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Kollabiert das Gesundheitssystem?

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist die Flagge von Hamburg zu sehen

Eigentlich ist die Gesundheitsversorgung etwas selbstverständliches. Am Beispiel von einem Fall in Hamburg, gewinnt man aber schnell ein anderes Gefühl. Konkret ging es um eine Person, die unter akuten Schmerzen, nicht lokalisierbar, litt und nicht mehr in der Lage war, eine Arztpraxis aufzusuchen, da die Person nur noch liegen konnte. Da die Person zudem nicht in Hamburg wohnend, sondern nur auf Besuch war, besaß die Person keinen Hausarzt. Was blieb, war die 112. Doch dort verwies man auf die 116117, den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Auch dieser war erst in der Lage nach 3- 4 Stunden überhaupt einen Arzt vorbei zu schicken. Erst ein wiederholter Anruf unter der 112 führte dazu, dass die Person in das nächste Krankenhaus verbracht werden konnte.

Im Krankenhaus versorgt? Auch nicht immer. Die Person wurde eingeliefert. In Ermangelung an Liegen in der Notaufnahme, musste die betroffene Person ihre Liege verlassen und trotz hohem Fieber und anderen gesundheitlichen Einschränkungen, die nächsten Stunden in der Notaufnahme stehend verbringen. 

Ein anderer Fall, ebenfalls in Hamburg geschehen, ist genauso alarmierend. Dabei handelte es sich um eine Person, schwerbehindert (GdB 80% und Merkzeichen G,B,H). Als Neu Zuzug suchte diese Person im ersten Schritt einen neuen Hausarzt (Allgemeinmediziner). Aufgrund der Behinderung war der erforderliche Radius für einen neuen Hausarzt auf 3 km begrenzt. Ergebnis der Suche ist erschreckend, denn in der Tat ist es so, dass diese Person keinen Arzt finden konnte, der neue Patienten aufnehmen kann.

Insgesamt sind solche Situationen, gerade für Menschen die an chronischen Erkrankungen leiden, aber auch in Notfallsituationen, alles Andere als befriedigend. Steht das deutsche Gesundheitssystem vor einem Kollaps?

Wir werden die Situation weiter verfolgen ...

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