EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Impfangebote für ältere Menschen muss es auch in der Häuslichkeit geben!

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau die eine Spritze bekommt.
Foto: © CDC

75 Prozent aller Pflegebedürftigen leben zu Hause und werden dort versorgt. Dies trifft auch auf rund zwei Drittel aller Demenzerkrankten zu. Für diese Menschen, die zumeist hochaltrig sind und eigentlich zu den Ersten gehören, die sich impfen lassen können, stellt allerdings die Anmeldung für einen Termin und der Besuch eines Impfzentrums oft eine unüberwindliche Hürde dar. Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) fordert deshalb, dass schnellstmöglich auch eine mobile Impfung zu Hause oder durch Hausärzte möglich gemacht wird.

Mobile Impfteams sind derzeit in den Pflegeheimen unterwegs, um dort die Impfung vor Ort zu ermöglichen. So wird der kleinere Teil pflegebedürftiger Menschen in Deutschland erreicht. Der weitaus größere Teil lebt aber in der eigenen Wohnung, bei Angehörigen, im Betreuten Wohnen oder in Demenz- und Pflege-WGs.

Um diesen Inhalt anzusehen,
akzeptieren Sie bitte alle Cookies

Für diese Menschen ist der weite Weg in ein Impfzentrum und das Warten in der Schlange davor oftmals nicht zu bewältigen. Auch die Anmeldung per Internet oder über eine schwer erreichbare Hotline ist ohne Hilfe von Dritten eine große Herausforderung. Dies dürfte in vielen Fällen dazu führen, dass gerade diese Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, auf die Impfung verzichten.

„Ältere Menschen müssen besser bei der Impfung unterstützt werden“, betont Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG. „Wenn wir die vulnerablen Gruppen besser schützen wollen, dürfen wir keine Hürden aufbauen, sondern müssen ihnen die nötige Unterstützung zur Verfügung stellen, wenn sie sich impfen lassen möchten.“

Werbung

Eine sinnvolle Lösung wäre es, wenn dieser Personengruppe möglichst rasch ein Impfangebot in Arztpraxen gemacht wird und mobile Teams Impfungen vor Ort anbieten. Ganz besonders wichtig ist dies in ländlichen Regionen, wo der Anteil der älteren Bevölkerung häufig besonders hoch ist. Mit dem neu zugelassenen Impfstoff der Firma Moderna, der nicht so große Ansprüche an die Kühlung stellt, sollte dies auch praktisch bald besser möglich sein.

Abonnieren Sie unseren Newsletter*

* Mit den Abonnoment des Newsletters, akzeptieren Sie unsere Datenschutzrichtlinie

Gleichzeitig sollten die pflegenden Angehörigen, die oftmals selbst schon älter sind, die Möglichkeit zur Impfung erhalten – selbst wenn sie aufgrund ihres Alters noch nicht in die jeweilige Impfgruppe zählen. Denn sie sind für die Versorgung von Menschen mit Demenz unentbehrlich. Wenn sie durch eine Erkrankung an COVID-19 ausfallen, bedeutet das eine zusätzliche Herausforderung für das bereits jetzt weitgehend überlastete Pflegesystem in Deutschland.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



Werbung

Coronavirus

Aktuelle Nachrichten

weitere Nachrichten

{loadmoduleid 147

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank