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Forschung zu Extremwetter weiter ausbauen, um Vorsorge und Katastrophenschutz zu verbessern

Bildbeschreibung: Zwei Autos in einer Straße, in der sich Hochwasser nach einer Extremwetterlage befindet, welches die Straße herunterströmt
Foto: © Joseph Thomas

Derzeitig haben viele Länder in Europa mit der Hochwasserkatastrophe sowie deren Folgen zu kämpfen. Diese Extremwetterlagen häufen sich seit einigen Jahren immer mehr. Viele Forscher sind sich einig, dass es in Zukunft eine Anhäufung solcher Katastrophen geben wird und sind sich dabei einig, dass es sich dabei um die Auswirkungen des Klimawandels handelt.

Besonders schwer sind solche Katastrophenlagen für pflegebedürftige Menschen oder Menschen die mit Einschränkungen oder einer Behinderung leben, denn für diese Menschen ist es oft nicht möglich, dass diese im Falle einer plötzlichen Katastrophe schnell ihr Wohnumfeld verlassen und sich in Sicherheit bringen können. Diese Menschen sind in Katastrophenlagen auf fremde Hilfen angewiesen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Forschung zu Extremwetter weiter ausbauen und teilt dazu mit:

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu Extremwetter, wie Hitze, Starkregen oder Sturm. Diese Extremwetter-Ereignisse treffen die Menschen und ihr Lebensumfeld oft hart und unvermittelt. Im Schnitt haben sich diese Ereignisse in den vergangenen dreißig Jahren nahezu verdoppelt.

Das BMBF investiert seit vielen Jahren sowohl in die Klimaforschung als auch in die zivile Sicherheitsforschung. Derzeit fließen pro Jahr rund 65 Millionen Euro in die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung zu Klimaauswirkungen und -anpassungen sowie rund 60 Millionen Euro pro Jahr in die zivile Sicherheitsforschung. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

"Auch als Lehre aus der aktuellen Unwetter-Katastrophe muss die Forschung zu solchen Extremwetter-Ereignissen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Ziel muss eine Verbesserung der Vorhersage und Vorsorge sein. Denn eines ist klar: Der Trend zur steigenden Anzahl und Intensität von Extremwetter-Ereignissen hält als Folge des Klimawandels weiter unvermindert an, wie jetzt die unglaublichen Überschwemmungen an vielen Orten in Deutschland mit ihren katastrophalen Folgen für die davon betroffenen Menschen deutlich vor Augen geführt haben.

Natürlich geht es jetzt erst einmal darum, den von dieser schrecklichen Katastrophe betroffenen Menschen schnelle Hilfe zu leisten. Hier ist das ganze Land gefordert. Aus Forschungssicht geht es in der weiteren Perspektive darum, Extremwetter noch genauer in den Regionen vorherzusagen und darauf aufbauend, entsprechende Risikopläne für Hochwasser und Hitze zu erstellen. Ziel muss sein, auch in kleineren Gemeinden verstärkt Vorsorge zu treffen, um im Ernstfall schnell und wirksam handeln zu können. Um hierzu belastbare Aussagen zu treffen, brauchen wir vor allem Daten aus hochaufgelösten Messungen und Modellierungen über das gegenwärtige und zukünftige Klima bis in die einzelne Region. Entsprechende Initiativen sind durch die Förderung des Bundesforschungsministeriums bereits gestartet. Nach der Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und den Überschwemmungen in Bayern und Sachsen, sollten wir darüber nachdenken, die Initiativen im Bund und den Ländern noch einmal zu verstärken.

Unabhängig davon müssen wir den Klimawandel stoppen, der nach Expertenansicht auch das gehäufte Auftreten solcher Extremwetterlagen befördert. Die jüngsten Klimabeschlüsse der Bundesregierung und der Europäischen Union sind dafür eine Basis. Dies wird aber nur gelingen, wenn wir zur Vermeidung von CO2-Emissionen Forschung und Innovation in den nächsten Jahren breit vorantreiben. Dabei müssen wir auch zudem stärker die CO2-Entnahme aus der Atmosphäre in den Blick nehmen."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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