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EU-Schwerbehinderung

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Behinderung und ihre Inklusion

Wer behindert ist hat es in Deutschland nicht leicht, denn die Gleichberechtigung schwächelt. Leider ist es so, dass man mit seiner Behinderung noch mehr behindert wird. Durch fehlen von Barrierefreien Zugang zum Beispiel als Rollstuhlfahrer, wenn die Rollstuhlrampen fehlen. Die Politik hat aber auch einiges getan, wie zum Beispiel die Förderung von behinderten Menschen.

Auch in der Wahlarena damals hatte die Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt das es damals keine Förderung gab bei Ihr in der DDR für behinderte Menschen. Somit ist es das Menschen behindert werden, wenn man sie nicht fördert.

 

Angela Merkel sagte noch das in den letzte vier Jahren das Recht der Behinderten man auf vernünftige Füße gestellt hat und einen Rechtsanspruch daraus gemacht hat. Auch die UN-Behindertenkonvention sagt das Recht auf Gleichberechtigung und auch im Bundesteilhabegesetz von 2016, mit den gleichwertigen Lebensverhältnissen für Behinderte gefördert werden sollen.

Es ist so dass durch die fehlenden Hilfsmittel im Alltag die Freiheit eingeschränkt wird und man dadurch noch behindert wird zum Beispiel als Rollstuhlfahrer durch fehlende Rollstuhlrampen. Wenn man überlegt 7,6 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Schwerbehindertenausweis, fast Jeder zehnte. Dieses ist nur ein Problem von vielen, natürlich laufen auch viele Dinge sehr gut. Es soll nur mal einen kleinen Anstoß geben was noch verbessert werden sollte. 

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Wie entkomme ich der Isolation?

Wenn ein Angehöriger oder der Partner zum Pflegefall wird ist man in seiner Freizeit eingebunden und hat keine Zeit mehr für soziale Kontakte. Am Anfang der Pflege ist es noch ein schleichender Prozess und man isoliert sich immer mehr von der Außenwelt ab. Viele Pflegende Angehörige merken dieses erst nicht, denn dieses passiert sehr langsam. Der Freundeskreis ist am Anfang noch da, dann wird aber die Pflege immer aufwendiger und man bleibt alleine. 

 

 

 

 

 

 

Daher hier ein paar Tipps: 

  • Freizeit fest einplanen (Am besten wie in der Schule einen Stundenplan)
  • Zeit für sich selber nehmen von Anfang an
  • Man sollte sich professionelle Hilfe suchen (Pflegedienst)
  • Pflegestützpunkte aufsuchen und beraten lassen
  • Online-Gruppen und beraten (Facebook etc...)
  • Mit freunden und Familie offenes Gespräch führen zum entlastend 
  • Wenn man sich mit Freunden trifft die Pflegebedürftige Person mit einbeziehen und vorschlagen das diese mitkommt.  

 

 

Noch einen besonderen Tipp um der Isolation zu entkommen:  

 

Die Woche der Pflegenden Angehörigen organisiert jedes Jahr ein Veranstaltung mit rund 1500 Angehörigen in Berlin. Hier stehen kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Theaterabende, die Preisverleihung von zehn Pflegebären- Schmuckstücken, die pflegende Angehörige für Ihre Leistung auszeichnen. Diese ist Ideal um andere kennenzulernen und sich auszutauschen. Für das Wohl der Lieben Zuhause sorgt indes die Fachstelle. Sie organisiert alles das sich gekümmert wird um die Lieben Zuhause. Das Ziel der der Veranstaltung ist es den Angehörigen eine schöne unbeschwerte Zeit zu schenken. Die Veranstaltung geht eine Woche lang. Es soll das Engagement der Angehörigen öffentlich sichtbar machen.

Für alle die Rat suchen gibt es kostenlos die Pflegestützpunkte

Die Pflegestützpunkte sind Anlauf stellen für Pflegebedürftige und deren Angehörigen hier werden Sie beraten von Pflegeberaterinnen und Pflegeberater. Sie informieren nicht nur über die Pflege, sondern begleiten den Hilfesuchenden und geben Ihm praktische Unterstützung.

Wo findet man den Pflegestützpunkt?

In Deutschland befinden sich über 500 Pflegestützpunkte.

Hier finden Sie eine Übersicht:

 Pflegestützpunkte   

Was für Aufgaben hat der Pflegestützpunkt?

Laut GKV haben die Pflegestützpunkte folgende Aufgaben:

  • Aufgabe der Pflegestützpunkte ist es, die Auskunfts- und Beratungsangebote der verschiedenen Sozialleistungsträger rund um die Pflege zu verbessern
  • die wohnortnahen Versorgungs- und Betreuungsangebote
  • die sozialen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu koordinieren

Kann jeder den Pflegestützpunkt in Anspruch nehmen?

Den Pflegestützpunkt können Mitglieder der Pflegekassen und ihre Angehörigen in Anspruch nehmen.

Wobei hilft der Pflegestützpunkt einen noch?

Bei allen Formalitäten um er händigt Formulare aus um z.B. Sozialleistungen zu beantragen. Der Versicherte muss denn Antrag selbst ausfüllen, denn die Pflegestützpunkte beraten nur.

Was für Aufgaben gehören nicht zum Pflegestützpunkt?

Bei einen Konflikt mit der Pflegekasse, wenn z.B. die Pflegestufe abgelehnt wird hilft der Pflegestützpunkt einen nicht dabei. Die Pflegestützpunkte sind angehalten neutral und unabhängig zu beraten.

Gibt es noch alternativen?

Unabhängige freiberufliche Pflegeberatung Die freiberuflichen Pflegeberater beraten Sie neutral. Da Sie unabhängig sind von den Pflegekassen und Behörden. Dort wird man auch bei der Antragstellung unterstützt und auch während des gesamten Verfahrens begleitet. Diese arbeiten auch meistens mit unabhängigen Pflegesachverständigen zusammen und können somit auch bei Widerspruchsverfahren mit eigenen Gutachten unterstützen. Dieses ist nicht kostenlos, aber es kann sich Lohnen. Die Erstberatung ist meist kostenlos. Vorab sollte man sich Informieren nach den Preisen und Konditionen.

Die heutige Pflege ist kaum bezahlbar

Alter Mann mit traurigem Blick

Das neue Pflegegesetz soll dafür sorgen das Angehörige ihre Lieben zu Hause pflegen können. Es ist leider doch nicht so einfach.

