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Merkel: Unser Alltag hat sich gravierend verändert und das betrifft jeden von uns

Bildbeschreibung: Angela Merkel bei ihrem Videopodcast
Foto: BKA | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrem heutigen Videopodcast hervorgehoben, dass durch die Corona-Pandemie unserer Alltag, "digitaler" geworden ist. In Ihrem Podcast erwähnt sie dabei nicht, wie stark gerade Deutschland die Digitalisierung über jahrzehnte vernachlässigt hat. Das fängt bei Internetanschlüssen an, die bis heute keinen symetrischen Betrieb (Up/Download Speed identisch) ermöglichen und geht über die teils immer noch schlechte Abdeckung von mobilen Internet, weiter ...

Merkel macht in Ihrem Podcast deutlich, dass man digitale Bildungsangebote verbessern wolle. Das die Kanzlerin erst heute dieser Bedarf bewusst wird, klingt nicht ganz glaubwürdig. Am 03.03.2010 hatte die Bundeskanzlerin auf der Computermesse "CeBIT" das digitale Klassenzimmer von Microsoft besuchen dürfen. Dort wurden ihr bereits die Möglichkeiten des digitalen Lernens gezeigt und wie viel Spaß Kinder dabei haben können. Doch wenn man nach so einer Präsentation, die sehr realistisch das digitale Klassenzimmer zeigte, 10 Jahre nichts tut um das Thema zu forcieren, dann sind die heute bestehenden Probleme bei digitalen Lernplattformen, eher das Ergebnis von Versäumnissen.

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Merkel sagt in ihrem Podcast: "Seit einem Jahr ist unser Leben ein Leben im Zeichen der Pandemie. Unser Alltag hat sich gravierend verändert, und das betrifft jeden von uns: die Kontaktbeschränkungen, die Sorgen um die eigene Gesundheit oder die von Verwandten, die eingeschränkte Freiheit, der Verzicht auf Reisen. Wir werden das alles eines Tages hinter uns lassen, davon bin ich überzeugt. Eins wird aber sicher bleiben: Unser Leben ist digitaler geworden. Kinder und Jugendliche sind jetzt über eine lange Strecke digital und zu Hause unterrichtet worden. Studierende lernen in virtuellen Hörsälen. Berufstätige diskutieren mit Kolleginnen und Kollegen von zu Hause aus über Videokonferenzen. Das alles ist aus der Krise dieser Pandemie geboren, aber wir können es auch als Rückenwind sehen. Rückenwind, den wir nutzen wollen, um der digitalen Bildung in Deutschland einen kräftigen Schub zu verleihen. Dazu habe ich gemeinsam mit Bildungsministerin Anja Karliczek die „Initiative Digitale Bildung“ ins Leben gerufen. Unser Ziel ist es, das Lernen mit digitalen Angeboten weiter zu verbessern und das Wissen über die wichtigsten Felder der Digitalisierung zu stärken. Und zwar für Menschen in jedem Alter und mit jeder Vorbildung.

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Es gibt schon heute sehr gute digitale Bildungsangebote. Mit einer Nationalen Bildungsplattform werden wir den Zugang dazu erleichtern. Es gibt erfolgreiche Lernansätze und sehr ermutigende innovative Ideen – ein Netzwerk für digitale Lernangebote soll sie sichtbar machen. Ein Grundverständnis für digitale Angebote und ein kompetenter Umgang mit ihnen – das wird immer wichtiger, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch um im Alltag gut zurechtzukommen. Deshalb sollen alle Menschen die Möglichkeit haben, digital dazuzulernen. Wir wissen, dass gerade viele ältere Menschen sich da mehr Hilfsangebote wünschen. Ich freue mich daher darüber, dass seit heute die Lern-App „Stadt/Land/Datenfluss“ zum Herunterladen bereitsteht. Die App wurde vom Volkshochschul-Verband entwickelt. Sie richtet sich an alle, die sich über das Thema Daten informieren und mehr über selbstbestimmte Datennutzung lernen möchten. Und zwar egal, wie viel Vorwissen schon da ist und in welchem Lebensabschnitt man sich befindet. Die App gibt beispielsweise eine Antwort auf die Frage, wie wir unsere Daten sicher schützen können. In einer virtuellen Stadt navigiert man sich durch verschiedene von Digitalisierung geprägte Lebensbereiche wie Arbeit, Mobilität und Gesundheit. Dort erwarten den Nutzer interessante Einblicke in neue Technologien, lebensnahe Geschichten und interaktive Aufgaben. Ich wünsche Ihnen allen viel Freude beim Entdecken und Lernen!"

Videopodcast mit Angela Merkel 20.02.2021

© Bundeskanzleramt

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Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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