“. Auch lobte Gassen den für die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, wie die Zuschläge für die Notfallversorgung verteilt werden. „Das ist eine Festlegung, die eine Größenordnung von etwa 700 Kliniken zeigt.

Das ist realistisch, das kommt der Qualität der Versorgung zu Gute und das ist auch im Interesse der Patienten“. Gassen erzählt von Stimmen aus den Krankenhäusern, die für weniger Notfallzentren sich einsetzen. Weniger Zentren, die dann aber personell und technisch besser ausgestattet werden könnten umso die Versorgung der Patienten zu verbessern. Zudem hat er in der Rede gesprochen von der Situation der niedergelassenen Psychotherapeuten. So dass deren Vertreter daran arbeiten, die berufliche und wirtschaftliche Lage der Psychotherapie im ambulanten Bereich langfristig zu verbessern. Dafür sicherte Gassen die Unterstützung seiner Organisation zu.

Quelle: aerzteblatt.de

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Jeder zweite Deutsche hat große Angst vor Pflegebedürftigkeit

Bildinhalt: Ein ältere Mann läuft am Ufer des Wassers entlang.

Die R + V – Versicherung hat am 8 Mai 2018 nach einer Umfrage dies festgestellt. Dabei haben die Frauen eine deutlich größere furcht, als bei den Männern pflegebedürftig zu werden. Das R + V Infocenter befragt jährlich die Menschen schon seit 1992 nach ihren Ängsten.

Es wurden 2 400 Menschen befragt und dabei war die Angst vor Pflegebedürftigkeit ein „Dauerbrenner“. In den vergangenen 26 Jahren wurde Sie konstant von rund 50 Prozent der Befragten genannt. Brigitte Römstedt, die Leiterin des R+V-Infocenters sagte: „Diese Befürchtung hat einen sehr realen Hintergrund angesichts der rund 2,6 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland – Tendenz steigend“.

Laut der Umfrage haben 48 Prozent der Männer große Angst vor einer Pflegebedürftigkeit und bei den Frauen sind es sogar 57 Prozent. Als Begründung sagte Römstedt: „Pflege ist weiblich“. „Zum einen sind zwei Drittel der Pflegebedürftigen Frauen. Zum anderen kümmern sie sich in den meisten Fällen um die häusliche Pflege von Angehörigen.“ Mit wachsendem Alter steige stetig die Angst vor der eigenen Pflegebedürftigkeit, zeigt die Befragung.

Danach sind Jugendliche bis 19 Jahren „noch recht entspannt“. Die Jugendlichen gaben nur 23 Prozent solcher Ängste an. Junge Erwachsene ab 20 Jahren hätten schon 40 Prozent große Angst im Alter pflegebedürftig zu werden. Ab einem alter von 40 Jahren seien es schon 57 Prozent. Ab 60 Jahre haben laut Umfrage fast zwei Drittel 64 Prozent Angst davor ein Pflegefall zu werden.

Was sind die größten Ängste im Alter?

Die aller meisten haben in der Zukunft Angst vor der Unselbständigkeit. Dieses ergab eine Online-Umfrage vom Institut market im Auftag von Silver Living. Die Menschen im alter von 60 bis 69 Jahren haben, besonders Angst ein Pflegefall zu werden, das gaben 78 Prozent in den vorliegenden Altersgruppen an. Etwa 75 Prozent haben Angst schwer zu erkranken. Die Demenz macht auch vielen sorgen davor fürchten sich 62 Prozent, laut der Online Umfrage und 61 Prozent haben Angst nicht mehr alleine sich im Alter zurecht zu finden.

Bei den über 70-Jährigen haben 89 Prozent Angst ein Pflegefall zu werden und 75 Prozent schwer zu erkranken. Es gaben 62 Prozent an Angst vor einer Demenz zu haben und 59 Prozent haben Angst von anderen abhängig zu. Die Einsamkeit macht vielen sorgen. Jeder zweite in den Altersgruppen der 60- bis 69-Jährigen, hat Angst später nur noch wenige Freunde und Bekannte zu haben und jeder dritte hat sogar Angst partnerlos zu sein.

Eine wichtige Rolle spielt für alle, die spätere Wohnform. Fast jeder wünscht sich später im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung betreut zu werden. Jedoch will kaum jemand im Haushalt von den Kindern oder Enkelkindern betreut werden. Eine Alternative ist auch noch das Betreute Wohnen in speziellen Wohnanlagen. Niemand möchte später in ein Pflegeheim ziehen. Quelle: kurier.at

Quelle: aerzteblatt.de

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Der Bundegesundheitsminister stimmt ein auf Mehrkosten für Pflege-Verbesserungen

Bildinhalt: Ein Glaskugel und darin befindet sich ein 500 Euro Schein

Jens Spahn der Bundesgesundheitsminister hat gegen den Pflegemangel weitreichende Verbesserungen angekündigt und auf höhere Kosten eingestimmt. In diesen Wochen machen die Parteien und Verbände mit bundesweiten Aktionen auf Abhilfe gegen den Pflegenotstand aufmerksam. Franziska Giffey, die Bundesfamilienministerin hat für hunderttausende minderjährige pflegende Angehörige Hilfe versprochen.

Die ersten Pflegeeinrichtungen oder -stationen schließen laut Diakonie, da nicht mehr genug Personal finden. Laut Experte fehlen mindestens 38 000 Pflegekräfte in der Altenpflege, die Personalsituation hat die Politik bisher nicht verbessern können. Jens Spahn hat angekündigt das Koalitionsprojekt flächendeckender Tarifverträge in der Altenpflege angehen zu wollen.

Er sagte beim SWR Aktuell: „Da möchte ich mit dem Arbeitsminister Hubertus Heil möglichst schnell zu einer Allgemeinverbindlichkeit von Tariflöhnen kommen“. „Ich hoffe, wir schaffen das zum nächsten Jahr.“ Auch stimmte Der Bundesgesundheitsminister auf die steigenden Kosten für die geplanten Verbesserungen bei der Kranken- und Altenpflege ein. „Wenn es mehr neue Pflegestellen gibt als bisher geplant, dann wird es auch teurer“, sagte Spahn in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

So plant die Koalition als Sofortmaßnahme, 8000 zusätzliche Stellen in Heimen zu schaffen. „Wir müssen spürbar mehr tun, damit überall was ankommt“, so der Minister. „Das gilt auch für die Krankenhäuser.“ Das Ziel ist es, dass die Krankenkassen jede zusätzliche Pflegestelle zahle, sowie die Tariflohnsteigerungen für die Pflege.

Franziska Giffey kündigte mehr Hilfe für minderjährige pflegende Angehörige an. Sie sagte in Berlin: „Für über 230 000 Kinder und Jugendliche ist es Realität, dass sie Familienangehörige pflegen, beim Essen helfen, den Haushalt schmeißen, sich um jüngere Geschwister kümmern“. „Diese jungen Menschen verdienen unseren Respekt, aber sie brauchen auch unsere Hilfe.“ Betroffene könnten sich bei einem Projekt „Pausentaste“ und einem Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ Hilfe und Beratung holen (Internet: www.pausentaste.de; Hotline: 116 111; E-Mail über www.nummergegenkummer.de.

So fordert die Linke Milliarden-Investitionen und mehr als Hunderttausend zusätzliche Stellen in der Pflege von Kranken und Alten. Bernd Riexinger der Linke Chef sagte in Berlin: „Der Pflegenotstand wird nicht kleiner, sondern größer“. Auch sei der derzeitige Zustand eine „Schande“ für ein reiches Land wie Deutschland.

Die Grünen und Linken veranstalten in dieser Woche zahlreiche Aktionen zur Pflege. Der Deutsche Evangelische Verband für Altenpflege und Altenarbeit, sowie die Diakonie veranstalten seit Montag bis kommenden Sonntag Aktionen. Ihre Pflegedienste, -heime und -schulen werben mit Bewerber-Speeddatings, Berufekinos und Bewerbungstrainings um neue Altenpfleger. Anlass ist der Internationale Tag der Pflege am Samstag, der an den Geburtstag der britischen Pionierin der Krankenpflege, Florence Nightingale, 1820 erinnert.

Quelle: dpa-AFX

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Sind Pflegekräfte öfters krank?