Wenn man beispielsweise eine niedrige Rente bekommt, dann noch Hilfsmittel hat die man bezahlen muss und diese die Krankenkasse nicht mehr abdeckt, dann ist man auf Sozialhilfe angewiesen. Dieses betrifft viele Menschen die Aufgrund einer Erkrankung, Unfall etc. Pflegebedürftig geworden sind und somit eine Erwerbsminderungsrente erhalten, diese ist meistens sehr niedrig. Somit leben diese Menschen an der Armutsgrenze und auch meistens deren Angehörigen. Eigentlich sollte das neue Pflegegesetz der Bundesregierung dieses ändern. 

 

Leider ist es heutzutage so das viele die Krank sind auch keine Kraft mehr haben zu kämpfen, da sie ja selber nicht mehr können und somit sind Sie die leid tragenden. Es muss sich noch viel ändern in der Politik hier ist auch ein aktuelles Beispiel dazu im Nordkurier was uns erst bewegt hat diesen Artikel zu schreiben.

Ich finde wir sollten uns jetzt erst recht mit den Themen Pflege beschäftigen und hoffen das die Bundesregierung, endlich aus ihren Dornröschenschlaf aufwachen tut. Denn wir sind die leid tragenden und unsere Meinung nach, das kann nicht sein in unserer heutigen Gesellschaft, wo doch soviel Wert auf Soziale Gerechtigkeit gelegt wird. 

 

 

Wenn sich nichts ändert in der Pflege dann geht nichts mehr

 Die Evangelische Heimstiftung (größter Pflegeanbieter in Baden-Württemberg) fordert die Bundesregierung, das System der Pflegeversicherung umzukehren.

Was sind ihre Forderungen?

Die Pflege muss bezahlbar sein und Fachkräfte sollen einen besseren Lohn bekommen.

Auch soll die Versicherung im Aufbau verändert werden. Sie schlagen eine Pflege-Teilkaskoversicherung einzuführen. Der Heimbewohner würde somit immer den gleichen Betrag bezahlen und die Pflegekasse übernimmt den Rest der fällig ist. Der Kern ist das Problem und mit dieser Änderung kann man sehr schnell einen großen Schritt machen.

Es muss auch ein Ziel sein das die Pflegeversicherung im Aufbau so geändert wird, dass jeder Pflegebedürftige sich diese leisten kann und es keine Rolle spielt ob zu Hause, im Betreuten Wohnen oder in einem Pflegeheim der Pflegebedürftige lebt.

Wenn der Pflegebetrag steigt macht das niemanden arm, es würde nur eine Steigerung um 0,5 Prozent sein und diese würde die Reform finanzieren. Das bestehende System der Pflegefinanzierung verhindert das den Fachkräften höhere Löhne bezahlt werden können.

Die Versicherung bezahlt einen festen Eigenteil und der Rest, was darüber geht, muss der Pflegebedürftige oder seine Angehörigen bezahlen.

Wie den Pflegeberuf attraktiver machen?

Hauptgeschäftsführer des diakonischen Unternehmens, Bernhard Schneider, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst sagt: Das gelte auch für steigende Lohnkosten: "Die Heime müssen diese Belastungen zu 100 Prozent weitergeben." Mit einer Teilkasko-Pflegeversicherung "würden wir die höheren Personalausgaben über den Pflegesatz refinanzieren". Laut Schneider muss die Politik schnell für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege sorgen. "Auch eine höhere Bezahlung muss her, etwa über Zulagen für ungünstige Dienstzeiten und an Wochenenden.

Schon das würde den Beruf attraktiver machen." Aber auch das Umfeld insgesamt muss verändert werden. "Keine Pflegekraft will in einem Notstandsgebiet arbeiten. Auf breiter Front müssen bundesweit die Personalschlüssel verbessert werden, dann sinkt auch die Belastung für die einzelne Fachkraft", sagte der Hauptgeschäftsführer.

Die Pflege benötigt mehr Zuwendung

Frau Dilek Kolat (Senatorin für Gesundheit, Pflege) wurde interviewt vom Tagespiegel.

Ihr wurden drei Fragen gestellt.

Sie wurde gefragt was sich in der Beschäftigung ändern sollte bzw. getan werden sollte. Sie sagte dass die Altenpflege besser bezahlt werden sollte und sie meinte ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag. Sie sagte auch die Arbeitsbedingungen müssen gute sein. Sie sagte: „Pflege ist eine Tätigkeit von Mensch zu Mensch, die Zeit und Zuwendung benötigt. Drittens eine attraktive Ausbildung, die durchlässig ist. Das heißt: Zugang auch mit niedrigerem Schulabschluss, aber gleichzeitig für Beschäftigte die Möglichkeit sich über Weiterbildung und Studium zu entwickeln.“

 

Zudem wurde sie gefragt wie man das erreichen könnte? Man müsse die Ausbildung in der Pflege durch das Pflegeberufe-Reformgesetz neu ordnen. Sie sprach auch von einer gemeinsamen Ausbildung für die Pflegekräfte – in Alten- Kranken- und Kinderkrankenpflege. Dann wird der Wettbewerb gesteigert um Fachkräfte zwischen Kliniken und Altenpflege. Auch wurde angesprochen das die Krankenhäuser der Bundesgesetzgeber mehr Pflegekräfte auf den Stationen vorschreiben soll. Sie sagte in den vergangenen Jahren wurde das Personal dort immer stärker reduziert. Dadurch wurde die Arbeitsbelastung viel stärker.

Die Letzte Frage war wie kann es gelingen, dass der Beruf aufgewertet wird? Sie wies hin das gerade immer das Thema Alten- und Krankenpflege viele Menschen sehr bewegt und an der Charite streiken die Pflegekräfte nicht mehr für Geld, sondern für mehr Kollegen. Sie sagte das Sie dieses Ziel unterstützt. Auch meinte Sie das die Altenpflege immer stärker in den Mittelpunkt unsere alternde Gesellschaft rückt. „Pflege geht uns alle an, denn wir können morgen betroffen sein.“

Besonders Frauen sind auf Hilfe für Pflege angewiesen

In Hessen haben im letzten Jahr (2016) 32 300 Menschen Hilfe zur Pflege erhalten. Das Statistische Landesamt in Hessen teilte mit das die Zahl sank, der Empfängerinnen und Empfänger gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent.

Wer bekommt die Hilfe zur Pflege?

Dieses wird im Sozialgesetzbuch definiert unter dem 7.Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII).

Wenn man wegen einer Krankheit oder Behinderung bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf fremde Hilfe angewiesen ist. (näheres dazu im Sozialgesetzbuch (SGB XII). )

Was hat die Statistik ausgesagt vom Landesamt in Hessen?

Fast zwei Drittel der Empfänger für Hilfe zu Pflege waren Frauen, somit sind diese häufiger angewiesen auf Hilfe als Männer. Auch sind die Frauen weiterhin mit 80 Jahren im Durchschnitt deutlich älter als die Männer im Vergleich mit 72 Jahren.

Fazit:

Dies ist interessant denn, wenn man sich insgesamt die Pflegesituation ansieht nicht nur auf Hessen bezogen, dann kann man feststellen das immer mehr Frauen auf die Pflege angewiesen sind.

Quelle: https://statistik.hessen.de

Präsident des Deutschen Pflegerats Wagner: Politik muss die Pflege ernster nehmen!

Die nächste Bundesregierung müsse die Profession Pflege viel ernster nehmen, als dies die bisherige getan habe. Das sagte Franz Wagner, der frisch gewählte neue Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR).

Am 24. September war die Bundestagswahl und viele Parteien haben die Pflege als Wahlkampfthema aufgenommen. Sie haben höhere Gehälter eine bessere Arbeitsbedingung versprochen.

Die Politik hat endlich erkannt das die Pflege ein wichtiges Thema ist. Denn ohne Pflegefachpersonal kann es keine Pflege geben und dazu müssen auch die Arbeitsbedingungen stimmen um überhaupt professionelle Pflege leisten zu können. Darauf machte der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner aufmerksam. Wagner sagte: "Die professionell Pflegenden müssen mit am Tisch sitzen, wenn es um ihre Belange geht" und er sagte : „Die Politik sei nun gefordert, ihre vor der Wahl getätigten Bekenntnisse zur Pflege zu konkretisieren und unmittelbar in die Tat umzusetzen. Im Mittelpunkt stünden dabei eine wesentliche Verbesserung der Löhne sowie der Personalschlüssel in der Pflege. Letztere müssten bundeseinheitlich verbindlich geregelt werden. Wagner: "Den derzeitigen Unterschieden in der Personalausstattung der Pflegeeinrichtungen je nach Land von bis zu 20 Prozent muss ein Ende gesetzt werden."

 

Wir werden sehen was die Politik umsetzen wird von ihren versprechen. Jetzt muss die Bundesregierung das Thema Pflege angehen, ansonsten wird die Pflege immer mehr zum Problem. Wir hoffen das die Parteien ihre Versprechen umsetzten, damit sich die Pflege im Allgemeinen verbessert.

Musik und ihre Unglaublich Wirkung

In der heutigen Medizin wird die Musik genutzt zum Beispiel: Bei Demenzkranken auch wenn vieles bei Ihnen in Vergessenheit geraten ist, an die Musikstücke aus ihrer Jugend können sie sich meist noch erinnern. Dieses wird speziell von Musiktherapeuten genutzt um den Patienten aus seiner Isolation herauszuführen.

Die Musik hilft noch vielen anderen. Sie wird gezielt genutzt in der Schmerztherapie, bei Tinnitus, Schlaganfall, Depression Parkinson und Demenz.

Bei fröhlichen Musikstücken wird beim Patienten die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut verringert. Bei einer Operation wird weniger Narkosemittel benötigt. Eine Studie aus dem Magazin „The Lancet“ von August 2015 zeigt: Schmerzempfinden und Angstgefühle nach einer OP waren im Durchschnitt geringer, wenn Patienten davor, während oder danach Musik hörten. Britische Forscher hatten 72 Fachartikel zu dem Thema ausgewertet - insgesamt flossen Daten von mehr als 7.000 Probanden ein.

 

Die Musik wird gezielt genutzt bei Menschen die einen Schlaganfall hatten. Die Musik soll helfen bei der Koordinierung der Bewegungsabläufe. Menschen mit Alzheimer hilft die Musik die Aggressionen zu mildern und alte Erinnerungen zurückzuholen. Bei einem Tinnitus kann das Pfeifen und Piepsen im Ohr behandelt werden, so dass dieses verschwindet.

Wie wird die Musiktherapie genutzt?

Ziel der Musiktherapie ist es den Menschen durch die Klänge emotional zu erreichen. Bei denen kein verbaler Dialog möglich ist. Sei es um Entspannung zu ermöglichen und positive Gefühle zu wecken. Wo wird Sie noch genutzt? Auch bei Frühgeborenen wird die Musiktherapie genutzt. Die Mütter singen bzw. Summen und werden begleitet von einem Musiktherapeuten. Dadurch wird gezielt der Stress reduziert und die Atemfrequenz verbessert. Die Krankenhausverweildauer kann verkürzt werden und die Beziehungsbindung wird gefördert. So wie die Entwicklung des Kindes. 

Hier ein interessantes Video dazu unten im Artikel:

Wer bezahlt die Musiktherapie?

Die Musiktherapie wird nur von der Krankenkasse gewährt, bei einem stationären Klinikaufenthalt. Im speziellen sollte man sich aber vorher von seiner Krankenkasse beraten lassen.

 

 

 

Höhere Erwerbsminderungsrente ab 2018

Die Erwerbsminderungsrente wird erhöht. Die Bundesarbeitsministerin Frau Nahles (SPD) hat den Gesetzes Entwurf am 15.02.2017 in das Bundeskabinett gebracht und dieser wurde von der Mehrheit der Koalition besprochen und beschlossen. Frau Nahles sagte „wichtiger Schritt, um Armut zu verhindern“.

Dabei muss man beachten das jedes Jahr etwa 170.000 Arbeitnehmer ihre Arbeit nicht mehr nachgehen können. Diese bekommen eine Erwerbsminderungsrente, das Sie nicht mehr drei Stunden arbeiten können. Die heutige Erwerbsminderungsrente ist durchschnittlich 672 Euro im Monat.

 

Daher sind 15 Prozent der Bezieher auf zusätzlicher Grundsicherung angewiesen. Allerdings wurde schon vor zwei Jahren die Erwerbsminderung angepasst. Davor waren es durchschnittlich 628 Euro im Monat. Die schon Erwerbsminderungsrente beziehen werden nicht berücksichtig, bei der Erhöhung. Ab Anfang 2018 beginnt die Zurechnungszeit schrittweise von 62 auf 65 Jahre wird diese erhöht. Ab 2024 ist die Erhöhung vollständig angepasst. Von der Erhöhung profitieren allerdings 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrente nicht.

Der Sozialverband VdK beklagt, dass Sie bis an Lebensende Armutsfälle sind und keine Chance darauf haben Ihre Lebensumstände zu verbessern. Die Mehrausgaben sind gering am Anfang, durch die schrittweise Erhöhung. Nahles rechnet 2021 mit 140 Millionen Euro und 2030 mit etwa 1,5 Milliarden Euro. Dadurch dürfte es zu einer Erhöhung des Beitragssatzes um ca. 0,1 Prozentpunkt kommen.

Welche Steuervorteile haben Menschen mit einer Behinderung?

 Da heute noch viele Fragen offen sind bezüglich des Steuerfreibetrags, habe ich hier eine Übersicht erstellt. Der Steuerfreibetrag wird auch Pauschbetrag genannt. Natürlich kann man nicht immer alles aufzählen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier genannten Zahlen sind Stand 2017.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein um den Pauschbetrag zu erhalten?

Sie müssen Ihre Behinderung nachweisen durch den Schwerbehindertenausweis. Einen Feststellungsbescheid, das ist ein besonderer Bescheid vom Finanzamt eine besondere Bescheinigung des Versorgungsamtes einen Rentenbescheid. 

Wie berechnet sich der Pauschbetrag? Diese hängt ab vom Grad der Behinderung. Daraus ergibt sich die Höhe des Freibetrags. Für hilflose Menschen (Merkzeichen „H“) oder blind (Merkzeichen „Bl“) erhalten einen Freibetrag unabhängig vom Grad der Behinderung.

Die folgende Tabelle zeigt die Höhe der Pauschbeträge:

Grad der Behinderung

Betrag

25 bis 30

310 Euro

35 bis 40

430 Euro

45 bis 50

570 Euro

55 bis 60

720 Euro

65 bis 70

890 Euro

75 bis 80

1.060 Euro

85 bis 90

1.230 Euro

95 bis 100

1.420 Euro

Hilflos oder Blind

3.700 Euro

(Stand 2017)

Was ist wenn ich keinen Schwerbehindertenausweis GdB 50 habe?

Wenn man unter GdB 50 ist müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein, damit man den Pauschbetrag auch nutzen kann. Es muss eine Einschränkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit vorliegen. Oder Sie haben einen Anspruch auf eine Rente wegen Behinderung. Dieses findet man auch wieder im Einkommenssteuergesetz (EstG) §33b.

Wie funktioniert das mit dem Pauschbetrag?

Der Pauschbetrag wird entweder bei der Einkommensteuererklärung genutzt oder man lässt sich beim Finanzamt gleich auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Wenn der Pauschbetrag beim Finanzamt auf die Lohnsteuerkarte eintragen ist, dann wird dieser für zwölf Monate aufgeteilt. Sollte es der Fall sein das der Pauschbetrag die Aufwendungen übersteigt, kann man durch Zahlungsbelege (nach Abzug eines Eigenanteils) dieses dadurch nachweisen und von der Steuer befreit werden. 

Was gehört zu den außergewöhnlichen Aufwendungen?

Es können die Kosten für: Gestaltung barrierefreien Wohnens alle Kfz-Kosten (bei Merkzeichen H) Führerscheinkosten für den behinderten Menschen Ausgaben für Kuren, Arznei- sowie Hilfsmittel erstattet bzw. reduziert werden.

Erhöhter Pauschbetrag Aufgrund von Pflegebedürftigkeit . Wenn man jemanden pflegt und eine enge persönliche Beziehung besteht (Verwandter oder sehr guter Freund, Familie, Onkel, Tante). Der einen anerkannten Pflegegrad hat und man selber, kein Pflegegeld als Leistung dafür bekommt. Dann hat man einen Anspruch auf einen Pauschbetrag für die Pflege von derzeit jährlich 924 Euro.

Eltern behinderter Kinder können die Pauschbeträge Ihrer Kinder übernehmen. Auch die Betreuungskosten für Kinder können steuerlich abgesetzt werden. Hier jedoch nur zu zwei Dritteln der Gesamtkosten (Jährlich maximal 4000 Euro) (Stand 2017). Egal welches Alter die Kinder mit einer Behinderung haben, man hat immer einen Anspruch.

 

Können Schwerbehinderte Menschen kostenlos mit Bus und Bahn fahren?

Da es immer wieder viele Fragen gibt zu dem Thema haben wir für euch alles mal zusammengefasst. Menschen mit Schwerbehinderung können kostenlos mit Bus und Bahn fahren. Es gibt dafür nur eine Voraussetzung, man braucht einen Schwerbehindertenausweis grün-orangen und die dazu passenden Merkzeichen und ein Beiblatt mit gültiger Wertmarke.

Welche Merkzeichen müssen auf dem Schwerbehindertenausweis vermerkt sein um kostenlos im öffentlichen Personennahverkehr fahren zu können?

  • G = erhebliche Gehbehinderung
  • aG = außergewöhnliche Gehbehinderung
  • Gl = Gehörlos
  • Bl = Blind H =
  • Hilflos

Wo bekomme ich die Wertmarke?

Die Wertmarke bekommt man beim Versorgungsamt oder dem für den jeweiligen Wohnsitzt zuständige Kommunal-Verwaltung. Die Wertmarke kostet 80 Euro (Stand 2017) für ein Jahr oder 40 Euro (Stand 2017) für ein halbes Jahr.

 

Bekommt man die Wertmarke kostenlos?

Menschen die blind oder hilflos sind erhalten die Wertmarke kostenlos (die Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB II oder Sozialhilfe nach dem SGB XXII oder vergleichbare gesetzliche Bestimmungen beziehen).

Darf ich eine Begleit-Person und Hund kostenlos mitnehmen?

Die kostenlose Beförderung von Begleitpersonen und/oder Hund ist kostenlos, wenn im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „B“ eingetragen ist. Laut Sozialgesetzbuch SGB IX. Auch Hilfsmittel dürfen kostenlos mitgenommen werden zum Beispiel Rollstühle und Rollatoren.

Wo kann man überall kostenlos fahren?

