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Das Pflege-Thermometer 2018 untersucht Situation in der teil- und vollstationären Pflege

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit dem Pflege-Thermometer 2018 die aktuell größte bundesweite Befragung von Einrichtungen der teil- und stationären Langzeitpflege. Die Studie hat das Ziel, die Situation in den Pflegeeinrichtungen, vor dem Hintergrund der zahlreichen gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre, auf Bundes- und Länderebene sowie weiterer aktueller Herausforderungen zu untersuchen.

Die Untersuchung wird von der B. Braun-Stiftung gefördert und dem Verband der Ersatzkassen e.V. unterstützt. Rund 13.500 Fragebögen werden anfang November an alle teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland versendet. Innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen können sich die Leitungskräfte dieser Einrichtungen an der Studie beteiligen. „In der stationären Langzeitpflege erleben wir seit geraumer Zeit enorme Veränderungen. Das betrifft unter anderem die Personalsituation, aber auch das Leistungsspektrum und Finanzierungsfragen.

Die damit zusammenhängenden Entwicklungen wollen wir mit unserer Studie möglichst aussagekräftig erfassen“, betont Professor Michael Isfort, Leiter der Studie, und hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung der Einrichtungen an der Befragung. Hintergrund des Pflege-Thermometers 2018 ist es, dass in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Pflegereformen auf Bundesebene sowie durch landesspezifische Gesetze etliche Veränderungen der Pflegeleistungen, der Finanzierung sowie in den Pflegeausbildungen auch für den stationären Sektor auf den Weg gebracht wurden. Auch angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Pflegebedürftigkeit gewinnt die stationäre Langzeitpflege weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr 2018 vorliegen und sollen konkrete Aussagen zum Leistungsspektrum und zu den Potentialen der Einrichtungen, zur Personalsituation und -fluktuation, zur Sicherung der regionalen Versorgung, dem Einsatz neuer Technologien in den Einrichtungen sowie zur Finanzsituation und weiterer aktueller Entwicklungen ermöglichen. „Mit der Befragung möchten wir den Einrichtungen, den Kostenträgern, Verbänden und der Politik wieder repräsentative Daten und Grundlagen für Weichenstellungen in die Zukunft zur Verfügung stellen“, erläutert Professor Frank Weidner, Direktor des DIP. Innerhalb der seit 15 Jahren laufenden Pflege-Thermometer-Reihe stellt die aktuelle Studie bereits die neunte Erhebungswelle dar.

Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden kostenlos über die Institutshomepage (www.dip.de) online zur Verfügung gestellt. Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen.

Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Kontakt: Elke Grabenhorst/ Ruth Rottländer, Tel: 0221/ 46861-30 oder -43

(Veröffentlichung frei) Quelle: http://www.dip.de/

Das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben einen Rechtsanspruch auf ein Persönliche Budget. Es soll dazu dienen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Anstelle der Sachleistungen erhält man Geld. Mit dem Geld kann man Beispielsweise selber eine Hilfe bzw. Dienstleistung bezahlen und man wird dadurch Unabhängiger und Selbstständiger. Sie werden gegenüber den Dienstleistern zum Arbeitgeber. Das bedeutet auch mehr Planung und Organisation für Sie.

Wer hat einen Anspruch?

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer körperlichen,
  • seelischen oder geistigen Behinderung,
  • Wer von einer Behinderung bedroht ist.

Welche Leistungen werden finanziert bzw. Welche Voraussetzungen gibt es für das Persönliche Budget?

 

  • Es muss sich um alltägliche und wiederkehrende Bedarf handeln
  • Die Hilfebedarfe werden über Geldleistungen oder Gutscheine finanziert.

Für Welche Hilfen kann das Persönliche Budget verwendet werden?

  • Bei der Pflege
  • Allgemein im Haushalt
  • bei Ämtergängen bei Arztbesuchen
  • bei Fahrdienste bei der Arbeit oder Ausbildung
  • bei Kino- und Theaterbesuchen

Welche Vorteile bringt das Persönliche Budget gegenüber den Sachleistungen?

Viele Menschen mit einer Behinderung sind auf die tägliche Unterstützung im Haushalt angewiesen. Mit dem Persönlichen Budget ergibt sich für einige zum ersten Mal die Möglichkeit in eine eigene Wohnung zu ziehen, da Sie nun einen Assistenten für die Tägliche Hilfe im eigenen Haushalt haben. Das Persönliche Budget bekommen Sie auch, wenn Sie in einer Einrichtung leben. Beispielsweise ein Wohnheim.

Die gesetzliche Regelung ist im Sozialgesetz unter: § 17 SGB IX Ausführung von Leistungen, zu finden.

Persönliches Budget, Zitat:: „Auf Antrag können Leistungen zur Teilhabe auch durch ein Persönliches Budget ausgeführt werden, um den Leistungsberechtigten in eigener Verantwortung ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Bei der Ausführung des Persönlichen Budgets sind nach Maßgabe des individuell festgestellten Bedarfs die Rehabilitationsträger, die Pflegekassen und die Integrationsämter beteiligt. Das Persönliche Budget wird von den beteiligten Leistungsträgern trägerübergreifend als Komplexleistung erbracht. Budgetfähig sind auch die neben den Leistungen nach Satz 1 erforderlichen Leistungen der Krankenkassen und der Pflegekassen, Leistungen der Träger der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit sowie Hilfe zur Pflege der Sozialhilfe, die sich auf alltägliche und regelmäßig wiederkehrende Bedarfe beziehen und als Geldleistungen oder durch Gutscheine erbracht werden können. An die Entscheidung ist der Antragsteller für die Dauer von sechs Monaten gebunden.“

Wie hoch ist Persönliche Budget?

Wie viel hängt von dem ab, wie viel Hilfe Sie benötigen. Bei weniger Hilfe können es 100 Euro im Monat sein. Wird aber eine 24 Stunden Betreuung benötigt, können es auch mehrere tausend Euro erhalten.

Wie beantrage ich das Persönliche Budget?

Das Budget wird bei Ihrem Kostenträger beantragt. Beispielsweise:

  • Pflegekasse
  • Krankenkasse
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Versorgungsamt
  • Jugendamt
  • Sozialamt
  • Integrationsamt
  • Agentur für Arbeit

Hierbei spielt es keine Rolle ob Sie von verschiedenen Kostenträgern ihr Geld bekommen, für sie ist nur ein Ansprechpartner zuständig. Im Fachjargon heißt diese „"Trägerübergreifenden Persönlichen Budget“. Die Zuständigkeit wird unter den Kostenträgern geklärt, Sie müssen sich um nicht kümmern. Aufgrund Ihres Antrages bekommen sie dann mitgeteilt wer Ihr Ansprechpartner ist.