Bildinhalt: Ein schwarze Portemonnaie das geöffnet ist und dort steckt eine Krankenkarte drinne. Bei der Gesundheitskarte sie man nur die Schrift Gesundheitskarte und auf der linken seite nur die obere hälfte der Abbildung des vitruvianischen Mensch

Nach einer Umfrage des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK), sind die Beschäftigten in der Krankenpflege durchschnittlich 19,3 Tage im Jahr arbeitsunfähig geschrieben, noch höher sind die Krankheitstage in der Altenpflege mit 24,1 Tage, dieses berichteten am Montag den 06 Mai 2018 die „Stuttgarter Nachrichten und die „Stuttgarter Zeitung“.

Damit liegt dieses über den Bundesweiten Durchschnitt von 16,1 Tage. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will besser Bezahlung für Pflegekräfte bis zum nächsten Jahr durchsetzen. Demnach ist eine Hauptursache psychische Störungen für die Fehlzeiten. Die Altenpflege führen mit 4,5 Tagen und die Krankenpfleger mit 3,4 Tage. Dagegen in den meisten anderen Branchen sind es nur 2,3 Fehltage aufgrund psychischer Störungen.

Laut der Umfrage bezweifeln mehr als ein Drittel 35,8 Prozent der Pflegekräfte in Altenheimen, dass Sie die Arbeit auch noch in den kommenden zwei Jahren ausüben können, gemessen an ihrem derzeitigen Gesundheitszustand. Jeder vierte Befragte (26,2 Prozent), äußert sich in der Krankenpflege pessimistisch. Jens Spahn hat nach seinem Amtsantritt wiederholt gesagt, dass er die Arbeitsbedingungen verbessern will und die Personelle Situation. 

So dass mehr Pflegekräfte als bisher nach Tarif bezahlt werden können, die Koalition will es einfacher machen und die Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklären. Dadurch würden dann auch die bisher nicht tarifgebundene Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfasst. Im Südwestrundfunk sagte der Bundesgesundheitsminister am Montag dem 6 Mai 2018, besonders in der Altenpflege gebe es bisher keine einheitlichen Regelungen. So wolle er mit Hubertus Heil dem Arbeitsminister von der SPD „möglichst schnell zu einer Allgemeinverbindlichkeit von Tariflöhnen kommen". Viele kirchliche Träger haben keine klassischen Tarifvertrag, darin bestehe rechtliche Schwierigkeiten.“ Die zahlen wie Tarif, aber sind eine eigene Rechtskonstruktion." Der Jens Spahn hält dies aber für "lösbar".

Ein Schwerpunkt Thema der Bundesregierung ist der Pflegenotstand in Deutschland. Vor kurzem wurden die Zahlen veröffentlich, es fehlen mindestens 35 000 Pflegekräfte. So sind in der Altenpflege rund 23 000 Stellen offen und in der Krankenpflege fehlen mehr als 12 000 Fachkräfte und Helfer. Mit einem „Sofortprogramm“ sollen 8 000 zusätzliche Stellen in der Pflege geschaffen werden.

Der Bundesgesundheitsminister sieht dieses nur als ersten wichtigen Schritt. Er will mehr Pflegestellen schaffen. So ist sein Ziel „das in jeder der 13.000 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zusätzliches Personal ankommt“. Die Grünen fordern ein Wiedereinstiegsprogramm für Fachkräfte und eine Weiterbildungsoffensive für Pflegehilfskräfte. Katrin Göring-Eckardt die Fraktionschefin sagte dem „Tagesspiegel“ am Montag dem 06 Mai 2018. Das für beides muss die Bundesregierung „dringend Geld in die Hand nehmen“. Dadurch könnten tausende Stellen in der Pflege besetzt werden.

Quelle: dtoday.de

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Bundesgesundheitsminister will mehr Lohn für Pflegekräfte und bessere Krankenhaus-Reform

Bildinhalt: Junge Ärztin hält eine Stethoskop mit der linken und rechten Hand fest.(Das Stethoskop ist hinter dem Hals, wobei die linken und rechte Hand über den jeweiligen Schultern sind)

Am Montag dem 07 Mai 2018 hat Jens Spahn der Bundesgesundheitsminister im Südwestrundfunk (SWR) gesagt, das in der Altenpflege es bisher keine einheitlichen Regelungen es gebe. So wolle er mit dem Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD „möglichst schnell zu einer Allgemeinverbindlichkeit von Tariflöhnen kommen“.