Mit den Nahverkehrszügen der DB Regio AG (Produktklasse C - das heißt, S-Bahn, Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE) und Interregio-Express (IRE)) bundesweit kostenfrei in der 2. Klasse nutzen. Dies gilt auch für Schienenpersonennahverkehrszüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen und für den ÖPNV mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen. 

Ein schwerbehindertes Kind bis 6 Jahren reist kostenlos mit der Bahn, wenn im Ausweis des Kindes das Merkzeichen „B“ eingetragen ist und es somit die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitung hat. Doch braucht das Kind mit Behinderung ab 6 Jahren eine gültige Fahrkarte oder es sei denn, es hat aufgrund der gesetzlichen Nachteilsausgleiche eine Wertmarke die kostenfrei ist. Kann man in der 1 Wagenklasse fahren? Die 1. Wagenklasse kann nur genutzt werden wenn im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „1.Kl“ eingetragen ist. Dies gilt: Mit Schwerbehindertenausweis und Wertmarke In allen Zügen des Nahverkehrs (S, RB, RE, IRE) Mit einer Fahrkarte 2. Klasse in allen Zügen der DB, ausgenommen sind Fahrten in Sonderzügen und Sonderwagen.

 

Hilfe - Warum darf ich nicht leben?

"Ich habe mich darauf gefreut, endlich das Licht der Welt erblicken zu dürfen, doch dann kam alles anders. Ich sollte diese Welt nicht erleben ...." - Kann so das Empfinden eines ungeborenen Kindes aussehen, dass dann durch eine Spätabtreibung doch nicht zur Welt kommt? Es ist ein heiß diskutiertes Thema, denn in der Tat darf in Deutschland ein Kind straffrei abgetrieben werden, wenn bereits im Mutterleib eine Behinderung festgestellt wird. Moralisch kann man das immer von zwei Seiten betrachten. Wir wissen, dass auch Kinder mit Behinderung, wundervolle Menschen sind. Für betroffene werdende Eltern nicht immer einfach, eine Entscheidung zu treffen. Fragen wie "schaffe ich das?", sind da ganz natürlich. Meinungen sind zu dem Thema sehr geteilt. 

Für die Eltern ist die Entscheidung nie einfach. Zudem ist die psychische Belastung für die Mutter sehr hoch, denn bei einer Spätabtreibung muss das Kind im Mutterlein getötet werden um dann im Anschluss durch Wehen Mittel eine Totgeburt einzuleiten. Geregelt wird der erlaubte Spätabbruch einer Schwangerschaft im § 218 a Absatz 2 StGB

Welche Methoden kommen bei einem Spätabbruch zum Einsatz (nichts für schwache Nerven!):

  • Prostagladinen: Die wohl häufigste Methode ist die Prostagladinmethode. Oft in Kombination mit Mifegyne. Dabei verläuft der Abbruch wie eine normale Geburt. Allerdings droht dabei die Gefahr, dass das Kind lebend zur Welt kommt. Um das zu verhindern, wird unter Ultraschal in das Herz des Kindes Kalium-Chlorid gespritzt, welches einen sofortigen Herzstillstand auslöst.
  • partial-birth-abortion: Auch "Zerschneiden des Embryos" genannt. Dabei dreht der Arzt das Kind vor der Geburt so, dass es zu erst mit den Füßen raus kommt. Der Arzt zieht es an einem Fuß heraus, schneidet das Genick mit einer Schere auf und saugt das Gehirn ab.
  • Rivanol: Dabei handelt es sich um ein Desinfektionsmittel, dass unter Ultraschall in die Fruchtblase des gespritzt wird. Da der Alkohol sehr giftig für das ungeborene Kind ist, führt dieser zum Tode und zusätzlich zur Wehen Tätigkeit bei der Mutter, so dass das tote Kind wie bei einer normalen Geburt zur Welt kommt.
  • Kaiserschnitt: Dieser wird in der Regel vermieden, da die Narben des Kaiserschnitts bei der Mutter eine bleibende Erinnerung hinterlässt und somit eine zusätzliche psychische Belastung darstellen würde.

 

Sehr lesenswert zu dem Thema ist die Geschichte von Tim (hier nachzulesen). 

Eltern die vor einer solchen Entscheidung stehen, müssen vor einem möglichen Abbruch, erst einmal Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. Neben der Beratung ist es sicherlich sinnvoll, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Denn auch Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Leben, sind oft sogar glücklicher als so manch anderer Mensch. Am Ende kann aber niemand den Eltern die Entscheidung abnehmen.

 

Flaschensammeln unerwünscht - vorbestraft

Für die Rentnerin (76) ist es mehr als bitter. Vorbestraft weil sie Flaschen sammelte. Es geschah vor zwei Jahren. Frau Anna L. wollte ihre Rente aufbessern, indem sie Flaschen sammelte. Nichts verwerfliches, sollte man denken, doch am Hauptbahnhof München nicht erwünscht. 

So wurde sie vor zwei Jahren am Hauptbahnhof München von zwei Bahn- Mitarbeitern erwischt und erhielt prompt Hausverbot. Die Deutsche Bahn, hat am Hauptbahnhof München, das Hausrecht.

Weiterlesen

Mit mir gibt es einen Neustart in der Pflege in 100 Tagen

Jetzt kurz vor der Bundestagswahl wird das Thema Pflege in Deutschland immer wichtiger. Der SPD-Kanzelkandidat Martin Schulz hat in der Fernsehsendung im ARD am Montag den 18.09.2017 "Wahlarena" gesagt,  dass wenn er die Wahl zum Bundeskanzler gewinnt er einen "kompletten Neustart" in der Pflege vorsieht. Dabei sollte man bedenken das es immer mehr Pflegebedürftige Menschen gibt zurzeit sind es knapp 2,9 Millionen Pflegebedürftige (stand 2017) und die Zahl wird immer weiter ansteigen.

Martin Schulz sagte: "Deutschland ist ein Land mit Milliardenüberschüsse und Menschen, die im Alter nicht in der Würde behandelt werden, in der sie behandelt werden müssten". "Ich werde in den ersten hundert Tagen als Bundeskanzler einen Neustart in der deutsche Pflegestruktur beginnen." Dies sei "Staatsaufgabe Nummer eins".  Schulz betonte dabei drei Dinge: "Mehr Personal, bessere Bezahlung des Personals und mehr Pflegeplätze." Schulz forderte,  "dass wir 30 Prozent mindestens mehr an Gehältern zahlen", um den Beruf attraktiver zu machen. Er wies nochmal auf einen einheitlichen Personalschlüssel hin, wie auch im Wahlprogramm der SPD wiederzufinden ist.  

