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EMA ermöglicht mehr Impfdosen - Zusatzbeschaffung von 300 Millionen zusätzliche Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer

Bildbeschreibung: Es ist eine Hand zu sehen, die Gummihandschuhe trägt und eine Ampulle des Piontech Impfstoff in der Hand hält.
Foto: © 2021 dpa/EU-Schwerbehinderung

Seit Tagen stellt sich die Frage, ob Deutschland zu wenig Impfstoff erworben hat. Dabei kam auch die Diskussion auf, ob die bisher verabreichten Impfdosen pro Ampulle, nicht erhöht werden kann. Bisher waren es 5 Impfdosen, die aus einer Ampulle gezogen werden konnten. "Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA (CHMP) hat empfohlen, die PDF iconProduktinformationen für Comirnaty klarstellen, dass jede Durchstechflasche 6 Dosen des Impfstoffs enthält."

„Das ist ein guter Tag im Kampf gegen die Pandemie“, sagte Spahn gegenüber der dpa. Spahn sagte: „Wir können mehr Impfdosen pro Ampulle verwenden. Der zweite Impfstoffhersteller wird kommende Woche liefern. Der dritte Impfstoff steht vor der Zulassung. Uns stehen zusätzliche Impfdosen durch den neuen EU-Vertrag mit Biontech zu. Und wir bauen darauf, dass der Produktionsstandort in Marburg im Februar ans Netz geht.“ Spahn: „Das heißt: mehr Impfstoff, mehr Schutz, weniger Angriffsfläche für das Virus.“ - zitierte RND.

Das dringend mehr Impfstoff benötigt wird, scheint auch die EU-Kommission zum handeln zu zwingen, denn die Europäische Kommission hat den EU-Mitgliedstaaten heute vorgeschlagen, weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Firma BioNTech/Pfizer zu bestellen; verbunden mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen.

Weiter heißt es in der Mitteilung: Damit hat die EU ihren Mitgliedstaaten insgesamt bis zu 600 Millionen Dosen dieses Impfstoffs gesichert, der bereits in der gesamten EU verwendet wird. "Ich freue mich besonders, dass von diesem neuen Auftrag bereits ab dem zweiten Quartal 75 Millionen Dosen zur Verfügung stehen werden. Der Rest würde dann im dritten und im vierten Quartal 2021 geliefert werden", sagte EUKommissionspräsidentin von der Leyen heute (Freitag) in Brüssel. "Europa wird mehr als genügend Impfstoff haben in einem verlässlichen Zeitrahmen. Und das zeigt eben auch, dass der Weg, den wir gemeinsam in Europa eingeschlagen haben, der richtige Weg ist."

"Wir haben gemeinsam ein breites Portfolio an Impfstoffen angelegt. Das war auch richtig, denn wer wusste schon im Sommer, welcher Impfstoff zum Schluss das Rennen macht?", sagte von der Leyen. Von Anfang an habe die Europäische Kommission in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert, bereits im Juni auch bei BionTech.

Mit BioNTech-Pfizer gibt es bereits einen Vertrag, der also ohne langwierige Verhandlungen aufgestockt werden konnte - ermöglicht dadurch, dass mit dem zusätzlichen Werk in Marburg nun eine entscheidende Erweiterung der Produktionskapazitäten in Sicht ist. "Es ist ein bewährter Impfstoff - also ist das ganze Zulassungsverfahren erledigt. Die Mitgliedsstaaten kennen ihn - also wissen sie, wie sie damit umgehen müssen, sie kennen die Logistik dahinter. Und deshalb bringt das Planungssicherheit und zusätzlichen Schwung für die Impfungen in ganz Europa und in unserer Nachbarschaft", sagte von der Leyen.

Ein Regierungssprecher der Bundesregierung: "Das ist zunächst einmal eine sehr gute Nachricht, die uns erreicht hat. Das heißt, dass Deutschland mehr Impfstoffdosen bekommen kann. Über die genaue Verteilung der Impfstoffdosen auf die Mitgliedsstaaten wird noch verhandelt. Aber Sie wissen, dass Deutschland gemäß seinem Bevölkerungsanteil Impfstoffdosen bekommen könnte."

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Die EU-Kommissionspräsidentin betonte: "Wir sind alle nur sicher, wenn alle in Europa Zugang zum Impfstoff haben und unsere Nachbarschaft auch. Kein Land in Europa kann ohne die anderen. Wir haben eine große Wertegemeinschaft in Europa, wir haben einen gemeinsamen Markt in Europa und wir kommen aus dieser tiefen Gesundheits- und Wirtschaftskrise nur gemeinsam heraus. Wir sind stärker, wenn wir zusammenhalten."

Die EU hat nun ein breites Portfolio an Impfstoffen mit unterschiedlichen Technologien erworben und bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen für Europa und seine Nachbarschaft gesichert. Zusätzlich zum BioNTech/Pfizer-Impfstoff wurde mit Moderna ein zweiter Impfstoff autorisiert. Weitere Entscheidungen folgen in Kürze. Dieses Portfolio ermöglicht es der EU nicht nur, ihre gesamte Bevölkerung mit Impfstoff zu versorgen, sondern auch Impfstoffe für ihre Nachbarn und Partner zur Verfügung zu stellen.

Das es mit dem Impfungen noch nicht so gut funktioniert, wird aus den unterschiedlichsten Bundesländern berichtet. Besonders problematisch scheint es in einigen Bundesländern mit der Terminvergabe zu sein. Der VdK Sachsen berichtet: Nach dem Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland ruckelt es auch noch in Sachsen an vielen Stellen. Nach Informationen des Freistaates wird es wohl bis voraussichtlich Mitte Januar 2021 keine individuellen Termine für Impfungen gegen das Corona-Virus in Sachsen geben.

Der VdK Sachsen fordert: Um die eingerichteten 13 Impfzentren in Sachsen zu erreichen, sind in den Landkreisen des Freistaates erhebliche Wegstrecken zurückzulegen. VdK-Landesverbandsvorsitzender Horst Wehner: „Gerade Menschen, die in ihre Mobilität eingeschränkt sind und zu Hause von Angehörigen gepflegt werden, benötigen dringend einen einfacheren Zugang zur Impfung. Dazu müssen Transporthilfen in die Impfzentren etwa durch Freifahrtscheine für Taxis zur Verfügung gestellt werden. Es würde weiterhin auch helfen, wenn Angehörige für die Fahrt ins Impfzentrum von der Arbeit freigestellt werden können.“

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Weiterhin fordert Wehner, auch Lösungen für die Menschen zu schaffen, welche nicht allein oder mit Unterstützung aus der eigenen Wohnung die Impfzentren erreichen können.

Ergänzend weist Horst Wehner darauf hin, dass gerade auch die Terminvergabe den Personenkreis der höchsten Priorität vor große Probleme stellt. Gemäß Impfverordnung gehören dazu u.a. über 80-jährige Menschen, die überwiegend nicht in der Lage sein werden, einen Impftermin online zu buchen. Hier muss beim Start der Vergabe der individuellen Impftermine sichergestellt sein, dass eine reibungslose telefonische Terminvergabe möglich ist.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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