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Forderung nach schneller Integration von geflüchteten Kindern

Bildbeschreibung: Mehrere Schüler und Schülerinnen in einem Klassenraum.
Foto: © Pavel Danilyuk

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine schnelle Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den normalen Unterricht. „Mit Blick auf das kommende Schuljahr muss sichergestellt sein, dass die Kinder und Jugendlichen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, in den Regelunterricht an den Schulen in Deutschland integriert werden“, sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Willkommens-, Intensiv- oder Sprachklassen können nur eine Übergangslösung sein.“

Nach den traumatischen Kriegs- und Fluchterfahrungen sei es wichtig, den Schülerinnen und Schülern wieder Normalität anzubieten und den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen zu ermöglichen, sagte sie zur Begründung. „Das klappt jedoch nur, wenn Regel-, Sprach- und Willkommensklassen nicht dauerhaft völlig überfüllt sind und die Fördermaßnahmen längerfristig laufen“, so Finnern. „Für ein gutes Integrationsangebot, zu dem auch herkunftssprachlicher Unterricht gehört, brauchen die Schulen dringend Unterstützung: mehr Personal, zusätzliche Räume und eine Aufstockung der Sachmittel lauten die Forderungen an die Politik.“

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, warnte: „Die Schulen sind personell seit zwei Jahren am Limit.“ Auch er forderte: „Mit Blick auf das kommende Schuljahr brauchen Schulen, insbesondere jene, die zusätzlich ukrainische Kinder und Jugendliche aufgenommen wurden, dringend Unterstützung durch zusätzliche Lehrkräfte, unter anderem auch durch die Einstellung geflüchteter ukrainischer Lehrkräfte.“ Aber auch der Einsatz von multiprofessionellen Teams sowie von Dolmetscherinnen und Dolmetschern müsse schnellstmöglich ausgebaut werden.

„Wir werden in den Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres weiterhin sowohl die Auswirkungen der Pandemie als auch den Zuzug aus der Ukraine spüren“, sagte Beckmann. „Die politisch Verantwortlichen sind in der Pflicht, vor Beginn des neuen Schuljahrs schonungslos offenzulegen, zu welchen Einschränkungen es angesichts des nicht kurzfristig aufzulösenden Personalmangels und der fehlenden Raumkapazitäten kommen wird“, forderte er. „Es kann und darf nicht allein Aufgabe von Schulleitungen und Lehrkräften sein, derartige Zusammenhänge vermitteln und hierdurch entstehende Konflikte bewältigen zu müssen“, sagte Beckmann.

Autor: © RND / Redaktion


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