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU war auch in der Fernsehsendung Wahlarena am 11.09.2017. Sie wurde auch auf das Thema Pflege angesprochen, durch einen jungen Krankenpfleger Alexander Jorde er zitierte aus dem Grundgesetz "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und er erklärte dann:  Die Würde der Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Deutschland werde „tagtäglich tausendfach verletzt“,. Es gebe Menschen, die stundenlang in ihren Ausscheidungen lägen. Die Pfleger seien überlastet und für zu viele Patienten zuständig. Es gebe Schichten, bei denen 20 Patienten auf eine Pflegekraft kämen. „Sie sind seit zwölf Jahren an der Regierung und haben in meinen Augen nicht viel für die Pflege getan“. Jorde machte darauf Aufmerksam das die Belastung für eine Pflegekraft immens sind und das Angela Merkel schon seit zwölf Jahren Bundeskanzlerin ist. Angela Merkel versprach mehr Pflegekräfte, eine bessere Bezahlung und auf Pflegefachkräfte im EU-Ausland zuzugreifen. Außerdem sagte Angela Merkel „Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist“ Dennoch sagte Sie. „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass zum Schluss alles zu bester Zufriedenheit ist, aber es wird mehr Standard da reinkommen. Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist“. Genaueres können Sie im Wahlprogramm nachlesen.

 

 

Was bedeutet Kombinationspflege und wie beantrage ich Kombinationspflege?

Was ist Kombinationspflege?

Kombinationspflege setzt sich aus Pflegesachleistungen und Pflegegeld zusammen. Hierbei ist aber zu beachten, dass die Pflege von einen Angehörigen oder einen ehrenamtlichen Helfer vorausgesetzt wird um die Kombinationspflege in Anspruch nehmen zu können. 

 

Wann macht die Kombinationspflege Sinn?

Der Angehörige kann zum Beispiel etwas nicht leisten oder hat nicht die Möglichkeit 24 Stunden zu helfen, dann kann dieser unterstützt werden von einem Pflegedienst zum Beispiel bei der Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung, so dass diese vom Pflegedienst übernommen wird. 

 

Was gibt es für Vorrausetzungen für die Kombinationspflege?

Der Pflegebedürftige hat einen Anspruch ab einem Pflegegrad 2 bis 5 auf die Kombinationsleistungen. Wer einen Pflegegrad 1 hat bekommt weder Pflegegeld noch Pflegesachleistungen. Es können aber die Leistungen des Entlastungsbeitrags verwendet werden, zum Beispiel für die Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung.

 

Ab wann kann man die Kombinationspflege beantragen?

Ab Beginn der Pflegebedürftigkeit kann man die Kombinationspflege bei der Pflegekasse beantragen.

 

 

Wie wird die Kombinationsleistung verrechnet?

Es wird anhand der Einstufung des Pflegegrad berechnet. Dementsprechend unterschiedlich fällt das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen aus.

Beauftragt man zum Beispiel einen Pflegedienst, dann rechnet die Pflegeversicherung monatlich die entsprechenden Leistungen ab. Hat man die Kombinationspflege gewählt, dann wird von der Pflegekasse überprüft ob die Pflegesachleistungen vollständig beansprucht wurden.

Hat man weniger finanzielle Leistungen in Anspruch genommen z.B. für den Pflegedienst, dann steht einem der offene Betrag prozentual, als Pflegegeld zu und wird ausbezahlt.

 

Wie viel Anspruch habe ich bei welchen Pflegegrad?

Pflegegrad 1

  0     Euro Pflegegeld

0         Euro Sachleistung

Pflegegrad 2

316   Euro Pflegegeld

689     Euro Sachleistung

Pflegegrad 3

545   Euro Pflegegeld

1.298  Euro Sachleistung

Pflegegrad 4

728   Euro Pflegegeld

1.612 Euro Sachleistung

Pflegegrad 5

901   Euro Pflegegeld

1.995 Euro Sachleistung

Wie wird die Kombinationsleistung berechnet?

Der Pflegegrad bestimmt die Höhe der Kombinationsleistung. Die Kombinationsleistung wird auf Grundlage des Höchstbetrags der Pflegesachleistungen berechnet. Von diesem Höchstbetrag wird zunächst der prozentuale Anteil der tatsächlich erhaltenen Pflegesachleistung errechnet. Der Pflegegeldanspruch reduziert sich um diesen Prozentsatz.

Zum Beispiel:

Der Pflegedienst (Pflegesachleistungen) nimmt 70 Prozent in Anspruch dann bekommt man 30 Prozent als Pflegegeld ausbezahlt. Das folgende Beispiel zeigt die Berechnung.

Berechnung:

Pflegebedürftiger des Pflegegrades 3

Höchstanspruch auf Pflegesachleistungen = 1.298 Euro

In Anspruch genommene Pflegesachleistungen = 778,80 Euro

Das entspricht 70% von 1.298 Euro Restanspruch = 30% (100% ./. 70%)

Anteiliges Pflegegeld (30% von 545 Euro) = 163,50 Euro

 

Tabelle zur Berechnung:

Sachleistung in Prozent

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

Pflegegeld in Prozent

0

10

20

30

40

50

60

70

80

90

 

 Zur Berechnung der Kombinationspflege gibt es auch Online einen Taschenrechner. Gerne können Sie diesen hier aufrufen:

Taschenrechner zur Kombinationspflege

 

Warum beantragt man Kombinationspflege?

Hat man zum Beispiel einen Pflegedienst beauftragt und dieser verbraucht nicht den Betrag der Pflegesachleistungen auf, so hat man einen Rest Anspruch auf Pflegegeld, das man ansonsten nicht bekommen würde. 

 

Wie beantragt man die Kombinationspflege?

Bei der Pflegekasse muss schriftlich ein Antrag auf Kombinationspflege gestellt werden. Dabei sollte man aber beachten das man für 6 Monate daran gebunden ist und man nicht in dieser Zeit wechseln kann. Falls sich etwas gravierend verändert in der Pflegesituation kann man ausnahmsweise früher wieder eine Änderung durchführen. Bitte lassen Sie sich von ihrer Pflegeversicherung beraten.

 

Was ist noch zu beachten bei der Kombinationspflege?

Wenn man mehr Pflegesachleistungen in Anspruch nimmt muss man die Differenz selber aufbringen.

 

Wo finde ich die Paragraphen dazu?

Die Pflegesachleistungen sind im § 36 SGB XI geregelt.

Das Pflegegeld ist im § 37 SGB XI geregelt

Die Kombinationspflege wird im § 38 SGB XI geregelt. 

Kostenlose Pflegehilfsmittel als Pflegebedürftiger

Wenn ein Angehöriger einen Pflegebedürftigen Menschen zu Hause pflegt und dieser einen anerkannten Pflegegrad hat, so hat der Pflegebedürftige bzw. der Pflegende einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel.

Dieses ist sehr Praktisch, denn oftmals haben die Angehörigen keine Zeit, durch die Pflege noch extra zum Einkaufen zu fahren, um Pflegehilfsmittel im Sanitätskaufhaus zu kaufen.

Die Pflegehilfsmittel dienen dazu um den Angehörigen, die schwierigen Aufgaben zu erleichtern. Es soll die Pflege im Alltag entlasten, um die Beschwerden des Pflegebedürftigen zu lindern oder ihm eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen.

Jeder Pflegebedürftige bekommt pro Monat Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 Euro von der Pflegekasse erstattet.

 

Was für Pflegehilfsmittel sind das?

Diese finden sich im Pflegehilfsmittelverzeichnis wieder unter Produktgruppe 54:

  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Mundschutz
  • Bettschutzeinlagen
  • Schutzschürzen

 

Wie bekommt man die Pflegehilfsmittel?

Jeden Monat bekommt man die Pflegehilfsmittel kostenlos zugesendet. Da jeder Pflegebedürftige andere Ansprüche hat, kann man individuell sich für die 40 Euro seine Pflegehilfsmittel aussuchen. Hierfür haben sich einige Anbieter darauf spezialisiert, dass man bequem Online sich die Pflegehilfsmittel aussucht und dann jeden Monat diese nach Hause geliefert bekommt.

Zum Beispiel bekommt man hier kostenlos eine Pflegehilfsmittelbox:

hygibox.de

Die Anbieter regeln alles mit der Pflegekasse, denn die Pflegehilfsmittel müssen beantragt werden und die Kosten dafür abgerechnet werden. 

Muss man online die Pflegehilfsmittel bestellen?

Nein, man kann auch in der der Apotheke oder in einem Sanitätshaus einkaufen. Vorher muss man einen Antrag stellen bei der Pflegekasse für Pflegehilfsmittel. Am besten man ruft vorher bei der Pflegekasse an und erkundigt sich wie man die Pflegehilfsmittel beantragen kann.

Wann hat man noch Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

  • Die Pflege in einer Wohngemeinschaft
  • Die Pflege von einem Pflegedienst wird durchgeführt.

Wann hat man keinen Anspruch?

Für Pflegebedürftige im Pflegeheim können von den pflegenden Angehörigen keine Pflegehilfsmittel geordert werden. 

Was ist noch wichtig?

Wenn man einen Antrag gestellt hat sollte man die Laufzeit beachten, denn diese kann unterschiedlich ausfallen. Entweder unbegrenzt oder jährlich. Bei jährlicher Laufzeit sollte rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt werden.

Das Wahlprogramm der Parteien zur Pflege

Für viele Menschen ist die Pflege ein sehr wichtiges Thema. Dieses geht auch aus einer Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hervor. Deshalb haben wir das Wahlprogramm der größten Parteien zusammengefasst und uns auf den Schwerpunkt Pflege konzentriert. Bei den einzelnen links unter den Parteien, handelt es sich um die Wahlprogramme in leichter Sprache als PDF Dateien, die man direkt runterladen kann. Hier ist auch nochmal die Hauptseite: http://www.bundestagswahl-bw.de/wahlprogramme_leichte_sprache.html

CDU/CSU

Die CDU/CSU wollen Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern. Außerdem will man die Personalausstattung im Pflegebereich verbessern. Die Pflegenden Angehörigen sollen gestärkt werden. „konzentrierte Aktion Pflege“ Rehabilitation Möglichkeiten sollen zum Erhalt der Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen verbessert werden. Der Elternunterhalt soll für Kinder von pflegebedürftigen Eltern erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro heranzogen werden.

Quelle: https://www.cdu.de

SPD

Ein höheres Einkommen für Menschen mit Berufen in der Gesundheit. Verbesserte Arbeitsbedingungen in der Pflege. Familienarbeitszeit für Pflegende, dadurch sollen Pflegende Angehörige die Arbeitszeit für bis zu drei Monate ganz oder zum Teil reduzieren und in dieser Zeit eine Lohnersatzleistung erhalten. Die Höhe der Lohnersatzleistung soll sich am Elterngeld orientieren. Es soll ein Sofortprogramm für mehr Personal in der Altenpflege geben. Es wird eine einheitliche Bürgerversicherung gefordert, anstatt des aktuellen Systems mit privater und gesetzlicher Krankversicherung. Eine einheitliche Pflegeversicherung für alle gehört auch dazu. Entwicklung von Alternativen zur 24-Stunden-Pflege im Haushalt. Die Pflegestützpunkte ausbauen.

Quelle: https://www.spd.de/

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

Personalbemessung bundesweit, insbesondere in der Altenpflege. Eine gute, ausreichende und kostenlose Ausbildung in den Berufen für Gesundheit. Die Angehörigen oder Freunde sollen besser bei der Pflege unterstützt werden. Eine dreimonatige PflegeZeit und jährlich zehn Tage für akute Notsituationen. Die Pflegeden sollen in dieser Zeit Gehalt erhalten und von der Arbeit freigestellt sein. Die Stärkung der Geburtshilfe durch verbesserte Versorgungsstrukturen. Einen umfassenden Ausbau ambulanten Wohn- und Pflegeformen. Eine Hilfe, auch für Menschen mit einer kleinen Rente. Mehr Mitspracherechte für Pflege und andere Berufe in der Gesundheit in Gremien der Selbstverwaltung. Für die 24 Stunden Pflege bessere Unterstützung durch Quartierstützpunkte und Nachbarschaftszentren.

