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Angehörige entlasten und irgendwie dann doch nicht ...

Bildbeschreibung: Weibliche Person im Pflegebett.

Das Angehörigenentlastungsgesetz hört sich vielversprechend an und entlastet auch jene, die einen Angehörigen in Pflege haben. Besser gesagt, die einen Angehörigen (Eltern/Kinder) in einer Pflegeeinrichtung untergebracht haben, denn die 70% der pflegenden Angehörigen werden in dem Gesetz nicht berücksichtigt. Das sich dadurch immer mehr Frustration breit macht, zeigt sich in den Sozialen Netzwerken sehr deutlich:

Bildbeschreibung Screenshot eines Facebook Eintrags

 

Wo liegt aber das eigentliche Problem? Arbeit und Pflege lassen sich oft nicht miteinander vereinbaren, da die Pflege nicht selten so intensiv ist, dass ein Wegbleiben oder Pflegedienst keine Alternative darstellt, oder für den Pflegebedürftigen eine nicht zumutbare Belastung ist. Gerade ältere Menschen brauchen in ihrem Umfeld ihre gewohnte Umgebung und Personen, die ihnen bekannt sind und denen sie vertrauen können. Viele pflegende Angehörigen, erleiden durch die Pflege selber starke finanzielle Einbußen, bis hin zu Einbußen in der Rente. Das macht die betroffenen nicht selten, selbst zu Sozialfällen, obwohl sie eigentlich das gleiche leisten, wie jemand der in einer Pflegeeinrichtung arbeitet. 

Wie kann man dem aber entgegen treten? Eigentlich kann hier nur die Politik aktiv werden. Um das zu erreichen, fand am 13. August eine Demo vor dem Bundesgesundheitsministerium statt, die dazu diente, Jens Spahn auf die Problematik aufmerksam zu machen. Organisiert wurde das ganze über eine Facebook- Gruppe, die sich "Die Pflegerebellen" nennen und mittlerweile etwa 1700 Mitglieder hat.

Es ist aber nicht nur diese Gruppe, die auf die Problematik aufmerksam macht. Auch andere Gruppen in den Sozialen Netzwerken haben sich mittlerweile kritisch geäußert. Es bleibt also ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit erfordert, denn wären die pflegenden Angehörigen nicht, würde das gesamte Pflegesystem in Deutschland, komplett zusammenbrechen. Betrachtet wir zudem die allgemeine Entwicklung in Deutschland, den Demografischen Wandel, sehen wir, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden und somit die Hauptsäule der Pflege, nämlich die pflegenden Angehörigen, bereits in 10 Jahren vollständig zusammen brechen kann.

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