Doch es gebe viele kirchliche Träger die keine klassischen Tarifvertrag haben und darin bestehe die rechtlichen Schwierigkeiten, so Spahn. „Die zahlen wie Tarif, aber sind eine eigene Rechtskonstruktion.“ Der Bundesgesundheitsminister Spahn halt dieses aber für „lösbar“.

Spahn hat zum antritt seiner Amtszeit mehrfach wiederholt, dass er die Pflegesituation verbessern will. Es fehlen jedoch in Deutschland mindestens 35 000 Pflegefachkräfte. 23 000 Stellen sind offen in der Altenpflege und in der Krankenpflege sind es mehr als 12 000 Stellen. Doch die Experten gehen davon aus, dass die Zahl bei weitem viel höher ist.

Mit dem „Sofortprogramm“ aus der GroKo will die Regierung 8 000 zusätzliche Stellen in der Pflege schaffen. Dieses ist ein erster wichtiger Schritt, doch es bedarf deutlich an mehr Pflegestellen. Deshalb will Spahn mehr Pflegestellen schaffen. So ist sein Ziel „dass in jeder der 13.000 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zusätzliches Personal ankommt“.

Die Grünen fordern neben einem Wiedereinstiegsprogramm für Fachkräfte auch eine Weiterbildungsoffensive für Pflegehilfskräfte. Katrin Göring-Eckardt die Fraktionschefin sagte dem „Tagesspiegel“ am Montag dem 06 Mai 2018. Für beides muss die Bundesregierung „dringend Geld in die Hand nehmen“.

Dadurch könnten tausende Stellen in der Pflege besetzt werden. Spahn erzählte es geht in vielen Bereichen letzten Endes um mehr Effizienz. „Vereinfacht gesagt. Wenn wir zwei Krankenhäuser schließen, die Schwierigkeiten haben, ihre Stellen zu besetzen, hätten wir genug Personal, um eine neue, größere Klinik gut auszustatten. Diese Strukturdebatte werden wir führen müssen.“

Quelle: fr.de

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Bundesweites Forschungsprojekt für mehr Patientensicherheit

Bildinhalt: Wissenschaftler schaut durch ein Elektronenmikroskop.

In Bremen sind um die 25 000 Menschen Pflegebedürftig. Die meisten werden zu Hause von Angehörigen betreut, auch oft mit der Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. Stefan Görres Professor am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen sagt: „Mit der Zunahme älterer Menschen in den kommenden Jahren wird die ambulante Pflege eine noch größere Bedeutung bekommen – und vor allem auch das Thema Patientensicherheit in diesem Bereich“.

„Während die Patientensicherheit und speziell das Erkennen sowie Vermeiden von Fehlerquellen in der stationären Pflege längst Thema ist, ist der ambulante Bereich immer noch ein großer weißer Fleck. Und zwar bundesweit.“

Zudem sind potenzielle Fehlerquellen etwa die Medikamententherapie, die Wundversorgung oder die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Die Fehleranfälligkeit im ambulanten Bereich könnte vor allem deshalb so hoch sein, weil die Patienten zudem häufig erkrankt sind und mehrere an der Versorgung beteiligt seien, wie etwa Pflegekräfte, Ärzte und Angehörige, so aus der Sicht des Bremer Pflegeforschers. Görres sagte: „Menschliches Handeln kann nie fehlerfrei sein. Deshalb müssen sich die Bemühungen darauf richten, Risiken frühzeitig zu erkennen, die Ursache von Fehlern zu finden und systematisch aus Fehlern zu lernen – um eine Gesundheitsgefährdung zu vermeiden.“

In einem bundesweiten Projekt soll untersucht werden wie dies gelingen kann, von dem Bremer Uni-Professor mit seinem Team. Das Berliner Zentrum für Qualität in der Pflege ist der Auftraggeber, dieser wurde vom Verband der Privaten Krankenversicherung gegründet.

In Deutschland gibt es bisher keine Erkenntnisse und Zahlen – Wie hoch das Fehlerpotenzial in der ambulanten Pflege ist? Fehler bei der Medikamentenabgabe, Bedienen medizintechnischer Geräte, welche Folge sie haben für die Patienten und wie damit umgegangen wird.

