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Heute ist der Internationale Händewaschtag

Bildbeschreibung: Jemand der sich die Hände wäscht über eine Waschbecken.
Foto: © cottonbro

Der Internationale Hände-Waschtag wurde von der Weltgesundheitsorganisation – WHO 2008 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 15 Oktober statt. Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus, und auch die Grippe- und Erkältungswelle ist noch nicht vorüber. Die KKH Kaufmännische Krankenkasse rät deshalb dringend, sich häufig die Hände zu waschen. Das scheint nicht selbstverständlich, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Ersatzkasse gezeigt hat: Demnach verzichtet bislang jeder dritte Mann und jede vierte Frau nach dem Nach-Hause-Kommen auf den Gang zum Waschbecken.

Etwa ein Drittel der rund 1.000 Befragten wäscht sich darüber hinaus vor jeder Mahlzeit nicht die Hände. „Wir raten aber dringend dazu, nicht nur vor dem Essen und direkt nach der Heimkehr, sondern wenn möglich auch zwischendurch“, sagt KKH-Apotheker Sven Seißelberg.

Die KKH empfiehlt außerdem, die Hände vom Gesicht fernzuhalten und den Kontakt mit Mund, Nase und Augen zu vermeiden, vor allem, wenn es unterwegs keine Möglichkeit zum Waschen gibt. Da Corona und grippale Infekte vor allem über die Luft übertragen werden, ist es außerdem wichtig, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten, anstatt die Hand vor den Mund zu halten. Die Umfrageteilnehmer versuchen darüber hinaus, im Alltag möglichst wenige Dinge anzufassen, um sich vor Keimen zu schützen. So meidet gut die Hälfte von ihnen das Berühren von Türklinken, Handläufen und Schaltern in der Öffentlichkeit. 30 Prozent der Befragten umgehen Orte, an denen Menschen auf engem Raum zusammenkommen – in Zeiten von Corona & Co. durchaus sinnvoll.

Laut KKH-Umfrage greifen zudem immer mehr Menschen zu Desinfektionsmitteln. Jeder Vierte trägt demnach immer ein Desinfektionsspray und jeder Fünfte stets Desinfektionstücher mit sich. „Für unterwegs sowie für chronisch Kranke und Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann dies als zusätzliche Maßnahme sinnvoll sein“, erläutert Seißelberg, „ansonsten sollten aber Desinfektionspräparate medizinischem Personal vorbehalten bleiben“. Aber Vorsicht: Handelsübliche Mittel mit der Aufschrift „antibakteriell“ helfen nicht gegen Corona- und andere Viren, nur gegen Bakterien. Wer unterwegs ein Desinfektionsmittel verwendet, sollte also auf das Etikett und die Beschreibung achten. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt Produkte mit der Kennzeichnung "viruzid". Für einen wirksamen Schutz sollten die Hände mindestens 30 Sekunden lang mit der Flüssigkeit benetzt sein.

„Desinfektionsmittel ersetzen aber nicht das Händewaschen“, betont Seißelberg. Hierbei kommt es auf die richtige Methode an: Mindestens 20 Sekunden sind nötig, um alle Erreger abzuspülen. Wasser allein reicht dabei nicht: Mit Seife werden Schmutz und Mikroorganismen deutlich besser entfernt. Wichtig ist es, sich die Hände auch zwischen den Fingern und an den Kuppen zu waschen und sie anschließend sorgfältig abzutrocknen, um den Mikroorganismen kein feuchtes Milieu zur Weiterverbreitung zu bieten.

Zum Internationalen Händewaschtag erklärt Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz von den Grünen,

Händewaschen ist aus vielen Gründen eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Der Internationale Händewaschtag erinnert uns dieses Jahr daran, dass die Hygiene der Hände insbesondere in einer Pandemie wichtig für eine gute Prävention ist. Wir nutzen unsere Hände dazu, unser Leben zu gestalten: beim Frühstück, beim Griff nach dem Telefon. Und während wir uns jeden Tag hundertfach ins Gesicht fassen, bahnen wir aber auch Krankheitserregern einen Weg.

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Da das Leben für viele von uns glücklicherweise nicht nur in den eigenen vier Wänden stattfindet, braucht es deshalb auch mehr öffentliche Toiletten, die uns saubere Räumlichkeiten und gefüllte Seifenspender anbieten. Denn gründliches Händewaschen ist gelebter Infektionsschutz - auch und gerade in der Corona-Pandemie.

Autor: KKH / © EU-Schwerbehinderung



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