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Die Menschen werden immer älter – und die Älteren werden immer mehr

Bildbeschreibung: Minister Karl-Josef Laumann
Foto: MAGS NRW

Derzeit leben in Nordrhein-Westfalen 3,8 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, in 20 Jahren werden es etwa 5 Millionen Menschen sein. Und immer mehr Ältere sind erwerbstätig: Von 2007 bis 2017 stieg die Erwerbsquote der 55- bis unter 65-Jährigen von 53,5 auf 69,3 Prozent. Dies sind nur zwei Trends aus dem zweiten Landes-Altenbericht, den das nordrhein-westfälische Sozialministerium jetzt vorgestellt hat.

„Wir sehen, dass der demografische Wandel weiter fortschreitet. Die Menschen werden immer älter und die älteren Menschen werden immer mehr“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann. Viele Menschen erreichen ein sehr hohes Alter mit einer hohen Lebensqualität. Sie sind aktiv und nehmen am alltäglichen gesellschaftlichen Leben teil: In Nordrhein-Westfahlen können Seniorinnen und Senioren auf eine vielfältige Angebotslandschaft zurückgreifen. Mit Miteinander und nicht allein fördern wir beispielsweise Angebote von Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen in der direkten Nachbarschaft. Auch die Landesseniorenvertretung, die Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros oder das Forum Seniorenarbeit geben älteren Menschen eine starke Stimme in Nordrhein-Westfalen.“

Die Lebensentwürfe und Wohnformen seien heute erheblich vielfältiger als früher, zum Beispiel das Leben in Wohngemeinschaften. „Deshalb brauchen wir Wohn- und Pflegeformen, die diese unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigen und eine freie Wahl ermöglichen. Dafür sind innovative Konzepte gefragt. Ältere Menschen brauchen genauso wie Familien mit Kindern ihren Platz in unserer Gesellschaft“, sagte Minister Laumann.

In einer alternden Gesellschaft gewinnen Fragen der Gesundheit und Versorgung zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der 65-jährigen und älteren Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen ist von 378.000 Menschen im Jahr 2003 auf 621.000 Menschen im Jahr 2017 um mehr als die Hälfte gestiegen. Eine Entwicklung, auf die die Landesregierung unter anderem mit optimierten Versorgungsleistungen und Veränderungen in Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen pflegender Fachkräfte reagiert. Zugleich werden gesundheitliche Präventionsprogramme für ältere und alte Menschen ausgeweitet oder neu auf den Weg gebracht.

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„Wir wollen, dass ältere Menschen auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ihr Leben selbstbestimmt und ohne Bevormundung gestalten können. Sie sollen Chancen auf Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen haben“, so Laumann.

Der Minister wünscht sich eine breite Debatte über den Altenbericht: „Der Bericht bietet eine Datenbasis, um die Altenpolitik in Nordrhein-Westfalen weiter voranzubringen. Auf dieser Basis müssen wir diskutieren, wie wir mehr für und mit älteren Menschen erreichen können. Dazu sind alle politischen Kräfte und insbesondere Verbände und Selbsthilfeeinrichtungen der älteren Menschen eingeladen.“

Aufbauend auf den Daten von IT.NRW und den Beiträgen der Fachministerien werden im zweiten Altenbericht auf rund 230 Seiten die relevanten Daten zusammengestellt und die Lebenslagen älterer und alter Menschen gewürdigt, etwa im Hinblick auf Lebensformen, Migrationshintergrund, Qualifikationsstruktur, Erwerbsbeteiligung, Finanz- und Wohnsituation, gesundheitliche und pflegerische Versorgung, Verkehrsbeteiligung, Sicherheit, Verbraucherschutz und Mediennutzung.

Redaktion / © EU-Schwerbehinderung



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