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Pflege: Höhere Gehälter mit Steuern finanzieren?

In den Pflegeberufen sind die Gehälter zumeist sehr gering. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler von der SPD, stellt sich vor die Gehälter mit Hilfe von Steuermitteln zu erhöhen. “ Es gebe, eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen" erklärte die Ministerin, am Mittwoch dem 22.11.2017.

 

Nach der Tagung des bpa – Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. Wenn man bedenkt in anderen Sozialversicherungszweigen sei der Einsatz von Steuermitteln etabliert.

Deshalb sollte auch bei der Pflege nicht nur über die Erhöhung der Beitragssätze gesprochen werden.

"Uns fehlen schon jetzt landesweit 2000 Fachkräfte und die Bezahlung ist ein Aspekt der Attraktivität des Berufes", sagte Bätzing-Lichtenthäler auf der Tagung. "Höhere Gehälter dürfen aber nicht durch steigende Eigenanteile zu Lasten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen." Mit Blick auf die Bezahlbarkeit professioneller Pflege sei der Bund in der Verantwortung.

Quelle: bpa.de

Flugzeug trennt Mutter mit Behinderung von ihrem Sohn

Ein 16-Jähriger wurde am Flughafen alleine zurückgelassen, da das Flugzeug überbucht war. Er wollte noch schnell auf die Toilette und als er wiederkam musste er festellen das er alleine ist. Seine Mutter und seine Schwester waren bereit vorausgegangen und saßen im Flugzeug.

Seine Mutter ist geh- und sprachbehindert seit einem Schlaganfall. Jan Stephen hatte das Boarding für den Flug KL 1911 von Amsterdam nach Hannover verpasst, dieses berichtet er den Spiegel. Die Mutter und Schwerster gingen davon aus das er einfach nachkommen würde nach dem Toilettengang.

 

Er ging zum Check-In und wurde nicht mehr durchgelassen. Am Ticket Scanner teilte Ihn ein Mitarbeiter der KLM mit das er nicht mehr mitfliegen kann, da die Maschine über bucht sei. Dem Spiegel erklärte er, dass er seiner Mutter half als verständiger und Dolmetscher.

Die KML Angestellten wollten den Jungen nicht ins Flugzeug einsteigen lassen, selbst nachdem er von seiner Mutter und ihrer Behinderung erzählte. Sie hätten mit der Schulter nur gezuckt, erzählte er dem Spiegel. KLM regierte darauf mit der Aussage: Es hätte ein Vermerk bei der Buchung vorhanden sein müssen, aus dem hervorgeht das eine Betreuungsfunktion erforderlich ist.

Quelle: Spiegel.de

Assistenten für Schwerstbehinderte Menschen

Menschen mit einer Behinderung die nicht ohne einen Assistenten auskommen haben es schwer. Sie wollen ein selbstbestimmtes Leben führen und nicht in ein Pflegeheim. Die meisten sind im Geist Top Fit, doch haben Sie Einschränkungen, die eine dauerhafte Hilfe nötig machen. Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Laut der UN-Behindertenkonvention hat jeder auch das Recht auf eine unabhängige Lebensführung.

Das Problem ist jedoch das die Assistenten an ihren Grenzen stoßen. Die heutigen Assistenten sind nicht so gut ausgebildet um Schwerstbehinderte zu versorgen. Denn jede Versorgung benötigt individuelle Hilfe und stellt ganz andere Anforderungsprofile an den Assistenten. Gerade bei psychischen Erkrankungen ist sehr individuell und dieses überfordert viele.

Im nächsten Jahr gibt es einen Fachtag der sich speziell mit dem Thema auseinandersetzt. Die Assistenten können nicht gezwungen werden jeden schwerbehinderten Menschen zu helfen. Es ist jedoch ein großes Problem, wenn daraus die Folge ist das nur noch die Pflegeleichteren Menschen Hilfe bekommen.

Deshalb sollten die Assistenten Unterstützung erfahren, damit Sie Ihre Aufgabe auch in Zukunft erfüllen können.

München: Billardverein lädt ein zum Spaß haben ein

In Weilach bei München lädt der Verein Pool-Billard-Club Hoaße Greim zwei- bis dreimal im Jahr Menschen mit Behinderung zu einem kostenlosen Schnuppertraining ein. Die bei den Ulrichswerkstätten der Caritas in Aichach arbeiten.

Die Mitarbeiter der Ulrichwerkstätten genießen das Billard spiel und das zusammen sein sehr. Auch kulinarisch wird der Tag abgerundet mit einer klassischen Brotzeit und Getränke. Die Verpflegung stellt der Verein gerne bereit.

Der stellvertretende Vorsitzende Helmut Aschenbrenner der Hoaßen Greim hat den Besuch organisiert. Er fährt die Mitarbeit der Caritas zum Vereinslokal in Weilach.

Seit einigen Jahren bereits besteht die Partnerschaft mit der Ulrichswerkstätten. Alle freuen sich immer auf ein schönen gemütlichen Billardtag, denn alle haben Spaß und genießen das in großer Runde.

Verein: hoasse-greim.de

Stuttgart: Porsche-Museum nimmt Teil am Tag der Menschen mit Behinderung.

Vom 30 November bis 3 Dezember 2017 beteiligt sich das Porsche-Museum an den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Bereits zum Fünften Mal in Folge, möchte Porsche damit Aufmerksam machen auf die Täglichen Herausforderungen von Menschen mit Behinderung.

Das Museum und alle Ausstellungsbereiche sind Barrierefrei. Die Ausstellungsstücke sind für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich und befinden sich auf Augenhöhe. Für die Gäste gibt Aufzüge, die Sie zu allen Ebenen der Ausstellung bringen. Für Rollstuhlfahrer gibt es zwei Toiletten.

