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Präsidentin des Bundesverbandes für Pflegeberufe äußert sich zum Thema Pflege

Frau Cristel Bienstein die Präsidentin des Bundesverbandes für Pflegeberufe sagt: "Pflege bleibt weiterhin ein 'Ekel-Thema." Das Thema Pflege hat durch den Pflege Azubi Alexander Jorde mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Als in einer TV Sendung letztes Jahr 2017 zum Wahlkampf der Pflege Azubi die Kanzlerin Angela Merkel mit der Situation konfrontiert hat, wie die Realität aussieht in den Pflegeheimen.

Seitdem hat die Politik nicht mehr wegschauen können und hat das Thema Pflege in ihrer Koalitionsverhandlung berücksichtigt. Frau Biensteins äußert sich zu den neuen 8 000 Pflegestellen die in den Koalitionsvertrag festgeschrieben sind und sagt: "Es gibt ja allein über 13.000 stationäre Einrichtungen und fast 20.000 ambulante Pflegedienste".

Auch sorgt der Personalmangel zu Frustrationen bei den Mitarbeitern aus der Sicht von Frau Biensteins sie sagt:"Die Kollegen gehen mit einem Gefühl nach Hause, völlig unzureichend gearbeitet zu haben, weil sie den Bedarfen der Bewohner und Patienten gar nicht Rechnung tragen konnten."

Was noch ein Thema ist das viele die Pflege als ein „Ekel-Thema“ empfinden, denn viele Menschen verbinden mit der Pflege ein Endstadium. “Deswegen werde das Thema oft verdrängt und viele Menschen würden sich nicht um die Vorsorge kümmern. "Und Politiker gewinnen damit halt nicht große Lorbeeren", sagt Bienstein. Hinzu kommt das viele Pflegedienste in privater Trägerschaft sind.

Frau Bienstein meint der Staat kann Regeln aufstellen um eine Qualitativ Hochwertige Pflege zu gewährleisten. Zudem sollen die Pflegekräfte mehr mobilisiert werden und für ihre Interessen kämpfen, denn Ziel ist es den jungen Menschen den Beruf näher zu bringen.

Quelle: inforadio.de

Schwerbehinderung: Sprachrohr für Behinderte in Rheinsberg

Der Kongress in Rheinsberg des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe bietet als Sprachrohr die Möglichkeit sich Auszutauschen - bereits zum fünften Mal.

Um etwas zu bewegen soll sich untereinander ausgetauscht werden mit dem neuesten Input.

Aus diesem Grund wurde der Rheinsberger Kongress für Menschen mit Behinderung 2006 ins Leben gerufen. Am Sonntag dem 18.02.2018 beginnt unter dem Motto „Du + Ich = Wir bewegen Politik!“ die fünfte Auflage statt. Über 230 Teilnehmer mit Handicaps aus Deutschland nehmen teil.

Das Bundesteilhabegesetz steht im Mittelpunkt, das 2017 stufenweise eingeführt wurde. Doch es besteht noch Nachbesserungs-bedarf. Beispielsweise: Dürfen Menschen mit einem Handicap in einer Werkstatt nur arbeiten, wenn Sie als gut genug befunden werden.

Der Rheinsberger Kongress kämpft seit Jahren dafür das sich dieses ändert. Der Ministerpräsident Dietmar Woidke ist am 19 Februar beim Kongress zu Gast. Woidke sagt: „Menschen mit Behinderungen sind in vielerlei Hinsicht Experten“, sagt Woidke, der Schirmherr ist. „Sie können dazu beitragen, Entscheidungen zu treffen, die den Betroffenen wirklich helfen.“

Der Kongress findet im Seehotel statt, dieses wurde ausgewählt da es eine einzigartige Barrierefreiheit biete. Das Hotel kann 180 Besucher aufnehmen. Die Anderen Gäste übernachten in den benachbarten Hotels. Alle drei Jahre findet der Kongress statt, wird von der Aktion Mensch und auch von der Fürst-Donnersmarck-Stiftung gefördert.

Quelle: maz-online.de

Pflege: Über 9 Millionen Überstunden in der Altenpflege

In Deutschland haben die Altenpfleger im Jahr 2016 über 9 Millionen Überstunden geleistet. Dabei muss beachtet werden das mehr als ein Drittel davon unentgeltlich waren.

Auch wenn die SPD und Union 8 000 neue Stellen in den Pflegeheimen schaffen möchte, langt dieses bei weiten nicht aus.

Wie etwa die Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2017 feststellte das circa 24 000 Stellen in Altenpflege unbesetzt sind. Insgesamt wurden circa 900 Millionen Gesamtstunden in der Pflege geleistet. Somit liegt der Anteil der Überstunden bei mehr als ein Prozent.

In der Altenpflege werden auch in vielen Einrichtungen nur Teilzeitstellen vergeben. So ist erkennbar das die Pflegekräfte durch die hohen Überstunden regelrecht ausgebeutet werden. Es gehört zur Regel das die Pflegekräfte in Ihrer Freizeit zum Dienst verpflichtet werden.

Quelle: tagesschau.de

Mehr Kosten für Angehörige und Pflegende

Die Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag auf mehr Pflegefachkräfte geeinigt. Um genau 8 000 neue Stellen, diese decken den Bedarf nicht ab und sind nur ein erster kleiner Schritt.

Doch der Umkehrschluss ist das dadurch sich auch die Kosten steigern für die Beiträge und Pflegeversicherung. Dieses fällt dann zu Lasten der Menschen die Hilfe brauchen und schon an ihrer Belastbarkeit sind. Es sind die Steuergelder die hier beachtet werden müssen. 

 

Auch wird davon gesprochen das für Pfleger in Elternzeit der Wiedereinstieg attraktiver sein muss in den Beruf durch eine besserer Bezahlung. Es sind noch viele Baustellen und Hindernisse die gelöst werden müssen. Es muss eine Lösung geschaffen werden um die Menschen zu Entlasten sei es Finanziell oder in ihrem Beruf.

Der Koalitionsvertrag ist schon Mal ein guter Schritt in die Richtige Richtung, doch es muss noch viel getan werden. Auch wenn man bedenkt das Landesweit um die 1900 Kräfte fehlen und so muss auch aus dem Ausland um Pflegekräfte geworben werden. Beispielsweise in Rheinlandpfalz wird aus dem Vietnam sich um Pflegekräfte bemüht.

Eine gute Idee ist auch die Pflege in der Schule näher zu bringen, damit die Wichtigkeit erkannt wird. Doch muss auch Seitens der Politik noch dieses mehr erkannt werden. Denn nur Gemeinsam ist man stark.

Die Missstände in der Pflege wurden von Mitarbeitern und Pflegepersonal jüngst in Twitter kundgemacht, als sich der CDU Politiker Erwin Rüddel zuvor mit einem Tweet zum Thema Pflege geäußert hat. Er die Pflegenden aufgerufen, nicht immer nur negativ über die Alten- und Krankenpflege zu berichten.

Quelle: swr.de

Was sind Menschen mit Behinderung in Deutschland wert?

Natürlich sind Menschen mit Behinderung in Deutschland gleichgestellt, doch betroffene haben oft ein anderes Gefühl und man muss in der Tat die Vermutung äußern, dass es sich dabei nicht nur um ein Gefühl handelt. Folgen wir aber mal den Ereignissen. In Deutschland finden wir ein Bundesteilhaber Gesetz. Im Entwurf des Koalitionsvertrages steht "Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention getan. Seine Umsetzung werden wir in den kommenden Jahren intensiv begleiten und gleichzeitig die Teilhabe weiter fördern.". Liest sich das nicht richtig gut? 

Der Teufel steckt sprichwörtlich im Detail. "Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe" - Wie wirkt der Satz? In der Realität sieht nämlich vieles anders aus. Da ist der Rentner, der in seiner Erwerbszeit brav in die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt. Selbst auf den Rentenbescheid findet sich weiterhin der Beitrag für die Pflegeversicherung. Eigentlich eine gute Sache, denn wer Rentner ist, kann jederzeit auch pflegebedürftig werden. Genau dieser Rentner geht jetzt ins EU-Ausland. Oft nicht nur um ein "schöneres Leben" zu haben, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen, da wärmeres Klima den Gelenken gut tut. Rente wird weiterhin aus Deutschland bezogen und brav in die Pflegekasse gezahlt. Nun kommt der Tag X, jener Tag den sich keiner erwünscht. Unser Rentner wird zum Pflegefall. Partner/in übernimmt brav die Pflege. Pflegegeld gibt es schließlich auch. Aber bei Pflegesachleistungen, da wird sich brav verweigert. Selbst Nachfragen beim Bundesministerium für Gesundheit enthalten Antworten, die mehr als fragwürdig sind, denn diese verweisen auf EG-Richtlinien (Verordnung (EG) Nr. 883/2004) oder Urteile („Molenaar-Urteil“ vom 05.03.1998), die zu einem Zeitpunkt entstanden sind, als die UN-Behindertenkonvention (UN-BRK) noch nicht einmal existierte. Auch die CDU verweist gerne auf die EG-Verordnung 1408/71  welche durch die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 abgelöst wurde.

Ein wenig mehr Mühe, gibt sich da die SPD. Zitat: "aus dem SGB lX abgeleiteten Feststellung, dass eine Erwerbsminderung einer Behinderung gleichzustellen sei, ist anzumerken, dass nach den gesetzlichen Voraussetzungen eine Rente wegen Erwerbsminderung sowohl wegen einer Krankheit als auch wegen einer Behinderung in Betracht kommt. lm Falle einer Erwerbsminderungsrente kann, aber es muss nicht zwingend eine Behinderung vorliegen. " - schreibt aber nur einen Absatz später (Zitat): "Aus Sicht der UN-BRK ist auf Artikel 1 Satz 2 der Konvention zu verweisen, wonach zu den Menschen mit Behinderungen Menschen zählen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können."" - Der Widerspruch ist hier deutlich, damit bestätigt die SPD eigentlich, dass eben auch Menschen mit Erwerbsminderung als Menschen mit Behinderung anzuerkennen sind. 

Eine weitere Einschränkung erleben diese behinderten Menschen, wenn sie zusätzlich neben ihrer Rente wegen Erwerbsminderung, auf Sozialleistungen nach SGB XII angewiesen sind. Kinder im EU- Ausland, auch wenn diese die Kosten übernehmen, oder das in Grenznähe liegende Reha Zentrum, kann nur noch mit Einschränkungen besucht werden, denn seit dem 1.7.2017 gilt der §41a SGB XII in dem es heißt (Zitat): "Leistungsberechtigte, die sich länger als vier Wochen ununterbrochen im Ausland aufhalten, erhalten nach Ablauf der vierten Woche bis zu ihrer nachgewiesenen Rückkehr ins Inland keine Leistungen." - Das zeigt eigentlich ziemlich deutlich, dass "Behinderung" auch bedeuten kann, "Du darfst nicht alles". 

Das SPD Rentenpaket ist ein weiterer Beleg dafür. So werden Menschen mit Erwerbsminderungsrente eben nicht gleich gestellt. Wer ab 2018 erwerbsgemindert ist, erhält mehr Geld und der Rest (Bestandsrentner) eben nicht. Wie hieß es doch in der UN-BRK? "Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe" - So ganz erschließt sich das nicht, wie die SPD dann so eine Spaltung begründet. 

In der UN-Behindertenkonvention (UN-BRK) die auch für Deutschland Gültigkeit hat, steht im Artikel 1 (Zitat):" .. die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.". Diese Zitierung finden wir sogar auf der Seite der EU: http://fra.europa.eu/de/theme/menschen-mit-behinderungen

Im § 2 SGB IX  ist zu finden (Zitat):"Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist."

Mit diesen Themenkomplex wurde bereits im Sommer 2017 eine persönliche Anfrage an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gestellt. Weder Herr Steinmeier, noch das Bundespraesidialamt haben dazu Stellung nehmen wollen. Selbst mehrfaches Nachfragen, blieb unbeantwortet. Der Verdacht, dass sogar unser Bundespräsident kein Interesse an Menschen mit Behinderung hat, ist gut nachvollziehbar. Freuen wir uns also auf unsere neue Regierung und lassen uns überraschen, wie diese mit dem Thema umgehen wird.

 

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Pflege: Zuhause pflegen statt im Pflegeheim

Die Parteien SPD und CSU wollen den Senioren helfen im Alltag um zu Hause die Pflege zu meistern. Beispielsweise auch mit zeitweiliger Pflegeunterstützung.

Auch wird sich mehr günstige Mittagessen und einen zentralen Notruf in den Alten- und Servicezentren gewünscht. 

 

Die Hauswirtschaft ist für viele ältere Menschen ein Problem. Beispielsweise: das Kochen, Waschen, Putzen und Einkaufen. Hinzu kommt die Rente die bei vielen zu niedrig ist, um eine Fachkraft für den Haushalt zu bezahlen oder aber es Sie ist zu hoch um staatliche Hilfe zubekommen.

Dieses wollen die SPD und CSU bei den Münchener Senioren nun ändern indem Beispielsweise: warme Mittagessen, Hilfe im Haushalt oder bei der Pflege einen zentralen Notruf für alle Fälle vorhanden ist. Der CSU Sozialsprecher Marian Offman sagt, das Ziel ist: Ambulant vor stationär“. So dass die Menschen so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben können.

Das Konzept muss noch ausgebaut werden. Auch sollen die Strukturen keines keineswegs ersetzt werden. SPD-Sozialsprecher Christian Müller will die potenziellen Berliner Großkoalitionäre beim Wort nehmen.

Die ehrenamtlichen Strukturen können nur über hauptamtliche Hauswirtschaftskräfte erhalten bleiben, wenn Sie mit unterstützen. Der Sozialreferat will prüfen wie gelegentliche oder auch regelmäßige Besuch von Haushaltshilfen ermöglicht werden.

Quelle: sueddeutsche.de

Jobstatistik für behinderte Menschen

In den letzten zehn Jahren haben 480 junge Menschen mit geistiger Behinderung einen Job auf den Arbeitsmarkt gefunden. Dieses ist die die Bilanz der „Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule-Beruf“.

Rund 1000 Personen haben seit 2008 am Förderprogramm teilgenommen die Vermittlungsquote lag bei circa. 47 Prozent. 

 

Im Hinblick auf dem zunehmenden Fachkräftebedarf ist es immer wichtiger das die Potenziale von Menschen mit Behinderung stärker gefördert werden.

Die Unternehmen müssen mehr das Potenzial der jungen Menschen erkennen um dieses fördern zu können. Bis 2021 soll das Projekt verlängert werden. In Zukunft sollen bis zu 260 Förderschüler die Chance haben auf einen Arbeitsplatz.

Quelle: sueddeutsche.de

Würzburg: Medizinische Behandlungszentrum für Menschen mit Behinderung wird eröffnet

Am 1 Februar 2018 wurde in Würzburg ein Behandlungszentrum für erwachsene Menschen mit komplexer Behinderung (MZEB) eröffnet. Hierbei sind die Ärzte auf den besonderen Bedürfnissen der Patienten eingestellt. Nach München ist e das zweite Spezialzentrum dieser Art in Bayern.

Der Große Vorteil ist das die Ärzte mehr Zeit haben für die Patienten und ihre Angehörige gegenüber herkömmlichen Arztpraxen. Das Zentrum ist barrierefrei.

Das Zentrum ist spezialisiert auf Anamnese, Diagnostik und Therapie auch ohne sprachliche Kommunikation durchzuführen. Auch sind verschiedene Fachärzte vor Ort. So müssen die Patienten nicht viele verschiedene Arztpraxen aufsuchen um die Unterschiedlichen Teilgebiete wahrnehmen zu können.

Im MZEB finden Sie Beispielsweise Fachärzte für innere Medizin, Psychiatrie oder Augenheilkunde, sowie Logopäden und Ergotherapeuten. Schwerpunkte sind auch Epilepsie, Spastik, Cerebralparese, Verhaltensauffälligkeiten, somatische Krankheitsbilder sowie Schluck- und Schlafstörungen.

MZEB ist kassenärztlich für ganz Unterfranken zugelassen und es werden auch Patienten aufgenommen die nicht Unterfranken kommen. Für einen Termin im MZEB braucht man eine Überweisung des Haus- oder Facharztes.

Quelle: br.de

 

Pflege: Caritas Projekt „Bunte Pflege“

In der Pflege fehlen die Fachkräfte um dem Pflegefachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Caritas hat ein Projekt ins leben gerufen „Bunte Pflege“ dieses soll Migranten einen Einblick in den Pflege Beruf und die Ausbildung geben.

Hierbei werden die Teilnehmer ein halbes Jahr, auf die Ausbildung in der Altenpflege vorbereitet.

 

Der Name „Bunte Pflege“ steht für die Vielfalt der Teilnehmer die Beispielsweise aus: Nigeria, Pakistan, Tunesien, Syrien, aber auch Polen oder Afghanistan kommen. Zudem nehmen die Teilnehmer an einem Deutsch Sprachkurs teil und es finden auch interkulturelle Trainings statt.

So werden die Unterschiede der Kulturen nähergebracht und auch die Pflege wie Sie in Deutschland gestaltet wird. Außerdem stehen die Fachkräfte aus den Altenheimen den Teilnehmern beratend zur Seite.

In den letzten zweieinhalb Jahren wurden insgesamt 54 Teilnehmer, aus 24 verschiedenen Ländern betreut, von denen 30 auch in die Ausbildung gegangen sind.

Quelle: domradio.de

Koalitionsvertrag: Was kommt raus für Rente und Pflege?

Endlich ist er da, der Entwurf des Koalitionsvertrages, deren Inhalt interessant, aber gerade für Menschen mit Behinderung, Erwerbsgeminderte, fast ohne Inhalt ist. (hier zum Download)

Wir wollen uns bei dem Vertrag einmal die Punkte raus suchen, die sich primär mit dem Themen Schwerbehinderung, Rente, Pflege und Erwerbsminderung befassen. Auffallend ist aber, wie bereits erwartet, dass Themen der UN-Behindertenkonvention nur an dem Punkt zu finden sind, wo es für den Staat Vorteile bringen kann. Somit werden Menschen, die der UN-Behindertenkonvention zugeordnet werden können (also Menschen mit Behinderung, pflegebedürftige und Erwerbsgeminderte) weiterhin Menschen 3. Klasse in diesem Staat bleiben. 



Schwerbehinderung:

Zitat aus dem Vertrag S.93 "Mit dem Bundesteilhabegesetz haben wir einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention getan. Seine Umsetzung werden wir in den kommenden Jahren intensiv begleiten und gleichzeitig die Teilhabe weiter fördern. "

Das Bundesteilhabergesetz ist nun nicht gerade ein neues Konstrukt. Wie die Förderprogramme aussehen sollen, bleibt ebenfalls ein Geheimnis, welches irgendwo gelöst werden muss. Vielleicht wird es auch "nur Geld" geben, welches den Bundesländern zugeschoben wird und diese dann selber zusehen dürfen, wie sie mit dem Geld weitere Förderprogramme etabliert bekommen. Besonders positiv ist dieser Teil: "auch Menschen mit Beeinträchtigungen, die als nicht ausbildungsfähig gelten, einen schrittweisen Einstieg in eine anerkannte Ausbildung nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBIG) oder § 42m Handwerksordnung (HwO) zu ermöglichen. " - Solche Maßnahmen sind dringend erforderlich. Frage bleibt aber auch da: Was ist nach der Ausbildung? Um Menschen mit Behinderung in die Berufswelt zu integrieren, bedarf es viel mehr. Insbesondere muss die Wirtschaft dazu bewegt werden, solche Menschen einstellen zu wollen.

 

Barrierefreiheit:

Hier ist besonders positiv das Thema "Förderung Barrierefreier Wohnraum" zu erwähnen. Auch die Willenserklärung, hier mehr in den Gemeinden tun zu wollen, damit auch öffentliche Bereiche besser zugänglich werden, ist als Ziel erklärt worden. Erstaunlich nur, dass man so etwas in einem Koalitionsvertrag verankern muss und nicht als Selbstverständlich betrachtet.

 

Politische Partizipation:

Endlich wird es zum Ziel, was schon lange gefordert wird. Die Einschränkung des Wahlrechts für Menschen mit Vollbetreuung soll noch einmal durch den Wahlausschuss neu beleuchtet werden. Ob es dann aber am Ende zu einer Aufhebung dieses eingeschränkten Wahlrechts kommt, bleibt fragwürdig.

 

Schnittstellenerklärung eingeschränkter bzw. dauerhafter Erwerbsminderung:

Schon das geschriebene, immerhin ein ganzer Satz, sagt alles über die Ziele aus: "Die unterschiedliche Gewährung existenzsichernder Leistungen bei Menschen mit befristeter und dauerhafter Erwerbsminderung werden wir prüfen.