Der Sachbearbeiter auch „Beauftragter“ genannt stellt dann mit Ihnen gemeinsam, den Unterstützungs-Bedarf und die Höhe des Budgets fest. Sie bekommen dann einen Bescheid, ob und in welcher Höhe Sie das Budget erhalten. Wie lange bekomme ich das Persönliche Budget? Am Anfang bekommt man das Persönliche Budget nur für einen kürzeren Zeitraum. Beispielsweise maximal ein Jahr.

Dieses dient dazu um zu schauen ob Sie damit gut zurechtkommen, anschließend können Sie das Persönliche Budget für einen längeren Zeitraum bekommen. Beispielsweise für fünf Jahre. Es ist wichtig das Sie sich vorher beraten lassen bei entsprechender Stelle, denn es bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich, selbständig alles zu planen und zu organisieren.

Informationen für die Rechte der Behinderten

Die Stadt Treuchtlingen lädt ein. Am Samstag dem 25.11.2017 um 14:30 Uhr, zu einem Info Nachmittag mit dem Thema „Schwerbehinderung – Antrag und Rechte“ in das Kulturzentrum Forsthaus in Treuchtlingen. 

Ein Referent wird ein Vortrag halten über Gleichstellung, Pauschbeträge, Nachteilsausgleiche, den Parkausweis und andere Rechte.

Weitere Themen sind die die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, die Begleitperson für Behinderte, die Behindertentoiletten, Öffentliche Verkehrsmittel und die Altersrente für Behinderte.

Der Vortrag ist besonders für Arbeitnehmer die schwerbehindert oder gleichgestellt sind zu empfehlen. Auch wegen des Kündigungsschutzes.

Weitere Informationen zur Veranstaltung http://www.treuchtlingen.de

Die Pflege und die Ungerechtigkeit

Viele Pflegebedürftige Menschen werden von Angehörigen zu Hause gepflegt. Die Angehörigen können jedoch nicht mit der gleichen Unterstützung vom Staat rechnen, wie man Sie hat, wenn man Kindern versorgt.

Die Leistungen sind nicht annähernd so gut. Wer ein Kind hat bekommt Elterngeld, Elternzeit Lohnfortzahlung bei Krankheit der Kinder. Das einzige was es gibt, wenn man jemanden pflegt ist eine Auszeit im Job für ein halbes- bis zu ein Jahr.

 

Doch das Problem ist das die Angehörigen finanzielle Engpässe erleiden durch die Auszeit und laut Gesetz soll man sogar als Pflegender einen Kredit aufnehmen.

Viele Pflegende können auch nicht voll Arbeiten, es muss von staatlicher Seite eine Lohnausgleich Zahlung geschaffen werden. Eine Umstrukturierung muss stattfinden. Die Angehörigen dürfen nicht benachteiligt werden und darunter leiden das Sie die Gesellschaft stützen. Denn ohne ihrer Unterstützung wäre die Pflege nicht machbar.

Viele denken über das Thema Pflege nicht nach, erst wenn Sie oder jemand ihn Ihrem Umfeld betroffen ist.

Falls der Pflegefall eintritt können sich die Angehörigen Bundesweit in den Pflegestützpunkten beraten lassen.

Die bundesweite Rufnummer 115 hilft nun auch bei Fragen rund um die Pflege

Die Rufnummer 115 kenne sicherlich nur wenige. Im Jahr 2009 haben einige Kommunen begonnen hinter dieser Telefonnummer einen zentralen Auskunftsservice aufzubauen. Alle Fragen die mit Behörden zu tun haben, werden unter 115 beantwortet. Der 115-Service ist in allen 16 Ländern bundesweit vertreten. hier ist die Übersicht: 115 Übersicht

Die 115 hat ihr Angebot erweitert und beratet nun rund um die Pflege.

  • Wie beantrage ich Leistungen aus der Pflegeversicherung?
  • Welche Pflegeleistungen, welche Pflegegrade und welche Hilfen zur Pflege gibt es?
     
  • Wann habe ich Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit?

Da die Pflegebedürftigkeit viele Fragen aufzeigt, gibt es sehr viele Anlaufstellen für die verschiedenen Belange von Pflegebedürftigen und Ihren Angehörigen. Beispielsweise: Wie ist das mit dem Pflegegeld, die Sachleistungen und Kombileistungen der Pflegeversicherung, Pflegehilfsmittel usw.

Bei der 115 kann jeder anrufen und sich beraten lassen. Zudem bietet die 115 auch ein Gebärdentelefon, damit können auch Gehörlose und hörbehinderte Menschen vom 115-Service profitieren. Mehr dazu hier https://www.115.de

Anrufer können sich nicht nur über die Pflege beraten lassen, sondern auch über Themen wie die Schwangerschaft, Kindergeld Studium. Es wird eine breite Palette Angeboten.

Die 115 ist jeden Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar.

Die Patientenschützer mahnen den neuen Pflege-TÜV an

Voraussichtlich 2019 kommt der neue Pflege-TÜV für Pflegeheime und für ambulante Dienste 2020. Zudem sind die bisherigen Pflegenoten auch unbrauchbar, weil die Missstände sich daraus kaum erkennen lassen.

Bereits 2015 wurde das bisherige Bewertungssystem von den Pflegeeinrichtungen ausgesetzt, weil es nur Super Noten gab und es somit nicht aussagekräftig war.

 

"Der neue Pflege-TÜV sollte 2018 an den Start gehen. Fest steht aber heute schon, dass er nicht termingerecht kommen wird", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Quelle:dpa

Auch die Pflegebedürftigen und deren Angehörige konnten somit nicht klar erkennen, welche Pflegeeinrichtung für Sie geeignet ist. Der neue Pflege-TÜV gehöre in die Koalitionsvereinbarung, sagte Brysch. Er nannte die bisherige Vergabe einer Gesamtnote "ein Instrument der Volksverdummung". Quelle:dpa

Es wird 2017 ausgegangen von einer Million Pflegebedürftige und Angehörige, die einen ambulanten Pflegedienst oder ein Pflegeheim suchen – so viel wie noch nie. Deshalb braucht es dringend aussagekräftige Beratung und vor allem an Informationen durch einen Pflege-TÜV.

Die Patientenschützer stellen sich vor das die Gesamtnote beschränkt wird auf zentrale Indikatoren. Dazu gehören insbesondere die Behandlungspflege, die Gabe von Medikamenten, die fachärztliche Versorgung, der Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen und die Verhinderung von Wundgeschwüren. Zudem spiel auch eine zentrale Rolle die Hilfe für Demenzkranke und Sterbende.

