Herzlich Willkommen

EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenportal.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente 
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen.

 

 

 

E-Roller ein zunehmendes Problem bei Barrierefreiheit

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein E-Roller zu sehen.

Die schönen Zeiten scheinen vorbei zu sein, wo ein Rollstuhlfahrer/In sich unbeschwert durch die Stadt bewegen konnte, denn ein neues Hindernis prägt mittlerweile in vielen Städten das Stadtbild. Der E- Roller. Mager für viele das optimale Fortbewegungsmittel sein um schnell von A nach B zu kommen, oder um einfach nur mal aus Spaß durch die Straßen cruisen zu können, stellt er auch ein neues Hindernis. Nicht nur der für einen Rolstuhlfahrer/In wird dadurch die Fortbewegung eher zu einer Slalomfahrt, auch für Menschen mit Behinderung die auf andere Gehhilfen angewiesen sind, wird es zu echten Herausforderung. Selbst der gesunde Fußgänger, der vielleicht schnell zum gerade ankommenden Bus läuft, muss nun aufpassen, dass da nicht gerade irgendwo ein Roller im Wege steht.

Dann kommen die "wilden", mal eben schnell von A nach B, denen man auch noch ausweichen muss, damit man nicht unter die Räder kommt. Dabei gibt es auch in Deutschland, für E-Roller klare Verkehrsregeln, die der ADAC veröffentlicht hat (link). "E-Scooter sind auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen erlaubt.", klingt eigentlich logisch. "Auf dem Gehweg, in der Fußgängerzone und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung sind für die kleinen E-Roller verboten – außer das Befahren wird durch das Zusatzzeichen "E-Scooter frei" erlaubt". Nur was fällt uns auf, die stehen genau da rum, wo sie verboten sind. Das zu Lasten jener, die sich auf den Gehwegen und in den Fußgängerzonen bewegen. Wenn dann noch jemand kommt, der sich so eine E-Roller ausleiht und diesen nicht erst in den Bereich schiebt, wo das Fahren erlaubt ist, ist das Chaos eigentlich perfekt.

Barrierefreier hat der E-Roller also unsere Städte nicht gemacht. Im Gegenteil. Genau diese Faktoren haben die SPD in Berlin dazu bewegt, bei der Bezirksverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag zu stellen. Unter dem Betreff: "Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verbessern". Konkret heißt es in dem Antrag: "Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen: Die empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen des Landes dafür einzusetzen, dass Leih-Fahrräder und -E-Roller zukünftig nur noch mit stationsgebunden Ausleihe- und Rückgabestellen zugelassen werden." 

Da die geschilderten Probleme nicht nur Berlin betreffen, ist davon auszugehen, dass entsprechende Anträge auch in anderen Städten kommen werden. Das diese Forderungen seitens der Behindertenverbände und Vereine noch nicht publik an das Verkehrsministerium gestellt wurde, verwundert doch schon, denn gerade jede Form on Objekten, die frei und unbestraft auf Gehwegen und in Fußgängerzonen abgestellt werden dürfen, führen zwangsläufig dazu, dass diese zu Hindernissen für andere Teilnehmern im Straßenverkehr werden. Menschen mit Behinderung merken das besonders. Vielleicht sind es aber diese Anträge, die für die Gesamtproblematik mehr sensibilisieren.

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank