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Deutsche haben bei Unheilbaren Krankheiten „in extremen Ausnahmesituationen“ ein Recht auf Sterbehilfe

Menschen die schwer erkrankt sind können bald Anspruch auf Medikamente zur schmerzlosen Selbsttötung haben. „In extremen Ausnahmesituationen“ darf ihnen das nicht verwehrt werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Urteil (3 C 19.15).

Ein Mann hatte Jahre lang geklagt für seine Ehefrau für das Recht auf Sterbehilfe. Sie hatte nach einem Unfall jahrelang sehr stark unter ihren Schmerzen gelitten. Sie musste künstlich beatmet werden und war vom Hals abwärts komplett gelähmt. Sie war ständig unter medizinische Betreuung und Pflege angewiesen. Hinzu kamen Krampfanfälle, die ihr starke Schmerzen verursachten. Aus diesem Grund wollte Sie Ihr Leben beenden und beantragte beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Erlaubnis, 15 Gramm Natrium-Pentobarbital zu erwerben.

Dieses wurde verwehrt vom BfArM, weil es durch das Betäubungsmittelgesetz nicht erlaubt sei. Im Februar 2005 reiste die Ehefrau mit ihrem Ehemann in die Schweiz, wo die Ehefrau sich mit Unterstützung eines Vereins für Sterbehilfe das Leben nahm. Der Ehemann hat sich durch die Instanzen geklagt und bis heute ohne einen Erfolg. 

Der Ehemann wollte wissen ob der Bescheid des BfArm unrechten ist. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschied 2012, der Mann habe Anspruch auf eine Entscheidung. Das Bundesverwaltungsgericht hob die vergangenen Urteile auf. Die Verweigerung eines Medikaments zur Selbsttötung sei in diesem Fall rechtswidrig gewesen. Dadurch hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgericht den Weg geöffnet für andere ähnliche Fälle.

Mit dem Gesetz ist zwar grundsätzlich nicht der Kauf erlaubt von tödlichen Medikamenten. In Extremfällen muss es wegen dem Selbstbestimmungsrechts, aber Ausnahmen für unheilbar kranke Menschen geben. Bei „unerträglichen Lebenssituationen frei und ernsthaft entschieden haben, ihr Leben beenden zu wollen“ und wenn es keine palliativmedizinischen Alternativen gibt.

Es herrscht auch Kritik von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Sie halten die Entscheidung für paxisfern. „Was eine unerträgliche Leidenssituation ist, bleibt offen", sagte Vorstand Eugen Brysch. Leiden sei "weder objektiv messbar noch juristisch allgemeingültig zu definieren". Zudem beklagte Brysch einen "Schlag ins Gesicht der Suizidprävention in Deutschland".

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) haben 68 Patienten einen Antrag auf ein tödliches Medikament gestellt. Hierbei haben die Antragssteller sich auf das Urteil (BVerwG 3 C 19.15) des Bundesverwaltungsgerichts berufen, dieses schreibt der Spiegel. Das Urteil sorgte für zahlreiche Kritik bei den Institutionen.

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe von der CDU erklärte, das die staatlichen Behörden nicht zum Handlanger werden dürfen. Für die Beihilfe zur Selbsttötung. Laut dem Spiegel wartet das Ministerium noch das Gutachten eines Verfassungsexperten ab und entscheide aufgrund der "besonderen Tragweite des Urteils" noch nicht über die Anträge.

Quelle: http://www.bverwg.de 

Die Lage auf dem Markt für Pflegefachkräfte ist gravierend

Der Verband der privaten Pflegeanbieter fordert: das in der Pflege nicht länger eine gesetzliche festgelegte Quote bestimmt, wie viel Fachpersonal die Pflegeanbieter beschäftigen müssen. Stellen bleiben monatelang unbesetzt von den Privaten Anbietern, weil sich kaum qualifiziertes Personal bewirbt. Dieses führt dazu das in Pflegeheime, Stationen geschlossen bleiben. Der Bremer Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Sven Beyer, fordert deswegen, eine gesetzliche Mindestquote für das Fachpersonal aufzuheben.

Ilona Osterkamp-Weber die Vorsitzende, des Bremer Pflegerates, findet die Forderung, die Aufhebung der Fachkraftqoute ein Verrat an den professionell Pflegenden. „Die Qualität in der Pflege ist mit weniger Fachkräften nicht denkbar.“ Das Problem könne man so nicht lösen durch die Mindestquote für Fachpersonal aufzuheben. “Offene und ehrliche Debatten sind nötig, aber mit dem Fokus einer qualitativ hochwertigen Versorgung der zumeist schwerst pflegebedürftigen Menschen.“

 

Frau Kerstin Bringmann Gewerkschafterin (Verdi) möchte auch nicht, dass die Fachkraftqoute aufgehoben wird: „Damit würden wir ein Symptom des Fachkräftemangels behandeln, nicht die Wurzel.“ Eine Lösung wäre: bessere Arbeitsbedingungen und einen vernünftigen Lohn, anstatt den Pflegeheimen gesetzlich weniger Fachpersonal vorzuschreiben.

Die Quote Abzusenken ist die falsche Richtung. Die Sozialsenatorin seht dem auch kritisch gegenüber. Denn schon heute die Qualität leidet in den Einrichtungen, sowie die Wohn- und Betreuungsaufsicht. Dieses verlangt mehr Belegung und keinen Belegungsstopp. „Wer die Qualität anheben will, indem er die Fachkraftquote absenkt, geht in die falsche Richtung“, so Stahmann.

Darum muss das Ziel sein mehr Fachkräfte für den Pflegeberuf zu gewinnen. Deswegen hat Bremen die Zahl der Ausbildungsplätze verdreifacht von 50 im Jahr 2011 auf 250. Nicht alle Plätze sind belegt. Es müssen neue Modelle entwickelt werden, bevor man die Fachkraftqoute abschaffen will. Grundlegend muss das Ziel sein, die Qualität der Pflege zu sichern. In Zukunft stellt man sich vor, eine situationsabhängige Fachkraftquote.

Quelle: dpa

Interesse an der Prävention groß

Laut einer Umfrage des Unternehmens Compass, was zum Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) gehört, wollen Betroffene mehr Informationen über entlastende und präventive Angebote. In der Umfrage wird deutlich, dass ein großer Nachholbedarf für Pflegebedürftige und deren pflegenden Angehörigen zum Thema Prävention besteht.

Der Compass hat deshalb ein spezielles Konzept für die Pflegeberatung entwickelt auf die Prävention ausgerichtet. Es wurden von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachen 107 Pflegebedürftige und deren Angehörigen befragt. 72 Prozent erwarten in einem Beratungsgespräch mehr entlastende und somit auch präventive Angebote. 

 

Rund um die finanzielle und die rechtliche Vorsorge mit Blick auf die Pflegebedürftigkeit wünschen sich 25 Prozent mehr Informationen. PKV Kunden können das Beratungsangebot, bereits vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit in Anspruch nehmen, sowie deren Angehörigen auch einen Beratungsanspruch haben. 

Der Gesunde Lebensstil spielt auch für viele eine wichtige Rolle. 18 Prozent gaben als Thema das physische Wohlbefinden an, 14 Prozent die soziale Teilhabe, 15 Prozent Bewegung, zwölf Prozent Ernährung und zehn Prozent die Hygiene.

Nicht so hoch war das Interesse an der Sucht- und der Gewaltprävention mit jeweils drei Prozent.

Auf der Basis der Ergebnisse will das Unternehmen Compass, gemeinsam mit der Landesvereinigung für die Pflegeberatung ein Präventionskonzept erstellen.

 

 

Die Politik Jamaika Parteien sind sich über das Thema Pflege einig

In Berlin CDU/CSU, FDP und Grüne die vier Parteien sind sich einig. "dass sich die Menschen auf eine gute medizinische und pflegerische Versorgung verlassen können müssen, unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort", so steht es im Sondierungspapier

Folgende wichtige Punkte sind auf gelistet im Sondierungspapier: "Gemeinsam angehen" wollen die Sondierungsteams in den folgenden Runden diese Themen: die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Verbesserung der Situation der Geburtshilfe und der Hebammen eine integrierte und sektorübergreifende Bedarfsplanung, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung. Die Parteien haben einen "Wünsch-dir-was-Katalog" formuliert.

 

So hat die CDU den Wunsch die Apothekenversorgung und den Versandhandel zu erörtern. Die FDP und die Grünen wollen die legale kontrollierte Abgabe von Cannabis, - nicht nur für medizinische Zwecke, das wird von der CDU abgelehnt.

In den folgenden Tagen sollen auch die Themen wie: Zukunft des Medizinstudiums, Krankenhausinvestitionen, sowie eine Verbesserung der Patientenrechte besprochen werden. Die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege sollen spürbar verbessert werden. Auch soll es sich dabei, um die volle Refinanzierung von Tarifsteigerungen bei der Krankenhausvergütung handeln. Ein Ziel ist auch weniger bürokratischen Aufwand in der Pflegedokumentation.

Mit auf der Agenda steht auch ein „Sofortprogramm“ für eine bessere Personalausstattung in der Pflege. Die Grünen laden am 25 November zu einem Parteitag. Dieser ist entscheidet, ob aus den Sondierungen Koalitionsverhandlungen werden. Quelle: aerztezeitung.de

Pflegefachkräfte sind selber oft krank

Jeder Fünfte sieht sich in der Altenpflege physisch als auch psychisch durch die Arbeit gefährdet.

Wer in der Altenpflege arbeitet ist durchschnittlich 24 Tage im Jahr krank. In anderen Branchen sind es dagegen 16 Tage. Dieses ist im Durchschnitt knapp eine Woche mehr. Auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sind die Ausfälle mit 19,3 Tagen damit höher, als in anderen Branchen.

Der ständige Arbeitsdruck und die Arbeitsbedingungen sind der Grund für die hohe Krankheitsqoute. Dieses geht aus dem Gesundheitsreport 2017 von der BKK Dachverband hervor.

 

Die häufigsten Gründe sind auch die Körperlichen wie etwa Rückenschmerzen, die dafür sorgen das die Beschäftigen den Arbeitsplatz nicht auf suchen können. Aber auch die psychischen Störungen kommen hinzu die bei Altenpflegern zumeist höher sind, als vergleichbar in anderen Branchen.