Rollstühle können vorab angefragt werden. Zudem gibt es auch für die Ausstellung Klapphocker. Das barrierefreie Porsche-Museum bietet, während der Themenwoche kostenlose Führungen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung. Auch gibt es die Führung in einfacher Sprache.

Ein besonderes Programm gibt es am Samstag den 02.12.2017 und den Sonntag den 03.12.2017 dazu ein Bühnenprogramm. Moderator und Comedian Detlef Simon wird durch das Programm führen. Für eine sportliche Showeinlage wird unter anderem der Para-Karateweltmeister Albert Singer sorgen. Schauspieler Richy Müller wird am Sonnabend um 13 Uhr zu einer Autogrammstunde erwartet. Seit 2014 engagiert sich der im Fernsehen Porsche fahrende im ,,Tatort"-Kommissar als Botschafter für die ,,Arche IntensivKinder", die ebenfalls zu Gast sein werden.

Am Sonntag können Besucher mithilfe eines Simulationsanzuges ein Leben mit Einschränkungen erfahren. Die Museumswerkstatt wird an diesem Wochenende ebenso geöffnet sein, um den typischen Geruch von Motorenöl und Reifen an die Besucher zu vermitteln. Führungen, Eintritt sowie das Parken in der Museumstiefgarage sind für Menschen mit Behinderung und deren Begleitperson während der Thementage kostenfrei. Die 90-minütigen Führungen bedürfen einer Voranmeldung per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch unter 0711/911 24566.

Quelle: www.porsche.com/museum/

Pflege ist nicht leicht

Dies erfuhr Martina Rosenberg die ihre Eltern neun Jahre lang pflegte. Die Pflege kostet Geld und Nerven. Die 53-jährige ist Beruflich Journalistin und hält jetzt Vorträge, über Ihrer Erfahrungen mit der Pflege. Es begann mit einem Zusammenleben zu dritt unter einem Dach und es endete mit Erschöpfung, Sorgen und Frust.

Am Anfang hätte Sie den größten Fehler gemacht. Denn die Familie hätte alles besprechen sollen in der Zeit wo es Ihnen noch gut ging, den Eltern, wenn mal der Pflegefall eintritt, wie weiter gehandelt werden soll. Dadurch dass es keine Absprache gab, fiel Martina Rosenberg über Jahre in einer Abwärtsspirale mit dem Täglichen Aufgaben an Pflege, die Sie verzweifeln lies und Sie fertigmachte.

Über Ihre Geschichte erzählt sie in Ihrem Buch:“ Mutter, wann stirbst Du endlich? Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird

Inhaltlich geht die Autorin ohne Blatt vor dem Mund zunehmen auf Ihre Erfahrungen ein und gibt für alle die Hilfe brauchen in der Pflege viele nützliche Tipps und Tricks für jede Phase der Betreuung.

Martina Rosenberg sagt auch das jeder Ungeachtet moralischer Fesseln sich hinterfragen soll, was er zu leisten vermag und was nicht. Auch entscheidend ist das Verhältnis zu den Eltern oder dem Umfeld, wenn dieses nicht gut ist, kann die Pflege nicht gelingen, davon ist die Autorin überzeugt und verweist auf aktuelle Studien: „25 Prozent der von Angehörigen betreuten alten Menschen geht es schlecht.“

Bei der Pflege darf auch nicht der Finanzieller Faktor unberücksichtigt bleiben. Frau Rosenberg erzählt auch Pflege kostet Geld, sowohl im Heim als auch zu Hause. Um eine 24 Stunden Betreuung zu erhalten für Ihre Eltern, musste Sie zwei Pflegefachkräfte aus Osteuropa engagieren. Jeder sollte sich deshalb auch über finanzielle Hilfen und ambulante Dienstleistungen rechtzeitig erkundigen. Ansonsten kommen zu dem Stress in der Pflege, noch die finanziellen Probleme hinzu.

Martina Rosenberg stellt pflegende Angehörige auch praktische Tipps auf Ihre Webseite bereit. Hier finden Sie auch ein Portal für pflegende Angehörige. 

Politik: Thema Pflege bekommt kaum Beachtung

Durch die gescheiterte Einigung über eine Jamaika-Koalition wird die Sozialpolitik vernachlässigt. Somit ist die Sorge bei vielen Gesundheits- und Pflegeeinrichtung groß. Ob nun, nachdem Scheitern ein längerer Stillstand zu befürchten ist, beim Thema Sozialpolitik. Es wurde zwar viel getan, im Bereich Pflege, doch es genügt nicht.

Das Pflegestärkungsgesetz geht in die Richtige Richtung, doch es gibt noch sehr viele Baustellen. Viele Pflegeeinrichtungen suchen nach Pflegefachkräften. Auch die Pflegebedürftigen haben ein Problem, durch die knappen Angebote an Pflegeheimplätzen.

Deshalb darf es keinen politischen Stillstand geben. Im Pflegebereich gibt es viel das noch geändert werden muss, dieses darf auch nicht lange ignoriert werden. Denn die Gefahr ist groß, dass die Menschen in Deutschland jetzt warten müssen. Die Menschen die Hilfe benötigen und eigentlich nicht warten können.

Das Betreuungsangebot ist in einigen Bereichen in der Pflege in letzter Zeit zurückgegangen. Bis zum Jahr 2030 wird es etwa circa 60.000 Pflegefachkräfte weniger geben, obwohl diese eigentlich gebraucht werden.