Brysch befürchtet, das neue Bewertungssystem ist nicht Verbraucherfreundlich. Der Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gibt den Pflegeanbietern und -kassen die Freiheit ein neues Bewertungssystem zu entwickeln. Dieses waren aber die Akteure, die mit dem ersten Pflege-TÜV gescheitert sind.

Es reicht nicht aus alte Bewertungskriterien neu zu gewichten nach den Worten von Bryschs. "Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen gut verständliche und belastbare Informationen, an denen sie die Qualität von Pflege und Betreuung festmachen und vergleichen können." Quelle:dpa

Zudem wurde auch kritisiert die medizinische Versorgung in Pflegeheimen und das die Qualität und Preise nicht immer übereinstimmen.

 

Quelle:http://www.faz.net

Wohnheim für 24 Behinderte entsteht in Baunatal (Kassel in Nordhessen) für 3,2 Millionen Euro

Die Lebenssituation Qualität soll sich für 24 Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung in gut einem Jahr deutlich verbessern. Das Wohnheim von der Baunataler Diakonie Kassel soll an der Lindenalle in Baunatal entstehen, für circa. 3,2 Millionen Euro. 24 Plätze soll das Wohnheim bieten.

Künftig sollen 14 behinderte Menschen nahezu selbstständig leben in eigenen Appartements. Jeweils sieben wohnen in zwei zusätzlichen Wohngruppen zusammen.

 

Den Bewohnern stehen insgesamt eine Fläche von über 1550 Quadratmetern zur Verfügung. Der Landeswohlfahrtsverband beteiligt sich mit ca. 600.000 Euro, sowie ein ähnlicher hoher Beitrag vom Land Hessen zu Verfügung gestellt wird. Die Betreuung der Bewohner findet dann in kleineren Wohneinheiten statt.

Dieses ist der Trend und nicht mehr in einem großen Komplex. Mit dem Ende der Arbeiten wird ungefähr gerechnet im Januar 2019.

Das Geschäft mit den Altenheimen

Viele Investoren sehen Altenheime als Geldanlage. Es geht um langfristige Renditen.

Leider ist es so, dass dadurch die Pflege leidet. Ein Altenheim als Geschäftsmodell ob das gut gehen kann? Dieses zeigt auch der Fall des Augustinum-Konzerns. Es wurden elf Wohnstift-Immobilien an einen Investor verkauft und zurück gemietet. Dieses war ein Verlustgeschäft, der Schaden soll bei mehr als 70 Millionen Euro liegen. Es wurde deshalb eine Anklage in München erhoben.

Lohnt sich das Altenheim als ein Investment Objekt?

Das Altenheim wird zum Investment Objekt und die Bewohner und deren Angehörige bezahlen die Rendite dafür oder es wird über das Personal erwirtschaftet. Die Pflegeheime müssen die Kosten nicht offenlegen und schaffen somit Intransparenz in der Frage,  für welche Leistungen, wie viel Geld ausgegeben wird.

 

Beispielsweise kostet in Berlin ein Pflegeheimplatz durchschnittlich 3400 Euro im Monat. Die Kosten für den Pflegeheimplatz ergeben sich aus der Lage, Ausstattung sowie das Zimmer.

Die Leistungen für 3400 Euro sind die Pflege, Essen und die Unterbringung. Dabei darf man nicht vergessen: Die Kosten für die Medizinische Leistung, werden von den Krankenkassen übernommen. Die Summe 3400 Euro ist viel Geld. Doch Experten wissen, dass bei guter Pflege die Summe zu gering ist. Jedoch bei schlechter Pflege, ist die Summe immer noch zu hoch. Gerade mit "schlechter" Pflege wird richtig viel Geld verdient. Gute Pflege ist hingegen teuer und als Geschäftsmodell somit weniger attraktiv. Um kosten zu sparen, führt das nicht selten dazu, dass Pflegekräfte Arbeiten übernehmen müssen, die eigentlich kein Bestandteil der direkten Pflege ist.

Die Pflegekraft wird dadurch schnell zur "Küchenhilfe" oder gar die kostengünstige "Küchenhilfe" zur Pflegekraft. Pflegeheime sparen Geld in dem die Altenpfleger die Arbeit Küchenhilfe übernehmen. Es wird gespart, in der Hauswirtschaft, am Personal. In einigen Pflegeheimen müssen die Pflegekräfte das Frühstück und das Mittagessen zubereiten, Putzen und Waschen. Dieses sind keine Pflegetätigkeiten.

Das Resultat ist das die Pflegefachkraft dann in der Pflege fehlt und die Pflege der Bewohner leidet darunter erheblich. Die Pflegekritikerin Cornelia Heintze fordert ein Umdenken, das wir uns ein Beispiel an das skandinavische Modell nehmen sollen. Das Modell: Care als steuerfinanzierte Aufgabe. Dieses ist nicht günstiger, aber besser. Beispielsweise in den skandinavischen Ländern in Belgien und in den Niederlanden kostet ein Pflegeheimplatz ca. 4000 Euro und in Norwegen bis zu 10000 Euro.

Die Kosten sind ganz andere, weil dort wird mit einem besseren Personalschlüssel gearbeitet wird. Dieser ermöglicht es mehr Personal einzusetzen, etwa doppelt so viel Personal wie in Deutschland in einem Pflegeheim. Zudem ist die Bezahlung für die Pflegekräfte besser.

Vielleicht auch eine Inspiration, unsere Petition zu unterstützen, denn Pflege muss für deutsche auch im Ausland möglich sein, wenn diese weiterhin in die deutsche Pflegekasse einzahlen: 


Das wird in Punkte Pflege von der Regierung erwartet

Nach einer von der ARD in Auftrag gegebene Umfrage “Deutschlandtrend“, soll die neue Koalition nach der Regierungsbildung sich um die Verbesserung des Pflegesystems kümmern. 22 Prozent (jeder Fünfte) halten es für die dringlichste Aufgabe das Pflegesystem zu verbessern.

An erster Stelle in der Umfrage stand der Lohn (mit 24 Prozent ein Viertel der Bundesbürger), es ging um gerechtere Löhne, doch gleich danach an zweiter Stelle, die Pflege (mit 22 Prozent). An dritter Stelle mit 18 Prozent, Forderungen nach klaren Regeln für Zuwanderung. Terror- und Kriminalitätsbekämpfung mit 14 Prozent und 13 Prozent mit Klimaschutz.

 

Lediglich 3 Prozent nannten die Digitalisierung zu Förden, als dringlichste Aufgabe.

Das Institut Infratest dimap befragte für den "Deutschlandtrend" im ARD-"Morgenmagazin" von 16. bis 18. Oktober 2017 es wurden 1026 Befragt.

Quelle: Tagesschau.de

Neue GKV-Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen

Ab dem 1. Juli 2018 haben Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen, im Rahmen der GKV, einen verbindlichen Rechtsanspruch auf zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen. (siehe auch § 22a SGB V)

Bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung ist das Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen besonders hoch. Damit haben die Betroffenen erstmals Anspruch auf zusätzliche präventive Betreuung durch Zahnärztinnen und Zahnärzte.

 

Die neuen Leistungen sind:

  • Mundgesundheitsstatus,
  • die Erstellung eines Planes zur individuellen Mund- und Prothesenpflege,
  • die Aufklärung über die Mundhygiene und Maßnahmen zu deren Erhalt,
  • die Entfernung harter Zahnbeläge Pflege- oder Unterstützungspersonen sollen zudem in die Aufklärung und die Erstellung des Pflegeplans einbezogen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier unter www.g-ba.de

Inklusion durch Fußball für behinderte Kinder

Fußball spielen macht Spaß und hält gesundheitlich fit. Beim Fußball lernt man auch fürs Leben. Es ist deshalb so wichtig das Kinder mit Behinderungen, auch davon profitieren. Im Fußball lernt man Teamarbeit, Kommunikation, die Anpassung an neue Situationen und das Treffen von Entscheidungen. "Der Fussball ist ein sehr starkes Instrument, mit dem junge Menschen ihr Leben auf vielfältige Weise verbessern können", erklärt Irina Schlossarek-Dhowtalut vom FIFA-Programm Football for Hope. Quelle: Fifa

"Daher freuen wir uns, dass wir diesen Workshop in Moskau gemeinsam mit unserem FIFA-Partner adidas und der gastgebenden Organisation Downside Up auf die Beine stellen konnten. Hier hatten 26 für Football for Hope in Frage kommende Organisationen aus Russland und Europa die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, wie fussballbasierte Programme für Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen am besten durchzuführen sind."

 

Das Training soll den Kindern Spaß machen. Im Rahmen eines dreitägigen Workshops lernen die Kinder viel über Fußball kennen. Außerdem gibt es Trainingseinheiten für Kinder mit Down-Syndrom, die Übungen werden ausführlich und anhand von visuellen Beispielen erklärt. Genaueres Infos dazu finden Sie hier von der FIFA.

Es wichtig das die Kinder gefördert werden. Beispielsweise gibt es den Verein „Team Bananenflanke“. Dieser hat ein Fußballprojekt speziell für behinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Vereine sind Bundesweit in Deutschland (Bayreuth, Berlin, Bonn/Rhein-Sieg, Itzehoe, Köln, Landshut, Lübeck, Lüneburg, Regensburg, Südpfalz, Trier, Ulm, Offenbach, Memmingen)

Jedes Kind sollte in seinen Talenten gefördert werden. Eltern sollten mit der Förderung früh genug anfangen, denn die Kinder können sich nur so entwickeln und ausdrücken. Fußball ist nur ein Beispiel von vielen. Mädchen wollen vielleicht gerne tanzen, malen, singen oder auch Fußball spielen. Jedes Kind sollte die Chance haben, dass sein Talent gefördert wird.

Wenn eine Demenz beginnt

Alzheimer hat sieben Stufen In Deutschland leben gegenwärtig fast 1,6 Millionen Demenzkranke. Jeden Tag erkranken nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft mehr als 100 Personen an Demenz. Die Alzheimer-Demenz ist nach dem deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer benannt, der im Jahre 1906 erstmals die für die Erkrankungen typischen Ablagerungen im Gehirngewebe beschrieb.

Die Alzheimer Erkrankung tritt vor allem im fortgeschrittenen Alter auf. Die Patienten sind meistens über 80 Jahre alt. In seltenen Fällen kommt die Erkrankung auch schon bei 50-Jährigen vor. Bis heute ist die genaue Ursache der Alzheimer-Demenz nicht bekannt. Die Forscher können nur sagen das die Erkrankung zur Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn führt und somit den Informationsaustausch zwischen den intakten Zellen verhindert.

Die Alzheimer Erkrankung ist nicht heilbar. Mit Medikamenten und geeignetem Training kann der Verlauf der Krankheit verzögert werden. Dadurch kann man Zeit gewinnen. Wertvolle Lebenszeit mit Freunden und Bekannten.

Die sieben Stufen

Die siebenstufige Skala ist ein System, das von Barry Reisberg (M.D., Klinik-Direktor der New York University School of Medicine's Silberstein Aging and Dementia Research Center) entwickelt wurde um den Krankheitsverlauf besser zu erkennen. Die verschiedenen Stufen können sich allerdings überlagern, so dass eine klare Abgrenzung schwierig sein kann.

Stufe 1: Keine Beeinträchtigung

  • Keine Gedächtnisprobleme

Stufe 2: Sehr leicht (frühste Anzeichen sind hier) 

  • Die Person vergisst Wörter oder verlegt Alltagegenstände

Stufe 3: Leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen 

 

  • Probleme zeigen sich bei der Wahl des richtigen Wortes oder Namens
  • Probleme bei ausführen von Aufgaben im sozialen oder Arbeitsumfeld
  • Inhalte werden vergessen die gerade gelesen wurden
  • Verlegen oder verlieren von Gegenständen
  • Schwierigkeiten bei Planung oder Organisation

Stufe 4: Mäßig gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Bei Stufe vier sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Möglichen Symptome können dann sein:

  • Vergessen von kurz zurückliegenden Ereignissen
  • Probleme beim Lösen von Rechenaufgaben Beispielsweise Rückwärtszählen von 50 in 8 Schritten
  • Komplexe Aufgaben wie ein Dinner zu planen für Gäste oder eine Feier (Ort, Essen, Einladungen)
  • Vergesslichkeit bezüglich der eigenen Vergangenheit
  • Die Stimmung ist Niedergeschlagen und führt zur schlechter Stimmung

Stufe 5: Mittelschwer gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Ab der fünften Stufe brauchen die Erkrankten meistens Hilfe im Alltag.

  • Es kann sich nicht mehr erinnert werden an die eigene Adresse, Telenummer oder die Schule
  • Orientierungslos in Bezug auf Zeit und Ort 
  • Die Jahreszeit kann nicht mehr zugeordnet werden
  • Probleme selbständig anhand des Wetters angemessenen Kleidung auszuwählen

Betroffenen können in dieser Stufe noch selbstständig essen und auf die Toilette gehen.

Stufe 6: Schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Betroffene benötigen in dieser Stufe umfangreiche Hilfe bei täglichen Aktivitäten. Eine Veränderung der Persönlichkeit kann auftreten.

  • Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung bei kurz zurückliegenden Ereignissen
  • Es können eventuell die Gesichter von Bekannten und fremden nicht mehr unterschieden werden
  • Es wird Hilfe benötigt beim täglichen Ankleiden
  • Das Schlafverhalten kann sich verändern (Beispielsweise Schlafen Tagsüber und nachts Aktiv)
  • Eventuelle Hilfe bei den Toilettengängen
  • Es können Probleme bei der Blasen-und Darmkontrolle auftreten 
  • Herum laufen ohne Sinn

Der Betroffene ändert häufig seinen Charakter und das Benehmen. Beispielsweise entsteht Misstrauen gegenüber anderen oder zwanghaftes Verhalten (Ringen mit den Händen).

Stufe 7: Sehr schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen

  • Der Betroffene kann sich in seinem Umfeld nicht mehr mitteilen
  • Worte oder Sätze sind noch möglich
  • Er kann seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren
  • Es wird eventuell beim Aufrechten sitzen Hilfe benötigt
  • Die Fähigkeit zu Lächeln und den Kopf aufrecht zu halten kann verloren gehen
  • Die Muskeln werden starr
  • Das Schlucken fällt schwer
  • Die Reflexe sind beeinträchtigt

Einen Tick anders

Aare Brut ist ein neuer Kunstpreis für Menschen mit Behinderung. Die Ausstellung findet noch bis zum 28. Oktober in Olten statt und der Eintritt ist frei. Hier der link zur Ausstellung Im Gerolagcenter Olten sind die unterschiedlichsten Bilderwelten. Hier kann man sich entspannen und die Kunst auf sich wirken lassen. Von der Kuratorin Emeline Fichot erfährt man von Menschen mit schweren, auch psychischen Krankheiten, von Leseschwächen, Sehbehinderungen, über ihr Leben.

Es ist ein Ausdruck der Teilhabe statt Ausgrenzung Der Titel der Ausstellung „Aare Brut“ in Olten ist eine bizarre Wort Mischung und doch hat er etwas Impulsives. Genauso wie die Kunst eine eigene Dynamik hat, wenn der Betrachter das Bild länger beobachtet.

Die Brut steht für naive Kunst. Die Ausstellung in Olten stattfindet und sie soll in den nächsten Jahren in einer anderen Stadt an der Aare wiederholt werden. In den letzten hundert Jahren hat die die Kunst von Menschen mit Behinderung einen sehr hohen Stellenwert bekommen. In Lausanne gibt es ein eigenes Museum für die Kunst. Die Ausstellung soll durch die Kunstwerke „Aufmerksam besser gesagt, Sichtbar machen“.

Die Gewinnerin malt die Welt gut Der erste Preis von «Aare Brut» geht an Rosalina Aleixo aus Freiburg für ihre bunten, lebensfrohen Farbstiftzeichnungen. Rosalina Aleixo besucht einmal die Woche die Werkstatt Creham in Freiburg. Ihre Kunstwerke haben etwas unbeschwertes und fröhliches, haben aber oft einen traurigen Hintergrund. Sie greift Tagesaktuelle Themen auf Beispielsweise das Lastwagen-Attentat von Nizza, und malt diesen mit einem glücklichen Verlauf. Den Menschen zu trösten, die Welt ein Stück besser zu machen, das ist ihre Vision.

Krankenkasse will Pflegedienste stärker überwachen

Die AOK Nordost schlägt vor, wegen mehrerer Betrugsfälle Pflegedienste, künftig die Pflegedienste besser zu überwachen. Die Krankenkasse denkt über ein Ortungssystem nach. Die jüngst bekanntgewordenen Betrugsfälle in der Pflegebranche sind vermutlich erst die Spitze des Eisberges. Dem will die Kasse nun einen Riegel vorschieben.

Neben der Überwachung mithilfe eines Ortungssystems fordert die AOK Nordost mehr Staatsanwaltschaften, die Schaffung bundesweiter Register für Pflegedienste, sowie direktere Zugriffsmöglichkeiten der Krankenkassen auf Interna der Pflegedienste. Es ist ein System das offen und schwerfällig ist.

Schon mit einen geringen Aufwand kann man schnell viel Geld verdienen. Allein die für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständige AOK Nordost habe binnen zwei Jahren drei Millionen Euro Betrugsschaden festgestellt. Der vermutete Schaden sei viel höher. Für das Jahr 2016 und das erste Halbjahr 2017 habe die AOK 102 Strafanzeigen wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrug in der Pflege gestellt. Deshalb die Forderung der AOK Nordost: ein Ortungssystem, das Auskunft über den Aufenthalt von Pflegemitarbeitern zulässt – damit Fahrten überprüft werden können und nicht Fantasie Fahrten in Rechnung gestellt werden. Mit einer GPS-gestützten, nachweisbaren Abrechnung sind etwa "Luftbuchungen" kaum mehr möglich.

Spannend wird dabei die Frage, wie sich solche Forderungen daten- und arbeitsschutzrechtlich durchsetzen lassen.

Wie barrierefrei ist London?

London ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs und des Landesteils England. Dort lebten 2014 laut Schätzung ca. 8,5 Millionen Menschen. London ist die bevölkerungsreichste Stadt in der EU. Mit insgesamt 33 Stadtbezirken und 13 davon im inneren von London. Die U-Bahnen in London sind meisten voll, es kann schnell passieren, dass man auf die nächste warten muss bis man mitfahren kann.

Jede Station im Netzwerk der U-Bahn, die behindertengerecht ist wird gekennzeichnet. Beispielsweise für Rollstuhlfahrer. Es gibt den „step-free acces from street to train“ und den „step-free access from street to platform“, also einmal Barriere-frei bis zum Zug und einmal bis zum Gleis. Die meisten Stationen erreicht man über Treppen, um in die U-Bahn zu gelangen. Dadurch haben viele Behinderte Schwierigkeiten, die U-Bahn zu benutzen.

Deshalb hat Visitlondon eine U-Bahn-Karte, die die stufenlosen Stationen aufzeigt kostenlose Londoner Reisekarten. An den Bahnhöfen gibt es für Rollstuhlfahrer spezielle Rampen, die freizugänglich sind. Die Busse lassen für den Rollstuhlfahre eine Rampe ausfahren.

