EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Fast jeder Fünfte arbeitet in Vollzeit zu einem Niedriglohn

Bildbeschreibung: Ein Friseur der eine Kundin die Haare frisiert.
Foto: © Engin Akyurt

Beinahe vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland zu Niedriglöhnen und dabei für weniger als zwei Drittel des mittleren Einkommens. Dieses sind 18,8 Prozent der Vollzeitbeschäftigten, die Schwelle zum Niedriglohn liegt derzeit bei 2.667 Euro brutto. Dieses hat eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung ergeben zum Tag der Arbeit. Danach lag der Anteil bei 16,5 Prozent im Westen und bei 30,4 Prozent im Osten. Besonders hoch war danach der Niedriglohnanteil bei den Friseurinnen und Friseuren mit 92 Prozent. So arbeiteten etwa 50.000 Arbeitnehmer, dort im Schnitt für 1.680 Euro brutto im Monat. Danach folgt die Floristik mit 84,6 Prozent und die Kosmetik Branche mit 77,7 Prozent, sowie die Berufskraftfahrer im Personentransport mit 78,3 Prozent.

VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:

Um diesen Inhalt anzusehen,
akzeptieren Sie bitte alle Cookies

„Fast ein Fünftel der Beschäftigten mit Vollzeitjob arbeitet für einen Hungerlohn. Das sind immer noch zu viele. Am Ende des Monats ist der Geldbeutel leer und fürs Alter vorsorgen lässt sich damit erst recht nicht. Die Niedriglöhner von heute sind die armen Rentner von morgen. Der gesetzliche Mindestlohn reicht nicht aus, um den Niedriglohnbereich vollends auszutrocknen. Der VdK fordert deshalb, dass der Mindestlohn auf 13 Euro erhöht wird.“

Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE teilte dazu mit: „Der Niedriglohnsektor muss endlich effektiv bekämpft werden. Millionen Beschäftigte werden nach wie vor mit niedrigsten Löhnen abgespeist. Daran hat die Einführung des viel zu niedrigen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns nur marginal etwas geändert.

In der Coronakrise werden nun ausgerechnet die Beschäftigten mit den niedrigsten Löhnen am härtesten von den Lockdowns getroffen. Die Löhne müssen steigen, zum Beispiel durch höhere Branchenmindestlöhne und verbesserte Möglichkeiten der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen. Der allgemeine Mindestlohn muss in einem ersten Schritt sofort auf 12 Euro die Stunde erhöht werden. Gute Arbeit, von der die Beschäftigten leben können, ist das Maß der Dinge. Dafür muss die Bundesregierung die Rahmenbedingungen schaffen. Die Coronakrise darf nicht bedeuten, dass nun die Beschäftigten jahrelang auf berechtigte Forderungen verzichten müssen.

Newsletter

Post von der Redaktion EU-Schwerbehinderung

Kostenlos per E-Mail in Ihrem Posteingang

Newsletter bestellen

Besonders dringend muss die Bundesregierung schnellstmöglich die Krisenabsicherung deutlich verbessern. Das Kurzarbeitergeld ist für viele Beschäftigte zu niedrig um davon leben zu können. DIE LINKE fordert 90 Prozent des Nettoentgeltes sowie ein Mindestkurzarbeitergeld von 1.200 Euro. Das Arbeitslosengeld muss von 60 Prozent auf 68 Prozent des Nettoentgeltes erhöht werden. Grundsätzlich ist die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld zu verlängern.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



Allgemeines

Aktuelles

weitere Nachrichten

Kurznachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank