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Spahn zu AstraZeneca: Spätere Nachimpfung mit anderem Impfstoff möglich

Bildbeschreibung: Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

Nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff ist lauf dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), eine Nachimpfung zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen Wirkstoff denkbar. Das sei „problemlos möglich“, wenn etwa am Ende des Jahres alle Impfwilligen geimpft seien und noch Impfstoff verfügbar sei, sagte Spahn am Samstag bei einer Fragerunde mit Bürgern.

Von einem 58-Jährigen aus Nürnberg wurde die Frage gestellt, der Risikopatient ist mit diversen Vorerkrankungen, der seinen Vater pflegt. So dürfte er wegen seinem Alter eine Impfung mit AstraZeneca erhalten. „Kann man sich später noch mal impfen lassen?", fasste der Bundesgesundheitsminister die Frage zusammen und antwortete: "Ja." Vielleicht brauchen wir übrigens alle generell eine dritte Impfung, "das wissen wir noch gar nicht".

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Die Frage nach einer Nachimpfung mit einem anderen Impfstoff steht im Raum, weil der der AstraZeneca-Impfstoff eine geringere Wirksamkeit hat, als die die beiden anderen in der EU zugelassenen Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer.

So hatte bereits vor einigen Tagen Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, eine spätere Nachimpfung vorgeschlagen. „Man kann die Immunität, die man mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken", sagte Watzl am Donnerstag, gegenüber der Zeitung "Augsburger Allgemeinen".

In der Diskussionsrunde sagte Spahn, dass Deutschland momentan in einer „echt schwierigen Phase“ der Corona-Pandemie sei. So seien alle nach zwölf Monaten müde. „Ein Kind, das zehn Jahre alt ist, hat jetzt ein Zehntel seines Lebens in der Pandemie verbracht.“ Zudem sei auch die Erwartung da, dass es mit den gesunkenen Zahlen auch wieder ein Stück aus den Beschränkungen es rausgehe. Dabei verwies Spahn auf die Mutationen. So gebe es zurzeit viele Themen. Jedoch gebe das Impfen aber Zuversicht.

Zudem sagte heute der Baden-Württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha: „Vorbehalte gegen Impfstoff von AstraZeneca sind unbegründet.“

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Gesundheitsminister Manne Lucha hat am Samstag (20. Februar) angekündigt, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher bei der Impfung vorzuziehen. Eine entsprechende Grundsatzentscheidung soll am kommenden Montag aller Voraussicht nach auch in der Gesundheitsministerkonferenz fallen. Pflegekräfte bei ambulanten Pflegediensten, medizinisches Personal sowie Ärztinnen und Ärzte, die in Corona-Schwerpunktpraxen arbeiten oder Pflegeheime betreuen, sind aktuell schon in der ersten Priorität impfberechtigt. Weil der Impfstoff bisher zu knapp war, konnten einige von ihnen bisher noch keine Impftermine vereinbaren. Das ändert sich jetzt mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Baden-Württemberg erwartet bis Mitte März rund 450.000 Impfdosen des Impfstoffs von AstraZeneca. Damit kann das Land jedem Berechtigten in der ersten Priorität im Alter zwischen 18 und 64 ab sofort ein Impfangebot machen. Voraussichtlich Anfang/Mitte März kann Baden-Württemberg dann auch schon damit beginnen, Impfberechtigte im Alter von 18 bis 64 aus der zweiten Priorität zu impfen. Das sind zum Beispiel Haus-, und Zahnärzte, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit einem hohen Infektionsrisiko sowie Personen mit einer geistigen Behinderung oder mit Trisomie 21. In Baden-Württemberg werden außerdem Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher bei den Impfungen vorgezogen und in die zweite Priorisierungsstufe eingruppiert. Eine entsprechende Änderung der Bundesimpfverordnung ist derzeit in Arbeit.

„Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte leisten in dieser Pandemie Großartiges. Sie gehen in Ihrer Arbeit oft bis an die Belastungsgrenzen und auch darüber hinaus, oft verbunden mit einem beträchtlichen Risiko, sich selbst anzustecken. Ich bin sehr froh, dass wir den Unter-65-Jährigen aus diesen Berufsgruppen nun deutlich schneller ein Impfangebot machen können als bisher gedacht“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Samstag in Stuttgart. „Auch auf Initiative Baden-Württembergs werden Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher künftig vorgezogen. Denn sie stehen ebenfalls an vorderster Front, wenn Schulen und Kitas jetzt wieder breit öffnen.“

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Der Gesundheitsminister warnte zugleich davor, den Impfstoff von AstraZeneca schlechtzureden: „AstraZeneca ist genauso geeignet die Pandemie zu bekämpfen wie die beiden andern Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna. Auch der Impfstoff von AstraZeneca verhindert, dass Menschen nach einer Corona-Infektion einen schweren oder tödlichen Verlauf erleiden – und darum geht es bei einer Impfung. Alle drei Impfstoffe haben ein umfangreiches Zulassungsverfahren durchlaufen. Von der STIKO wird der Impfstoff von AstraZeneca wie die beiden anderen als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil. Ich habe kein Verständnis, wenn sich Menschen damit nicht impfen lassen wollen.“

Die vereinzelt auftretenden Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Krankheitsgefühle treten auch bei anderen Impfungen auf – und sie zeigen, dass der sich Körper nach einer Impfung aktiv eine Immunantwort erarbeitet. Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber entsprechen auch ganz dem, was bereits in Studien publiziert wurde.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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