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Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderung auch im Krankenhaus

Bildbeschreibung: Mehrere Ärzte in einem OP-Saal im Krankenhaus.
Foto: © National Cancer Institute

Für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen setzt sich die AfD-Fraktion in einem Antrag ein. Drucksache:19/22929 Sie verweist darin auf die schwierige Situation eines Krankenhausaufenthaltes durch mögliche Kommunikationsbarrieren und nicht ausreichend geschultem beziehungsweise unter Zeitdruck arbeitendem Personal. Viele Betroffene und deren Angehörige hätten deshalb die Sorge, ob die im regulären Alltag erforderlichen Hilfestellungen im Krankenhaus erbracht werden könnten, schreibt die Fraktion.

In der Drucksache 19/22929 heißt es:

Hauptsächlich betroffen von der Problematik der Versorgung im Krankenhaus sind Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderung, sowie schweren Mehrfachbehinderungen. Gem. Artikel 25 UN-Behindertenrechtskonvention muss der Bereich der gesundheitlichen Versorgung weiterentwickelt werden.

Wenn geistig oder mehrfachbehinderte Menschen aufgrund einer akuten Erkrankung oder wegen eines geplanten Eingriffs in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen, kann das für die Betroffen hochgradig beängstigend und bedrohlich sein denn die Betroffenen werden aus ihren gewohnten Umfeld herausgezogen und befinden sich in einer für Sie fremden Umgebung. Ein weiteres Problem ist, die Sorge darüber, ob die schon im regulären Alltag erforderlichen Hilfestellungen im Krankenhaus erbracht werden können.

Darüber hinaus bestehen mögliche Kommunikationsbarrieren, die das gegenseitige Verständnis zwischen dem behinderten Patienten, Ärzten und Pflegepersonal erschweren, sind weitere Gründe für eine starke Verunsicherung und Ängste. In der Regel ist es so, dass Personal im Krankenhaus nicht ausreichend geschult für den Umgang mit Patienten mit spezifischen Behinderungen sind und das Personal im Krankenhaus steht darüber hinaus unter einem enormen Zeitdruck. Hieraus resultierend kann das zu einer beidseitigen Überforderung kommen, so dass Untersuchungen oder Behandlungen unterbleiben, oder auch der Krankenhausaufenthalt verkürzt wird, mit Schaden für den Menschen mit Behinderung.

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Sie fordert deshalb von der Bundesregierung, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die soziale Assistenz für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung im Krankenhaus sowie in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen als Leistungen der Eingliederungshilfe durch eine geeignete Regelung in den Sozialgesetzbüchern V,IX,XI und XII sicherstellt. Die Liste der Leistungen zur sozialen Teilhabe in Paragraf 113 des SGB IX sollen um eine Ziffer 10 Assistenz im Krankenhaus sowie in stationären Vorsorge- Rehabilitationseinrichtungen ergänzt werden.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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