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Digitale Rentenübersicht liefert nur den Einstieg zur Online-Beratung

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau mit einem Laptop.
Foto: © Anna Shvets

Die voraussichtlich ab 2023 verfügbare digitale Rentenübersicht verbessert zwar den Überblick der Bürger zu ihren Alterseinkünften im Vergleich zur bisherigen Situation, stellt aber noch keine vollständige Information über die verschiedenen Zahlungsströme im Alter bereit. Sie liefert allenfalls einen Einstieg in die Welt digitaler Instrumente für die Altersvorsorgeberatung. Zu diesem Schluss gelangt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) mit dem Titel „Treiber und Widerstände bei der Online-Beratung zur Altersvorsorge“, für die eine Vielzahl von Experteninterviews durchgeführt wurde.

Der Autor Prof. Dr. Andreas Oehler, Universität Bamberg, verweist in der Studie auf die Unvollständigkeit der Daten in der digitalen Rentenübersicht. So finden darin Ansprüche auf Zahlungen aus Spar- und Auszahlplänen oder direkten finanzmarktnahen Anlagen wie international breitstreuende ETF keine Aufnahme.

Dies erscheine auch deswegen vollkommen unverständlich, weil die Bundesregierung und viele ihrer Vorgängerinnen nahezu mantrahaft das Engagement der Bürger und Bürgerinnen in finanzmarktnahe Anlagen zur Altersvorsorge in der dritten Säule, also der privaten Altersvorsorge, einforderten. Darüber hinaus sei nicht geplant, wesentliche Aspekte wie die Auswirkung von Steuern und Sozialabgaben oder die übliche Szenariotechnik hinsichtlich Rendite- und Risikoentwicklung zu berücksichtigen. Außerdem äußerte Oehler Zweifel an der zeitlichen Planung.

„Das von der Studie geforderte Online-Dashboard zur Planung und Steuerung der Altersvorsorge wird also mit der digitalen Rentenübersicht keineswegs erreicht, aber es könnte die Datengrundlage für solch ein Cockpit bilden“, fügt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern hinzu.

Darauf könnten dann einzelne Tools zugreifen, die Altersvorsorgesparer bei ihren Planungen und Entscheidungen unterstützen. Die digitale Rentenübersicht sollte daher als offenes Konzept realisiert werden, an das Start-ups mit eigenen Lösungen andocken können. „Ein solches dezentrale Konzept, wie es zum Beispiel Großbritannien verfolgt, böte Vorteile.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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