 

Gesundheit und Pflege:

Hier wurde die meiste Energie rein gesteckt. Das haben wir mit Sicherheit auch jenen zu verdanken, die in den letzten Monaten das Thema immer mehr in die Öffentlichkeit gerückt haben. Neben der Prüfung der Arbeitsbedingungen, sollen in einem Sofortprogramm 8000 Pflegestellen geschaffen werden. Woher dann aber die benötigten Pflegekräfte kommen sollen, das löst der Koalitionsvertrag nicht. Neben der verbesserten Bezahlung, die als Ziel erklärt ist, finden wir einen Punkt, der besonders wichtig und ganz nach SPD Manier, formuliert ist: " Wir wollen in einer „Konzertierten Aktion Pflege“ eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Situation in der Altenpflege erreichen. Deshalb entwickeln wir verbindliche Personalbemessungsinstrumente, auch im Hinblick auf die Pflegesituation in der Nacht. Die „Konzertierte Aktion Pflege“ umfasst u. a. eine Ausbildungsoffensive, Anreize für eine bessere Rückkehr von Teil- in Vollzeit, ein Wiedereinstiegsprogramm, eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Beschäftigten sowie eine Weiterqualifizierung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern zu Pflegefachkräften.".

Das es für pflegende Angehörige ein Entlastungspacket geben soll, ist sicherlich eine schon lange notwendige Maßnahme, die wieder einmal ohne konkrete Inhalte ist. Erfreulich wird es aber für Kinder mit pflegebedürftigen Eltern, denn hier hat man die Einkommensgrenze auf 100.000€ im Jahr hochgesetzt.

 

Resümierend kann man sagen, dass sich der Thementeil überwiegend mit inhaltslosen Versprechen prägt. Es lohnt sich auf jedem Fall, den Teil einmal genau zu analysieren.

 

 

 

CDU-Politiker sorgt für großes Aufregen mit seinem Pflege-Tweet

Der CDU-Politiker Erwin Rüddel bringt mit seinem Tweet auf Twitter zum Thema Pflege viele in Aufruhr. Es klingt wie ein schlechter Scherz Erwin Rüddel hat die Pflegenden aufgerufen, nicht immer nur negativ über die Alten- und Krankenpflege zu berichten. 

Denn schließlich sein es durch die Pläner einer großen Koalition #gutezeitenfürpflege

Viele haben sich darüber Aufgeregt und ihrer Wut Lauf gelassen. Viele Pflegekräfte haben daraufhin die wirklichen Missstände gepostet.

Es scheint so, als ob die Politiker in ihrer Seifenblase leben und die Realität ausblenden. Hier findet man die Posts der Pflegerkäfte #twitternwierueddel

Quelle: abendblatt.de

Pflege: Müssen wir auf unsere Pfleger aufpassen?

Die Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml von der CSU in Bayern hat ein Modelprojekt für Pflegekräfte ins Leben gerufen. Dieses Beschäftigt sich mit Entspannungs- und Trainingseinheiten mit Seminaren zu dem Thema Stresserkennung und Stressbewältigung.

Das ganze Projekt soll von der Ludwig-Maximilians-Universität München wissenschaftlich mit begleitet werden. Das Problem ist das viele die in der Pflege arbeiten an Ihrer körperliche grenze gehen.

 

Auch darf nicht vergessen werden, dass es viele gibt die auch unter Gesundheitlichen Problemen leiden wie Beispielsweise Rückenproblemen oder Knieproblemen. Denn zu den täglichen Aufgaben gehören das waschen und Anziehen, das somit immer schwerer fällt.

Um den Menschen in der Pflege zu helfen, hat die Ministerin Melanie Huml am 05 Februar 2018 das Modelprojekt für Pflegekräfte gestartet. Das Programm beinhaltet Beispielsweise: Yoga, Progressive Muskelentspannung, Qigong und wird durch Seminare ergänzt um den Stress zu bewältigen.

Die Chefin des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen in Bayern Sigrid König stimmt dem Seminar zu. "Es ist in der Pflege nötiger denn je" sagte Sie. „Besonders häufig“. würden sich laut der Versicherungsdaten Auswertung bei den Betriebskrankenkassen. Alten- und Krankenpfleger krankmelden und psychische Belastungen sind dabei oft der Krankheitsgrund.

Ein Sprecher der Krankenkassen erzählte: "Mittlerweile liegt der Krankenstand der Pflegebranche um 1,8 Prozentpunkte höher als jener der bayerischen Beschäftigten". Somit sind in der Pflege mehr Menschen krank als in anderen Berufsbranchen.

Quelle: sueddeutsche.de

Inklusion an Deutschen Schulen am Ende?

Glaubt man dem Philologenverband, muss man annehmen, dass das Thema Inklusion an deutschen Schulen keinen Platz mehr hat. (Quelle: Zeit-Online) In der Tat hat der Präsident des Philologenverbandes gefordert, das Thema Inklusion an deutschen Schulen auszusetzen, da viele Schulen mit dem Thema überfordert sind.

Natürlich is Inklusion ein Thema, welches nicht mal eben am Schreibtisch umgesetzt werden kann, sondern für jede Schule eine Herausforderung darstellt. Da das Thema aber nicht neu ist, sind solche Aussagen des Philologenverbandes schon sehr erstaunlich. Das Konzept der "Förderschulen" wird aufgegeben, die Lehrkräfte der Förder-/Sonderschulen finden ihren Platz in den Regelschulen und jetzt sollen diese mit dem Thema überfordert sein? Oder hat man die Lehrkräfte vielleicht eher dazu missbraucht, den Lehrermangel zu kompensieren? 

Inklusion ist ein komplexes Thema. Notwendige Umbauten in den Schulen sind das eine. Für die Schulen beginnen die Aufwände bei der Thematik der individuellen Bedürfnisse, die Kinder mit Behinderung haben. Diese Bedürfnisse müssen durch entsprechendes Fachpersonal gedeckt werden. Die große Frage bleibt also: Wo ist das Fachpersonal aus den Förder-/Sonderschulen geblieben? 

Für die Kinder ist Inklusion ein Gewinn. Kinder mit Behinderung fühlen sich dadurch in der Gesellschaft besser integriert und nicht behinderte Kinder lernen bereits im Kindesalter, den Umgang mit behinderten Menschen. Der Gewinn ist für alle da. Hemmschwellen werden vermieden und Behinderung wird zum Teil einer Gesellschaft, in der Behinderung kein Thema mehr sein sollte, sondern eine Selbstverständlichkeit. Darum sind genau solche Forderungen für unsere Gesellschaft gefährlich, können diese doch schnell zu einer Rückwärtsentwicklung führen.

Selbst wenn der Bund für das Thema mehr Geld bereitstellen würde, was sicherlich der Sache dienlich ist, wird das nicht das Problem mangelnder Fachlehrer beheben. Die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) ist schon lange Unterstützer der Inklusion. Auch der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ist Unterstützer des Inklusionsgedankens. Trotzdem warnt Herr Meidinger vor der Überforderung in den Schulen. Nachvollziehbar, aber warum erst jetzt? Gerade wo in vielen Bundesländern das Thema Inklusion an den Schulen bereits eine Selbstverständlichkeit ist?

Am Ende bleibt es Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Schulen mit ihren Aufgaben nicht überfordert und notwendige Gelder bereitgestellt werden, anstatt wieder jahrelang neue Diskussionsketten zu starten.

 

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„Pflege-Mafia“ lange Haftstrafen erwartet

Am Montag dem 05 Februar 2018 hat das Landgericht Düsseldorf wegen Abrechnungsbetrug in der Pflege eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren für die neuen Angeklagte verhängt. Die Krankenkassen und Sozialämter wurden um circa 8,5 Millionen Euro geschädigt.

Die Patienten waren ein Teil des Betrugssystems. Es wurden für nicht Erbrachte bis nicht vollständig erbrachten Leistungen die Krankenkassen und Sozialämter betrogen.

 

Beispielsweise wurden anstatt täglich die teuren Kompressionsstrümpfe gewechselt ein „Taschengeld“ an die Patienten ausgezahlt.

Die Patienten und Angehörige bekamen eine Schweigeprämie Beispielsweise: den Friseur besuch oder die Maniküre bezahlt, damit Sie Pflegeleistungen unterzeichneten die nie erbracht wurden sind.

Außerdem haben die Ärzte sich auszahlen lassen und Bestechungsgelder kassiert. Die Angeklagten stammen aus der Ukraine oder Russland, es wurde auch von einer „russisch-ukrainischen Pflegemafia“ gesprochen.

Von den neun Angeklagten haben Fünf ein Geständnis abgelegt. Bei zwei Fällen gab es eine Strafe zur Bewährung. Insgesamt soll das kriminelle Netzwerk aus 230 ambulanten Pflegediensten bestehen, die sich über das ganze Bundesgebiet ausbreiten.

Quelle: wdr.de

GroKo und Europapolitik. Kein Interesse an behinderte Menschen?

Erste hinweise zeigen, dass die Koalitionsverhandlungen sich dem Ende neigen, doch in der Europapolitik kein Platz für Menschen mit Behinderung ist. Wie Martin Schulz auf der Seite der SPD schreibt: "Ein Aufbruch für Europa". Mit diesem Satz könnten gerade Menschen mit Behinderung denken, dass sich Deutschland endlich an dem Thema "EU-Behindertenausweis" beteiligen wird, oder vielleicht im EU-Ausland lebende Deutsche, die fleißig in die Pflegeversicherung einzahlen, dort auch Pflegesachleistungen erhalten (wir berichteten im Blog).  

Der EU-Behindertenausweis ist seit 2016 ein Pilotprojekt, an dem sich mehrere Länder beteiligen (wir berichteten im Blog). Genauso führt das Thema "Pflegesachleistungen" gerade bei Betroffenen immer wieder zu Diskussionen. Klagen vor den Sozialgerichten, bisher ohne Erfolg. Politisch keine Reaktion. Selbst Anfragen an den Bundestag, bleiben unbeantwortet. Anfragen an zuständige Ministerien, führen zu Antworten bei denen teilweise auf uralte EG-Beschlüsse verwiesen sind, die nicht einmal die UN-Menschenrechte berücksichtigen. Statt dessen brüstet man sich mit Stolz Themen wie (Auszug der SPD- Webseite. Quelle: https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/ein-aufbruch-fuer-europa/05/02/2018/): 

- Mehr Investitionen
- Reform der Wirtschafts- und Währungsunion
- Mehr Mittel im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit
- Mehr Einsatz für die gerechte Besteuerung von Unternehmen.
- Stärkung von Arbeitnehmerrechten und Mindestlöhnen in Europa
- Eine starke Kohäsions- und Strukturpolitik der EU
- Ein gestärktes Europäisches Parlament.

 

Das sind sicherlich alles wichtige Themen für Europa. Doch von den Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftigen, wieder einmal keine Rede. Es scheint so, dass diese Gruppe der Menschen in der Politik einfach keinen Platz hat. Wiederholt sich hier die Geschichte? Oder hat niemand aus selbiger gelernt? Wen wundert es da, dass der allgemeine Frust unter den betroffenen immer höher wird.

