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Experten kritisieren Renten-Ampelpläne als unzureichend

Bildbeschreibung: Ein ältere Frau und ein älter Mann.
Foto: © Daniel Bernard

Die Rentenpläne halten Rentenexperten von SPD, Grünen und FDP für unzureichend. "Eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung planen SPD, Grüne und FDP in der angestrebten gemeinsamen Regierung offenbar nicht", sagte Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Samstagausgabe).

"Da die Babyboomer bald in großer Zahl in Rente gehen, erwartet uns in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025 ein Finanzierungsschock", fügte er hinzu. "Mit ihrer Reformverweigerung schieben die Ampel-Parteien der Nachfolgeregierung in vier Jahren die Probleme zu." Börsch-Supan war Mitglied der von der letzten Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission. "Um den Finanzierungsschock zu vermeiden, wird auch das Renteneintrittsalter steigen müssen", sagte Börsch-Supan. "Für die Zeit ab 2030 sollten wir das Rentenalter an die Steigerung der Lebenserwartung koppeln", forderte er.

"Wenn die Menschen älter werden, müssen sie einen Teil dieser Zeit auch arbeiten", so der Ökonom. "Das sind Reformen, die verantwortliche Politik bereits jetzt anschieben muss. Alles andere ist Realitätsverweigerung." Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sagte gegenüber dem RND: "Das, was die Ampel-Parteien im Sondierungspapier umreißen, reicht aus, damit es in den kommenden vier Jahren keine größeren Finanzierungsprobleme bei der Rente gibt. Für die Zeit danach gibt es aber riesige Finanzierungslücken."

Fratzscher kritisierte: "Dieses Problem adressieren SPD, Grüne und FDP offenbar bisher nicht, das sollten sie jedoch tun." Dabei sehen die Experten Einstieg in "eine teilweise Kapitaldeckung der Gesetzlichen Rentenversicherung", wie es im Sondierungspapier heißt, angesichts des zunächst geplanten Kapitalstocks von 10 Milliarden Euro als wenig bedeutend an. Börsch-Supan nannte das Projekt - gemessen an den Summen, um die es in der Rente geht, "blanke Symbolpolitik". "10 Milliarden in der Rente bewegen wenig bis nichts", sagte er. "Das Geld würde man besser in die Bildung oder den Kampf gegen den Klimawandel investieren."

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung

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