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Infektions- und Kälteschutz für wohnungslose Menschen sicherstellen

Bildbeschreibung: Ein Mann der auf einer Bank liegt.
Foto: © vladvalkonen

Anlässlich des Starts der Kältehilfe in vielen deutschen Städten dringt die Diakonie darauf, deren Angebote pandemiefest aufzustellen. Wohnungslose Menschen brauchen gleichermaßen Infektions- wie Kälteschutz, und das verlässlich.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

„Die Wohnungsnotfallhilfe muss in diesem Winter nicht nur Kälte-, sondern auch Infektionsschutz leisten und im Ernstfall Isolations- und Quarantänemöglichkeiten bieten. Dafür sind zusätzliche Unterkünfte, mehr Personal und die entsprechende Ausrüstung notwendig. Das geht nur mit zusätzlichen finanziellen Mitteln. Durch die Corona-Schutzmaßnahmen sind die Plätze der Kältehilfe dieses Jahr besonders knapp. Sollte es dann noch zu Covid-19-Verdachts- oder Infektionsfällen kommen, ist das organisatorisch und personell nur mit erheblich mehr Aufwand und Ressourcen zu stemmen.

Wir müssen unbedingt verhindern, dass wohnungslose Menschen abgewiesen werden, weil Unterkünfte voll sind oder Isolations- und Behandlungsmöglichkeiten fehlen. Auch wohnungslose Menschen, die an Covid-19 erkranken, brauchen die Möglichkeit, sich in Ruhe und unter Isolationsbedingungen auszukurieren. Zudem sollte die Kältehilfe raschen Zugang zu Testmöglichkeiten für Menschen mit Symptomen haben. Nur dann können Wohnungslose gut versorgt und mögliche Infektionsketten durchbrochen werden.“

Zudem fordert auch der Deutsche Caritasverband (DCV) gemeinsam mit seiner Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) die Politik auf, die Rahmenbedingungen für die Obdachlosenhilfe zu verbessern.

"Viele wohnungslose Menschen gehören zu den Corona-Risikogruppen. Sie leiden häufig unter Mehrfacherkrankungen, sind schutzlos und ein Rückzug in die eigenen vier Wände ist für sie nicht möglich", unterstreicht Eva Maria Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des DCV.

Sie spricht sich für eine ausreichende finanzielle Unterstützung aus, da während der Coronakrise zusätzliche Angebote ausgebaut und bereitgehalten werden müssen. "Die Angebote der Wohnungslosenhilfe konnten unter den Bedingungen der Coronapandemie in den letzten Monaten aufrechterhalten werden dank des hohen Engagements der Mitarbeitenden, des klaren Commitments der Einrichtungs-Träger und der selbstverständlichen Nähe der wohnungslosen Menschen zu den sie begleitenden Diensten.

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Pandemie plus Kälte wird die Einrichtungen überfordern, wenn keine Unterstützung zugesagt wird,” so Welskop-Deffaa. Sichergestellt sein müsse, dass wohnungslose Menschen und auch die Mitarbeitenden in den Einrichtungen, wenn nötig, getestet werden. Es brauche eine vergleichbare Regelung wie in der Pflege. Tests müssten auch für EU-Bürger_innen ohne festen Wohnsitz finanziert werden, die von Sozialleistungen ausgeschlossen sind.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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