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Fehlt der Bundesregierung ein präzises Bild über die Infektionslage?

Bildbeschreibung: Tische und Stühle vor einem geschlossenen Lokal
Foto: kk | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Viele Wirtschaftsbranchen befinden sich im Lockdown. Maßnahmen die es zu begründen gilt. Mittlerweile gibt es zu den Lockdown-Maßnahmen immer mehr Wiederstand. Dieser begründet sich häufig darin, dass viel Branchen trotz Corona-Hilfen immer mehr um ihre Existenz fürchten.

Der Regierungssprecher Steffen Seibert, wurde dementsprechend auch mit der Thematik konfrontiert: "Sie haben gerade auf die Frage nach der aktuellen Einschätzung im Hinblick auf die Weihnachtstage geantwortet, es gebe kein präzises Bild, wo wir in dieser Pandemie stehen. Da bin ich jetzt doch sehr überrascht: Man hat die Wirtschaft heruntergefahren, was schwerwiegende Folgen für 83 Millionen Menschen hatte, und eine Woche danach sagen Sie, man habe kein präzises Bild, wo wir stehen. Ist man dann sozusagen auf Verdacht vorgegangen? Wie begründet man solche einschneidenden Maßnahmen, wenn man kein präzises Bild hat?"

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Seibert nahm wie folgt Stellung: "Es ist auch die Haltung der Wissenschaftler, dass wir aufgrund der von mir genannten Umstände - Feiertage, Jahreswechsel, geringere Zahl von Tests usw. - heute nicht davon ausgehen können, dass die Infektionszahlen, die wir derzeit vom RKI gemeldet bekommen, schon das komplette Bild abgeben. Das ist nicht meine Erfindung, sondern das ist etwas, was von vielen Wissenschaftlern und vom RKI selber so dargestellt wird und auch hier an dieser Stelle so dargestellt wurde - ich weiß nicht, ob Sie bei der Pressekonferenz dabei waren. Das ist das, was ich gesagt habe.

Das, was wir aber derzeit sehen, nämlich die sehr hohen Zahlen, die täglichen Todeszahlen, die sehr hohe Zahl der Auslastung von Intensivstationen - 5500 Menschen müssen derzeit in Intensivstationen behandelt werden -, zeigt uns, dass wir in einer ganz, ganz schwierigen Phase sind. Daran kann es überhaupt keinen Zweifel geben.

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Hinzu kommen die Meldungen über das mutierte Virus, das noch nicht auserforscht ist, von dem man aber jetzt schon annehmen muss, dass es eine deutlich höhere Infektiosität in sich trägt - offensichtlich keine größere Gefährlichkeit, aber eine höhere Infektiosität; das ist das, was uns die Wissenschaftler bisher sagen. Damit erklärt sich der enorme Anstieg, der ganz steile Anstieg der Infektionszahlen in Ländern wie Großbritannien, Irland und sonst wo. Wir haben bereits erste Spuren dieses Virus auch in Deutschland gefunden, so wie andere Länder auch bei sich erste Spuren gefunden haben. Es muss unser dringendes Interesse sein, dass wir die Zahlen ganz, ganz stark herabdämmen können, damit diese Virusmutante hier nicht dominant wird und nicht in Deutschland das anrichtet, was sie in anderen Ländern angerichtet hat.

Das ist die Situation. Die Analyse der Wissenschaftler ist: Mitte des Monats - um den 17. herum, wurde gesagt - werden sich all diese Effekte, die Sondereffekte aus dem Jahreswechsel und den Feiertagen, sozusagen ausbalanciert haben, und dann wird man sehr viel klarer sehen, was die Zahlen wert sind. Es gibt aber absolute Zahlen: Das sind die Zahlen der Toten, das sind die Zahlen der belegten Intensivbetten. Diese sprechen für eine sehr, sehr ernste Lage."

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Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums ergänzte: "Wir haben momentan 343 Todesfälle am Tag. Anfang November war es die Hälfte, 151. Wir haben zurzeit 5320 COVID-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Anfang November war es die Hälfte, 2300. Wir haben zurzeit rund 4000 freie Intensivbetten. Anfang November waren es doppelt so viele, fast 8000. Das zeigt die Situation. Nicht eingepreist ist dabei, dass das aufgrund des Jahreswechsels dann eventuell noch weiter nach oben geht." Das BMG weiter: "Die ganzen Zahlen müssen sie in der Entwicklung sehen, und die Zahlen konnte man - zugegebenermaßen mit einer gewissen Unschärfe - auch über den Jahreswechsel erkennen; da wurden ja auch Infektionen gemeldet. Es gibt momentan keine Unschärfe. Die Unschärfe ergibt sich vielmehr allein daraus, dass man momentan sagt: Wir wissen noch nicht, wie sich der Jahreswechsel auf die Infektionszahlen ausgewirkt hat. Die Infektionszahlen und auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen zeigen sich eben mit einem Verzug. Das ist so; so etwas nennt man zum Beispiel Inkubationszeit."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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