 

Rollstuhlfahrer zahlen für den Bus in London nichts, nur die Begleitperson ist kostenpflichtig. Hier finden Sie genauer Infos dazu https://tfl.gov.uk

Wenn Sie ins Restaurant gehen, dann müssen Sie eventuell eine halbe Stunde Wartezeit einplanen, um einen Tisch zu bekommen. In London gibt es viele barrierefrei Toiletten. Der Euroschlüssel kann hier nicht benutzt werden, denn hier wird der Radarkey verwendet. Dieser ist genauso wie der Euroschlüssel und bietet Zugang zu Behindertentoiletten. Dieser Schlüssel ist aber nur in London verwendbar. Den Radarkey kann man hier online bestellen https://www.disabilityrightsuk.org

Was man noch wissen sollte?

  • Behindertengerechte Toiletten gibt es in London sehr viele. Doch dieser werden meisten nicht gekennzeichnet, deswegen sollte man vor Ort nachfragen,
  • Eine Begleitperson ist nicht kostenfrei wie in Deutschland, sie muss in London für alles zahlen,
  • Für alle die wissen möchten wie man barrierefrei von A nach B kommt, die können bei „Plan a journey“ auf der offiziellen Website von Transport for London sich eine Verbindung raussuchen,
  • Blindenhunde dürfen wie in Deutschland in alle Einrichtungen mitgenommen werden,
  • Die meistens Parks sind barrierefrei zugänglich und es gibt sehr viele Bänke zum hinsetzen für eine Pause,
  • Wer Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte sich vorher erkundigen. Meisten bekommt man auch vor Ort Hilfe.

Behinderung - Die Falle der Psyche

Es war eine Depression, es war ein Burnout und heute ist es eine Schwerbehinderung. Eigentlich ein Satz, der alles wieder gibt und man könnte den Artikel, wenn man das Thema so nicht weiter beleuchten möchte, hier beenden. Dabei steckt hinter dieser Aussage viel mehr. In der Tat ist es so, dass viele psychische Erkrankungen zu einer Schwerbehinderung führen können. Oft liegt das daran, dass bereits die ersten Krankheitssymptome nicht wahrgenommen werden und man Geschehnisse wie Schlaflosigkeit, allgemeine Unruhe, Herabsetzung der Reiz- und Belastungsschwelle, eher vernachlässigt. Selbst die einfache Veränderung einer Lebenssituation kann da schon Auslöser für etwas sein, was oft am Anfang einer psychischen Erkrankung noch gar nicht erkannt wird. Dabei ist es äußerst wichtig, dass auch bei psychischen Erkrankungen durch Früherkennung, Folgeschäden vermieden werden. 

 

Was ist aber, "wenn es zu spät ist". Hier kann ein Punkt kommen, wo in der Tat die anfangs harmlos klingenden Symptome zu einer psychischen Behinderung führen. Im §2 SGB IX ist das Thema Behinderung wie folgt definiert (Zitat): "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate ...... ".

Selbst die UN-Behindertenkonvention (UN-BRK) definiert im Artikel 1 Menschen mit psychischen Erkrankungen als solche mit Behinderung. Was am Ende genau zu einer psychischen Behinderung führt, lässt sich auch wissenschaftlich, schwer messen. Typische Erkrankungen die zu psychischen Behinderung führen können:

  • Psychosen
  • Depression
  • Burnout
  • Traumatisierungen
  • Demenz
  • Folge von Suchterkrankungen
  • Essstörungen

Kommt es zu einer psychischen Behinderung, die meist schon vom Arzt/Therapeuten erkannt wird, sollte die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises angegangen werden, um den gesetzlich festgelegten Nachteilsausgleich zu erhalten. Nicht selten entsteht aus einer psychischen Behinderung auch der Bedarf von Fremdunterstützung. Hier ist es dann ratsam, bei der zuständigen Krankenkasse einen Pflegegrad zu beantragen.

Für Menschen mit einer psychischen Behinderung, fehlt es oft noch an gesellschaftlicher Akzeptanz. Wenn sich jemand "komisch" verhält, wird oft die hinter gründliche Problematik nicht erkannt. Die Folge für betroffene Menschen, ist nicht selten die soziale Isolation.
Betroffene können sich bei Stellen wie der Caritas beraten lassen.

Leider wird wohl ein Ziel unerreichbar sein: Psychische Behinderung vermeiden. Ein Wunschtraum, der nur möglich wäre, wenn man die Wartezeiten bei der Anmeldung beim Psychotherapeuten auf wenige Tage, anstatt viele Monate, reduzieren könnte.

 

 

 

 

Barrierefreies lesen von digitalen Medien

Das lesen von digitalen Medien ist heutzutage normal. So drängt sich immer mehr in den Vordergrund, das Barrierefreie lesen von digitalen Medien. Der Deutsche ebBook Adward hat dieses Jahr einen Sonderpreis für „Barrierefreiheit im digitalen Literaturraum“ verliehen.

Der aktuelle Stand von Barrierefreiheit für digitale Literatur zeigt einen langen Weg. Es gibt zwischen den bestehenden technischen Möglichkeiten und deren Umsetzung noch viel zu tun. Es fängt nicht nur bei einem E-Book an, es muss auch noch einen Schritt dabei zurückgegangen werden. Der Blick muss in Richtung Standard-Buchworkflow und Richtung Webtechnologie gehen. Die heutigen kommerziellen E-Books sind um es Platt zusagen, Abfallprodukte von Printbüchern.

Es muss bereits bei der Erstellung darauf geachtet werden, dass die Anforderungen für Barrierefreiheit gegeben sind. So das später die PDFs und EPUBs Beispielsweise: sauber vorgelesen (Software) oder per Braille dargestellt werden können. Allerdings ist diese mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Es müssen zusätzliche Programme benutzt werden. Es geht bei der Herstellung auch ums wirtschaftliche, dieses muss mit mitberücksichtigt werden.

 

E-Books nachträglich barrierefrei zu gestalten, ist so gut wie unmöglich und viel zu aufwendig. Um sie von vornherein barrierefrei zu produzieren, braucht man Fachkenntnisse und muss den Herstellungsprozess anpassen Beispielsweise (XML-Workflow). Das EPUB Format zählt zu den wichtigsten Formaten für E-Books. Im Internet gibt es sehr viele Anleitungen wie man das EPUB Barrierefrei erstellt. Doch das Problem ist das dieses nicht so leicht umzusetzen ist. Erstens man braucht das richtige Format EPUB 3. Die meisten E-Books haben aber das Format EPUB 2. Die heutigen eReader können den Text leider nicht vorlesen. Menschen die nur eingeschränkt lesen können haben ein Problem, denn der eReader liest nicht vor.

Barrierefreie Bücher müssen sich rechnen, damit die Verlage und Unternehmen daran Geld verdienen.

Was für Möglichkeiten gibt es heutzutage? -

  • Bücher können ausgeliehen werden, die in Braille übertragen wurden (allerdings aufgrund der hohen Produktionskosen gibt es nur eine geringe Auswahl an Büchern),
  • Hörbücher im DAISY-Format,
  • Apps mit Vorlesefunktion die das Leben leichter machen.

Die Herausforderung ist: Dass die Verlage erkennen das Menschen Barrierefrei Literatur brauchen. Das diese vom Staat gefördert wird, damit jeder einen barrierefreien Zugang zu Büchern hat. Die deutsche Filmförderung zeigt heute auch das es anders geht. Heute werden in Deutschland nur Filme mit Audiodeskription gefördert vom Staat. Deshalb wird fast jeder in Deutschland produzierte Film mit Audiodeskription produziert. 

Ohne Beine gegen den Strom Dr. Sven Eckardt bezwingt den Bodensee

Sven Eckardt aus Gärtringen, auch als Dr. Svimmm bekannt, ist querschnittsgelähmt und kann seine Beine nicht bewegen. Eckardt hat mehrere Meistertitel im Behinderten-Schwimmsport erreicht- „allerdings im beheizten Schwimmbecken“, wie es in einer Mitteilung der Organisation Bodenseequerung heißt.

Am 07. August. 2017 ist er eine Strecke von zwölf Kilometer ohne Pause von Friedrichshafen nach Romanshorn geschwommen. Eine Herausforderung, die selbst für nicht behinderte Schwimmer nahezu unvorstellbar ist.

Er sagte: "Ich will zeigen, was trotz Behinderung möglich ist, anderen Behinderten Mut machen." Das steht über allem. Außerdem ist das ein Weg, manchen dazu zu bringen, einmal nachzudenken. Was ist normal? Wer ist behindert? Dr. Sven Eckardt ist sich sicher: "Wichtiger als die Frage, was uns behindert, ist die, wer uns behindert.

Die gesellschaftliche Behinderung ist schlimmer als die körperliche Einschränkung." Das fängt zum Beispiel schon bei einem Behindertenparkplatz am West-Eingang an, den es in Sindelfingen noch nicht gibt. Wie entscheidend für ihn kurze Wege sind, ist leicht zu erklären. "99 Prozent" schätzt Sven Eckardt den Anteil derer, die mit gleicher Behinderung im Rollstuhl sitzen. Von seinen Eltern hat er eisernen Willen und großen Optimismus in die Wiege gelegt bekommen. Er hat große Förderung erfahren. Er besuchte nicht die Sonderschule, sondern das Regelgymnasium, dadurch hat er es geschafft einen Doktortitel zu erlangen. Seine Eltern fuhren mit ihm immer wieder zur Krankengymnastik, bis er lerne an Krücken zu laufen.

Umso wichtiger ist für ihn, dass es mit dem Fürstenfeldbrucker Stefan Sponer und der Firma Head einen Mann und einen Ausrüster gibt, die ihn sponsern. "Nicht wegen Schwimmbrille oder Badehose.

Es geht um Anerkennung und Wertschätzung", sagt Sven Eckardt. Das Begleitboot und die Crew mit über 1500 Euro hat er selbst finanziert. Insgesamt nach fünf Stunden, 33 Minuten und 16 Sekunden ist er der erste Behinderte, der unter Zeugen den Bodensee bezwungen hat. 

 

Quelle: gaeubote.de

Angehörige bekommen mehr Rente für die Pflege

Pflegende Angehörige haben bereits ab 10 Stunden Pflegeleistung pro Woche, einen Mehranspruch auf Rente. Diese Regelung wurde zum 1. Januar 2017, mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz II, umgesetzt. Vor inkrafttreten des neuen Gesetzes, bestand der Anspruch auf mehr Rentenleistung, erst ab 14 Stunden wöchentlichen Pflegeaufwand.

Die Pflegeperson darf nicht, neben der Pflege, mehr als 30 Stunden pro Woche berufstätig sein und die Pflege muss in häuslicher Umgebung erfolgen. Die Voraussetzungen für die Beitragszahlung zur Rentenversicherung werden von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen überprüft.

Welche Voraussetzungen gelten?

  • Die Pflege darf nicht erwerbsmäßig ausgeübt werden.
  • Der Angehörige pflegt mindestens 10 Stunden pro Woche,
  • verteilt auf mindestens zwei Tage, in häuslicher Umgebung. Länger als zwei Monate im Jahr. Es kann die Zeit auch für mehrere pflegebedürftige Personen zusammengerechnet werden,
  • Der Pflegebedarf muss durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkasse ) festgestellt worden sein.
     
  • Der Pflegebedürftige hat Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder einer privaten Pflegeversicherung,
  • Der Pflegende ist maximal 30 Stunden in der Woche erwerbstätig. Dazu zählen auch zeitliche Aufwendungen aus einer Selbständigkeit.
  • Ihr Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort ist in Deutschland, im Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz.

Wer einen Angehörigen mindestens 10 Stunden pro Woche, verteilt auf mindestens zwei Tage, in häuslicher Umgebung pflegt, der den Pflegegrad 2 und eine Demenzerkrankung hat. Erhält ebenfalls mehr Rente.

Was bekomme ich für Rentenzuschläge für die Pflege von Angehörigen für Pflegende ab 01.01.2017?

 

Pflegegrad Pflegebedürftiger erhält Monatliche Rente West Monatliche Rente Ost
Pflegegrad 1 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
0 € 0 €
Pflegegrad 2 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
5,54 €
6,72 €
7,91 €
5,22 €
6,33 €
7,45 €
Pflegegrad 3 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
8,82 €
10,71 €
12,60 €
8,31 €
10,09 €
11,87 €
Pflegegrad 4 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
14,36 €
17.43 €
20,51 €
13,52 €
16,42 €
19,32 €
Pflegegrad 5 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
20,51 €
24,91 €
29,30 €
19,32 €
23,46 €
27,60 €

 Quelle: Deutsche Rentenversicherung / Stand Juni 2017

Wie erhält man den Antrag auf Rentenbetragszahlung?

Dieser muss bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen beantragt werden. Für einen Neuantrag wird ein Frageborgen ausgefüllt, den es bei der Pflegekasse gibt. Informationen gibt es auch bei den Pflegestützpunkten.

