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Bundesregierung äußert sich zu Anspruch auf Psychotherapeuten für Kinder und Erwachsene

Bildbeschreibung: Ein Mann und eine Frau die sich unterhalten in einem Raum.
Foto: © cottonbro

Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können nach Angaben der Bundesregierung bei Bedarf ohne vorherige Konsultation eines Arztes zugelassene Psychotherapeuten in Anspruch nehmen. Den Versicherten stünden neben den psychotherapeutisch tätigen Ärzten auch approbierte Psychologische Psychotherapeuten zur Verfügung, heißt es in der Antwort Drucksache: 19/25950 der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage Drucksache: 19/25234 der Linksfraktion.

In der Drucksache 19/25950 heißt es:

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Zahlreiche Studien belegen für Deutschland eine nicht dem Bedarf entsprechende Versorgung mit ambulanter Psychotherapie (beispielhafter Überblick in: Bundespsychotherapeutenkammer (2016): BPtK-Spezial zum Thema: Kurswechsel in der Bedarfsplanung. BPtK, November 2016). Die Änderung der Psychotherapie-Richtline, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) und zuletzt auch die Anpassung der Bedarfsplanungsrichtline durch den G-BA hatten zum Ziel, die Versorgung zu verbessern und die vielfach beschriebene Wartezeitenproblematik zu beheben (s. Gutachten des Sachverständigenrates zur Entwicklung im Gesundheitswesen, 2018. Doch auch nach Einführung der Terminservicestellen (TSS) ist die Versorgung nicht bedarfsdeckend (s. hierzu die Stellungnahmen der Bundespsychotherapeutenkammer. Die BPtK hält die geänderte Bedarfsplanungsrichtline in diesem Sinne für kontraproduktiv.

Weiter teilt die Bundesregierung mit:

Zudem gebe es für die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden bis zum 21 Lebensjahr spezialisierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. In Drucksache 19/25950 heißt es bei der Frage wie viele Menschen in Deutschland unter psychischen Erkrankung leiden? "Die bevölkerungsbezogene Häufigkeit psychischer Störungen lässt sich aus epidemiologischen Studien abschätzen. Die vom Robert Koch-Institut durchgeführte Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1 2008– 2011), einschließlich der Daten aus dem Zusatzmodul „Psychische Gesundheit (DEGS1-MH), ergab, dass 27,7 Prozent der Bevölkerung im Alter von 18 bis 79 Jahren innerhalb der vorangegangenen 12 Monate die Kriterien für eine psychische Störung erfüllten (12-Monatsprävalenz, ohne die Diagnose „Nikotinabhängigkeit“)."

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Eine weitere Frage war: Hat die Bundesregierung die psychotherapeutische Versorgungslage für geistig behinderte Menschen bewertet, bzw. ist aus Sicht der Bundesregierung ein gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitssystem und die Möglichkeit, niedrigschwellig psychische Betreuung in Anspruch zu nehmen und einen passenden Therapeuten bzw. eine passende Therapeutin zu finden, für geistig behinderte Menschen gegeben?

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"Systematische Erkenntnisse über die Versorgung queerer Patientinnen und Patienten, geflüchteter Patientinnen und Patienten, geistig behinderter Patientinnen und Patienten sowie schwer depressiv, bipolar oder schizophren erkrankter Patientinnen und Patienten liegen der Bundesregierung nicht vor. Grundsätzlich gilt, dass der Behandlungsbedarf alleine am Merkmal Morbidität und nicht an anderen Faktoren auszurichten ist. Um die Behandlung für geistig behinderte Menschen zu verbessern, hat der G-BA mit seinem Beschluss vom 18. Oktober 2018 zur Änderung seiner Psychotherapie-Richtlinie festgelegt, dass Menschen mit Intelligenzminderungen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, zukünftig für die Durchführung einer ambulanten Psychotherapie auch zusätzliche Zeiteinheiten zu Lasten der Krankenkassen erhalten können; ebenso wurden die Möglichkeiten, Bezugspersonen in die ambulante Psychotherapie dieser Patientengruppe einzubeziehen, erweitert", teilte die Bundesregierung mit.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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