Quelle: https://www.gruene.de

Die Linke

Das Personal abbauen durch Einsparungen und Outsourcing anhalten. Eine Pflegevollversicherung in der alle Pflegebedürftigen und deren Familie keine Restkosten mehr tragen müssen. Verbesserte Bezahlung in Gesundheits- und Heilberufen. Das Pflegepersonal vergrößern und mehr professionelle Angebote. Erhöhung des Pflegemindestlohns auf 14,50 Euro. Kostenlose Ausbildung in Gesundheitsberufen. Eine Schulgeldfreie Fort- und Weiterbildung. Eine Pflegeversicherung in die alle einzahlen auch Privatversicherte, Beamte, Abgeordnete und Selbständige. Psychiatrien ohne Gewalt und Zwang. Die Kommunen finanziell stärken. In die Infrastruktur der Pflege investieren von Bund und Ländern.

Quelle: https://www.die-linke.de

Die FDP

Ausbau der Palliativmedizin und des Hospizwesens. Zudem die Palliativversorgung in Kliniken, Heimen sowie im häuslichen Umfeld soll erweitert werden. Spezielle ambulante Palliativversorgung in Teams aus Ärzteschaft, Pflegekräfte, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgenden, Sozialarbeitern und ehrenamtlich Helfende. Bundeseinheitliche Regulierung unter welchen Umständen die ärztliche Assistenz bei der Selbsttötung sanktionsfrei ist. Dokumentation Aufwand verkleinern, Arbeitszeit optimieren damit mehr Zeit für Patienten. Eine integrative Ausbildung der Pflegekräfte: ein gemeinsames erstes Ausbildungsjahr und spezialisierte Folgejahre.

Quelle: https://www.fdp.de

AfD

Einen verbindlichen, länderübergreifenden Mindestpersonalschlüssel für das Pflegepersonal, der auch bei den Krankenhausentgelten Berücksichtigung finden muss. Die Therapeuten in den Gesundheitsberufen sollen nach Möglichkeit in Deutschland ausgebildet sein. Pflegende Angehörige besser unterstützen. Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Kranken-und Pflegeversicherung.

Quelle: https://www.afd.de

 

Quelle: http://www.bundestagswahl-bw.de/

 

 

Krank - Abseits von der Gesellschaft

In der gestrigen Wahlarena im TV, zeigte Frau auf, was für ein Schicksal vielen droht, die unvorhergesehen erkranken und in Folge dieser Krankheit in die Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit fallen.
Oft reicht die Erwerbsminderung- Rente (EM-Rente) nicht aus um den jahrelang erarbeiteten Lebensstandard zu halten. Die EM-Rente ist für viele Menschen so gering, dass sie auf weitere Unterstützung des Staats angewiesen sind (Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII). 

Für viele Menschen fangen somit die nächsten Problem an. Trotz Krankheit, müssen diese Menschen ihr vertrautes Wohnumfeld verlassen um in günstige Sozialwohnungen umzuziehen. Diese Zusatzbelastung ist oft für solche, teils sehr schwer erkrankten Menschen nicht leistbar. Hinzu kommt, dass eine neue Wohnumgebung auch oft zur sozialen Isolation führt, denn der Umzug macht es nicht selten schwierig, seine Sozialen Kontakte aufrecht zu halten. Doch bevor man voreilig einen Wohnort- Wechsel anstrebt, ist es immer sinnvoll, sich beim Sozialamt beraten zu lassen. Es kann durchaus Gründe geben, die es ermöglichen, auch auf längere Dauer in der bestehenden Wohnung zu bleiben. Auch der Deutsche Mieterbund kann hier beratend zur Seite stehen.

Gerade chronisch erkrankte Menschen sind meist auf fremde Hilfe angewiesen. Da sich aber nicht selten der Freundeskreis durch die Krankheit reduziert, nicht jeder die Unterstützung der Familie hat, sind diese Menschen auf sich alleine gestellt. Das kann neben der sowieso schon belastenden Krankheit, fatale Folgen für diese Menschen haben. Nicht selten entwickelt sich aus solcher Situation eine Depression, was die Gesamtsituation noch mehr erschwert. Wohin das noch führen kann, haben wir in dem Beitrag EM-Rente - Und jetzt? berichtet.

Eine andere Geschichte zu dem Thema haben wir in der Rubrik "Ihre Geschichte". Lesen sie selbst Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit ......

Sind sie auch betroffen oder kennen jemanden, schreiben sie uns einfach über unser Formular Ihre Geschichte.
Wer den Ausschnitt aus der Wahlarena vom 18.09.2017 noch einmal sehen möchte, kann sich ab Minute 57, das Video anschauen.

 

 

Wenn dir keiner mehr zuhört ...

Geboren bin ich 1967 in Dachau. Soweit scheint noch alles in Ordnung zu sein, bis auf die kleine Tatsache, dass meine Eltern mich nicht wollten und ich somit als 5 Tage altes Baby in ein Säuglingsheim kam. Bis mich 1970 Pflegeeltern gefunden haben, sollte ich in einer Zeit ohne Liebe existieren. Bei meiner Pflegemutter, die mich mit Liebe überschüttete und ein Vater, der stets zu mir hielt, sollte ich ab jetzt groß werden. Alles soweit in Ordnung, sollte man denken. Nur, dass ich nie gelernt habe,

Liebe zu geben und meine ersten drei Jahre durch Angst geprägt wurden, was mich dann auch in meiner gesamten Kindheit begleitete und ich stets versucht habe, zu verstecken. So verbrachte ich, trotz allem, eine glückliche Kindheit und Jugend. Irgendwann, ich war 29 Jahre, lernte ich eine Frau kennen. Sie sollte die Mutter meiner Kinder werden. So geschah es auch. 

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Wir haben die Parteien gefragt ....

Am 24.9.2017 wird in Deutschland gewählt. Wir haben das zum Anlass genommen, die 8 großen Parteien, die auf der Webseite zur Bundestagswahl gelistet sind, zu folgendem Thema Stellung zu nehmen:

Die Haltung der Parteien zur UN-Behindertenkonvention und was die Parteien unternehmen wollen, damit diese in Deutschland umgesetzt wird.
Dabei geht es ausschließlich um aktuelle Sachverhalte, wie EM-Rente, Sozialgesetzbuch oder sonstige von ihnen als Partei zu erwartende Ziele.



Leider haben uns nicht alle Parteien geantwortet. Wir wollen aber die uns vorliegenden Antworten hier unzensiert und unkommentiert publizieren, damit sie sich ihr eigenes Meinungsbild machen können. Sollten noch weitere, von den angeschriebenen Parteien Stellung beziehen, werden wir das hier ergänzen.
Gerne können unter dem Beitrag sachliche Kommentare abgegeben werden.  {Play}

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