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Corona fordert Todesopfer unter Pflegekräften

Bildbeschreibung: Ein Krankenhausflur.
Foto: © Cory Mogk

Fast 10 Prozent aller in Deutschland positiv auf COVID-19 getesteten Personen sind Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ärztlichen Praxen oder Unterkünften für Obdachlose oder Asylsuchende. Insgesamt handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts um fast 27.000 Personen. 1.162 wurden im Krankenhaus aufgrund ihrer COVID-19-Infektion stationär behandelt. 63 von ihnen sind verstorben.

Das International Council of Nurses geht davon aus, dass weltweit nachweislich mehr als 230.000 im Gesundheitswesen Beschäftigte durch COVID-19 infiziert wurden und mehr als 600 von ihnen verstorben sind. „Es ist erschütternd, dass Menschen gestorben sind, die ihren beruflichen Pflichten nachgegangen sind, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, sagt Nadya Klarmann, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen.

Mitarbeitende im Gesundheitswesen sind einerseits selbst gefährdet, überproportional zu erkranken, andererseits besteht aber auch das Risiko, Infektionen weiterzuverbreiten. Insbesondere mangelhafte und fehlende Schutzausrüstung sowie unerkannte Infektionen sind dabei die größten, aber auch vermeidbaren Risikofaktoren.

„Wir fordern bereits seit Monaten, dass Beschäftigte in Krankenhäusern und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen regelmäßig getestet werden“, sagt Klarmann. Die Pflegekammer Niedersachsen begrüßt daher, dass es mit der jetzt vorliegenden „SARS-CoV-2-Leitlinie zur Bedeutung der Testung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen“ eine praktische Handreichung zur Infektionsprävention gibt. „Die Empfehlungen der Leitlinie zu regelmäßigen Testungen müssen jetzt auch umgesetzt werden“, fordert Klarmann.

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Regelmäßige Tests des medizinischen Personals, auch wenn keine Symptome vorliegen, sind kein Allheilmittel, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. Sie sind aber ein wesentlicher Baustein zur Infektionsprävention. Laut Leitlinie sollten Mitarbeitende in Tätigkeitsbereichen mit einem höheren Infektionsrisiko, wie Pflegeheime, Krankenhäuser und ambulante Pflegedienste bei Überschreiten des Signalwertes von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner/innen regelmäßig alle 14 Tage getestet werden. „Regelmäßige Tests zur eigenen Sicherheit und der der pflegebedürftigen Menschen sowie uneingeschränkt verfügbare persönliche Schutzausrüstung sind das Mindeste, das die Gesellschaft den Beschäftigten im Gesundheitswesen schuldet“, mahnt Klarmann angesichts der 63 verstorbenen Personen an.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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