Die Arzneimittelverordnung ist insgesamt bei Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen, vor allem bei Pfleger weniger als der Bundesdurchschnitt. Andererseits bei den Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege werden mehr Arzneimittel Beispielsweise Psychopharmaka verordnet.

Die BKK sieht großen Handlungsbedarf im Gesundheitswesen und auch gerade bei den Pflegeberufen. Die geleistete Arbeit muss mehr Anerkennung bekommen. Es wünschen sich viele eine Gesundheitsförderung. In der Altenpflege gibt es oft (57 Prozent) keine betriebliche Gesundheitsförderung. Wenn es sie gibt, wird sie von 79 Prozent in Anspruch genommen. Der BKK Dachverband sagt es lohnt sich auch wirtschaftlich für Unternehmen eine Betriebliche Gesundheitsförderung. 

Die Mode Marke Tommy Hilfiger hat eine neue Modekollektion für Menschen mit Behinderung

Die Mode Kollektion ist Beispielsweise mit Magnetischen Verschlüssen ausgestattet. Damit die Kleidungsstücke sich ganz leicht öffnen und anziehen lassen, sowie ausziehen lassen. Die neue Kollektion heißt „Tommy Adaptive“ dieses steht für Anpassungsfähig. Es wurde bei den Kleidungsstücken besonders Wert auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen gelegt, ohne dabei aber den Mode Aspekt zu vernachlässigen.

Spezielle Öffnungen für Prothesen bei den Hosen, die Reißverschlüsse und Knöpfe sind magnetisch. Dieses ermöglicht mit nur einer Hand die Knöpfe zu öffnen. Es kann ganz leicht ein Shirt angezogen werden, da die Schulteröffnungen vorne und hinten magnetisch sind und sich ganz leicht öffnen lassen.

Die Kollektion ist seit dem 18.Oktober 2017 im Handel und bietet für Männer und Frauen eine ganz abwechslungsreiche Mode. Die Mode für behinderte Kinder gibt es schon länger. Seit 2016 gibt es spezielle Kleidungsstücke für Kinder von Tommy Hilfiger. Bei diesen kann ganz einfach die Länge von Ärmeln und Hosenbeinen verändert werden.

Tommy Hilfiger wollte mit der neuen Kollektion für Erwachsene daran anknüpfen, denn man will niemanden ausschließen. Die Mode soll als modisches Sprachrohr dienen. Für die Kinder und Erwachsenen, so dass jeder sich Modisch ausdrücken kann.

Hier finden Sie mehr dazu: Tommy Hilfiger

Mindestlohn steigt für Pflegekräfte

Ab dem 1 November 2017 ist die dritte Pflegemindestlohn Verordnung in Kraft getreten. Demnach erhalten alle zum 1. Januar 2018 mehr Mindestlohn. Im Westen soll der Mindestlohn von derzeit 10,20 Euro auf 10,55 Euro pro Stunde steigen und im Osten von 9,50 Euro auf 10,05 Euro pro Stunde.

Bis zum Jahr 2020 wird der Lohn Schrittweise erhöht, so das dann im Westen 11,35 Euro pro Stunde und im Osten 10,85 Euro pro Stunde der Mindestlohn beträgt. Somit liegt der Pflegemindestlohn über dem gesetzlichen Mindestlohn. Davon profitieren werden um die 900 000 Pflegefachkräfte in den Pflegebetrieben. 

Quelle: https://www.bundesregierung.de/

 

 

Die Pflege könnte bis zu 685 Millionen mehr kosten

Der Fiskalrat mahnt im Jahr 2021 könnten die Ausgaben für die Pflege, über 685 Millionen Euro höhere sein. Im Ideal Fall liegt man in vier Jahren nur acht Millionen Euro drüber. Der Fiskalrat mach auch auf Aufmerksam, dass ohne gewisse gegen Vorkehrungen der Kostenzuwachs immer mehr ansteigt, im Pflegebereich und über dem Kostendämpfungspad liegen könnte.

Der Finanzausgleich für die Jahre 2017 bis 2021 erlaubt den Gemeinden und Ländern einen Anstieg der Bruttoausgaben von 3,6 Milliarden Euro 2016 auf 4,5 Milliarden Euro 2021. Der Fiskalrat deutet darauf hin, dass die Pflegekosten steigen auf bis zu 5,2 Milliarden Euro.

 

Im Vergleich zu 2015 dort Betrugen die Kosten 4,3 Milliarden Euro für die Altenpflege, das sind 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes(BIP). Für 2030 geht der Fiskalrat davon aus, dass die Kosten des BIP zwischen 1,4 bis 1,9 Prozent und 2060 zwischen 1,9 bis 3,6 Prozent liege werden.

Die Menschen werden im älter und diese macht sich auch in der Pflege immer mehr bemerkbar. 2015 waren es fünf Prozent der über 80-Jährigen die gepflegt werden. 2030 geht man davon aus das es bereits 6,6 Prozent sind und bis 2060 elf Prozent, der über 80-Jährigen die gepflegt werden.

Die genaue Studie: https://www.fiskalrat.at/

Wo ist mein Nachbar? Haushaltshilfe gesucht.

Bei einem kleinen Wetterrückblick auf die letzten Jahre fällt auf, dass das Wetter immer mehr zu Unwettern wird. Für viele Menschen bedeutet diese Wettersituation, dass die Zeit in der man sich außerhalb der eigenen Wohnung/Haus bewegt, sich reduziert. 
Für einige Menschen kann sich daraus allerdings sehr schnell eine problematische Situation entwickeln. Besonders die Personengruppen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, oder solche die eben nicht mal eben mit dem Regenschirm nach draußen gehen können, wird es dadurch schwierig, gesellschaftliche Kontakte zu pflegen. Selbst der notwendige  Einkauf, der Gang zum Arzt, oder sonstige wichtige Besorgungen, bleiben dabei auf der Strecke. Man könnte denken, dass das nicht schlimm ist. Aber gerade wenn die Schlechtwettersituation anhält, kann es zu Versorgungsengpässen kommen. 

Der "rettende" und teils teure Lieferservice, kann das Problem nur selten kompensieren. Gerade ältere Menschen, wie Rentner, hilfsbedürftige Personen, sind von der Problematik schnell betroffen. Dabei gibt es für diese Problematik relativ einfache und gute Lösungsansätze. Oder anders gesagt: "Wo bleib der Nachbar?" Genau das kann die entscheidende Frage sein. Zwar ist niemand verpflichtet, seinen Nachbarn zu helfen, doch der Blick in die Nachbarschaft und die Intension hilfsbedürftigen Nachbarn zu helfen sollte die Intension eines jeden Menschen sein. Schließlich weiß niemand, ob man vielleicht einmal selbst in eine Situation gerät, bei der man auf Nachbarschaftshilfe angewiesen ist.

Natürlich gibt es auch Organisationen wie beispielsweise die Caritas, die Unterstützung anbieten. Ebenso kann schon das "Essen auf Rädern" eine gute Erleichterung darstellen. Viele Anbieter bieten dafür sogar "Essen auf Probe" an, damit man selbst feststellen kann, ob das Speiseangebot einen zusagt. Zumal die Essen oft gar nicht so teuer sind. Ist man wirklich auf Hilfe angewiesen, sollte die Option einer "Haushaltshilfe" in Betracht gezogen werden.

Wer, aufgrund von Operation oder Krankheit, temporär auf Hilfe angewiesen ist, sollte in jedem Fall mit seiner Krankenkasse in Kontakt treten, denn ggf. werden sogar die Kosten teilweise übernommen und der/die Betroffenen müssen dann nur einen geringen Kostenanteil selbst tragen. Haushaltshilfen lassen sich auch bei Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz oder die Johanniter finden. 

Liegt eine Pflegestufe vor, sollten pflegende Angehörige bedenken, dass auch hier der Anspruch einer Haushaltshilfe mit ca. 13 Stunden im Monat (16 Stunden im Jahr) bestehen kann. Viele Krankenkassen beraten hier gerne, oder der/die pflegenden Angehörigen lassen sich im Rahmen der halbjährigen Beratungsgespräche beraten. Eine der letzten Alternativen, ist dann noch der Umzug in betreute Wohnanlagen. Hier sollte aber genau auf die Qualität der "Betreuung" geachtet werden, denn viele Wohnanlagen bezeichnen ihre Anlage als "betreutes Wohnen", die eigentliche Betreuung findet dann aber eher nur auf dem Papier statt. Auch hier helfen die erwähnten Beratungsstellen einem weiter.

 

Der Pflege Beruf muss endlich ansprechender werden

In der Pflege steigt der Arbeitsdruck und es fehlen Fachkräfte. Die Politik muss etwas tun. Durch finanzielle Unterstützung für Auszubildenden, bessere Kontrollen und mehr Pflegern Beispielsweise: Eine Mindestanzahl an Pflegefachkräften in den Pflegheimen.

Auch das alte Hausfrauen Modell ist in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr tragbar. Früher haben sich noch die Familien kümmern können, um die Pflegebedürftigen. Meistens haben die Kinder ihre Eltern gepflegt. Doch der heutige Arbeitsmarkt verlangt eine gewisse Flexibilität. Viele müssen auch heutzutage zur Arbeit Pendeln und haben somit noch weniger Zeit.

 

Dadurch ist es nicht mehr möglich sich um die Eltern zu kümmern. In den Pflegeheimen ist ein Personalmangel. Dieser Notstand führt dazu das, die Menschen die versorgt werden sollen, darunter leiden und dadurch Stunden warten und sich vernachlässigt fühlen. Die Ältere Generation hat unseren Staat mit aufgebaut und Sie sind die Leidtragenden.

Auch die Mitarbeiter leiden darunter. Denn die Mitarbeiter möchten nicht Streiken, Sie wollen die Pflegebedürftigen nicht im Stich lassen, obwohl Sie auch leiden. Der Pflegeberuf muss attraktiver werden durch bessere Arbeitsbedingungen und einen besseren Lohn. In der Ausbildung zum Altenpfleger hat sich bereits etwas getan. Früher musste man Schuldgeld bezahlen, heutzutage bekommt man einen Lohn.

Die Auszubildenden können alleine aber nicht den Personalmangel beheben. Hier muss viel mehr die Regierung eine vernünftige Lösung schaffen.