Der Bremer Forscher sagt: „Eine kanadische Studie zeigt zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte, genau 56 Prozent, unerwünschter Ereignisse vermeidbar gewesen wären. Eine weitere Studie aus der Schweiz hat ergeben: In 40 Prozent der registrierten Ereignisse waren Pflegedienst-Mitarbeiter Auslöser, in 45 Prozent Angehörige oder die Patienten selbst.“

Unerwünschte Ereignisse sind etwa: Die Neben- und Wechselwirkungen durch Medikamente, mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegekräften oder Apothekern, Kompetenzmängel und fehlendes Wissen. Görres „Je mehr Akteure beteiligt sind, desto größer ist das Gefährdungspotenzial."

Zudem fordert der Pflegeforscher im ambulanten Bereich einen Aufbau einer Fehlerkultur: „Das hätte längst passieren müssen", so Görres. In Berlin sollen im September laut Görres, erste Ergebnisse und konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Patientensicherheit, im ambulanten Bereich vorgestellt werden. In einer Broschüre sollen die Ergebnisse später zusammengefasst werden.

Quelle: weser-kurier.de

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Pflege: Weiterbildungsoffensive für Hilfskräfte gefordert

Bildinhalt: Pflegerin schiebt den Rollstuhl mit Pflegebedürftigen draußen in der Natur auf einer grünen Wiese und die Sonne scheint

Der Pflegenotstand in den Krankenhäusern und in den Altenheimen könnte gelindert werden, die Grünen verlangen von der Bundesregierung weitere Sofortmaßnahmen. So sagte Katrin Göring-Eckardt der Zeitung „Tagesspiegel“: Das zweierlei Nötig sei. Erstens ein Wiedereinstiegsprogramm für vorhandene Fachkräfte und zweitens eine Weiterbildungsoffensive für Pflegehilfskräfte. Frau Göring Eckardt machte darauf aufmerksam, dass durch die Doppelmaßnahme mehrere Tausende Pflegestellen besetzt werden könnten.

Der Bundesgesundheitsminister solle „jetzt seinen Job machen, damit die Pflegekrise nicht zu einer Pflegekatastrophe wird“.

Der Pflegenotstand breitet sich immer weiter aus und Jens Spahn sehe „der Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt tatenlos zu, auch wenn die Folgen für die Pflege katastrophal sind“. Dazu kommt es das es immer schwerer ist, für die Pflegeheime und Kliniken überhaupt Personal zu finden, um die Pflegestellen zu besetzen. Dadurch werden die vorhandenen Arbeitskräfte zunehmend mehr belastet, denn es können sehr oft die Stellen monatelang nicht besetzt werden und dieses führt zu immer mehr Personalmangel.

Auch darf nicht vergessen werden das die Zahl der arbeitssuchenden Pflegekräfte, immer weiter auseinander gehen mit den offenen Stellen, dieses belegen auch Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. So kamen im Jahr 2011 in der Krankenpflege auf 100 offene Stellen, 61 Arbeitssuchende und 2018 nur noch 41 Arbeitssuchende. Bei der Altenpflege ist die Kluft noch größer. Auf 100 Stellen kommen nur 21 Arbeitssuchende 2018. Vor 7 Jahren 2011 waren es noch 38 Arbeitssuchende. Dieses ist ein massiver Rückgang an Arbeitssuchende.

Das Sofortprogramm von der Koalition mit 8 000 zusätzliche Stellen für die Kranken- und Altenpflege ist nur ein heißer Tropfen auf dem Stein, denn es fehlen jetzt schon mindestens 36 000 Fachkräfte. Der Bundesgesundheitsminister hat angekündigt mehr Stellen schaffen zu wollen, so dass 10 000 neue Pflegekräfte geschaffen werden sollen. Dagegen gibt es in den Branchen ein enormes Potenzial an Arbeitskräften.

Die Arbeitssuchenden zahlen liegen bei Hilfskräften bei 56 774 und offene Stellen gibt es nur 8 539. So übertrifft bei Pflegehilfskräften das Angebot die Nachfrage. Auch in der Krankenpflege kommen auf 10 795 arbeitssuchende Fachkräfte nur derzeit 12 055 offene Stellen. Bei den Hilfskräften hingegen in Deutschlands Krankenhäusern werden nur 1 580 gesucht und es gibt 10 801 arbeitssuchende.

Beispielsweise durch eine Weiterqualifizierung aller geeigneten Pflegehilfskräfte zu Fachkräften könnte man die Krise entgegenwirken, ist sich Göring-Eckardt sicher. Zudem sollte es auch bessere Arbeitsbedingungen mit familienfreundlichen Arbeitszeiten und eine bessere Bezahlung geben.

