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Online Regionalkonferenz mit dem Behindertenbeauftragten „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“

Bildbeschreibung: Der Behinderten Beauftrage Jürgen Dusel.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

Barrierefreiheit weiter zu denken als Bedingung gesellschaftlichen Zusammenhalts: Das stand als große Überschrift über der Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiel aus Architektur und Stadtplanung“, veranstaltet vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Bundesarchitektenkammer und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

Die inklusive Gestaltung von Stadtraum und Wohnungen leistet einen bedeutenden Beitrag zur eigenständigen Lebensführung von Menschen mit Behinderungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, hatte eingeladen gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zur Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“.

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Impulsvorträge, die Präsentation gelungener Beispiele aus der Praxis sowie eine Podiumsdiskussion zeigen Architektinnen und Architekten sowie Stadtplanerinnen und Stadtplanern neue, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze auf.

Vorgestellt und diskutiert wurden gute Beispiele von barrierefreier und inklusiver Gestaltung im Gesundheitswesen, quartiersbezogener Wohnungsbau und inklusive Ziele bei öffentlichen Gebäuden. Die Veranstaltung fand als Online-Format statt.

„Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, auch im privaten Sektor. Insbesondere im Gesundheitsbereich ist das Recht auf freie Arztwahl jedoch faktisch beschränkt. Die wenigsten ärztlichen Praxen geben an, zumindest teilweise barrierefrei zu sein. Das ist ein Qualitätsproblem im Gesundheitsbereich und definitiv nicht akzeptabel“, so Jürgen Dusel. „Die Ärztinnen und Ärzte sollten stärker in die Pflicht genommen werden, auch bei der Übernahme bereits bestehender Praxen. Darüber hinaus wünsche ich mir ein finanzielles Förderprogramm für den barrierefreien Umbau ärztlicher Praxen. Überall in jedem Bereich gilt: Barrierefreiheit ist keine Nettigkeit, sondern ein Menschenrecht – und darüber hinaus auch ein Wettbewerbsvorteil.“

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„In der gebauten Umwelt gibt es noch viele Barrieren, für die insbesondere wir als Architekten gefragt sind, kreative und intelligente Lösungen zu finden“, erklärt Martin Müller, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer. „Wir müssen mutig, durchaus kostenbewusst, und oftmals experimentell planen, um mit guten Beispielen Barrieren in den Köpfen abzubauen und den Weg zu einer inklusiven Umwelt maßgeblich mitzugestalten.“

„Eine gebaute Umwelt ohne Barrieren kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute“, ergänzt Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Eine entsprechend vorausschauende Planung könne im Neubaubereich bereits große Fortschritte erzielen. „Eine Herausforderung bleibt die Überarbeitung unserer bestehenden Gebäude.“ Hier seien Eigentümer und Investoren gefordert, dass Ziel „Barrierefreiheit“ konsequent in allen Projekten der Bestandsarbeit zu berücksichtigen. „Letztendlich geht es darum, auch die Barrieren in den Köpfen abzubauen“, betont der Präsident der größten deutschen Architektenkammer.

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Die Regionalkonferenz stellte mit Impulsvorträgen, Präsentationen gelungener Projekte sowie in Gesprächsrunden vor, wie interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze aussehen können. Die von der ZDF-Journalistin Katrin Müller-Hohenstein moderierte Veranstaltung richtete sich an Architektinnen und Architekten, an Stadtplanerinnen und Stadtplaner, an die Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen, aber auch an Auftraggeber aus Kommunen und der Wohnungswirtschaft sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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