Arbeiten mit einer Depression

Inspiration für diesen Artikel, war ein kleiner Artikel auf der Internetseite von "Aktion Mensch", der uns sprachlos machte. In dem Artikel wird auf eine Broschüre von REHADAT aufmerksam gemacht. Für uns stellt sich dabei eine Frage. Wurde jemals mit betroffenen gesprochen? Der Verdacht: Nicht wirklich.

Sicherlich benötigen Menschen mit Depressionen, Hilfe von außen. Auch das Verhalten der Mitmenschen, sowie die äußeren Gegebenheiten, haben einen Einfluss auf die Depression. Trotzdem ist die Ursache für eine Depression, so vielfältig, wie die Pflanzenwelt. Genau aber diese Ursache ist der Ansatzpunkt, um einer Depression entgegen zu wirken.   Was nützt der schönste Arbeitsplatz, wenn die Ursache im privaten Umfeld liegt? Da kann der Arbeitgeber und das Kollegium noch so viel tun, es wird der Depression nur wenig entgegenbringen. 

In der Tat muss aber gerade der Arbeitgeber, als auch das Kollegium aufmerksam hinschauen, wenn ein MitarbeiterIn sich anders verhält, als sonst. Dieser "offene Blick" ist erforderlich um auszuschließen, dass das Arbeitsumfeld oder der Arbeitsplatz, Ursprung der Depression ist. 
Auf das private Umfeld, hat der Arbeitgeber meist eher wenig Einfluss. Wenn jedoch die Quelle der Depression ein Lebensereignis ist, kann sowohl das private-, als auch das Arbeitsumfeld, Einfluss nehmen. 

Vorausgesetzt, die Ursache wird erst einmal erkannt, denn nicht jedem depressiven Menschen ist bewusst, warum er/sie überhaupt depressiv ist. 

Betroffene merken eher eine art "Schwere". Alles scheint "anstrengend" zu sein. Nur wie sollen das betroffene das einordnen? Ist es eine Depression, vielleicht ein Burnout? Hier ist "Früherkennung" gefragt. Wie aber soll man etwas früh erkennen? Betroffene einfach zum Arzt schleifen, so nach dem Motto "Du hast Dich verändert, musst also psychisch krank sein"? Vielleicht führt ein Gespräch den Betroffenen zur Erkenntnis. Eine Erkenntnis, den Betroffenen dazu bewegt, selber ärztliche Hilfe zu suchen. Das es dann bei der Suche nach ärztlicher Hilfe zum nächsten Erwachen kommt, da die meisten Fachärzte (Psychotherapeuten etc. ...) Wartelisten von mehreren Monaten, bis hin zu Jahren haben, führt dann zum nächsten Tiefpunkt betroffener.

Wird der Arbeitgeber aktiv, bspw. in einem Mitarbeitergespräch, wird er dieses mit positiver Intension tun. Dem MitarbeiterIn zu helfen, ist dabei höchstes Ziel. Aber genau hier beginnt der nächste Seiltanz, denn so ein Gespräch kann sehr schnell gegenteiliges bewirken. Nicht selten entwickelt sich für betroffene, daraus eine zusätzliche Situation, bei der sich betroffene unter Druck gesetzt fühlen. "Der Arbeitgeber hats gemerkt. Muss ich jetzt Angst um meinen Job haben?" 

Mit Sicherheit gibt es hier kein Erfolgsrezept. Der Arbeitgeber kann viel tun. Eines der einfachsten Mittel ist es, den Druck beim ArbeitnehmerIn "versteckt" raus zu nehmen, Arbeitsbelastung zu reduzieren und den Mitarbeitern mehr Freiraum für private Gespräche zu geben. Die zweite große "Stütze" muss im persönlichen Umfeld erfolgen.  Auch hier gilt es "entlasten statt belasten". Vielleicht gibt es die eine oder andere Sache, wo man jemandem im privaten Umfeld unterstützen oder gar entlasten kann? Von den betroffenen Menschen selbst, darf man keine Wunder erwarten. Diese stecken bereits in einem Tief und kommen da oft nicht selber raus.

Masterstudiengang - Auch im Bereich der Barrierefreien Kommunikation?

Bald startet zum Wintersemester 2018/19 das M.A. BK (Masterstudiengang Barrierefreie Kommunikation), an der Universität in Hildesheim. Dabei sollen den Studierenden in vier Semestern fundierte Erkenntnisse für eine Expertentätigkeit im Bereich der Barrierefreien Kommunikation vermittelt werden.
Der Schwerpunkt wird sich in diesem Studienblock mit dem Bereich "Fachübersetzung in leichter Sprache" befassen. Nähere Infos finden sich auf der Webseite der Universität Hildesheim oder in dem Flyer (pdf-Download).

Das es überhaupt die Möglichkeit gibt, sich in einem Studium mit der Thematik weiter zu bilden, hat uns überrascht. In der Tat scheint es nicht viel Angebote zu geben. Das Blista (Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung) bieten bspw. einen Masterstudiengang Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an

und präsentiert ihr Angebot auf ihrer Webseite. Generell scheint das Angebot für Fachausbildung im Bereich der Barrierefreien Kommunikation sehr dürftig zu sein. Dabei ist es wichtig, diesem Thema mehr Bedeutung zu schenken, will man eine vollständige Inklusion betroffener erreichen. Nicht nur in öffentlichen Bereichen scheint es hier zu Problemstellungen zu kommen, sondern selbst bei vielen Arbeitgebern ist das Thema oft noch ein Fremdwort. Dabei stellt gerade die Kommunikation ein Basiswerkzeug eines menschlichen Miteinanders und die volle Integration betroffener dar. Ein Grund, warum wir in unserer App zu unserer Webseite, auf vollständige Sprachsteuerung und Sprachausgabe wert gelegt haben.

Alleine der Gang zum Supermarkt wirkt sich als problematisch aus. Menschen mit starken Sehbehinderungen sind oft gar nicht in der Lage, die gewünschten Artikel bewerten oder preislich erfassen zu können. Dabei sollte es in unserer Modernen Welt kein Problem mehr sein, Verpackungen und Preisschilder mit entsprechenden Hilfsmitteln auszustatten. 

In unserer schnelllebigen Gesellschaft kommt auch die Behandlung der Kommunikation per Zeichen (Gebärdensprache) zu kurz. Dabei bietet der Gebärdenbuchverlag Wolfgang Schinmeyer sehr gute und günstige Literatur an, die Gebärdensprache für jeden leicht verständlich macht, da diese in gut verständlichen Zeichnungen erklärt werden.

 

 

 

 

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