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COVID-19-Strategie „Rund Ums Kind“

Bildbeschreibung: Ein Mädchen.
Foto: © Pezibear

Ein breites Bündnis mit elf bundesweit tätigen Organisationen fordert gemeinsam mit Forum Transfer eine Corona-Strategie „Rund ums Kind“: „Wir rufen die politisch und medizinisch Verantwortlichen (…) dazu auf, eine Covid 19-Strategie rund ums Kind zu entwickeln, die zum Ziel hat, Kindern und Jugendlichen so schnell und so viel wie möglich Normalität ihres Alltags zurückzugeben.

Dies bedeutet zugleich, dass es Schutzmaßnahmen für alle Personen braucht, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben – angefangen von Hebammen, über die Fachkräfte der Frühen Hilfen und der Kinder-und Jugendhilfe (Kindertagesstätten, Familienbildung, kinder-und Jugend(sozial)arbeit, Hilfen zur Erziehung etc.), bis hin zu Fachkräften aus dem Handlungsfeld Schule (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulbegleitung).“

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Bei mengenmäßig zu knappen Impfdosen eine Entscheidung darüber zu treffen, welche Personengruppen zuerst geimpft werden, ist eine verantwortungsvolle und zugleich schwerwiegende Entscheidung. Wir achten und respektieren, dass zunächst besonders gefährdete Personen geimpft werden und damit auch herausgestellt wird, dass die Gesundheit älterer Menschen unserer Gesellschaft viel wert ist.

In dem Forderungspapier heißt es:

Gleichzeitig verweisen wir auf eine weitere Gruppe, die selbst nicht geimpft werden kann, aber massiven Risiken unterschiedlicher Art ausgesetzt ist: Kinder und Jugendliche. Wir müssen feststellen, dass der erzwungene soziale Rückzug und die Isolation bei Kindern und Jugendlichen zu psychosomatischen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und ihre Entwicklung beeinträchtigen. Kita- und Schulschließungen wirken sich insbesondere für diejenigen negativ aus, die in sozioökonomisch und/oder familiär prekären Situationen leben.

Nicht zuletzt können diese Faktoren eine erhöhte Gefahr von Kindeswohlgefährdungen nach sich ziehen. Auch wenn Kinder und Jugendliche seltener schwer an Covid 19 erkranken, so sind die Folgen der Pandemie für sie doch ebenfalls hoch risikohaft. Dies gilt nach aktuellen Studien für ihre psychosoziale Entwicklung, aber auch für ihre gesundheitliche, da unklar ist, welche Langzeitfolgen auch „milde“ Verläufe dieser Erkrankung mit sich bringen können. Auch darum müssen Kinder und Jugendliche geschützt werden. Wir rufen die politisch und medizinisch Verantwortlichen deshalb dazu auf, eine Covid 19-Strategie rund ums Kind zu entwickeln, die zum Ziel hat, Kindern und Jugendlichen so schnell und so viel wie möglich Normalität ihres Alltags zurückzugeben.

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Dies bedeutet zugleich, dass es Schutzmaßnahmen für alle Personen braucht, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben – angefangen von Hebammen, über die Fachkräfte der Frühen Hilfen und der Kinder- und Jugendhilfe (Kindertagesstätten, Familienbildung, Kinder- und Jugend(sozial)arbeit, Hilfen zur Erziehung etc.), bis hin zu Fachkräften aus dem Handlungsfeld Schule (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulbegleitung). Die Empfehlungen der StiKo und die Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen lassen zurzeit keine Strategie erkennen.

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Manche Gruppen von Menschen, wie Bewohner*innen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder Fachkräfte der Frühen Hilfen, werden augenscheinlich nicht mit bedacht, bei anderen, wie Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung und Grundschullehrer*innen wurde inzwischen die Einstufung in eine höhere Impfpriorität beschlossen (Prio 2). Angesichts der Lebenswelten, in denen Kinder und Jugendliche unter Corona-Bedingungen ihren Alltag verbringen, ist es aber dringend notwendig, eine umfassende Strategie mit klaren und transparenten Perspektiven zu erarbeiten, die sowohl die etwaige Verbesserung der Pandemielage umfasst als auch deren mögliche Verschlechterung. Wir erwarten das von der Bundesregierung und den Landesregierungen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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