 

Pflege: Ergebnis Groko eine „Beleidigung“

Aus der Sicht der Caritas ist das Verhandlungsergebnis der großen Koalition zum Thema Pflege nicht genügend.

Der Direktor der Caritas Micheal Schwarz kritisiert die Groko Pläne in Bezug auf die Pflege. Es würden den Bürgern nur Sand in die Augen gestreut werden und das ist nicht worauf die Betroffenen seit Jahren warten.

 

Der Direktor der Caritas sieht das Ergebnis als eine Beleidigung. Michael Schwarz sagte: "8000 Stellen für 13.000 Heime sind eine Beleidigung und eine Beruhigungspille für Pflegebedürftige und -mitarbeiter. Auf die real zur Verfügung stehende Arbeitszeit heruntergebrochen bedeutet das etwa zwei Minuten pro Bewohner und Tag" Auch braucht die Pflege mehr Personal.

Es muss auch die Personalausstattung verbessert werden mindestes um ein Drittel. Schwarz sagte: Pflege braucht ein Drittel mehr Personal "Das Hauptproblem ist schlichtweg, dass nicht genügend Mitarbeiter für eine wirklich menschenwürdige Pflege zur Verfügung stehen".

Schwarz fordert von den Parteien CSU, CDU und SPD Reformen herauszubringen die auch den Namen verdienen.

Quelle: br.de

Rentenniveau laut OECD ganz unten - SPD verspricht Verbesserung

Alles wird besser, wenn man der SPD glauben schenken darf, obwohl eine OECD-Rentenstudie hieran Zweifel erweckt. 
So schreibt die SPD (Zitat): "Wir steigern das gesetzlich garantierte Rentenniveau von 43 auf 48 Prozent."

Reicht das, wenn in der OECD-Rentenstudie der deutsche Rentner im Schnitt 51% seines durchschnittlichen Nettoeinkommens im Rentenalter zu erwarten hat? Der OECD-Durchschnitt liegt bei 63 Prozent. Somit darf sich Deutschland die letzten Plätze zusammen mit Chile, Mexiko, Polen, Japan und Großbritannien teilen. 

Wer 35 Jahre in den Rententopf einzahlt, soll zukünftig mindestens 10 % oberhalb der Grundsicherung erhalten. Auf der Strecke bleiben dadurch wieder mal jene, die an Behinderungen leiden, pflegebedürftig, erwerbsgemindert sind und dadurch ihre 35 Jahre eben nicht in die Rentenkasse einzahlen konnten. Man bekommt man den Verdacht, dass die SPD also wieder einmal jene in Stich lässt, die eigentlich am meisten Hilfe und Unterstützung benötigen. 

Wie gut die SPD das kann, hat diese bereits mit ihrem letzten Rentenpaket bewiesen. Da wurden wieder einmal nur jene "besser gestellt", die erst in die Erwerbsminderung kommen. Das aber genau diese Menschen, die bereits erwerbsgemindert sind, nach der UN-Behindertenkonvention als behindert gelten und schon dadurch eine Schlechterstellung gegen sämtliche Grundsätze verstößt, scheint die SPD nicht zu interessieren.

Wen wundern einen da die Vorwürfe, dass Politik kein Interesse an Menschenrechte hat und Menschen mit Behinderung seitens der Politik nur Randgruppen, den man kein Interesse schenken braucht, sind. Denn: Auch wer Erwerbsgemindert ist, ist nach der UN-Behindertenkonvention ein Mensch mit Behinderung und dürfte somit nicht schlechter gestellt werden.

 

Pflege: Bringen die Zusätzlichen 8000 neuen Stellen etwas?

Die CDU, CSU und SPD haben in der Koalitionsverhandlung sich bei Thema Pflege geeinigt mit 8 000 neuen Fachkräften.

Doch die Frage ist ob dieses etwas bringt um dem Fachkräftemängel zu Lösen. Denn wenn man bedenkt das es um die 2 000 Krankenhäuser gibt und das würde bedeuten das es circa 4 Stellen zusätzlich pro Krankenhaus hinzukommt.

 

Auch die Universitätskliniken leiden unter den Fachkräftemängeln. Auch sollte bedenkt werden das es circa 30 000 Betriebe gibt in dem Bereich der ambulanten und stationären Altenpflege.

Dann sind die 8 000 zusätzlichen Stellen kein Gewicht und man wird dieses kaum merken. Die Politik muss mehr Stellen schaffen, wir reden hier nicht von 8 000 Stellen, sondern von dem 10-Fachen an Stellen. Damit man etwas in dem System merkt.

Samuel Koch mit einer Lösung für die Pflege Missstände

Vielen ist Samuel Koch bekannt aus der TV Show „Wetten, dass?“ im Dezember 2010 ist er schwer gestürzt und seitdem querschnittgelähmt. Auch Samuel Koch hat es immer wieder schwer einen Pfleger zu finden. Wenn seine Familie und Freunde ihm nicht unterstützen würden könnte er selber seine Pflege nicht stemmen.

Diese ist ein massives Problem in unserer Gesellschaft. Denn der Fachkräftemängel macht sich immer mehr bemerkbar. Die 8000 neuen Pflegestellen, die bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin vereinbart sind. Sein daher nur ein „kalter Tropfen auf den kalten Stein“ kritisierte Koch. 

