EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Psychische und psychosomatische Beschwerden in Folge der Corona-Pandemie

Bildbeschreibung: Mädchen blickt in den Garten in dem ein Fahrrad steht
Foto: © Rudy and Peter Skitterians

Mehrere aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland jedes dritte Kind zwischen sieben und 17 Jahren psychische Auffälligkeiten zeigt. Überdies ernähren sich Kinder und Jugendliche zunehmend ungesund und bewegen sich immer weniger: Zehnmal mehr als vor der Pandemie machen überhaupt keinen Sport mehr. Kinder-und Jugendmediziner warnen vor den schwerwiegenden Folgen dieser Entwicklung für die körperliche Gesundheit und die Psyche von Kindern und Jugendlichen. Gleiches gilt auch für Mütter und Väter, bei denen die Krise durch Homeschooling, Homeoffice und finanzielle Probleme immer häufiger zu Erschöpfung und Resignation führt.

Um diesen Inhalt anzusehen,
akzeptieren Sie bitte alle Cookies

Obwohl Reha- und Vorsorgeeinrichtungen belasteten Familien mit speziell entwickelten Behandlungsprogrammen professionelle Hilfen bieten, gehen ihre Belegungszahlen massiv zurück: Im Jahr 2020 bekamen rund 40.000 Mütter, Väter und Kinder weniger als im Vorjahr eine Reha- oder Vorsorgemaßnahme von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Die kürzlich veröffentlichte GKV-Jahresstatistik belegt einen Ausgabenrückgang um fast 35 Prozent. In der Rentenversicherung beträgt der Antragsrückgang in der Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation über 40 Prozent.

Werbung
Angesichts dieses massiven Rückgangs geraten auch die über 200 deutschen Reha- und Vorsorgeeinrichtungen für Mütter, Väter und Kinder sowie für Kinder und Jugendliche in eine bedrohliche wirtschaftliche Schieflage. Ihr Umsatz ist um weit mehr als ein Drittel gesunken und die Corona-Hilfen reichen nicht aus, um die ohnehin seit Jahren mit zu geringen Vergütungssätzen ausgestatteten Einrichtungen durch die Pandemie zu bringen. Hinzu kommt, dass der von den Krankenkassen zu zahlende Corona-Zuschlag für pandemiebedingte Mehrkosten in den Einrichtungen immer noch nicht angekommen ist, obwohl dieser mit dem Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) bereits im November 2020 gesetzlich beschlossen wurde. Die Krankenkassen verweigern die dazu erforderlichen Verhandlungen mit den Reha- und Vorsorgeeinrichtungen oder deren Verbänden wegen angeblich zu unkonkreter gesetzlicher Grundlagen.

Newsletter

Post von der Redaktion

Kostenlos per E-Mail in Ihrem Posteingang

Newsletter bestellen

Behandlungen in Reha- und Vorsorgeeinrichtungen wirken spezifischen Gesundheitsrisiken und bestehenden Erkrankungen von Müttern, Vätern, Kindern und Jugendlichen effektiv entgegen. Damit die Versorgung der Familien in Pandemiezeiten und auch danach gesichert ist, ruft der BDPK die Politik dazu auf, die Reha- und Vorsorgeeinrichtungen für Mütter, Väter und Kinder sowie Kinder und Jugendliche zu stärken. Dazu gehört es auch, eine gesetzliche Grundlage für die Verhandlungen über den Corona-Zuschlag zwischen Krankenkassen und den Reha- und Vorsorge-Leistungserbringern zu schaffen und die Ausgleichszahlungen nach § 111 d SGB V, die per Verordnung vorerst bis zum 31. Mai verlängert wurden, bei Andauern der Pandemie bis Ende dieses Jahres zu verlängern.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung




Werbung

Coronavirus

Aktuelles

weitere Nachrichten

Kurznachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank