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Linke fordert Beitragsfreie Verpflegung an Schulen und in Kitas

Bildbeschreibung: Ein Mädchen das eine Wassermelone isst.
Foto: © Jill Wellington

Die Fraktion Die Linke fordert in einem Antrag ein Konzept für eine beitragsfreie Verpflegung an Schulen und in Kitas. Dabei seien die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) einzuhalten, heißt es. Drucksache: 19/25786

In der Drucksache heißt es weiter:

Ernährungsarmut ist ein ernsthaftes Problem in unserem Land. Sie betrifft in erster Linie Menschen mit niedrigen Einkommen, weil das Geld dauerhaft für gute, gesunde Nahrungsmittel fehlt. Aufgrund ihrer finanziell prekären Situation sind sie oft gezwungen, billige Nahrungsmittel zu kaufen, die in der Regel kalorienreich sind und wenig wertvolle Mikronährstoffe enthalten.

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Studien bestätigen dies und zeigen außerdem auf, dass die Regelbedarfe in der Grundsicherung für eine gesundheitsfördernde Ernährung in den Lebensrealitäten von Menschen, die in Haushalten mit länger anhaltender Einkommensarmut leben, nicht ausreichend sind (Gutachten des Wissenschaftliche Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „Politik für eine nachhaltigere Ernährung“ vom Juni 2020, S. 103, 104). Bereits vor zehn Jahren errechnete das Forschungsinstitut für Kinderernährung, dass bei Kindern und Jugendlichen eine „Deckungslücke“ zwischen dem Regelbedarf für Ernährung und den tatsächlichen Ausgaben für eine optimierte Mischkost von 18 Prozent bei den 4- bis 6-jährigen bis 44 Prozent bei den 15- bis 18- jährigen bestand.

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Daran hat sich bis heute wenig geändert, da der Faktor Gesundheit beim Anteil der Nahrung am Regelbedarf bis heute keine Rolle spielt. Der Deutsche Paritätischer Wohlfahrtsverband e.V. wies 2020 darauf hin, dass ein Warenkorb basierend auf den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit den ALG-II-Regelbedarfen nicht finanzierbar ist. Bei einem Paar mit zwei Kindern beträgt die Diskrepanz 123 Euro im Monat (Expertise „Arm, abgehängt, ausgegrenzt.

Eine Untersuchung zu Mangellagen eines Lebens mit Hartz IV“, September 2020, S. 10 ff.). Ernährungsarmut führt bei Kindern zu Entwicklungsdefiziten und Wachstumsstörungen, die im späteren Verlauf des Lebens nicht mehr korrigiert werden können (Wissenschaftliche Stellungnahme der Society of Nutrition and Food Science e.V. und Universität Hohenheim zu den Auswirkungen von Armut auf den Ernährungsstatus von Kindern in Deutschland, 2018).

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Weiter teilt die Bundesregierung mit:

Außerdem gelte es, den dafür nötigen Aus- und Umbau von Küchen in Schulen und Kitas, die Ausstattung von Räumlichkeiten zum Essen und die Anlage von Schulgärten voranzutreiben. Auch müssten, so die Fraktion, „kompetitive Verpflegungsangebote“, etwa private Cafeterias, Kioske und Verkaufsautomaten, reguliert werden.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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