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Kliniken rechnen erneut mit Verschiebung planbarer Eingriffe

Bildbeschreibung: Ein OPP-Saal im Krankenhaus.
Foto: © Sasin Tipchai

Die Krankenhausträger in Deutschland gehen davon aus, dass es in den nächsten Wochen es erneut zu Behandlungsengpässen in den Kliniken kommt.

So rechne er damit, dass planbare Behandlungen verschoben werden müssen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Wir werden elektive Leistungen verschieben müssen.“ Dies betreffe orthopädische Operationen genauso wie Therapien für chronische Erkrankungen und Krebspatienten. „Wir können auch nicht ausschließen, dass das in vielen Fällen auch zu echten Schäden führt“, sagte Gaß. Die zeitliche Verlegung von planbaren Eingriffen im Zuge der Pandemie führe auch „zu großen psychischen Belastungen für die Betroffenen“.

Dabei nannte Gaß als Gründe für die erwarteten Versorgungsengpässe eine absehbar hohe Zahl von Omikron-Patienten, die auf den Normalstationen der Krankenhäuser behandelt werden müssten. Zudem würden gleichzeitig auch wegen Ansteckung und Quarantäne voraussichtlich weniger Mitarbeiter in den Kliniken zur Verfügung stehen. „Wir rechnen vermehrt mit Personalausfällen“, sagte Gaß, „am Ende des Tages können wir das nur kompensieren. Und das können wir nur über das Rückfahren der Regelversorgung“.

Dabei rief Gaß die Arztpraxen auf, ihre Möglichkeiten der Behandlung von Covid-Patienten voll auszuschöpfen. „Um die Kapazitäten zu schützen, ist es wichtig, dass diese Patienten nicht in die Krankenhäuser kommen, sondern ambulant versorgt werden“, sagte der DKG-Vorsitzende. So werde es viele Patienten geben, die mittelschwer erkrankten und auch zu Hause oder im Pflegeheim versorgt werden könnten, „weil sie nicht rund um die Uhr betreut werden müssen“.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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