 

Es muss ein umdenken stattfinden gerade in unserer Gesellschaft bei der das Thema Pflege jetzt nicht ignoriert werden darf, denn es werden immer mehr Menschen die Pflege bedürfen. Koch hat eine Idee einer Einführung eines verpflichtenden Pflegesozialdienstes.

Dieser könnte „als Notwehr gegen den Pflegenotstand" helfen. Auch würde es nicht ausreichen 8 000 oder 16 000 neu Stellen zu schaffen, wenn man bedenkt das bei 12 000 Einrichtungen Unterversorgung ist. Eine weitere Idee von Koch ist ein Pflichtsozialdienst, dieses würde „ganz akut Menschen in den Kliniken und Altenheimen entlasten." sagte Koch.

Auch ist es für die jungen Menschen eine Möglichkeit, denn meistens sind Sie nach der Schule noch oft orientierungslos. Sie können so die Pflege kennenlernen und Berührungsängste abbauen und sich später entscheiden ob der Beruf für Sie etwas sein könnte.

Die dritte Idee von Koch ist "der Dienst an der Gesellschaft als Thema wäre auch schon in der Schule gut", sagte Koch. Zudem auch ein Schüler Praktikum in einer Behindertenwerkstatt eine gute Idee wäre.

Quelle: tag24.de

Pflege: In Brandenburg brauchen 112 000 Pflege

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg wird bis 2040 massivansteigen, es werden voraussichtlich circa 174 000 auf die Pflege angewiesen sein, das teilte das Sozialministerium mit.

Die Daten werden genutzt um bessere Entscheidungen für die Pflege rechtzeitig treffen zu können.

 

Auch darf nicht vergessen werden, dass die Menschen im älter werden und somit auch die Zahl der steigt, die auf die Hilfe später angewiesen sind. Das Thema ein gesundes Leben und aktives muss auch gefördert werden.

Die Zahl der Pflege Plätze in voll- und teilstationärer Hilfe ist von 2005 bis 2015 um 35 Prozent auf circa 29 000 gestiegen. Der Fachkräftebedarf nimmt zu 2015 waren circa 35 000 Menschen beschäftigt in diesem Bereich, bis 2040 könnte es circa 57 800 werden.

Quelle: dpa

Pflege: Die Angehörigen leiden am meisten

Das neue Pflegestärkungsgesetz soll die pflegenden Angehörigen entlasten. Doch wenn man bedenkt das die Angehörigen immer mehr leisten müssen und kaum Unterstützung bekommen ist das Fair?

Die Professionelle Pflege ist zwar eine Entlastung, aber Sie ist nur für einen Gewissenzeitraum. Laut einer Studie fallen für pflegende Angehörige circa 63 Stunden Arbeit in der Woche an. Außerdem kommen noch ungefähr 360 Euro Kosten hinzu die einem keiner erstattet.

 

Wenn jemand pflegt gibt er sein Leben auf. Neben dem eigenen täglichen Leben muss als Pflegender Angehöriger, sich nicht nur um die Pflege gekümmert werden. Sondern auch noch die Arzttermine, die Steuererklärung, der Frisör, Fahren oder Cheffeuer spielen, Bankangelegenheiten und natürlich auch noch der Haushalt wie putzen, waschen und kochen. Als Angehöriger wird man aus dem Leben gerissen und gibt sich ein Stück selber auf.

Man stellt sich zurück und seine Bedürfnisse. Für einiges bekommt der Pflegebedürftige Geld, das er dem Angehörigen geben kann, doch für nicht alles.

Für Arbeitende gibt es bis zu zehn Tage im Jahr den Lohn ersetzt, wenn Sie sich akut kümmern müssen (Mehr dazu auch in Tipps und Tricks). Dieses klingt erst einmal wunderbar. Doch das Problem ist es wird ein Attest vom Arzt benötigt und der Vorgang muss unmittelbar bei den Kassen beantragt werden. Hinzu kommt das sich um den Angehörigen gekümmert wird, der jetzt ihre Hilfe braucht und man eigentlich nicht den Kopf hat für das Nötige Attest. So ist es oft, dass sich die Angehörigen krankmelden, da Sie keine Kraft haben um das Attest zu besorgen.

Für die Tages- und Nachtpflege soll es mehr Geld geben, wenn der Pflegebedürftige nur tagsüber oder nachts in einer Einrichtung geht. Es sollen jetzt bis zu acht statt vier Wochen Kurzzeitpflege beansprucht werden können.

In der Praxis ist dieses ein Problem, denn die Tagespflegeplätze sind zwar vorhanden, doch bei der Nachtpflege findet man kaum einen Platz. Dieses ist auch bei der Kurzzeitpflege, denn viele Pflegeheime können Kurzfristig kaum jemand aufnehmen, nur wenn ein Platz frei ist und das ist eher selten. Auch wollen viele Pflegeheime lieber jemanden der länger bleibt und wenn man mal ein Angehöriger in den Urlaub möchte, ist es Glück, wenn Überhaupt ein Pflegeplatz kurzfristig gefunden wird.

Es muss sich noch einiges ändern im Pflege-System. Die Menschen die betroffen sind werden nicht gehört.

Woher soll ein Politiker oder Bürgermeister wissen was fehlt, wenn er nicht selbst betroffen ist. Es müssten die Angehörigen gehört werden und Sie müssten sagen können was ihnen fehlt und Sie belastet.

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