Tag der Pflege in Braunschweig im Herzogin Elisabeth Hospital

Alle zwei Jahre findet die Veranstaltung statt. Am 21 Oktober 2017 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, konnte auch dieses Jahr am Tag der Pflege jeder kostenlos dran teilnehmen.

Es fand ein Rundgang durch das Krankenhaus statt. Hier konnte sich jeder informieren, über das medizinische und das pflegerische, wer wollte durfte auch einiges selber Ausprobieren.

Wie Beispielsweise:

 

  • Reanimationsübungen, 
  • Adipositasanzug,
  • TRX-Kurse,
  • Faszientraining.

Es wurden auch wieder Vorträge gehalten mit den folgenden Themen:

  • Moderne Wundtherapie im HEH Dr. med. Hisham Kawara – Chefarzt der Gefäßchirurgischen Klinik
  • Rheuma - schnell erkennen und behandeln Dr. med. Gabriele Mahn – Sektionsleitung Rheumatologie
  • Reform der Pflegeversicherung Heike Zupp – Sozialdienst
  • Multimodale stationäre Schmerzmedizin im HEH Klaus Konstantin – Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin 
  • ohne Pflege geht nix Dr. med. Hinrich Seesko – Oberarzt der Chirurgischen Klinik
  • Dem Tag mehr Leben geben Dr. med. Timo Ordon – Oberarzt der Medizinischen Klinik .

Es war für jeden etwas dabei und es konnten auch gerne Fragen gestellt werden bei den Vorträgen. Auch an den zahlreichen Infoständen konnte man sich Informieren Beispielsweise um die Hygiene im Alltag • Schmerzlinderung mal anders • Lifter und Aufstehhilfe – Mobilisieren leicht gemacht.

Nähere Infos finden Sie hier: https://www.heh-bs.de/

G Judo Weltmeisterschaft und nächstes Jahr 2018 EM

Zum Ersten Mal war die G Judo Weltmeisterschaft in Köln, am 21 und 22 Oktober 2017, in der Mehrzweckhalle des ASV Köln. G Judo stammt aus dem Niederländischen und heißt dort, frei übersetzt: „Judo mit einem Handicap“ oder auch: „Gehandicapt Judo“.

In Deutschland wird zumeist die Bezeichnung "Geistigbehinderten-Judo" angenommen. Es gab mehrere verschiedene Wettkämpfe- und Gewichtsklassen.

 

Über 100 geistig behinderte aus 13 Nationen haben an den Wettkämpfen teilgenommen. Es wurden den Zuschauern spannende Kämpfe geboten. Der gegenseitige Respekt und die Fairness waren der Mittelpunkt des Wettkampfes: Die Zuschauer jubelten allen Kämpfern zu und am Ende jeden Kampfes, freuten sich alle es spielte keine Rolle wer gesiegt hat. Es zählte die Freude am Wettkampf.

 „Es war eine würdige Weltmeisterschaft, die Dank der vielen Helfer realisiert werden konnte“ sagte der Veranstalter Klaus Gdowczok. Es wird geplant im nächsten wichtigen Schritt den Sport G-Judo in den paralympischen Bereich mit aufzunehmen. Es soll alle zwei Jahre eine Weltmeisterschaft geben. In einem Jahr wird die erste Europameisterschaft in England sein.

Weitere Informationen finden Sie hier judobund.de

Trier/Mainz: Streit um die Höhe von 21 Zentimeter

Es geht um die Bahnsteig Höhe für Menschen mit Behinderung. Die Kritiker sagen es geht nur um 21 Zentimeter mit unnötigen Kosten.

Aus Berlin kommt die neue Vorgabe, einheitlich sollen alle Bahnsteige 76 Zentimeter hoch sein. Rheinland-Pfalz und andere Länder wollen sich wehren.

Denn schon seit Jahren sind hier 55 Zentimeter die Bahnsteige hoch und die Züge sind bereit barrierefrei zugänglich. Mit den Ländern steht der Bund im Dialog.

Im November ist gibt es erstmal die Verkehrsministerkonferenz.

Demenz viele Angehörige überfordert

Der DAK hat im neuen Pflegereport 2017 festgestellt, dass die meisten Angehörigen, die sich in der häuslichen pflege um Demenzerkrankte kümmern, am Ende ihre Kräfte sind. Laut dem Pflegereport sind 59 Prozent am Ende ihre Kräfte. Bei denen die Demenzkranke pflegen, fühlt sich bereits jeder dritte erschöpft.

Neun von zehn pflegenden Angehörigen wünschen sich mehr finanzielle Unterstützung. Auch gibt es Uneinigkeiten bei der Unterbringung der Demenzerkrankten, Beispielsweise: welche die beste Unterkunft ist?. 35 Prozent halten das eigene Zuhause für den geeignetsten Ort. 22 Prozent sehen eine ambulante betreute Wohngruppe als den besten Ort und 16 Prozent halten das Pflegeheime als den geeignetsten Ort. Die wünsche decken sich leider nicht mit der Realität. Denn die Wohngruppen Unterbringung ist nicht immer möglich, wegen mangelnden Angeboten.