Quelle: bundesgesundheitsministerium.de

Wien: Pflege und Demenz. Was sind die größten Ängste im Alter?

Aus einer Umfrage wird ersichtlich, dass viele Furcht vor der Einsamkeit und Partnerlosigkeit haben. Die aller meisten haben in der Zukunft Angst vor der Unselbständigkeit. Dieses ergab eine Online-Umfrage vom Institut market im Auftag von Silver Living. Die Menschen im alter von 60 bis 69 Jahren haben, besonders Angst ein Pflegefall zu werden, das gaben 78 Prozent in den vorliegenden Altersgruppen an. Etwa 75 Prozent haben Angst schwer zu erkranken.

Die Demenz macht auch vielen sorgen davor fürchten sich 62 Prozent, laut der Online Umfrage und 61 Prozent haben Angst nicht mehr alleine sich im Alter zurecht zu finden. Bei den über 70-Jährigen haben 89 Prozent Angst ein Pflegefall zu werden und 75 Prozent schwer zu erkranken.

Es gaben 62 Prozent an Angst vor einer Demenz zu haben und 59 Prozent haben Angst von anderen abhängig zu. Die Einsamkeit macht vielen sorgen. Jeder zweite in den Altersgruppen der 60- bis 69-Jährigen, hat Angst später nur noch wenige Freunde und Bekannte zu haben und jeder dritte hat sogar Angst partnerlos zu sein.

Eine wichtige Rolle spielt für alle, die spätere Wohnform. Fast jeder wünscht sich später im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung betreut zu werden. Jedoch will kaum jemand im Haushalt von den Kindern oder Enkelkindern betreut werden.

Eine Alternative ist auch noch das Betreute Wohnen in speziellen Wohnanlagen. Niemand möchte später in ein Pflegeheim ziehen.

Quelle: kurier.at

Die Pflege geht jeden an

Claus Fussek ist pflegender Angehöriger aus München und setzt sich seit rund 40 Jahren mit dem Thema Pflege auseinander. Es ist an der Zeit das sich die Politik mehr mit Leidenschaft mit Thema Pflege beschäftigt wie Beispielsweise mit der Zukunft des Dieselantriebs. Die Pflege geht uns früher oder später alle an.

Die Gesellschaft verdrängt dieses Thema schon seit Jahren. Wir dürfen die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen, aber nicht im Stich lassen, sonst bricht unser Sozialsystem auseinander. Beispielsweise gibt es für einen Kita-Platz einen Rechtsanspruch, dagegen gibt es aber keinen Anspruch auf Tages-und Nachtpflege zur Entlastung pflegender Angehöriger. Die aller meisten älteren Menschen wollen zu Hause selbst bestimmt in Ihrem gewohnten Umfeld wohnen und gepflegt werden.

 

Sehr schwer ist dieses gerade bei Menschen die einen Betreuungsaufwand rund um die Uhr benötigen, dieses kann heutzutage nicht alleine durch Pflegefachkräfte bewältigt werden. Die jenigen die unter dem System leiden sind die Angehörigen. Durch seelische, aber auch finanzielle Not wird dann auf die Dienste von osteuropäischen Haushaltshilfen zurück gegriffen. Diese kann aber nicht die Lösung sein. Was gebraucht wird sind flächendeckende, zeitintensive und bezahlbare ambulante Angebote mit qualifizierten Pflegefachkräften.

Beispielsweise für die Tagespflege, zeitintensive Nacht- und Wochenenddienste sind dringend geboten, damit der kostengünstige und größte Pflegedienst der Nation, die Angehörigen nicht zusammenbricht. Insbesondere die psychische Belastung von pflegenden Angehörigen kann sehr fatale Folgen haben, diese kann in Gewalt ausbrechen und die Pflegebedürftigen sind nicht mehr sicher. Ein ähnliches Model wie bei Kindermisshandlung ist nötig um rechtzeitig bei der häuslichen Pflege dieses zu erkennen.

Die Pflegenden brauchen Unterstützung, denn die Pflegebedürftigen brauchen Schutz. Wir müssen hinschauen statt wegschauen, der Grundsatz sollte nicht nur daheim gelten, sondern auch im Pflegeheim.

Quelle: http://www.maz-online.de

Stadt Ingolstadt: Pflege Zukunft Chance?

In Ingolstadt sind 40 Flüchtlinge in einer Ausbildung für soziale Berufe. Zusammen sind es 40 Flüchtlinge in Ingolstadt, die derzeit in einer Ausbildung für einen Pflegeberuf oder in der Vorbereitungsklasse hierfür „Ingolstadt war eine der ersten Städte, die Flüchtlingen ein konkretes Angebot zur Qualifizierung für eine spätere Ausbildung im Pflegebereich gemacht hat“, so Bürgermeister Albert Wittmann, der erste Jahrgang konnte jetzt die Berufsausbildung beginnen .

Ein großer Erfolg und beispielhaft für andere Kommunen. Im September begann am Berufsbildungszentrum der 2. Jahrgang der Vorbereitungsklasse, dafür durchlaufen 

22 Personen die einjährige Qualifizierungsmaßnahme, um anschließend eine Ausbildung in einem Pflegeberuf aufnehmen zu können.

Sieben Personen werden in der Berufsfachschule für Altenpfleger ausgebildet (Ausbildungsende Sommer 2018), im Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales erlernen acht Personen den Beruf des Sozialbetreuers in der Sozialpflege (Ausbildungsende August 2019).

