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Sozialverband fordert Impf-Priorisierung und Einbindung von Apotheken

Bildbeschreibung: Ein Apothekenlogo an einer Hauswand.
Foto: © dm / EU-Schwerbehinderung

Mit Blick auf das stockende Tempo bei den Auffrischungsimpfungen fordert der Sozialverband VdK Saarland, alle Arzt-Praxen sowie Apotheken und Zahnärzte in die Impfaktion mit einzubeziehen und vulnerable Gruppen bevorzugt zu impfen.

„Bis zum Jahresende haben laut Gesundheitsministerium 420.000 Menschen Anspruch auf eine Auffrischung. Vorvergangene Woche wurden laut Ministerium 18.800 Menschen durch 524 Arztpraxen und 14 mobile Impfteams nachgeimpft. Wenn wir im jetzigen Tempo weitermachen, brauchen wir bis Ende Februar – also gut 22 Wochen. Damit wir bis zum Jahresende durch sind, sind aber 10.000 Impfungen pro Tag nötig“, sagt Birgit Mohns-Welsch, VdK-Expertin für Kommunalpolitik und ehemalige Sozialdezernentin.

„Derzeit impft nur ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte, pro Praxis sind das etwa 30 Impfungen pro Woche. Das reicht nicht aus“, sagt Birgit Mohns-Welsch. Das Impftempo sei angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen viel zu langsam und werde in den nächsten Lockdown führen. „Deshalb sollte jeder, der impfen kann, dies jetzt auch tun dürfen, also auch Zahnärzte und Apotheken. Es gibt gute Erfahrungen bezüglich der Grippeimpfung durch Apotheken. Durch sie könnte ein besonders niedrigschwelliges Angebot geschaffen werden“, so Birgit Mohns-Welsch.

Es sei schwer vorstellbar, dass die drei Impfzentren, die ab Dezember wieder öffnen, die Masse der fehlenden Booster-Impfungen bewältigen könnten, da ab Januar beziehungsweise Februar noch 400.000 weitere Anspruchsberechtigte hinzukämen. Impfwilligen sei es nicht zuzumuten, stundenlang bei Kälte oder Regen in langen Schlangen anzustehen.

Wie bei der ersten Impfaktion müssten besonders gefährdete Menschen bei den Auffrischungen priorisiert werden: „Das gilt insbesondere für bettlägerige schwerkranke Menschen, die zuhause gepflegt werden. Sie sollten nicht bis Februar warten müssen, sondern brauchen Impfangebote durch mobile Teams", sagt Birgit Mohns-Welsch.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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