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Coronavirus: 2G und Impfstatus in Gefahr? Berlin macht vor wie es geht

Bildbeschreibung. Jemand der mit einem blauen Latex Handschuhe eine Impfdose von Biontech in der Hand hält.
Foto: © Jesse Paul

Seit Wochen machen Bund und Länder Werbung für die Auffrischimpfung gegen das Coronavirus, den sogenannten Booster. Zudem sollen möglichst viele ungeimpfte Menschen geimpft werden. Über diesen Vorhaben schwebt auch noch die Frage, wie lange das Impfzertifikat gültig sein soll. Zahlen zwischen 6-9 Monaten stehen im Raum, sowie die Absicht hier (eventuell) eine Abstimmung mit der Europäischen Union (EU) zu erzielen, damit diese Frage in der EU einheitlich geregelt ist.

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, machte noch gestern bei der Sendung "Maibrid Illner" noch darauf aufmerksam, wie wichtig das Impfen sei. Zudem sollen noch bis Jahresende 30 Millionen Impfdosen verabreicht werden. Viele Menschen, die bereits geimpft sind, genießen 2G, aber benötigen jetzt ihre Auffrischimpfung. Mit der Angst, das Impfzertifikat könnte seine Gültigkeit verlieren und damit die Rechte vieler wieder eingeschränkt sein, ist die Bereitschaft für die Auffrischimpfung sehr groß.

Der große Schrecken kommt dann aber, wenn bei vielen die bereits ein Termin zur Auffrischimpfung haben, der Anruf vom behandelnden Arzt kommt, der Termin für die Auffrischimpfung abgesagt wird und keine Perspektive gegeben werden kann, wann die Auffrischimpfung überhaupt möglich ist. Vermutlich aber dann doch nicht mehr in diesem Jahr. Über das Buchungsportal Doctolib gibt es erst wieder Ende Dezember oder sogar erst im Januar Termine.

Noch problematischer ist es für Menschen mit Mobilitätseinrichtungen, chronisch kranke und Menschen mit Behinderungen (Menschen der vulnerablen Gruppe). Diese Menschen sind auf die Auffrischimpfung beim behandelnden Arzt angewiesen und dürfen jetzt warten. Wenn dann der 2G Status verloren geht, wird es für diese Menschen wieder ein einsames Weihnachtsfest, denn dann gelten für die betroffenen Menschen die Kontaktbeschränkungen, wie für ungeimpfte.

Es ist somit gerade die Bundeshauptstadt, die vormacht, wie man das Ziel möglichst viele Menschen zu impfen, nicht erreicht und boykottiert. Denn selbst wenn jetzt plötzlich wieder Impfstoff vorhanden wäre, müsste die gesamte Logistik der neunen Terminvergabe, die nicht zeitnah erfolgen wird, wieder anrollen. Bleibt die Frage, ob Berlin als Bundeshauptstadt, somit mit Vorbildfunktion, nicht selbst zum Pandemietreiber wird? Selbst das Boostern mit Moderna ist fragwürdig, denn wer lässt sich mit Moderna impfen, wenn man weiß, dass man BioNTech gut verträgt. Viele Menschen lassen sich auf das Experiment nicht ein.

Der Berliner Senat schafft damit nicht gerade Vertrauen und eine Stellungnahme des Senats lässt auch auf sich warten. Das Michael Müller in der MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) nicht einmal den Mut hat darzustellen, dass die Ziele der MPK, aufgrund mangelnden Impfstoffes, in Berlin nicht erreichbar sind, lässt vermuten, dass Michael Müller seine Bürgerinnen und Bürger bewusst ins offene Messer laufen lässt, denn ohne Booster droht der 2G Status für viele Menschen verloren zu gehen.

Wer 2G verlangt, sollte auch immer prüfen, ob man 2G überhaupt erreichen und aufrechterhalten kann. Da hilft es nichts, die MPK als Selbstdarstellungsplattform zu nutzen, während die Menschen bei Minusgraden stundenlang vor den Impfzentren stehen müssen, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Gegen Corona geimpft, aber eine Lungenentzündung, dass sind die derzeitigen Optionen der Bundeshauptstadt.

Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein: „Durch die kürzere Geltungsdauer des digitalen Impfnachweises, auf die sich Bund und Länder verständigt haben, wird die Nachfrage weiter steigen.“ Es sei sinnvoll, dass die Gültigkeit EU-weit auf maximal neun Monate beschränkt werde, da die Wirksamkeit der Impfstoffe nachlasse, so berichtet RP-Online und dann hätte Michael Müller ja noch die Chance doch noch den 2G Status seiner Bürgerinnen und Bürger zu garantieren. Michael Müller hat nur den Vorteil, dass ihn das eigentlich nicht mehr interessieren braucht, denn mit der geplanten Wahl der neuen Bürgermeisterin, Franziska Giffey, die am 21. Dezember im Abgeordnetenhaus Berlin geplant ist, hat der amtierende Bürgermeister von Berlin, einen schönen Scherbenhaufen hinterlassen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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