Etwa zwei Prozent leben derzeit in Wohngruppen. Auch die Medizinische Versorgung von Demenzerkranken, hat laut dem Pflegereport erhebliche Mängel. Pro Quartal wird jeder mindestens einmal ärztlich behandelt und drei von vier kommen pro Jahr ins Krankenhaus. Im Krankenhaus wird am meisten Flüssigkeitsmangel festgestellt.

Dieses ist sehr bedenklich. Im Pflegereport erzählte jeder zweite, der sich um Angehörige mit Demenz kümmert, dass er ein gutes Leben mit Demenz, für durchaus möglich hält. 80 Prozent wünschen sich mehr Anerkennung für Angehörige und mehr Respekt gegenüber den Erkrankten.

Der Chef der DAK Storm sagt zum Abschluss: „Wir müssen die Krankheit als soziale Tatsache akzeptieren und lernen, Betroffene mitsamt ihrer Persönlichkeit zu respektieren“. Darauf machte Storm besonders aufmerksam „Menschen mit Demenz haben das gleiche Recht auf Würde, Selbstbestimmung und ein sinnerfülltes Leben wie wir alle.“ Quelle: tagesspiegel.de

Pflegereport: DAK-Pflegereport

DAK fordert mehr Geld für die Pflege

 Andreas Storm der Chef von der DAK (drittgrößte Krankenkasse von Deutschland) fordert mehr finanzielle Unterstützung für eine bessere und vor allem menschenwürdige Pflege. Er möchte mit Pflegekompetenzzentren auch im ländlichen Raum die Situation verbessern von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen.

Es sollen kleinere Krankhäuser umgewandelt werden für die Zentren. Die Zentren sollen Beispielsweise für die Kurzeitpflege Betten zu Verfügung haben.

 

Somit können die Pflegebedürftigen die von Angehörigen zu Hause gepflegt werden sich die Krankenhausgänge sparen. Außerdem können die Pflegebedürftigen vor Ort versorgt werden und die Angehörigen können somit in den wohlverdienten Urlaub. Damit auch genügend Pflegepersonal vorhanden ist, soll der Beruf attraktiver werden.

Deshalb soll mehr Geld für den Beruf bereit gestellt werden. Hier ist auch die Politik gefragt. Das bedeutet aber auch das die Beträge steigen für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Die Frage stellt sich ob die Politik hier mit wirkt? Denn das Interesse ist groß. Wie auch damals in der TV-Sendung die Wahlarena vom 11.09.2017 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen war.

Bad Kreuznach Sozialausgaben 44,6 Millionen Euro Mit einer Steigerung um 3,71 Prozent.

Der Kreis Bad Kreuznach muss für das Sozialpaket 44,6 Millionen Euro draufzahlen. Die Gesamtsumme aller Ausgaben mit allen Zuschüssen von Bund und Land, beläuft sich auf 105,2 Millionen Euro. Die größte Position im Eta sind für Behinderte- mit 24,8 Millionen Euro.

Unter anderem geht es um Angebote und Häuser für Menschen mit Behinderung, die es ermöglichen sollen, soweit es geht am Leben teilzuhaben. 

Es sollen auch die Nachteile verringert werden. Beispielsweise in Pflegeeinrichtungen.

Die Kinder mit Behinderung sollen in die Schule gehen und die Erwachsenen können eine Tätigkeit nachgehen Beispielsweise einen Beruf.

Zurzeit sind 31,7 Prozent aller Menschen mit Behinderung im Kreis stationär untergebracht. Teilstationär sind es 42,9 Prozent und ambulant 24,4 Prozent.

Quelle: allgemeine-Zeitung.de

Im Schwarzwald, Baden-Württemberg gibt es für Angehöriger einen neuen Kurs für mehr Sicherheit bei der Pflege

In der Evangelischen Altenhilfe St Georgen gibt es an acht Abende ein Schulung für pflegende Angehörige. Da es immer noch viele Fragen gibt rund um die Pflege, ist die Schulung Ideal für jeden der noch Schwierigkeiten bei der häuslichen Pflege hat. Es ist nahe Pflegepraxis, die gesetzlichen Vorgaben und die Hilfsangebote stehen im Mittelpunkt der Schulung.

Jeder kann seine Fragen in den Schulungen, an die Fachbereichsleiter der Evangelischen Altenhilfe stellen. Die Schulung vermittelt Sicherheit im Umgang und der Versorgung mit Pflegebedürftigen Menschen. Es werde auch die finanziellen Unterstützungen erläutert. Durch den vierwöchigen Zeitraum kann das Gelernte und Gehörte besser ausprobiert und reflektiert werden.

Die AOK unterstützt den Kurs und verleiht an die regelmäßigen Teilnehmer bei der Abschlussveranstaltung ein Zertifikat.

 

Der Kurs: Die Schulungsabende finden im Lorenzhaus statt und dauern jeweils von 18.30 bis 20 Uhr.

  • 28. November:Tägliche Pflege
  • 19. Dezember: Pflegestärkungsgesetz
  • 30. Januar: Hilfsmittel
  • 27. Februar: Lagerung und Transfer
  • 27. März: Körperliche Unterstützung und Wohnraumanpassung
  • 24. April: Ernährung
  • 29. Mai: Demenz Noch sind Anmeldungen zur kompletten Schulung unter Telefon 07724/94270 möglich.

Hier finden Sie nähere Infos auf dem Flyer : Flyer und die Anmeldung hier: Anmeldung und die Webseite: http://lh-sst.de/

Die Barrierefreiheit von den Berliner Bahnhöfen

Viele die in Berlin unterwegs sind müssen feststellen, dass die Berliner Bahnhöfe für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen oft zu einem Hindernislauf werden. Oft liegt  daran das die Aufzüge und Rollstuhlrampen kaputt sind oder erst gar nicht vorhanden.

Berlin hat 173 U-Bahnhöfe und nur etwa 65 Prozent sind barrierefrei zugänglich. Auch die Politik hat dieses Erfasst und möchte bis 2020 die U- und S-Bahnhöfe barrierefrei zugänglich machen. Einige Parteien sind aber skeptisch ob dieses sich in Zukunft realisieren lässt.

 

In diesem Jahr 2017 sollen 13 U-Bahnhöfe mit Aufzügen ausgestattet werden mit Gesamtkosten von 24,4 Millionen Euro, das sind für jeden Bahnhof knapp 2 Millionen Euro. Zwischen 2018 und 2020 plant die BVG 50 weitere Bahnhöfe barrierefrei zugänglich zu machen.

Auch hier äußern sich einige Experten bedenklich, da gerade die BVG als Berliner Anstalt des öffentlichen Rechts noch sehr viel zu tun hat. Berlin hat über 108 barrierefrei S-Bahn-Stationen. Die Bahn geht aber noch davon aus das Sie bis 2023 brauchen wird. Fahrgäste können sich im Internet über Aufzugstörungen und barrierefrei Verbindungen in Berlin Informieren.

Damit auch die Fernreise barrierefrei läuft, will das Ministerium bundesweit 132 Bahnhöfe barrierefrei umgestalten und die Hälfte der anfallenden Kosten von 160 Millionen Euro bezahlen.

 

Die Verbände stehen hinter den Pflegekräften

In den Pflegeheimen sind viele Teilzeitbeschäftigt und davon sind circa. 85 Prozent aller Pflegekräfte Frauen. Hinzu kommt das viele einen niedrigen Bildungsabschluss haben.

Das Altenheim wird oft als Zweit- oder Drittberuf gewählt. Deshalb sind viele Mitarbeiter nicht über das Arbeitsrecht aufgeklärt und wenn es Probleme gibt gehen Sie zu Ihrem Chef, anstatt zu Außenstehenden. Kernprobleme sind dabei zu wenig Personal und der Zeitdruck.

 

Dieses Schadet den Patienten und Helfern. Die Verantwortung wird beim Staat gesehen Etliche Verbände möchten Sprachrohr der Pflegekräfte sein. Viele Verbände treten bereits an die Berliner Politiker heran. Die Gewerkschaft Verdi organisiert Streiks und hilft den Pflegekräften ihre Meinung zu vertreten. Weitere Infos hier Verdi

Das Pflege-Thermometer 2018 untersucht Situation in der teil- und vollstationären Pflege

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit dem Pflege-Thermometer 2018 die aktuell größte bundesweite Befragung von Einrichtungen der teil- und stationären Langzeitpflege. Die Studie hat das Ziel, die Situation in den Pflegeeinrichtungen, vor dem Hintergrund der zahlreichen gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre, auf Bundes- und Länderebene sowie weiterer aktueller Herausforderungen zu untersuchen.

Die Untersuchung wird von der B. Braun-Stiftung gefördert und dem Verband der Ersatzkassen e.V. unterstützt. Rund 13.500 Fragebögen werden anfang November an alle teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland versendet. Innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen können sich die Leitungskräfte dieser Einrichtungen an der Studie beteiligen. „In der stationären Langzeitpflege erleben wir seit geraumer Zeit enorme Veränderungen. Das betrifft unter anderem die Personalsituation, aber auch das Leistungsspektrum und Finanzierungsfragen.

Die damit zusammenhängenden Entwicklungen wollen wir mit unserer Studie möglichst aussagekräftig erfassen“, betont Professor Michael Isfort, Leiter der Studie, und hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung der Einrichtungen an der Befragung. Hintergrund des Pflege-Thermometers 2018 ist es, dass in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Pflegereformen auf Bundesebene sowie durch landesspezifische Gesetze etliche Veränderungen der Pflegeleistungen, der Finanzierung sowie in den Pflegeausbildungen auch für den stationären Sektor auf den Weg gebracht wurden. Auch angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Pflegebedürftigkeit gewinnt die stationäre Langzeitpflege weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr 2018 vorliegen und sollen konkrete Aussagen zum Leistungsspektrum und zu den Potentialen der Einrichtungen, zur Personalsituation und -fluktuation, zur Sicherung der regionalen Versorgung, dem Einsatz neuer Technologien in den Einrichtungen sowie zur Finanzsituation und weiterer aktueller Entwicklungen ermöglichen. „Mit der Befragung möchten wir den Einrichtungen, den Kostenträgern, Verbänden und der Politik wieder repräsentative Daten und Grundlagen für Weichenstellungen in die Zukunft zur Verfügung stellen“, erläutert Professor Frank Weidner, Direktor des DIP. Innerhalb der seit 15 Jahren laufenden Pflege-Thermometer-Reihe stellt die aktuelle Studie bereits die neunte Erhebungswelle dar.

Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden kostenlos über die Institutshomepage (www.dip.de) online zur Verfügung gestellt. Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen.

Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Kontakt: Elke Grabenhorst/ Ruth Rottländer, Tel: 0221/ 46861-30 oder -43

(Veröffentlichung frei) Quelle: http://www.dip.de/

Das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben einen Rechtsanspruch auf ein Persönliche Budget. Es soll dazu dienen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Anstelle der Sachleistungen erhält man Geld. Mit dem Geld kann man Beispielsweise selber eine Hilfe bzw. Dienstleistung bezahlen und man wird dadurch Unabhängiger und Selbstständiger. Sie werden gegenüber den Dienstleistern zum Arbeitgeber. Das bedeutet auch mehr Planung und Organisation für Sie.

Wer hat einen Anspruch?

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer körperlichen,
  • seelischen oder geistigen Behinderung,
  • Wer von einer Behinderung bedroht ist.

Welche Leistungen werden finanziert bzw. Welche Voraussetzungen gibt es für das Persönliche Budget?

 

  • Es muss sich um alltägliche und wiederkehrende Bedarf handeln
  • Die Hilfebedarfe werden über Geldleistungen oder Gutscheine finanziert.

Für Welche Hilfen kann das Persönliche Budget verwendet werden?

  • Bei der Pflege
  • Allgemein im Haushalt
  • bei Ämtergängen bei Arztbesuchen
  • bei Fahrdienste bei der Arbeit oder Ausbildung
  • bei Kino- und Theaterbesuchen

Welche Vorteile bringt das Persönliche Budget gegenüber den Sachleistungen?

Viele Menschen mit einer Behinderung sind auf die tägliche Unterstützung im Haushalt angewiesen. Mit dem Persönlichen Budget ergibt sich für einige zum ersten Mal die Möglichkeit in eine eigene Wohnung zu ziehen, da Sie nun einen Assistenten für die Tägliche Hilfe im eigenen Haushalt haben. Das Persönliche Budget bekommen Sie auch, wenn Sie in einer Einrichtung leben. Beispielsweise ein Wohnheim.

Die gesetzliche Regelung ist im Sozialgesetz unter: § 17 SGB IX Ausführung von Leistungen, zu finden.

Persönliches Budget, Zitat:: „Auf Antrag können Leistungen zur Teilhabe auch durch ein Persönliches Budget ausgeführt werden, um den Leistungsberechtigten in eigener Verantwortung ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Bei der Ausführung des Persönlichen Budgets sind nach Maßgabe des individuell festgestellten Bedarfs die Rehabilitationsträger, die Pflegekassen und die Integrationsämter beteiligt. Das Persönliche Budget wird von den beteiligten Leistungsträgern trägerübergreifend als Komplexleistung erbracht. Budgetfähig sind auch die neben den Leistungen nach Satz 1 erforderlichen Leistungen der Krankenkassen und der Pflegekassen, Leistungen der Träger der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit sowie Hilfe zur Pflege der Sozialhilfe, die sich auf alltägliche und regelmäßig wiederkehrende Bedarfe beziehen und als Geldleistungen oder durch Gutscheine erbracht werden können. An die Entscheidung ist der Antragsteller für die Dauer von sechs Monaten gebunden.“

Wie hoch ist Persönliche Budget?

Wie viel hängt von dem ab, wie viel Hilfe Sie benötigen. Bei weniger Hilfe können es 100 Euro im Monat sein. Wird aber eine 24 Stunden Betreuung benötigt, können es auch mehrere tausend Euro erhalten.

Wie beantrage ich das Persönliche Budget?

Das Budget wird bei Ihrem Kostenträger beantragt. Beispielsweise:

  • Pflegekasse
  • Krankenkasse
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Versorgungsamt
  • Jugendamt
  • Sozialamt
  • Integrationsamt
  • Agentur für Arbeit

Hierbei spielt es keine Rolle ob Sie von verschiedenen Kostenträgern ihr Geld bekommen, für sie ist nur ein Ansprechpartner zuständig. Im Fachjargon heißt diese „"Trägerübergreifenden Persönlichen Budget“. Die Zuständigkeit wird unter den Kostenträgern geklärt, Sie müssen sich um nicht kümmern. Aufgrund Ihres Antrages bekommen sie dann mitgeteilt wer Ihr Ansprechpartner ist.

Der Sachbearbeiter auch „Beauftragter“ genannt stellt dann mit Ihnen gemeinsam, den Unterstützungs-Bedarf und die Höhe des Budgets fest. Sie bekommen dann einen Bescheid, ob und in welcher Höhe Sie das Budget erhalten. Wie lange bekomme ich das Persönliche Budget? Am Anfang bekommt man das Persönliche Budget nur für einen kürzeren Zeitraum. Beispielsweise maximal ein Jahr.

Dieses dient dazu um zu schauen ob Sie damit gut zurechtkommen, anschließend können Sie das Persönliche Budget für einen längeren Zeitraum bekommen. Beispielsweise für fünf Jahre. Es ist wichtig das Sie sich vorher beraten lassen bei entsprechender Stelle, denn es bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich, selbständig alles zu planen und zu organisieren.

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