Zurzeit bekommen ausgebildete Altenpflegekräfte in Vollzeit im bundesweiten Durchschnitt 2 621 Euro brutto. In Sachsen-Anhalt bekommen Fachkräfte der Altenpflege nicht mal 2 000 Euro. 

Quelle: tagesspiegel.de

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Nordrhein-Westfalen Kurzzeitpflegen sollen gestärkt werden

Bildinhalt: Die Stadt Paderborn in der Vogelperspektive (Man sieht den Dom, die innenstadt und ihre Architektur)

Durch das Ansteigen der Singlehaushalte und die steigenden Erwerbsquoten werden, nach Prognose in Zukunft immer weniger Angehörige die Pflege übernehmen. Der Sozialverband gibt an das bereits erhebliche Engpässe in der Kurzzeitpflege festzustellen sind.

In Nordrhein-Westfalen sollen mit finanziellen Anreizen die Kapazitäten in der Kurzzeitpflege ausgebaut werden. Alle Pflegeheime die mindestens ein bis zwei Plätze nur für die Kurzzeitpflege zu Verfügung stellen, erhalten eine um 30 Prozent verbesserte Vergütung.

Menschen die keine Pflegegrad haben und vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege kommen, orientiert sich die Vergütung an Pflegegrad 3 statt wie bisher an Pflegegrad 2. Die Pflegekassen haben damit auf einer Studie des IGES-Instituts reagiert, nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums.

Es wurde festgestellt das das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen nicht ausreicht in Nordrhein-Westfalen. Pflegeeinrichtungen dürfen nach einer Verfügung des Gesundheitsministeriums die noch zu viele Doppelzimmer haben, noch weitere drei Jahre genutzt werden, wenn Sie ausschließlich Kurzzeitpflegegäste aufnehmen. Für bis zu 5 000 Kurzzeitpflegeplätze in vollstationären Einrichtungen ist der Ausbau beschlossen worden, schreibt der bpa. Doch kommt es dadurch zur Engpässen bei Dauerpflegeplätze.

Die Pflegeplatz-Knappheit wird verschlimmert durch die zum 1. August vorgeschriebene Einzelzimmerquote von 80 Prozent. Denn dies „führt zwangsläufig zu einem Wegfall von mehreren tausend Plätzen", laut bpa. Hinzukommt das in Nordrhein-Westfallen laut dem Gesundheitsministerium rund 550 Pflegeeinrichtung zum 1. August mit einem Belegungsstopp rechnen müssen, denn diese erfüllen nicht die gesetzliche Einzelzimmerquote. Dennoch gibt es eine Ausnahme für die Kurzzeitpflege, die jedoch nicht so wirtschaftlich lukrativ ist.

Pflegeheime können in der Übergangszeit so, überzählige Doppelzimmer für die Kurzzeitpflege benutzen. Als eine Alternative zur vollstationären Versorgung könnte die Tagespflege in Betracht kommen laut dem bpa sind diese, in den vergangenen Jahren nur auf sehr geringem Niveau angestiegen. Jedoch können im günstigsten Fall nur 15 Prozent der Berechtigten das Angebot einer Tagespflege in Anspruch nehmen. Die Nachtpflege gibt es in Nordrhein-Westfalen nur in zwei Modelprojekten.

Viele Einrichtungen können die vorgeschriebene Fachkraftquote von 50 Prozent nicht erreichen, schreibt der bpa. Diese würde bei den Einrichtungen zu einem Belegungsstopp führen. Nach Angaben der bpa gibt es in Nordrhein-Westfalen 3 000 Pflegedienste, zwei Drittel sind in privater Trägerschaft, 9 00 Wohngemeinschaften und knapp 1 000 Tagespflegen für pflegebedürftige Menschen. Außerdem gibt es fast 1 000 niedrigschwellige Betreuungsanbieter, bei denen die Pflegepersonen oft von ehrenamtlichen Helfern mit unterstützt werden. Quelle: rp-online.de

Karl-Josef Laumann der Landesgesundheitsminister von der CDU sagte: „Jetzt müssen die Betreiber der Einrichtungen das verbesserte Angebot annehmen und mehr Kurzzeitpflegeplätze schaffen." Quelle: aerztezeitung.de

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