Quelle : http://www.ingolstadt.de


Grazer Forscher haben bei Behinderung mit Bewegungsdefizit den Grund erkannt

Es wurde das Zusammenspiel von Muskeln und Sehnen erkannt. Wenn bei der Geburt das Gehirn nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird, führt diese Cerebralparese zu einer lebenslangen Beeinträchtigung in der Bewegung. Ein Wissenschafts-Team der Uni Graz und der Med Uni Graz ist der Ursache auf den Grund gegangen: Durch ein Vergleichsstudie zwischen gesunden und Kindern mit Beeinträchtigung, hat die Studie gezeigt, das die Behinderung kurze Muskeln und längere Sehnen hervorruft. Es kann dadurch die von der Muskulatur erzeugte Kraft, eventuell nicht entsprechend weitergeleitet werden.

Das Ziel ist es dem entgegen zu wirken und den Betroffenen zu helfen, durch die gemeinsame Forschung an den beiden Universitäten im Bereich des Kraft- und Beweglichkeitstrainings. Eine Cerebralparese, durch frühkindliche Gehirnschädigung verursachte Bewegungsstörung, ist bisher nicht heilbar.

 

Deshalb ist es umso wichtiger die Therapie zu verbessern. Univ.-Prof. Dr. Markus Tilp und Annika Kruse, MA, vom Institut für Sportwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz und PD Dr. Martin Svehlik von der Medizinischen Universität Graz haben die Beinmuskulatur von Kindern genauer unter die Lupe genommen.

Gezielt wurde Mithilfe von Ultraschall das Zusammenspiel von Muskel und Sehnen beobachtet. „Dabei haben wir festgestellt, dass im Vergleich zu gesunden Kindern, die Muskeln kürzer, die Sehnen hingegen länger ausgebildet sind“, erklärte Tilp.

Die dadurch gehemmte Wechselwirkung führt zu einer verringerten Festigkeit der Sehnen, so dass eine Anspannung des Muskels zu schwach ausfällt und eine störungsfreie Bewegung unterbleibt. Sportwissenschaftler deutet darauf hin: „Selbst bei den leichten Fällen von Cerebralparesen war die Maximalkraft der Kinder, um fast 50 Prozent geringer als bei gesunden Kindern.“ Im nächsten Schritt wird das interuniversitäre Forscher-Team die Therapie des Stretchings, die zudem häufig in Fällen von Cerebralparesen Anwendung findet, genauer betrachten.

Das Ziel ist die Wirkung von der Behandlungsform zu erkennen und ein entsprechendes Trainingsprogramm zu entwickeln.

Weiter Informationen zur Forschung sciencedirect.com 

Dresden: Ab dem 1. Januar 2018 sollen Menschen mit Behinderung mehr finanziell unterstützt werden

Am 17 Oktober hat das Kabinett in Dresden beschlossen, eine entsprechende Gesetzesänderung in den Landtag zu bringen. Mit dem neuen Gesetz erhalten Blinde und hochgradig sehschwache Menschen, sowie Gehörlose und schwerstbehinderte Kinder eine Unterstützung als Nachteilsausgleich.

Die Summen werden monatlich gezahlt und liegen zwischen 62 und 115 Euro. Wer zudem gleichzeitig blind und taub ist erhält 147 Euro. Die Zuwendungen sind Leistungen des Landes und werden unabhängig von Vermögen und Einkommen gewährt. „Die moderaten Erhöhungen sind sozialpolitisch gerechtfertigt.

 

Es ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen, nach der Erhöhung des Landesblindengeldes auch die anderen Zuwendungen zu verbessern“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU).

Ziel ist es die Lebenssituation der Betroffenen durch den Beitrag zu verbessern. Sachsen hatte bereits Anfang diese Jahres (2017), dass Landesblindengeld erhöht von 333 Euro auf 350 Euro.

Quelle: focus.de

 

Hunde in der Pflege

Viele kennen die Delfin-Therapie, aber auch mit Hilfe von Pferden, Katze oder Hunden gibt es Therapien, die seit vielen Jahren Erfolgreich praktiziert werden. Der Hund ist der beste Freund des Menschen und besonders gut geeignet für die Therapie. In der Betreuung von Pflegebedürftigen Menschen werden Tiere, seit langem als Therapeutische Unterstützung eingesetzt. Gerade der Hund kann sich mit seiner verspielten und Emotionalen Intelligenz auf den Menschen einstellen. Hinzu kommt seine Kontaktfreudigkeit die viele Menschen aus ihre Isolation herausholt.

Besuchshund oder Servicehund?

Es wird zwischen Besuchshund oder Servicehund unterschieden. Der Besuchshund begleitet Menschen in Altenheime, Pflegeheime oder Wohnheime.

Bei den Besuchen gibt es keine therapeutischen oder pädagogischen Ziele und der Besuch ist immer ehrenamtlich. Der Hund regt zur Aktivitäten an, die zum Allgemeinem Wohlbefinden führen und dadurch wird die Freude und Lebensqualität gesteigert. Durch den Kontakt mit dem Tier wird eine besondere Verbindung aufgebaut zwischen Mensch und Hund. Dieses kann die Kommunikation sehr fördern von demente Personen, die meistens sehr Isoliert sind und in sich gekehrt. Die Hunde können eine Ausbildung machen zum Besuchshund, diese ist aber nicht Vorrausetzung.

Die Ausbildung zum Besuchshund umfasst 20 Stunden Theorie und Praxis. Die Ausbildung enthält folgende Schwerpunkte:

  • Einführung in die tiergestützten Aktivitäten,
  • Hygienische Voraussetzungen für den Einsatz von Hunden in Einrichtungen,
  • Tierschutz,
  • Unfallverhütung,
  • Körpersprache des Hundes,
  • Spiele und Tricks,
  • wie gestalte ich einen Besuch richtig.

Hier kann Beispielsweise der Hund speziell zum Besucherhund ausgebildet werden: www.therapiebegleithunde-wettringen.de

Der Servicehund

Er wird speziell Ausgebildet für grundlegende Aufgabenbereiche. Die Tiere stehen dem Menschen in Ihrem Alltag zur Seite.

Beispielsweise als:

  • Blindenhund,
  • Behindertenbegleithund,
  • Schlaganfallwarnhund,
  • Rettungshund,
  • Diabetikerwarnhund,
  • Epilepsiewarnhund,
  • Asthmawarnhund,
  • LPF-Assistenzhund,
  • Mobilitätsassistenzhund,
  • Autismushund,
  • PTBS-Assistenzhund,
  • FAS-Assistenzhund,
  • Signalhund,
  • Demenz-Assistenzhund,

Die Hunde bekommen immer eine sehr umfangreiche Ausbildung, diese beginnt schon meistens im Welpen alter. Die Hunde werden meistens zwei Jahre ausgebildet und lernen mindestens drei Aufgaben, um die Behinderung des Menschen zu mindern.

Tierische Unterstützung im Pflegeheim

Der Besuchshund unterstützt Therapeutisch die Bewohner in Gruppen- oder Einzelstunden. Der Hund regt zur Konversation an und fördert das Wohlbefinden durch seine verspielte art. In speziellen Übungen wird durch die Hilfe des Tieres, dass Gedächtnis der Bewohner trainiert. Beispielsweise wird sich allgemein über Hunde in der Runde ausgetauscht. Beispielsweise: Hatte jemand einen Hund in der Familie? Wie hieß der Hund? Welche Farbe hatte das Fell? Was hat er am liebsten gegessen?

Bei dem Besucherhund handelt es sich oft um die eigene Haustiere der Mitarbeiter. Es werden am Anfang die Senioren langsam an das Tiergewöhnt, bis es regelmäßig kommt.

Welche Hunderasse ist geeignet als Besucherhund?

Es gibt keine spezielle Hunderasse, die besonders gut geeignet ist als Besucherhund. Es kommt viel mehr auf dem Charakter des Hundes an. Er sollte liebevoll, Gehorsam, freundlich, Menschenlieb und einen ausgeprägten Spieltrieb besitzen.

Als Therapiehunde werden meistens Retriever oder Schäfer -und Jagdhunde eingesetzt. Es gibt aber auch für Therapiehunde keine spezielle Hunderasse. Es kommt hier auch auf das Wesen und den Charakter des Hundes an. Das Training ist sehr intensiv und die Züchter ermitteln mit einem Welpentest, welches Tier geeignet ist. Die Ausbildung hat ein sehr spezielles Training, dass die Hunde gezielt auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet.

 

Neue Broschüre mit Informationen zur Entlastung von Angehörigen

Viele Angehörige die plötzlich vor einem Pflegefall stehen sind überfordert. Deshalb hat das Gesundheits- und Sozialministerium in Brandenburg, eine neue kostenlose Info Broschüre über Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige veröffentlicht. Der Betroffene Pflegebedürftige muss nicht immer gleich ins Pflegeheim.

Viele wissen nicht das es verschiedene Möglichkeiten gibt die genutzt werden können, wenn man ohne eigene Unterstützung Zuhause nicht mehr leben kann. Die Broschüre „Wegweiser Wohnformen im Alter“.

Gibt Informationen auf 24- Seiten über Beispielsweise: 

  • Unterstützungsangebote im eignen Wohnumfeld,
  • Wohnstifte,
  • Hospize,
  • Wohnen,
  • Verpflegung,
  • Kostenübersichten.

Die Sozialstaatsekretärin Almuth Hartwig-Tiedt sagt: „Mit der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen gewinnt das Thema Pflege immer mehr an Bedeutung. Solange man aber in seiner eigenen Familie nicht selbst davon betroffen ist, wird das mögliche Eintreten einer Pflegebedürftigkeit oft verdrängt. Dann müssen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen oftmals unvorbereitet und in sehr kurzer Zeit wichtige Entscheidungen treffen. Es muss aber nicht immer gleich ein stationäres Pflegeheim sein.

Es gibt viele verschiedene Unterstützungsangebote im eigenen Wohnumfeld, wie zum Beispiel Betreutes Wohnen, Appartements mit zusätzlichen Betreuungsangeboten oder auch Wohngemeinschaften. Mit der neuen Broschüre bieten wir dazu anschaulich die wichtigsten Informationen.“ Quelle www.masgf.brandenburg.de

Laut der aktuellen Pflegestatistik sind in Brandenburg rund 112.000 Menschen pflegebedürftig. Die häusliche Pflege hat in Brandenburg einen sehr großen Stellenwert, rund 78 Prozent werden zu Hause gepflegt. Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen wird allein von Angehörigen gepflegt.

Der Link zur Broschüre: Die Broschüre „Wegweiser Wohnformen im Alter“.

PDF "Wegweiser Wohnformen im Alter"

 

 

Firmen setzen auf Menschen mit Behinderung

Die IHK will künftig auch Menschen mit schwerem Handicap einstellen. Da es in der Wirtschaft immer schwerer wird Mitarbeiter zu finden. Ein Mitglied von der IHK München erklärt, das Menschen mit schwerem Handicap motivierter und seltener krank sind. Eine erfreuliche Entwicklung zeichnet sich ab, für arbeitssuchende Menschen mit Behinderung.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck bei München ist bei vielen Firmen ein Mangel an Arbeits- und Fachkräfte. Diese führt zu einem großen Problem, auf das Cewe-Color-Geschäftsführer Stephan Reinhold aus Germering bei einer Sitzung des IHK-Regionalausschusses im Landesratsamt aufmerksam gemacht hat. Es soll das gesamte Arbeitskraftpotenzial aktiviert werden.

Er wies drauf hin, vor allem mehr Menschen mit Behinderung einzustellen. Diese sein „hoch motiviert“, sehr zufrieden, eine Stelle zu finden, und daher sogar noch viel seltener krank als ihre Kollegen. Der Geschäftsführer berichtete von seinen äußerst positiven Erfahrungen und kritisierte das noch viele Unternehmen sich lieber freikaufen, anstatt Behinderte einzustellen. Herr Reinhold meint das es kein Minusgeschäft ist für die Unternehmen, wenn sie Menschen einer Behinderung einstellen.

 

Außerdem würden bereits solche Arbeitskräfte im Landkreis leben und daher keine neuen Wohnungen benötigen. Das zweit größte Problem ist der bezahlbare Wohnraum für die neuen Mitarbeiter. Auch der Fachkräftemangel ist so groß, dass die Firmen bereits Schichten streichen mussten.

Zudem beklagte auch ein Unternehmer die rasant angestiegene Krankenquote bei seinen Mitarbeitern, diese liege bei bis zu neun Prozent. Hinzu kommt das es nicht gelingt, die besten Nachwuchskräfte im Landkreis zu halten. Es muss deshalb schon früh genug angefangen werden in den Schulen zu werben und dabei auf das vielfältige Ausbildungs- und Arbeitsplatz Angebot eingegangen werden. 

In der Pflege von Pflegebedürftigen gibt es oft Probleme beim Essen und Trinken

Ein Ratgeber der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hilft pflegenden Angehörigen mit leicht verständlichen Praxistipps. Für viele Pflegebedürftige Menschen ist Essen eine Herausforderung, der Sie sich täglich stellen müssen. Sie habe Schluck oder Kaubeschwerden, Appetitlosigkeit, motorische Einschränkungen oder Vergesslichkeit. Diese führt dazu, dass die Pflegebedürftigen durch die Erschwerung der Nahrungsaufnahme. Beispielsweise unter einer Mangelernährung leiden.

Die knapp 1,9 Millionen Menschen in Deutschland die von ihren Angehörigen gepflegt werden, bekommen zu Hause Unterstützung. Bei der Zubereitung und der Einnahme von den Mahlzeiten, wenn Sie Hilfe benötigen. Die Angehörigen brauchen hierbei ein hohes Emotionales Einfühlvermögen, um sich auf die Bedürfnisse und den Bedarf eines Pflegebedürftigen bei der Ernährung einzustellen. 

 

Aus diesem Grund hat das ZQP einen kostenlosen Ratgeber für pflegende Angehörige mit praktischen Hinweisen und Informationen rund um das Thema Essen und Trinken rausgebracht. "Die richtige Unterstützung pflegebedürftiger Menschen beim Essen und Trinken ist von zentraler Bedeutung - aber oftmals gar nicht so einfach umzusetzen. Durch Alter, bestimmte Erkrankungen oder Pflegebedürftigkeit können sich Wünsche, aber auch Anforderungen an die Ernährung grundsätzlich ändern.

Pflegebedürftige Menschen benötigen zudem oftmals Hilfe beim Essen und Trinken. Auch Zeit und Geduld sind gefragt. Richtig bei Mahlzeiten zu unterstützen, kann für pflegende Angehörige sehr herausfordernd sein. Um eventuell folgenreiche Fehler zu vermeiden, ist es daher wichtig, praktisch relevante und zugleich gesicherte Informationen zur Verfügung zu haben", sagt der ZQP-Vorstandsvorsitzende Dr. Ralf Suhr.

Die Broschüre beinhaltet die wichtigsten Grundregeln, für eine richtige Unterstützung bei Essen und Trinken, sowie die konkreten Handlungsanregungen. Tipps und Tricks für die Erleichterung der Nahrungsaufnahme werden beschrieben. Beispielsweise Besteck mit einem verstärkten Griff, um bei weniger Kraft und Beweglichkeit der Hände, dieses trotzdem leicht genutzt werden kann.

Außerdem gibt es zahlreiche Tipps für Angehörige, wie sie mit Problemen bei der Nahrungsaufnahme umgehen können: Beispielsweise leidet der Pflegebedürftige unter Schluckstörung oder Kauproblemen, dann sind mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sinnvoll. Es wird empfohlen auch Saure Getränke und Speisen wegzulassen, denn Sie regen den Speichelfluss an, was zum Verschlucken führen kann.

Folgende Themen sind ebenfalls Inhalt: Wie Angehörige bei Appetitlosigkeit, Mangelernährung oder Verdauungsbeschwerden handeln können. Es wird auch speziell auf Demenz Erkrankte eingegangen, wie man die Tägliche Herausforderung mit dem Essen und Trinken meistert.

Die Inhalte sind geprüft. Sie basieren auf dem Expertenstandard zum Thema Ernährungsmanagement des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Der Ratgeber orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

Mit der Veröffentlichung des Ratgebers "Essen und Trinken bei pflegebedürftigen Menschen" erweitert das ZQP seine Ratgeber-Reihe, die pflegenden Angehörigen verlässliche alltagstaugliche Tipps und Hinweise an die Hand gibt. Die Inhalte sind geprüft. Sie basieren unter anderem auf dem Expertenstandard zum Thema Ernährungsmanagement des Deutschen Netzwerks.

Der ZQP-Ratgeber www.zqp.de

Deutsche haben bei Unheilbaren Krankheiten „in extremen Ausnahmesituationen“ ein Recht auf Sterbehilfe

Menschen die schwer erkrankt sind können bald Anspruch auf Medikamente zur schmerzlosen Selbsttötung haben. „In extremen Ausnahmesituationen“ darf ihnen das nicht verwehrt werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Urteil (3 C 19.15).

Ein Mann hatte Jahre lang geklagt für seine Ehefrau für das Recht auf Sterbehilfe. Sie hatte nach einem Unfall jahrelang sehr stark unter ihren Schmerzen gelitten. Sie musste künstlich beatmet werden und war vom Hals abwärts komplett gelähmt. Sie war ständig unter medizinische Betreuung und Pflege angewiesen. Hinzu kamen Krampfanfälle, die ihr starke Schmerzen verursachten. Aus diesem Grund wollte Sie Ihr Leben beenden und beantragte beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Erlaubnis, 15 Gramm Natrium-Pentobarbital zu erwerben.

Dieses wurde verwehrt vom BfArM, weil es durch das Betäubungsmittelgesetz nicht erlaubt sei. Im Februar 2005 reiste die Ehefrau mit ihrem Ehemann in die Schweiz, wo die Ehefrau sich mit Unterstützung eines Vereins für Sterbehilfe das Leben nahm. Der Ehemann hat sich durch die Instanzen geklagt und bis heute ohne einen Erfolg. 

Der Ehemann wollte wissen ob der Bescheid des BfArm unrechten ist. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschied 2012, der Mann habe Anspruch auf eine Entscheidung. Das Bundesverwaltungsgericht hob die vergangenen Urteile auf. Die Verweigerung eines Medikaments zur Selbsttötung sei in diesem Fall rechtswidrig gewesen. Dadurch hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgericht den Weg geöffnet für andere ähnliche Fälle.

Mit dem Gesetz ist zwar grundsätzlich nicht der Kauf erlaubt von tödlichen Medikamenten. In Extremfällen muss es wegen dem Selbstbestimmungsrechts, aber Ausnahmen für unheilbar kranke Menschen geben. Bei „unerträglichen Lebenssituationen frei und ernsthaft entschieden haben, ihr Leben beenden zu wollen“ und wenn es keine palliativmedizinischen Alternativen gibt.

Es herrscht auch Kritik von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Sie halten die Entscheidung für paxisfern. „Was eine unerträgliche Leidenssituation ist, bleibt offen", sagte Vorstand Eugen Brysch. Leiden sei "weder objektiv messbar noch juristisch allgemeingültig zu definieren". Zudem beklagte Brysch einen "Schlag ins Gesicht der Suizidprävention in Deutschland".

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) haben 68 Patienten einen Antrag auf ein tödliches Medikament gestellt. Hierbei haben die Antragssteller sich auf das Urteil (BVerwG 3 C 19.15) des Bundesverwaltungsgerichts berufen, dieses schreibt der Spiegel. Das Urteil sorgte für zahlreiche Kritik bei den Institutionen.

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe von der CDU erklärte, das die staatlichen Behörden nicht zum Handlanger werden dürfen. Für die Beihilfe zur Selbsttötung. Laut dem Spiegel wartet das Ministerium noch das Gutachten eines Verfassungsexperten ab und entscheide aufgrund der "besonderen Tragweite des Urteils" noch nicht über die Anträge.

Quelle: http://www.bverwg.de 

Die Lage auf dem Markt für Pflegefachkräfte ist gravierend

Der Verband der privaten Pflegeanbieter fordert: das in der Pflege nicht länger eine gesetzliche festgelegte Quote bestimmt, wie viel Fachpersonal die Pflegeanbieter beschäftigen müssen. Stellen bleiben monatelang unbesetzt von den Privaten Anbietern, weil sich kaum qualifiziertes Personal bewirbt. Dieses führt dazu das in Pflegeheime, Stationen geschlossen bleiben. Der Bremer Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Sven Beyer, fordert deswegen, eine gesetzliche Mindestquote für das Fachpersonal aufzuheben.

Ilona Osterkamp-Weber die Vorsitzende, des Bremer Pflegerates, findet die Forderung, die Aufhebung der Fachkraftqoute ein Verrat an den professionell Pflegenden. „Die Qualität in der Pflege ist mit weniger Fachkräften nicht denkbar.“ Das Problem könne man so nicht lösen durch die Mindestquote für Fachpersonal aufzuheben. “Offene und ehrliche Debatten sind nötig, aber mit dem Fokus einer qualitativ hochwertigen Versorgung der zumeist schwerst pflegebedürftigen Menschen.“

 

Frau Kerstin Bringmann Gewerkschafterin (Verdi) möchte auch nicht, dass die Fachkraftqoute aufgehoben wird: „Damit würden wir ein Symptom des Fachkräftemangels behandeln, nicht die Wurzel.“ Eine Lösung wäre: bessere Arbeitsbedingungen und einen vernünftigen Lohn, anstatt den Pflegeheimen gesetzlich weniger Fachpersonal vorzuschreiben.

Die Quote Abzusenken ist die falsche Richtung. Die Sozialsenatorin seht dem auch kritisch gegenüber. Denn schon heute die Qualität leidet in den Einrichtungen, sowie die Wohn- und Betreuungsaufsicht. Dieses verlangt mehr Belegung und keinen Belegungsstopp. „Wer die Qualität anheben will, indem er die Fachkraftquote absenkt, geht in die falsche Richtung“, so Stahmann.

Darum muss das Ziel sein mehr Fachkräfte für den Pflegeberuf zu gewinnen. Deswegen hat Bremen die Zahl der Ausbildungsplätze verdreifacht von 50 im Jahr 2011 auf 250. Nicht alle Plätze sind belegt. Es müssen neue Modelle entwickelt werden, bevor man die Fachkraftqoute abschaffen will. Grundlegend muss das Ziel sein, die Qualität der Pflege zu sichern. In Zukunft stellt man sich vor, eine situationsabhängige Fachkraftquote.

Quelle: dpa

Interesse an der Prävention groß

Laut einer Umfrage des Unternehmens Compass, was zum Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) gehört, wollen Betroffene mehr Informationen über entlastende und präventive Angebote. In der Umfrage wird deutlich, dass ein großer Nachholbedarf für Pflegebedürftige und deren pflegenden Angehörigen zum Thema Prävention besteht.

Der Compass hat deshalb ein spezielles Konzept für die Pflegeberatung entwickelt auf die Prävention ausgerichtet. Es wurden von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachen 107 Pflegebedürftige und deren Angehörigen befragt. 72 Prozent erwarten in einem Beratungsgespräch mehr entlastende und somit auch präventive Angebote. 

 

Rund um die finanzielle und die rechtliche Vorsorge mit Blick auf die Pflegebedürftigkeit wünschen sich 25 Prozent mehr Informationen. PKV Kunden können das Beratungsangebot, bereits vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit in Anspruch nehmen, sowie deren Angehörigen auch einen Beratungsanspruch haben. 

Der Gesunde Lebensstil spielt auch für viele eine wichtige Rolle. 18 Prozent gaben als Thema das physische Wohlbefinden an, 14 Prozent die soziale Teilhabe, 15 Prozent Bewegung, zwölf Prozent Ernährung und zehn Prozent die Hygiene.

Nicht so hoch war das Interesse an der Sucht- und der Gewaltprävention mit jeweils drei Prozent.

Auf der Basis der Ergebnisse will das Unternehmen Compass, gemeinsam mit der Landesvereinigung für die Pflegeberatung ein Präventionskonzept erstellen.

 

 

Die Politik Jamaika Parteien sind sich über das Thema Pflege einig

In Berlin CDU/CSU, FDP und Grüne die vier Parteien sind sich einig. "dass sich die Menschen auf eine gute medizinische und pflegerische Versorgung verlassen können müssen, unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort", so steht es im Sondierungspapier

Folgende wichtige Punkte sind auf gelistet im Sondierungspapier: "Gemeinsam angehen" wollen die Sondierungsteams in den folgenden Runden diese Themen: die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Verbesserung der Situation der Geburtshilfe und der Hebammen eine integrierte und sektorübergreifende Bedarfsplanung, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung. Die Parteien haben einen "Wünsch-dir-was-Katalog" formuliert.

 

So hat die CDU den Wunsch die Apothekenversorgung und den Versandhandel zu erörtern. Die FDP und die Grünen wollen die legale kontrollierte Abgabe von Cannabis, - nicht nur für medizinische Zwecke, das wird von der CDU abgelehnt.

In den folgenden Tagen sollen auch die Themen wie: Zukunft des Medizinstudiums, Krankenhausinvestitionen, sowie eine Verbesserung der Patientenrechte besprochen werden. Die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege sollen spürbar verbessert werden. Auch soll es sich dabei, um die volle Refinanzierung von Tarifsteigerungen bei der Krankenhausvergütung handeln. Ein Ziel ist auch weniger bürokratischen Aufwand in der Pflegedokumentation.

Mit auf der Agenda steht auch ein „Sofortprogramm“ für eine bessere Personalausstattung in der Pflege. Die Grünen laden am 25 November zu einem Parteitag. Dieser ist entscheidet, ob aus den Sondierungen Koalitionsverhandlungen werden. Quelle: aerztezeitung.de

Pflegefachkräfte sind selber oft krank

Jeder Fünfte sieht sich in der Altenpflege physisch als auch psychisch durch die Arbeit gefährdet.

Wer in der Altenpflege arbeitet ist durchschnittlich 24 Tage im Jahr krank. In anderen Branchen sind es dagegen 16 Tage. Dieses ist im Durchschnitt knapp eine Woche mehr. Auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sind die Ausfälle mit 19,3 Tagen damit höher, als in anderen Branchen.

Der ständige Arbeitsdruck und die Arbeitsbedingungen sind der Grund für die hohe Krankheitsqoute. Dieses geht aus dem Gesundheitsreport 2017 von der BKK Dachverband hervor.

 

Die häufigsten Gründe sind auch die Körperlichen wie etwa Rückenschmerzen, die dafür sorgen das die Beschäftigen den Arbeitsplatz nicht auf suchen können. Aber auch die psychischen Störungen kommen hinzu die bei Altenpflegern zumeist höher sind, als vergleichbar in anderen Branchen.

Die Arzneimittelverordnung ist insgesamt bei Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen, vor allem bei Pfleger weniger als der Bundesdurchschnitt. Andererseits bei den Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege werden mehr Arzneimittel Beispielsweise Psychopharmaka verordnet.

Die BKK sieht großen Handlungsbedarf im Gesundheitswesen und auch gerade bei den Pflegeberufen. Die geleistete Arbeit muss mehr Anerkennung bekommen. Es wünschen sich viele eine Gesundheitsförderung. In der Altenpflege gibt es oft (57 Prozent) keine betriebliche Gesundheitsförderung. Wenn es sie gibt, wird sie von 79 Prozent in Anspruch genommen. Der BKK Dachverband sagt es lohnt sich auch wirtschaftlich für Unternehmen eine Betriebliche Gesundheitsförderung. 

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